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Aktuelles +++ Termine +++ Standpunkte

Samstag, 18.07.2026: Die für heute geplante  Biotoppflegeaktion am Echinger Süddamm findet statt; los geht's um 10:00 Uhr

Samstag, 25.07.2026: Für die Aufarbeitung einer auf ein Nachbargrundstück gefallenen Esche bräuchten wir noch einen oder zwei Helfer 

18.07.2026: Auch letzte Woche wurde in Bayern wieder ein Quadratkilometer freie Landschaft überbaut - und weiterhin sind Stadt und Landkreis Landshut beim Flächenverbrauch ganz vorne mit dabei. Bau- und Gewerbegebiete wuchern an allen Ecken und Enden, der Druck auf die freie Landschaft, auf Schutzgebiete und auf störungsempfindliche Arten steigt kontinuierlich an. Und: Heute leben etwa 180.000 Menschen mehr auf unserem Planeten als gestern.

Aus aktuellem Anlass eine kurze Anmerkung zum Flächenverbrauch: Mensch und Natur leiden derzeit unter der großen Hitze. Die nebenstehende Abbildung von Temperaturmessungen an einer Autobahn zeigt den enormen Beitrag, den versiegelte Flächen zu (lokalen) Temperaturerhöhungen leisten (hier +14 Grad). Unbenommen davon wird im Raum Landshut weiter ungehemmt aufgeschottert, betoniert, asphaltiert und gepflastert (gerne auch in schwarz oder anthrazit, damit es auch nachts noch schön warm bleibt). Und in den innerörtlichen Bereichen verschwinden die schattenspenden Grünflächen, weil wir ja unbedingt baulich nachverdichten müssen. Haben hier denn alle den Verstand verloren?


18.07.2026: Heute Mähtermin auf unserer Streuobstwiese - zum Schutz von Kleintieren selbstverständlich nur auf Teilflächen und mit Messermähwerk 

17.07.2026: Ornithologischer Wochenbericht (29.06. bis 05.07.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Flussseeschwalbe ca. 60 04.07 Isarstau Altheim hohe Individuenzahl
Kiebitz   29.06. Münchnerau-Unterlenghart 4 BP mit insgesamt 7 flüggen juv.
Kuhreiher bis zu 7 29.06. bis 05.07. Echinger Stausee und Umgebung vermutlich 2 Brutpaare
Nachtreiher bis zu 8 29.06. bis 05.07. Echinger Stausee vermutlich 11 Brutpaare
Nachtreiher 1 01.07. Isarstau Altheim  
Nachtreiher 1 02.07. Landshut-Stadtgebiet  
Nachtreiher 1 04.07. Tiefenbach  
Seidenreiher bis zu 10 29.06. bis 05.07. Echinger Stausee vermutlich 7 Brutpaare
Seidenreiher 1 02.07. Isarstau Altheim  
Wiesenweihe 1 03.07. und 04.07. Essenbach  
Zwergscharbe bis zu 5 02.07. bis 04.07. Isarstau Altheim  
Zwergseeschwalbe 02.07. Echinger Stausee  

 

17.07.2026: Neue Studie des LfU zu Auswirkungen von Freiflächen-Solaranlagen auf Brutvorkommen der Feldlerche

Foto: F.Derer
Foto: F.Derer
Foto: O.Broders
Foto: O.Broders

Freiflächen-Solaranlagen können bei geeignetem Grünland-Management für eine ganze Reihe von Tier- und Pflanzenarten eine Lebensraumverbesserung darstellen bzw. neuen Lebensraum bieten. Für wiesenbrütende Vogelarten und den Kiebitz sind sie dagegen bekanntermaßen „Tabuzonen“, die weiträumig gemieden werden. Eine unklare Datenlage hierzu betraf bislang die Feldlerche (Rote Liste 3), bei der es Hinweise und immer wieder auch Pressemeldungen gab, dass diese Art auch innerhalb der Modulflächen brüten könne. Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) ist dieser Fragestellung nun im Rahmen eines mehrjährigen Untersuchungsprojekts nachgegangen und hat dazu 29 große Freiflächen-Solaranlagen systematisch kartieren lassen. Die untersuchten Solarparks verteilten sich über ganz Bayern – einer davon befindet sich im Landkreis Landshut (Binsham) – und wiesen jeweils mindestens 10 Hektar Fläche auf. Die kürzlich vorgestellten Ergebnisse dieser Studie sind relativ eindeutig:

  • Freiflächen-Solaranlagen sind als Brutgebiete für die Feldlerche nicht geeignet
  • selbst im Abstand von 100 Metern zu den Anlagen wurden Bestandsrückgänge um mindestens den Faktor zwei festgestellt; dabei ist weiterhin unklar, ob in diesem Nahbereich um die Module eine erfolgreiche Reproduktion (Brut, Jungenaufzucht) überhaupt möglich ist
  • lediglich kurz nach der Errichtung der Anlagen kann es noch zu Brutversuchen von Feldlerchen innerhalb bzw. in der Nähe der Anlagen kommen, da die Tiere eine hohe Brutplatztreue aufweisen
  • auch größere Offenland-Korridore innerhalb der Anlagen reichen für eine Brutplatznutzung der Feldlerche nicht aus

06.07.2026: Ornithologischer Wochenbericht (22.06. bis 28.06.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Goldregenpfeifer  1 26.06. Grießenbach bereits am 18.06.
Grauammer 1 28.06. Mettenbach singend
Kuhreiher bis zu 6 22.06. bis 28.06. Echinger Stausee und Umgebung vermutlich 2 Brutpaare
Nachtreiher bis zu 9 22.06. bis 28.06. Echinger Stausee vermutlich 11 Brutpaare
Seidenreiher bis zu 14 22.06. bis 28.06. Echinger Stausee vermutlich 7 Brutpaare
Seidenreiher 1 27.06. Isarstau Altheim  
Seidenreiher 1 27.06. Landshut-Zentrum  
Weißbart-Seeschwalbe 1 bzw. 3 27.06. bzw. 28.06. Echinger Stausee  
Wiesenweihe 1 23.06. Altheim  
Zwergseeschwalbe 24.06. Isarstau Altheim  

 

04.07.2026: "Mission accomplished" - die erste größere Biotoppflege-Aktion 2026 ging heute am Kalteller Berg bei Mettenbach planmäßig über die Bühne


03.07.2026: Ornithologischer Wochenbericht (15.06. bis 21.06.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Goldregenpfeifer  1 18.06. Grießenbach  
Grauammer 2 21.06. Mettenbach singend
Kuhreiher bis zu 4 15.06. bis 21.06. Echinger Stausee und Umgebung vermutlich 2 Brutpaare
Nachtreiher bis zu 10 15.06. bis 21.06. Echinger Stausee vermutlich 11 Brutpaare
Nachtreiher 1 15.06. Isarstau Altheim  
Nachtreiher 1 16.06. Furth  
Nachtreiher 1 21.06. Auloh  
Seidenreiher bis zu 9 15.06. bis 21.06. Echinger Stausee vermutlich 7 Brutpaare
Wiesenweihe 1 16.06. bzw. 21.06. Grießenbach  
Zwergdommel 20.06. Grießenbach  M

 

