Monitoring von Ausgleichsflächen im Landkreis Landshut

 

 

Eingriffe in Natur und Landschaft werden im Allgemeinen durch die Bereitstellung von Ausgleichs- und Ersatzflächenflächen kompensiert. Im Raum Landshut existieren mittlerweile weit über Tausend derartiger Flächen. Für den Natur- und Artenschutz hat diese Gebietskulisse ein hohes Potential.

 

Mit der Ausweisung  von Ausgleichs- und Ersatzflächen ist es aber nicht getan. Damit diese Gebiete ihre Ausgleichsfunktion zumindest hinsichtlich des Arten- und Biotopschutzes erfüllen können – der immense Flächenverbrauch für Bau- und Gewerbegebiete im Raum Landshut  ist ohnehin nicht ausgleichbar - ist ein geeignetes Management erforderlich.

 

Nachdem Kontrollen in mehreren Regionen Bayerns ein nur sehr unzureichendes Management von Ausgleichsflächen ergeben haben, hat der LBV im Jahr 2017 mit einer entsprechenden Faktenerhebung auch im Landkreis Landshut begonnen. Ausgewählt wurden hierzu sechs Gemeinden (Altdorf, Bruckberg, Ergolding, Hohenthann, Kumhausen, Tiefenbach) mit insgesamt etwa 200 Flächen.

 

Diese Flächen werden begutachtet und hinsichtlich ihrer naturschutzfachlichen Bedeutung bewertet. Wesentlich sind dabei folgende Gesichtspunkte:

 

  • die Eignung der bereitgestellten Fläche für naturschutzfachliche Zielsetzungen
  • Art und Umfang der durchgeführten Aufwertungsmaßnahmen
  • Art und Umfang von Pflegemaßnahmen
  • die Bedeutung für den Natur- und Artenschutz
  • die Umsetzung der im Genehmigungsbescheid festgelegten Maßnahmen

 

Die Bewertung erfolgt anhand eines Bepunktungssystems bei dem es für missbräuchliche Nutzungen oder kontraproduktive Pflegeformen (z.B. Mulchen) entsprechende Abzüge gibt. Zudem werden Vorschläge zur naturschutzfachlichen Aufwertung der Flächen formuliert.

 

Die Ergebnisse unserer Faktenerhebung werden im ersten Quartal 2018 in einem Bericht zusammengefasst und sollen anschließend mit Naturschutzbehörden und den betroffenen Vorhabensträgern (z.B. Kommunen) diskutiert werden.

 

Das Projekt wird durch die Glücksspirale finanziell gefördert.

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