Mai/Juni

Igelpirsch: Die Suche nach barrierefreien und naturnahen Gärten!

 

 

Helfen Sie mit und schützen Sie unser heimisches Wildtier

 

 

Mittlerweile sind die letzten Stachelritter aus ihrem Winterschlaf erwacht und machen auf leisen Sohlen die Gärten unsicher. Doch allzu oft wird das Igelleben durch Barrieren erschwert, die nicht oder nur mittels einem gefährlichen Umweg überwindet werden können. Mit wenigen Handgriffen können Sie Ihren Garten jedoch igelfreundlich gestalten und sich auf den Besuch des stacheligen Gartenbewohners freuen.

Der agile Insektenfresser bevorzugt strukturreiche Lebensräume mit wechselnder Vegetation und einem reichen Nahrungsangebot. Neben Streuobstwiesen bieten dem Igel auch Blüh-(Hecken) einen geschützten Rückzugsort und eine trockene Unterschlupfmöglichkeit.

Einerseits sind Jungtiere auf der Suche nach eigenen Revieren und anderseits streifen vor allem die Männchen in der Paarungszeit ab Juni mehrerer Kilometer pro Nacht umher, um eine geeignete Partnerin zu finden. Auch die  Zerschneidung der Lebensräume und die intensive Bewirtschaftung von Ortsrändern tragen dazu bei, dass der Stachelritter große Hürden überwinden muss, um in die Gärten gelangen zu können. Letzteres führt zur Versiegelung von wichtigen Futterquellen.

Nachfolgend möchte ich Ihnen ein paar Fallbeispiele ans Herz legen, mit welchen Sie dem Igel helfen können:

1)     Machen Sie Ihren Garten frei zugänglich. Dafür reicht eine Zaunöffnung von 10x10 cm

2)     Stellen Sie dem Igel das ganze Jahr über Wasserstellen zur Verfügung

3)     Schaffen Sie Ausstiegshilfen bei Ihren Zierteichs und sichern Sie Kellerschächte und –treppen

4)     Schaffen Sie natürliche Unterschlupfmöglichkeiten und naturbelassene Gärten

5)     Stellen Sie dem Igel Nistmaterial zur Verfügung und verzichten Sie auf den Einsatz von Pestiziden  

 

 

Barrierefreier Garten
©Max Auer
Barrierefreier Garten 
©Max Auer
Teich-Ausstiegshilfe
©Max Auer
Teich-Ausstiegshilfe
©Max Auer
Naturbelassene Wiese
©Max Auer
Naturbelassene Wiese
©Max Auer
Lebensraum Hecke
©Max Auer
Lebensraum Hecke
©Max Auer

 

Leider sind heutzutage viele Gärten bis ins letzte Detail geplant und „besenrein“. Dabei wird allzu oft vergessen, dass für den Igel Laub, kleine Äste, Heu und Schilf wichtige Bestandteile für den Bau der Schlafstätte und Jungtieraufzucht sind.

Daher auch der Appell an alle (Hobby-)Gärtner: Lassen Sie Nestmaterial liegen und geben Sie dem Igel damit die Chance, sich ein Nest zu bauen. In sehr „aufgeräumten“ Gärten hat es der Igel besonders schwer, sich ein solides und vor allem trockenes Quartier einzurichten. In solch aufgeräumten aber auch in eher „g`schlamperten“ Gärten können Sie dem Igel mit einem Fertighaus unterstützen und ihm ggf. eine Freude bereiten.

Unter http://igel-in-bayern.br.de/igelhaus-igelburg-futterhaus-bauanleitungen.de finden Sie eine Bauanleitung, die darüber hinaus den richtigen Standort thematisiert.

Das Igelhaus sollte ab Mitte Mai, sofern es nicht bewohnt wird, gereinigt werden. Hierbei ist nur das Entfernen des alten Nistmaterials von Nöten und mit einem Besen und warmen Wasser lassen sich zurückbleibende Rückstände problemlos entfernen. Bitte nicht mit Reinigungsmitteln o.ä. reinigen!


 

Maximilian Auer steht Ihnen als Landshuter Projektbetreuer und Beratungsstelle bei all Ihren Fragen rund um das Thema Igel gerne telefonisch unter 0151/21781759 oder per Mail unter max-auer@outlook.de zur Verfügung.

Bitte beachten/nutzen Sie bei einem Anruf seine persönliche Mobilboxansage!

 

Weitere nützliche Informationen finden Sie außerdem auf der Projekt-Homepage www.igel-in-bayern.de!

 


 

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