02.07.2026: Ornithologischer Wochenbericht (08.06. bis 14.06.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Heidelerche  6 13.06. NSG Truppenübungsplatz  
Kuhreiher bis zu 4 08.06. bis 14.06. Echinger Stausee vermutlich 2 Brutpaare
Kuhreiher 1 11.06. Mettenbacher Moos  
Löffler 1 08.06. Echinger Stausee bereits seit 27.05.2026
Nachtreiher bis zu 16 08.06. bis 14.06. Echinger Stausee vermutlich 11 Brutpaare
Nachtreiher 1 12.06. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung
Nachtreiher 1 13.06. Moosburger Stausee  
Seidenreiher bis zu 17 08.06. bis 14.06. Echinger Stausee vermutlich 7 Brutpaare
Zwergseeschwalbe 08.06. Echinger Stausee  

 

01.07.2026: Der Aufwand hat sich gelohnt: Rekord-Bruterfolg beim Großen Brachvogel im Isarmoos

Großer Brachvogel - in Bayern vom Ausssterben bedroht (Foto: A.v.Lindeiner)
Großer Brachvogel - in Bayern vom Ausssterben bedroht (Foto: A.v.Lindeiner)

Die Landshuter Restpopulation des Großen Brachvogels im Isarmoos (zwischen Unterwattenbach und Postau) mit aktuell 16 Brutpaaren hat in diesem Jahr satte 20 Jungvögel zum Ausfliegen gebracht. Dies ist das mit Abstand beste Ergebnis seit Beginn der Bruterfolgskontrollen in den 1980er Jahren. Etwa acht Jungvögel hätten rechnerisch bereits zum Populationserhalt ausgereicht. Maßgeblich beigetragen zu diesem Ergebnis hat erneut die Mettenbacher Großzäunung, aus der 13 Jungvögel ausflogen: Ein mehr als zwei Kilometer langer Elektronzaun schützt hier Gelege und Jungvögel vor Bodenprädatoren (Fuchs, Dachs, Hermelin). Bereits in beiden vorherigen Jahren hatte diese Zäunung, die alljährlich mit hohem Aufwand aufgebaut, überwacht und am Ende der Brutsaison wieder abgebaut wird, gut funktioniert.

In diesem Zusammenhang ein dickes Dankeschön an den Gebietsbetreuer Manfred Röslmair, den Mettenbacher Landwirt Franz Pusl und sein Team, sowie an alle ehrenamtlichen Helfer!


Hierzu zwei Anmerkungen:

  • Die grundlegende Ursache von Prädationsverlusten bei wiesenbrütenden Vogelarten im Landshuter Isarmoos liegt in den ganzjährig zu niedrigen Wasserständen. Sie sind die Basis für reichhaltige Bestände an Kleinsäugern (Mäuse), Regenwürmern und anderen Beutetieren von Bodenprädatoren. Trockenliegende Niedermoore, wie wir sie im Landshuter Isartal  durchgehend vorfinden, sind damit als attraktive Jagdbiotope intensiv von verschiedenen Bodenprädatoren frequentiert, sodass eine erfolgreiche Reproduktion von Wiesenbrütern hier nicht mehr möglich ist. In Wiesenbrütergebieten mit ausreichend hohen Grundwasserständen gibt es dieses Problem nicht.
  • Der erneut sehr gute Bruterfolg in der Mettenbacher Zäunung zeigt, dass Prädationsverluste durch Greif- und Rabenvögel beim Großen Brachvogel offensichtlich keine nennenswerte Rolle spielen.

30.06.2026: Ornithologischer Wochenbericht (01.06. bis 07.06.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Heidelerche 2 bzw. 1 05.06. bzw. 07.06. NSG Truppenübungsplatz  
Kuhreiher bis zu 2 01.06. bis 07.06. Echinger Stausee  
Löffler 1 01.06. bis 07.06. Echinger Stausee bereits seit 27.05.2026
Nachtreiher bis zu 7 01.06. bis 07.06. Echinger Stausee  
Nachtreiher 1 01.06. und 06.06. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung
Schwarzstorch 1 06.06. Echinger Stausee  
Seidenreiher bis zu 7 01.06. bis 07.06. Echinger Stausee  
Singschwan 1 05.06. bis 06.06. Echinger Stausee ungewöhnlicher Beobachtungszeitpunkt
Wiesenweihe   04.06. bis 07.06. Nördlicher Landkreis LA tägliche Feststellung von M und W; Brutverdacht 

29.06.2026: Aufwändig aber alternativlos: „Barrieremahd“ zur Sicherung botanisch wertvoller Standorte 

"Barrieremahd-Streifen" oberhalb LBV-Pflegefläche am Uppenborndamm
"Barrieremahd-Streifen" oberhalb LBV-Pflegefläche am Uppenborndamm

Extensiv genutzte Offenland-Biotope zeichnen sich im Allgemeinen durch eine hohe Artenvielfalt aus. Sie sind nicht nur durch menschliche Eingriffe, sondern auch durch invasive Pflanzenarten stark gefährdet. Diese können ehemals hochwertige Biotopflächen vollständig dominieren, wie am Beispiel der Goldrute in großen Teilen der Landshuter Isarauen unschwer festzustellen ist. Bei der Neubesiedelung von Flächen (mittels Samenanflug) tut sich die Goldrute zunächst eher schwer. Hat sie aber einmal Fuß gefasst, so breitet sie sich über Wurzelausläufer äußerst effektiv aus. Da an mehrere unserer Biotoppflege-Flächen im Landshuter Isartal größere Goldrutenbestände unmittelbar angrenzen, versuchen wir deren Eindringen in unsere Biotope durch eine sogenannte „Barrieremahd“ zu unterbinden. Dazu wird ein schmaler Korridor zwischen Goldrutenbereich und Biotopfläche sehr intensiv, d.h. mehrmals im Jahr gemäht. Goldruten sind gerade gegenüber Schnitt im Frühsommer sehr empfindlich. Sie sterben dadurch zwar nicht ab, aber sie schaffen es nicht mehr, Wurzelausläufer über den Mähkorridor hinaus auszubilden. Zudem werden die Flächen regelmäßig kontrolliert und ggf. über Samenflug eingetragene Pflanzen konsequent entfernt. Alles ein ziemlicher Aufwand, aber langfristig wohl alternativlos.


28.06.2026: Hinweis zur Auszahlung von Fördergeldern für ehrenamtliche Leistungen im Jahr 2025

Aus aktuellem Anlass: Kürzlich wurden allen LBV-Helfern die Vergütungen für ihre Arbeitsstunden sowie eine Aufwandsentschädigung ihrer Fahrtkosten überwiesen. Bitte nicht wundern: Die Auszahlungsbeträge sind diesmal deutlich niedriger als in früheren Jahren. Ursache dafür ist die vollständige Streichung der Förderung ehrenamtlich geleisteter Arbeitsstunden durch die Naturschutzverwaltung. Betroffen davon sind unsere Arbeitseinsätze am Echinger Süddamm, am Kalteller Berg und im Torfstich Unterwattenbach. Im Jahr 2026 sollte dann aber alles wieder wie gewohnt laufen.

28.06.2026: Ornithologischer Wochenbericht (25.05. bis 31.05.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Grünlaubsänger 27.05. Echinger Stausee  
Heidelerche 1 29.05. Echinger Stausee überfliegend
Kuhreiher 1 bis 2 25.05. bis 31.05. Echinger Stausee  
Kuhreiher 1 bzw. 2 26.05. bzw. 31.05. Moosburger Stausee  
Löffler 1 27.05. bis 31.05. Echinger Stausee  
Nachtreiher bis zu 9 25.05. bis 31.05. Echinger Stausee  
Nachtreiher 1 bis 2 25.05., 27.05. bis 29.05. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung
Raubseeschwalbe 1 28.05. Echinger Stausee  
Seidenreiher bis zu 5 25.05. bis 31.05. Echinger Stausee  
Schwarzkopfmöwe 7 31.05. Echinger Stausee alle ad.; hohe Individuenzahl 
Weißbart-Seeschwalbe  9 26.05. Echinger Stausee  
Wiesenweihe 1 30.05. Essenbach M

27.06.2026: Kurzer Zwischenstand: Aktuelle Daten zu überregional bedeutsamen Brutvorkommen im Raum Landshut

  • Flussseeschwalbe: 34 Brutpaare am Echinger Stausee mit bislang bereits 36 flüggen Jungvögeln (A.Szwagierczak)
  • Flussseeschwalbe: 26 Brutpaare am Kiesabbau "Aquapark" mit bislang bereits 24 flüggen Jungvögeln (A.Szwagierczak)
  • Großer Brachvogel: die Mettenbacher Großzäunung hat auch in diesem Jahr super funktioniert und "geliefert": sensationelle 13 (!) Jungvögel wurden hier flügge (M.Röslmair, A.Scholz)
  • Heidelerche: etwa 5 Brutpaare am Truppenübungsplatz Landshut, dazu ein weiteres Brutpaar außerhalb des Naturschutzgebietes (F.Hertrich, H.Pfitzner)
  • Kuhreiher: 1 bis 2 Brutpaare am Echinger Stausee (S.Riedl)
  • Nachtreiher: 10 bis 11 Brutpaare am Echinger Stausee (S.Riedl)
  • Seidenreiher: 6 bis 7 Brutpaare am Echinger Stausee (S.Riedl) 

02.06.2026: Ornithologischer Wochenbericht (18.05. bis 24.05.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Austernfischer 1 19.05. Echinger Stausee  
Flussseeschwalbe   18.05. Isarstau Altheim wie im Vorjahr ein BP auf Treibholz
Kuhreiher bis zu 2 18.05. bis 24.05. Echinger Stausee  
Kuhreiher 1 18.05. Moosburger Stausee  
Nachtreiher bis zu 6 18.05. bis 24.05. Echinger Stausee  
Rotfußfalke 1 21.05. Moosburger Stausee M
Seidenreiher bis zu 8 18.05. bis 24.05. Echinger Stausee  
Sperlingskauz 2 23.05. Nördlicher Landkreis Landshut rufend an zwei bereits bekannten Standorten
Weißbart-Seeschwalbe  2 24.05. Echinger Stausee  

01.06.2026: Orientalisches Zackenschötchen - aktueller Stand der Bekämpfungsmaßnahmen

Dass eine ganze Reihe eingeschleppter Pflanzenarten zu einem echten Problem für die heimische Artenvielfalt werden können, ist hinlänglich bekannt. Beispiele dafür sind das Indische Springkraut, die Kanadische Goldrute, und insbesondere die praktisch „unsterblichen“ Knöteriche (Staudenknöterich, Japanknöterich), die selbst durch Bodenabtrag, x-faches Abmähen und Herbizideinsatz nicht unterzukriegen sind. Weitgehend unter dem Radar läuft dagegen bislang ein weiterer Kandidat: Das Orientalische Zackenschötchen (Bunias orientalis ). Sie kommt mit den Lebensraumbedingungen magerer, extensiv gepflegter Standorte außergewöhnlich gut zurecht und kann dort geschlossene Reinbestände bilden. Damit sind gerade diese in der Regel sehr artenreichen und damit für den Naturschutz besonders wertvollen Standorte stark gefährdet.


Im Raum Landshut existiert seit geraumer Zeit eine bislang noch lokal begrenzte Population dieser Pflanze (siehe Karte). Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, ist der LBV hier seit einigen Jahren aktiv. Mit im Boot sind dabei mehrere private Gebietseigentümer, die Stadtwerke München und die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Freising. Da die Pflanze bis zu einem Meter tiefe Wurzeln ausbildet, ist eine direkte Entfernung sehr aufwändig. Verschwinden soll die Zackenschote daher vor allem dadurch, dass über mehrere Jahre die Aussamung konsequent unterbunden wird. Größere Bestände werden dazu rechtzeitig bzw. mehrmals im Jahr maschinell abgemäht, Einzelpflanzen händisch entfernt. Insgesamt also eine aufwändige und vor allem langwierige Angelegenheit, weil einzelne Pflanzen bis zu 10 Jahre alt werden können. Aufgrund der bislang begrenzten Ausbreitung aber durchaus erfolgversprechend, wenn konsequent gehandelt wird. Wer mithelfen möchte:  [email protected].

18.05.2026: Ornithologischer Wochenbericht (11.05. bis 17.05.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Heidelerche 3 13.05. Niederaichbach 2 ad. mit einem flüggen Jungvogel
Kuhreiher bis zu 2 11.05. bis 17.05. Echinger Stausee am 09.05. erstmalig 2 Ind.
Merlin 1 14.05. Altheim  
Nachtreiher bis zu 5 11.05. bis 17.05. Echinger Stausee  
Prachttaucher 1 12.05. Isarstau Altheim  
Seidenreiher bis zu 5 11.05. bis 17.05. Echinger Stausee  
Sumpfläufer 1 16.05. bis 17.05. Echinger Stausee  
Zwergdommel  1 15.05. und 16.05. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung

13.05.2026: Ornithologischer Wochenbericht (04.05. bis 10.05.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Heidelerche 4 09.05. NSG Truppenübungsplatz LA mehrere Brutpaare
Heidelerche 2 10.05. Niederaichbach Brutverdacht
Kuhreiher bis zu 2 04.05. bis 10.05. Echinger Stausee am 09.05. erstmalig 2 Ind.
Nachtreiher bis zu 5 04.05. bis 10.05. Echinger Stausee  
Nachtreiher 1 05.05. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung
Purpurreiher 1 08.05. und 09.05. Echinger Stausee  
Raubseeschwalbe 1 05.05. Echinger Stausee  
Rotfußfalke 1 07.05. Isarstau Altheim M
Rotfußfalke 1 08.05. Moosburger Stausee  
Rotfußfalke 1 10.05. Echinger Stausee  
Seidenreiher bis zu 9 04.05. bis 10.05. Echinger Stausee  
Stelzenläufer 3 bzw. 2 04.05. bzw. 05.05. Echinger Stausee  
Wiesenweihe 1 07.05. Essenbach MI
Sumpfrohrsänger 1 05.05. Essenbach Erstnachweis 2026
Uferschnepfe 1 05.05. bis 10.05. Echinger Stausee  
Waldschnepfe   09.05. Nördlicher Landkreis LA an zwei Standorten balzend
Wespenbussard 1 07.05. Altdorf Erstnachweis 2026
Zwergstrandläufer 1 10.05. Echinger Stausee Erstnachweis 2026

09.05.2026: Schon Anfang Mai großes Gedränge auf elf Quadratmetern Kies: Flussseeschwalben auf dem LBV-Floß am Kiesabbau "Aquapark"

06.05.2026: Ornithologischer Wochenbericht (27.04. bis 03.05.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Bienenfresser 4 02.05. Buch Erstnachweis 2026
Gelbspötter 1 29.04. Landshut Erstnachweis 2026
Grauammer 1 29.04. und 02.05. Mettenbach singend
Grauschnäpper 1 02.05. Ergoldsbach Erstnachweis 2026
Kuhreiher 1 27.04. bis 03.05. Echinger Stausee  
Moorente 2 29.04. bis 30.04. Echinger Stausee 1MA, 1WA
Nachtreiher bis zu 5 27.04. bis 03.05. Echinger Stausee  
Nachtreiher 1 03.05. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung
Neuntöter 1 28.04. Münchnerau Erstnachweis 2026
Rotfußfalke 2 01.05. Ergolding W
Rotfußfalke 1 01.05. Moosburger Stausee W
Seidenreiher bis zu 4 27.04. bis 03.05. Echinger Stausee  
Stelzenläufer 2 01.05. bis 03.05. Echinger Stausee  
Steppen- oder Wiesenweihe 1 29.04. Vilsheim  
Uferschnepfe 1 01.05. Echinger Stausee  

05.05.2026: Mauersegler in der Daimlerstraße in Not 

Im Zuge von Gerüstbauarbeiten wird aktuell mehreren Mauersegler-Brutpaaren in der Landshuter Daimlerstraße der Zugang zu ihren langjährigen Brutplätzen versperrt. Das nebenstehende Video zeigt die erfolglosen Versuche der Segler, ihre angestammten Neststandorte anzufliegen. Hauseigentümer und Baufirma waren vom LBV bereits vor Wochen auf die dortige Brutkolonie und das artenschutzrechtliche Konfliktpotential hingewiesen worden, reagierten jedoch auf das LBV-Angebot einer (ehrenamtlichen) bauökologischen Beratung nicht. Erfahrungsgemäß hätte das Problem mit etwas gutem Willen bereits im Vorfeld abgeräumt werden können. Wie auch immer -  da das Vorgehen nicht mit geltendem Artenschutzrecht vereinbar ist, sind jetzt die Naturschutzbehörden am Zug. 


02.05.2026: Ornithologischer Wochenbericht (20.04. bis 26.04.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Gartengrasmücke   25.04. Landkreis LA mehrere Feststellungen; Erstnachweis 2026
Kleinsumpfhuhn 1 26.04. Echinger Stausee M
Kuhreiher 1 20.04. bis 26.04. Echinger Stausee  
Nachtreiher bis zu 7 20.04. bis 26.04. Echinger Stausee  
Neuntöter 1 24.04. Wurmsham Erstnachweis 2026
Ortolan 1 23.04. und 24.04. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung
Pirol 1 26.04. Echinger Isarau Erstnachweis 2026
Regenbrachvogel 2 25.04. Isarstau Altheim  
Rotfußfalke 1 25.04. Isarstau Niederaichbach MK3
Seidenreiher 1 20.04. bis 26.04. Echinger Stausee  
Seidenreiher 1 22.04. Tiefenbach  
Temminckstrandläufer 1 25.04. Grießenbach Erstnachweis 2026
Turteltaube 1 26.04. Hohenthann Erstnachweis 2026
Wachtel 1 23.04. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung; Erstnachweis 2026
Wiedehopf 1 20.04. Münchnerau  
Zwergscharbe 2 24.04. Isarstau Niederaichbach  

01.05.2026: Frühling im LBV-Schutzgebiet "Haagholz"

22.04.2026: Ornithologischer Wochenbericht (13.04. bis 19.04.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Dorngrasmücke 1 15.04. Essenbach Erstnachweis 2026
Gelbkopfschafstelze 1 13.04. und 15.04. Echinger Stausee  
Halsbandschnäpper 1 18.04. Bruckberg Erstnachweis 2026
Heidelerche 1 14.04. Niederaichbach  
Heidelerche bis zu 2 14.04. bis 19.04. NSG Standortübungsplatz LA dort wohl mehrere Brutpaare
Kleinsumpfhuhn 1 13.04. bis 16.04. Echinger Stausee  M
Kuhreiher 1 13.04. bis 19.04. Echinger Stausee  
Nachtreiher 2 bis 5 13.04. bis 19.04. Echinger Stausee  
Nachtreiher 1 18.04. und 19.04. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung
Purpurreiher 1 16.04. Echinger Stausee  
Regenbrachvogel 2 17.04., 18.04. und 19.04. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung
Ringschnabelente 1 15.04. bis 16.04. Echinger Stausee  
Rohrdommel 1 13.04. Echinger Stausee  
Seidenreiher 2 15.04. Echinger Stausee  
Teichwasserläufer 1 14.04. Echinger Stausee  
Tüpfelsumpfhuhn 1 17.04. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung
Waldlaubsänger 1 17.04. Kumhausen Erstnachweis 2026
Wiedehopf 1 13.04. Bruckberg  
Wiedehopf 1 18.04. Eching  
Zwergscharbe 2 18.04. Echinger Stausee  

20.04.2026: Bestandsrückgänge bei den Graureihern

Blick von oben ins Reihernest mit drei bereits ziemlich großen Jungvögeln (Foto: A.Scholz)
Blick von oben ins Reihernest mit drei bereits ziemlich großen Jungvögeln (Foto: A.Scholz)

Der Brutbestand des Graureihers im Raum Landshut ist gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Besonders stark betroffen ist dabei die Kolonie am Echinger Stausee mit einem Rückgang von mehr als 20 Prozent. Die Ursache dafür dürfte im vergleichsweise harten Winter liegen, zudem bricht der Gehölzbestand auf der sogenannten "Reiherinsel" im Echinger See immer mehr zusammen. Mittlerweile sind kaum mehr geeignete Nistplätze vorhanden.

Die Erfassung von Graureiher-Bruten findet im Rahmen eines landesweiten Langzeit-Monitorings statt, das vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) koordiniert wird. Wir bedanken uns in diesem Zusammenhang sehr herzlich bei Alexander Scholz vom gleichnamigen Planungsbüro in Wurmsham, der wie bereits im Vorjahr mit  Drohnenbefliegungen die Bestandserfassung in Fichtenwäldern für uns durchgeführt hat. Bei diesen Standorten ist eine Zählung der Nester vom Boden aus nahezu unmöglich. Übrigens: Graureiher beginnen mit der Brut sehr früh im Jahr. Die ersten Jungvögel sind aktuell bereits flügge.


16.04.2026: Ornithologischer Wochenbericht (06.04. bis 12.04.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Baumfalke 1 11.04. Echinger Stausee Erstnachweis 2026
Braunkehlchen 1 12.04. Echinger Stausee Erstnachweis 2026
Grauammer 1 08.04. Mettenbach singend
Heidelerche 2 07.04. NSG Standortübungsplatz LA dort wohl mehrere Brutpaare
Kranich 1 11.04. Grießenbach  
Kuhreiher 1 10.04. bis 12.04. Echinger Stausee  
Mauersegler 1 11.04. Aham Erstnachweis 2026
Nachtreiher 1 bis 2 06.04. bis 11.04. Echinger Stausee  
Nachtreiher 1 06.04. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung
Purpurreiher 1 12.04. Echinger Stausee  
Regenbrachvogel 2 11.04. Isarstau Altheim  
Rohrdommel 1 10.04. Echinger Stausee  
Säbelschnäbler 1 07.04. Echinger Stausee  
Steppenweihe 1 11.04. Mirskofen M ad.
Trauerschnäpper 1 11.04. Rottenburg Erstnachweis 2026
Uferschnepfe 1 07.04. Echinger Stausee  
Wendehals 1 06.04. Stadt Landshut Erstnachweis 2026

15.04. 206: Neue Nistplätze für Mauersegler in Buch am Erlbach

Buchs Bürgermeisterin Elisabeth Winklmaier-Wenzl mit ihren beiden Mitarbeitern
Buchs Bürgermeisterin Elisabeth Winklmaier-Wenzl mit ihren beiden Mitarbeitern

Wenn Mauersegler nach ihrer Rückkehr aus Afrika ihre angestammten Brutplätze verschlossen vorfinden, ist dies nicht nur ein Verstoß gegen den Artenschutz – meist finden die betroffenen Segler keine neuen Brutplätze mehr. Unsere moderne, glatte Architektur und energetische Sanierungen lassen leider keinen Platz mehr für „wilde“ Untermieter. Der Verlust an Nistmöglichkeiten ist dramatisch - dabei ist Hilfe oft so simpel: Mit dem Anbringen von Mauerseglerkästen an geeigneten Gebäuden kann man der Wohnungsnot dieser besonderen Vogelart leicht Abhilfe schaffen. Dies zeigt sich aktuell am Beispiel von Buch am Erlbach, wo gezielt Nistkästen installiert wurden, um den Mauerseglern neue Brutplätze zu bieten. Klaus Mautner und Tobias Oberpriller zeigten großes Engagement: Gemeinsam bauten sie insgesamt acht Nistkästen speziell für Mauersegler. Die Unterstützung der Gemeinde war dabei entscheidend, denn sie gab grünes Licht für das Projekt. Fachlich begleitet wurde die Initiative vom LBV Landshut, der in Person von Gebäudebrüter-Spezialistin Susanne Rieck mit Wissen und Erfahrung beratend zur Seite stand. Die Installation der Kästen erfolgte an der Ostseite des Bauhofes, einem hohen Gebäude, das den Anforderungen der Mauersegler optimal entspricht. Zusätzlich stellte der LBV eine Lautanlage als Leihgabe zur Verfügung. Diese wurde fachgerecht direkt neben den Einfluglöchern angebracht, um optimale Bedingungen für die Ansiedlung der Vögel zu schaffen. „Zu Beginn der kommenden Saison werden wir die Vögel mit Mauerseglerrufen an den Brutplätzen anlocken. Dann haben wir hoffentlich bald Sommergäste in der errichteten Seglerwohnanlage“, freuen sich Maurer und Oberpriller. Die erwähnte Lockrufanlage ist übrigens ein echter Geheimtipp: Da Mauersegler sehr standorttreu sind, „übersehen“ sie neue Kästen sonst oft jahrelang. Die Rufe signalisieren ihnen: „Hier ist es sicher, hier brüten schon andere!“


08.04.2026: Ornithologischer Wochenbericht (30.03. bis 05.04.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Bergente 2 01.04. Kiesabbau Wörth MK2; seit 28.03.
Flussseeschwalbe 1 05.04. Echinger Stausee Erstnachweis 2026
Heidelerche 1 03.04. Vilsheim singend
Nachtreiher 1 bis 2 01.04. bis 05.04. Echinger Stausee  
Nachtreiher 1 05.04. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung
Sperlingskauz 1 04.04. Nördlicher Landkreis LA bekannter Standort 3; hier letztmalig im Jahr 2023
Wiedehopf 1 27.03. Mettenbach  
Zwergschnepfe 1 05.04. Essenbach  

05.04.2026: Schutzmaßnahmen am Landshuter "Flutmulden-Biotop": Prima gemacht!

In der Landshuter Flutmulde herrscht insbesondere bei schönem Wetter ein reger Andrang von Spaziergängern, Radlern, Hundefreunden und sonstigen Ausprägungen von Erholungssuchenden. Ziemlich schwierige Verhältnisse also für die dort rastenden oder brütenden Wasservögel. Ganz anders dagegen im Bereich der vor einigen Jahren bei Löschenbrand angelegten Ausgleichsflächen. Dort stochern in aller Seelenruhe Bekassinen im Schlamm, Flussregenpfeifer suchen die Gewässerränder nach Nahrung ab, ein letzter Trupp der hier seit einigen Jahren überwinternden Pfeifenten weidet das frisch ausgetriebene Gras ab und auf den Wasserflächen treiben sich brutverdächtige Zwergtaucher herum. Möglich ist all diese nur, weil das gesamte Gebiet durch einen portablen Weidezaun abgegrenzt wurde, an dem Hinweisschilder darauf aufmerksam machen, dass diese Zäunung zum Schutz der hier brütenden Flussregenpfeifer erforderlich ist. Speziell für die seltenen Regenpfeifer wurden unlängst  Rohbodenflächen angelegt, die diese zum Brüten und zur Nahrungssuche benötigen. Verantwortlich für all dies ist mutmaßlich die untere Naturschutzbehörde der Stadt Landshut. Prima gemacht!

30.03.2026: Ornithologischer Wochenbericht (24.03. bis 29.03.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Bergente 2 23.03. bis 29.03. Moosburger Stausee G
Bergente 2 28.03. Kiesabbau Wörth MK2
Flussregenpfeifer 1 28.03. Bruckberg erster Rückkehrer auf den Isarkiesbänken
Gartenrotschwanz  1 23.03. Landshut Erstnachweis 2026
Girlitz 1 25.03. Tiefenbach Erstnachweis 2026
Goldregenpfeifer 1 29.03. Altheim  
Mehlschwalbe 1 28.03. Echinger Stausee Erstnachweis 2026
Nachtreiher 1 24.03. und 26.03. Echinger Stausee  
Rohrdommel 1 25.03. und 26.03. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung
Rotschenkel 1 23.03. Echinger Stausee Erstnachweis 2026
Schafstelze 1 24.03. Echinger Stausee Erstnachweis 2026
Schilfrohrsänger 1 28.03. Echinger Stausee Erstnachweis 2026
Seidenreiher 1 23.03. und 24.03. Echinger Stausee  
Tüpfelsumpfhuhn 4 23.03. Echinger Stausee Höchstwert dieser Woche
Tüpfelsumpfhuhn 1 29.03. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung
Wiedehopf 1 27.03. Mettenbach  
Zwergschnepfe 2 29.03. Essenbach  

23.03.2026: Ornithologischer Wochenbericht (16.03. bis 23.03.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Bergente 1 bis 2 17.03. bis 22.03. Moosburger Stausee  
Heidelerche  4 18.03. NSG Standortübungsplatz singend
Ohrentaucher 1 21.03. Isarstau Niederaichbach  
Seidenreiher 1 22.03. Echinger Sstausee  
Sperlingskauz 1 20.03. Nördlicher Landkreis LA neu: Standort 4
Zwergmöwe 1 16.03. Echinger Stausee Erstnachweis 2026

21.03.2026: Exkursion zu Kiebitz-Ausgleichsflächen im Landkreis Passau

Dies diesjährige Frühjahrstreffen von Vertretern der niederbayerischen LBV-Kreisgruppen fand nicht wie üblich in der Bezirksgeschäftsstelle Straubing statt, sondern in der Gemeinde Pocking, Landkreis Passau. Grund dafür war eine sich an die Tagung anschließende Exkursion zu einer großen Ausgleichsfläche für den Kiebitz. Rund 40 Brutpaare dieser stark gefährdeten Vogelart und mehrere weitere, an feuchte Offenstandorte gebundene Arten ziehen hier seit einigen Jahren sehr erfolgreich ihren Nachwuchs groß. Eine landesweite Besonderheit dieses Gebietes ist, dass das gut 40 Hektar große Areal mittels einer festinstallierten Elektrozäunung vollständig gegen Bodenprädatoren gesichert ist. Viel Stoff zur Diskussion also: Brauchen wir punktuell derartige Flächen, in denen Kiebitze und Wiesenbrüter überdurchschnittlich hohe Bruterfolge erzielen, um die nicht mehr ausreichende Reproduktion in der „normalen“ Agrarlandschaft“ auszugleichen? Können wir nur noch mit derartigen Methoden das Aussterben dieser Arten verhindern? Und wie weit wollen wir mit unseren technischen Möglichkeiten im Artenschutz überhaupt gehen? Fragen über Fragen – und wie immer viele verschiedene Meinungen.


20.03.2026: Ornithologischer Wochenbericht (09.03. bis 15.03.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Bergente 2 15.03. Moosburger Stausee  
Blaukehlchen 1 14.03. Grießenbach Erstnachweis 2026
Flussregenpfeifer 2 11.03. Grießenbach Erstnachweis 2026
Knäkente 1 10.03. Isarstau Altheim Erstnachweis 2026
Kurzschnabelgans 1 09.03. Echinger Stausee K2
Moorente 1 13.03. Echinger Stausee M
Mönchsgrasmücke 1 10.03. Niedererlbach Erstnachweis 2026
Ohrentaucher 1 14.03. Isarstau Niederaichbach vermutlich K2; vermutlich das Ind. vom Moosburger Stausee
Rauchschwalbe 1 13.03. Eching Erstnachweis 2026
Seidenreiher 1 12.03. Bruckberg  
Sperlingskauz 1 13.03. und 14.03. Nördlicher Landkreis LA an bekanntem Standort 1
Tüpfelsumpfhuhn 4 15.03. Echinger Stausee Erstnachweis 2026; hohe Individuenzahl für Mitte März

20.03.2026: LBV Landshut mit neuem Balkenmäher 

Bei der Mahd von Feucht- und Steilflächen sind nicht nur unsere „Balkenmäher-Fahrer“, sondern auch die Mähgeräte hohen Belastungen ausgesetzt. Da unsere beiden LBV-eigenen Mäher mittlerweile in die Jahre gekommen sind und immer wieder Probleme machen, haben wir uns Anfang des Jahres für eine Ersatzbeschaffung entschieden. Und dazu haben wir auch einiges an Geld in die Hand genommen - aber die Maschinen müssen einfach funktionieren und unsere Ehrenamtler sollen sich nicht ständig mit irgendwelchen Defekten herumärgern müssen. Als erste Einsätze für den neuen Mäher stehen Frühmahd-Aktionen am Kalteller Berg und an den Uppenborndämmen an. Die dort im Mai abgemähten Teilflächen bleiben bei den Sommer- und Herbst-Mähaktionen dann unbearbeitet und stehen so als Überwinterungsbereiche 2026/2027 für Insekten zur Verfügung. Auf den folgenden Flächen wird die neue Gerätschaft künftig im Einsatz ein:

  • Uppenborndamm Nord
  • Uppenborndamm Süd
  • Süddamm Echinger Stausee
  • Referenzfläche Uppenborn 1
  • Sempter Heide
  • Kalteller Berg (Steilhangbereich)
  • Hüttenkofener Heide (Randbereiche)
  • Torfstiche Unterwattenbach

10.03.2026: Ornithologischer Wochenbericht (02.03. bis 08.03.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Bartmeise 1 bis 2 04.03. und 05.03. Echinger Stausee  
Bergente 1 064.03. Moosburger Stausee  
Heidelerche 1 03.03. NSG Standortübungplatz singend; Erstnachweis 2026
Kranich 16 04.03. Ergolding nach Nordost ziehend
Kranich 7 05.03. Eching nach Nordost ziehend
Seeadler 1 08.03. Bruckberg  

05.03.2026: Ornithologischer Wochenbericht (23.02. bis 01.03.2026)

ART/ARTENGRUPPE ANZAHL DATUM ORT BEMERKUNG
Bergente bis zu 7 23.02. bis 01.03. Moosburger Stausee  
Flussuferläufer 1 27.02. Echinger Stausee erfolgreiche Überwinterung; weitere Meldungen werden nicht berichtet
Goldregenpfeifer 1 23.03. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung
Goldregenpfeifer 3 01.03. Unterwattenbach  
Großer Brachvogel 2 24.02. Mettenbach Rückkehr der ersten Brutvögel
Kampfläufer 2 01.03. Grießenbach Erstnachweis 2026
Kranich 4 26.02. Grießenbach  
Merlin 1 28.02. Essenbach  
Ohrentaucher 1 24.02. und 01.03. Moosburger Stausee seit 01.02.
Ohrentaucher 1 26.02. Echinger Stausee  
Pfeifente 112 23.02. Landshut (Flutmulde) neuer Höchstwert dieses Winters 
Ringschnabelente 1 23.02. Echinger Stausee M; seit 07.12.2025 an den Mittleren Isarstauseen
Ringschnabelente 1 25.02. und 26.02. Moosburger Stausee M; seit 07.12.2025 an den Mittleren Isarstauseen
Schwarzkopf-Ruderente 1 23.02. Moosburger Stausee seit 02.02. an den Mittleren Isarstauseen
Singdrossel bis zu 129 27.02. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung; Höchstwert dieser Woche
Singschwan bis zu 16 16.02. bis 26.02. Echinger Stausee  am 26.02. vorläufig letztmalig mit 4 Ind.
Singschwan 5 24.02. Grießenbach  
Sperlingskauz 2 28.02. Nördlicher Landkreis LA an bekanntem Standort 1
Sperlingskauz 1 01.03. Nördlicher Landkreis LA an bekanntem Standort 2

28.02.2026: Punkten für den Vogelschutz - LBV sichert das erste Bushäuschen im Stadtgebiet gegen Vogelschlag 

Lange mussten wir auf diesen Termin warten, aber am vergangenen Donnerstag war die Außentemperatur endlich ausreichend hoch: Ein erstes Bushäuschen in der Stadt Landshut wurde mit den hochwirksamen SEEN-Klebepunkten gegen Vogelschlag gesichert. Ausgewählt wurde dazu ein Standort in der Landshuter Altstadt. Weil der dort aufwachsende Efeu die Glasscheiben zu einer besonders großen Gefahr für anfliegende Vögel macht und weil hier besonders viele Menschen auf die Problematik von Vogelverlusten an Glasscheiben aufmerksam gemacht werden können. Unglaubliche 100 Millionen Vögel kommen in Deutschland alljährlich an Glasscheiben zu Tode, davon täglich 500 bis 1000 in Stadt und Landkreis Landshut. Gläserne Bushäuschen zählen dabei zu den Objekten, die ein signifikant erhöhtes Tötungsrisiko aufweisen. Mit Hand angelegt hat bei der Beklebungsaktion übrigens auch die ÖDP-Stadträtin Elke Merz-Granda. Sie hatte für das Projekt beim Baureferat der Stadt Landshut grünes Licht eingeholt und die Problematik von Glasanflügen bereits wiederholt im Landshuter Stadtrat zum Thema gemacht.

 

Die LBV-Bushäuschen-Aktion geht jetzt aber erst richtig los, denn geplant ist, möglichst viele weitere Bushäuschen im Bereich der Stadt Landshut entsprechend zu sichern. Wir suchen dazu Helfer, die bei den nächsten Beklebungsaktionen mitmachen sowie Menschen, die uns dabei finanziell unterstützen wollen: Mit 200 Euro Materialkosten sichern Sie „Ihr“ Landshuter Bushäuschen gegen Vogelschlag! Bitte nehmen Sie bei Interesse Kontakt mit uns auf.

24.02.2026: Ornithologischer Wochenbericht (16.02. bis 22.02.2026)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Bergente bis zu 4 16.02. bis 22.02. Moosburger Stausee  
Bergente 1 22.02. Isarstau Altheim  
Flussuferläufer 1 19.02. Echinger Stausee weiterhin überwinternd
Ohrentaucher 1 16.02. bis 19.02. Moosburger Stausee seit 01.02.
Ringschnabelente 1 18.02. und  22.02. Echinger Stausee M; seit 07.12.2025 an den Mittleren Isarstauseen
Seidenreiher 1 18.02. bis 22.02. Echinger Stausee  
Singschwan bis zu 16 16.02. bis 22.02. Echinger Stausee  

22.02.2026: LBV-Jahresgespräch mit der Regierung von Niederbayern

Zum fachlichen Austausch fand kürzlich das bereits traditionelle Treffen zwischen der höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Niederbayern und den niederbayerischen Kreisgruppen das LBV statt. Mit dabei waren wie immer auch Vertreter der LBV-Bezirksgeschäftsstelle Straubing und der LBV-Landesvorsitzende Dr. Norbert Schäffer. Schwerpunktthemen waren diesmal die neuen Vorgaben im Rahmen des Landschaftspflege-Förderprogramms, der aktuelle Stand beim Ausbau der Windkraft im Regierungsbezirk und neuste Entwicklungen bei den „Problemarten“ Wolf, Luchs und Fischotter. Beim Fischotter sind seit Kurzem auch in Niederbayern Entnahmen rechtlich möglich. Weiterer Gesprächspunkt war die Bedeutung des regionalen Grünzugs im Isartal nördlich der A92 für den Naturschutz. Vom LBV Landshut wurde in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass im Mettenbacher Isarmoos aktuell noch immer größere Baustellen des SÜDOSTLINK-Projekts in Betrieb seien. Vertreter der Regierung stellten dazu fest, dass laut Genehmigungsbescheid die Arbeiten in Wiesenbrütergebieten bis zum Beginn der Brutsaison (1.März) abzuschließen seien und man diesbezüglich mit dem Betreiber bereits Kontakt aufgenommen habe.

18.02.2026: Ornithologischer Wochenbericht (09.02. bis 15.02.)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Bartmeise 2 15.02. Echinger Stausee  
Bergente bis zu 7 09.02. bis 15.02. Moosburger Stausee  
Flussuferläufer 1 bis 2 13.02. bzw. 15.02. Echinger Stausee weiterhin überwinternd
Kranich 4 09.02. Echinger Stausee  
Kranich 5 10.02. Wurmsham  
Ohrentaucher 1 09.02. bis 15.02. Moosburger Stausee seit 01.02.
Pfeifente 441 15.02. Moosburger Stausee neues Gebietsmaximum
Reiherente 2434 15.02. Moosburger Stausee hohe Individuenzahl
Ringschnabelente 1 09.02. bis  15.02. Echinger Stausee M; seit 07.12.2025 an den Mittleren Isarstauseen
Schwarzkopf-Ruderente 1 09.02. bis 15.02. Moosburger Stausee seit 02.02. an den Mittleren Isarstauseen
Seeadler 1 09.02. Münchnerau  
Singschwan bis zu 16 09.02. bis 15.02. Echinger Stausee  
Tafelente 1854 15.02. Moosburger Stausee neues Gebietsmaximum
Zwergscharbe 2 14.02. Isarstau Altheim  

15.02.2026: Gehölzarbeiten am Kalteller Berg

Im LBV-Schutzgebiet „Kalteller Berg“ sind südexponierte Magerrasen und Streuobstbereiche als Lebensraum für wärmeliebende Arten der Halboffenlandschaft unser wesentliches Entwicklungs- und Pflegeziel. Um dauerhaft eine ausreichende Besonnung dieser Standorte sicherzustellen, führen wir alljährlich im Spätwinter einen Arbeitseinsatz zur Gehölzpflege durch. Dabei finden Rückschnitte von stark beschattendem Gehölzaufwuchs sowie die Anlage sogenannter „Sukzessionsflächen“ statt. Bei Letzteren werden kleinere Gehölzabschnitte komplett freigestellt, sodass offene Rohbodenbereiche entstehen, auf denen dann wieder Sukzessionsprozesse einsetzen können. Gerade die Wiederherstellung der Besonnung, in Verbindung mit den neu entstehenden Jungaustrieben von Sträuchern, macht diese Standorte für ein breites Artenspektrum an Wirbellosen, aber auch für Reptilien besonders attraktiv. Am vergangenen Samstag war es nun wieder soweit: Obwohl Gehölzarbeiten im Februar deutlich weniger angenehm und erheblich kräftezehrender sind, als beispielsweise das gemütliche Abräumen von duftendem Heu an einem Sommernachmittag, konnten wir wieder eine ausreichende Anzahl an Helfern motivieren. Und das Wetter meinte es auch halbwegs gut mit uns: Regen und Schnee setzten erst am Nachmittag ein.


10.02.2026: Ornithologischer Wochenbericht (02.02. bis 08.02.)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Bartmeise 1 bis 2 06.02. und 07.02.  Echinger Stausee  
Blässgans bis zu 86 02.02. bis 08.02. Moosburger Stausee  
Bergente bis zu 5 02.02. bis 08.02. Moosburger Stausee  
Feldlerche 72 08.02. Altheim erster größerer Trupp 2026
Flussuferläufer 1 02.02. bis 08.02. Echinger Stausee weiterhin überwinternd
Hausrotschwanz 1 07.02. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung; Beginn des Heimzugs
Kiebitz 1 04.02. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung; Beginn des Heimzugs
Kranich 10 03.02. Mettenbach  
Kranich 4 07.02. und 08.02. Echinger Stausee  
Ohrentaucher 1 02.02. bis 08.02. Moosburger Stausee  
Ringschnabelente 1 02. bis  08.02. Echinger Stausee M; seit 07.12.2025 an den Mittleren Isarstauseen
Seidenreiher 1 08.02. Echinger Stausee  
Schwarzkopf-Ruderente 1 02.02. bis 03.02. Echinger Stausee  
Schwarzkopf-Ruderente 1 07.02. bis 08.02. Moosburger Stausee  
Singschwan bis zu 16 02.02. bis 08.02. Echinger Stausee  
Singschwan 17 06.02. Isarstau Altheim  
Star 1 04.02. Furth Erstnachweis 2026

04.02.2026: Ornithologischer Wochenbericht (26.01. bis 01.02.)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Bartmeise 2 28.01. Echinger Stausee  
Blässgans bis zu 96 26.01. bis 01.02. Moosburger Stausee  
Bergente bis zu 4 26.01. bis 01.02. Moosburger Stausee  
Flussuferläufer 2 27.01. Echinger Stausee weiterhin überwinternd
Kranich 4 30.01. Echinger Stausee  
Ohrentaucher 1 01.02. Moosburger Stausee  
Pfeifente 104 29.01. Landshut-Flutmulde bisheriger Höchstwert dieses Winters 
Ringschnabelente 1 26.01. bis  01.02. Echinger Stausee M; seit 07.12.2025 an den Mittleren Isarstauseen
Rohrdommel 1 28.01. Landshut-Auloh  
Rostgans 77 27.01. Moosburger Stausee neues Gebietsmaximum
Seidenreiher 1 29.01. Echinger Stausee  
Schwarzkopf-Ruderente 1 30.01. bis 01.02. Echinger Stausee  
Singdrossel 2 26.01. Landshut (Zentrum) nächtliche Vogelzug-Erfassung; Beginn des Heimzugs
Singschwan bis zu 17 26.01. bis 01.02. Echinger Stausee  
Zwergscharbe 1 29.01. Isarstau Altheim  

31.01.2026: Bejagung dezimiert Schreiadler

Auf der Jahresversammlung der Deutschen Ornithologischen Gesellschaft (DOG) hat die Arbeitsgruppe "Greifvögel" neue Erkenntnisse zur Sterberate von Schreiadlern entlang ihrer Zugroute über das Mittelmeer präsentiert. Dafür wurden 75 besenderte Vögel auf ihrem Weg verfolgt. Die Ergebnisse zeigen eine besorgniserregende Verlustrate von 28 Prozent (21 Individuen), die den Zug durch die Türkei, Syrien und den Libanon nicht überlebt haben. Die Mehrzahl der Vögel ging in der Türkei verloren. Die Türkei ist das letzte Land, in dem die Adler während ihres Wegzugs noch nach Nahrung suchen, bevor sie die Sahara überqueren. Schreiadler sind in Deutschland vom Aussterben bedroht. 

26.01.2026: Ornithologischer Wochenbericht (19.01. bis 25.01.)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Bartmeise bis zu 2 19.01. bis 24.01. Echinger Stausee  
Bergente bis zu 2 19.01. bis 23.01. Moosburger Stausee  
Pfeifente 82 19.01. Landshut-Flutmulde bisheriger Höchstwert dieses Winters 
Ringschnabelente 1 20.01. und 23.01. Echinger Stausee M; seit 07.12.2025 an den Mittleren Isarstauseen
Rostgans 71 23.01. Moosburger Stausee neues Gebietsmaximum
Singschwan bis zu 17 19.01. bis 24.01. Echinger Stausee  
Zwergscharbe 3 20.01. Landshut-Auloh  

24.01.2026: Streifenschlitzgerät gegen Borkenkäfer-Befall im Haagholz getestet

In den Landshuter LBV-Wäldern greifen wir in die natürlichen Entwicklungsprozesse möglichst wenig ein. Wir sind allerdings gesetzlich dazu verpflichtet, Verkehrssicherungsmaßnahmen durchzuführen und gegen den (Fichten)Borkenkäfer aktiv zu werden. Daher werden vom Borkenkäfer befallene Fichten oder potentielle „Brutbäume“ entweder manuell entrindet oder aus dem Bestand entfernt. Heute haben wir dazu an einer zum Jahreswechsel abgebrochenen Altfichte eine neue Maschine getestet: Ein an eine Motorsäge adaptiertes Streifenschlitzgerät. Mit diesem Gerät werden nur Streifen in die Rinde gefräßt und nicht der gesamte Stamm entrindet. Die derart behandelten Stämme sind für eine Vielzahl rindenbewohnender Insekten weiterhin als Lebensraum geeignet und damit ökologisch deutlich wertvoller als vollständig abgeschälte Stämme. Borkenkäfer können sich hier jedoch nicht mehr vermehren. Wie der heutige Test gezeigt hat, geht das Ganze auch deutlich schneller und weniger kräftezehrend als eine manuelle Schälung. Beim nächsten größeren Borkenkäfer-Einsatz werden wir also wahrscheinlich auf diesen Gerätetyp zurückgreifen. Das heute getestete Gerät geht zunächst wieder zurück nach Straubing – es wird dort schon seit einigen Jahren im LBV-Schutzgebiet "Rainer Wald" eingesetzt. Rund 250 Hektar ist dieser Wald groß.


20.01.2026: Ornithologischer Wochenbericht (12.01. bis 18.01.)

Art / Artengruppe  
Anzahl

Zeitraum      

Ort Bemerkung
Bartmeise bis zu 5 12.01. bis 18.01. Echinger Stausee  
Bergente bis zu 3 12.01. bis 18.01. Moosburger Stausee  
Flussuferläufer 1 14.01. Isarstau Niederaichbach weiterhin überwinternd
Flussuferläufer 1 18.01. Echinger Stausee weiterhin überwinternd
Höckerschwan 2219 17.01. bzw. 18.01. Stauseen im Raum LA bisheriger Höchstwert dieses Winters
Pfeifente 418 18.01. Moosburger Stausee bisheriger Höchstwert dieses Winters; trotz 80-prozentiger Vereisung 
Ringschnabelente 1 12.01. und 18.01. Echinger Stausee M; seit 07.12.2025 an den Mittleren Isarstauseen
Schnatterente 1202 18.01. Moosburger Stausee bisheriger Höchstwert dieses Winters; trotz 80-prozentiger Vereisung
Singschwan bis zu 19 12.01. bis 18.01. Echinger Stausee  
Singschwan 1 15.01. Isarstau Gummering  

16.01.2026: 93 Windkraft-Vorrangflächen in der Region Landshut reichen offensichtlich noch nicht aus 

Dichtezentren Kat. 1 in der Region LA (dunkelgrün); Quelle: Regionaler Planungsverband Landshut
Dichtezentren Kat. 1 in der Region LA (dunkelgrün); Quelle: Regionaler Planungsverband Landshut
Dichtezentren Kat.1 in Bayern (dunkelblau); Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt
Dichtezentren Kat.1 in Bayern (dunkelblau); Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt

Wenn die aktuellen Planungen des Regionalen Planungsverbandes Realität werden, wird in der Region Landshut ein regelrechter Flickenteppich aus über 90 Windkraft-Vorrangflächen entstehen. Der Großteil dieser Flächen liegt in Wäldern, obwohl die Region Landshut die waldärmste Region Bayerns ist. Hinsichtlich artenschutzrechtlicher Belange wurde bereits im Vorfeld auf Bundesebene ganze Arbeit geleistet: Kürzung der Liste „Windkraftrelevanter Vogelarten“, Einschränkungen bei Umweltprüfungen, Reduzierung der artenschutzrechtlichen Prüfradien und Aufweichungen bei den erforderlichen Datenerhebungen. Summationswirkungen, also die Auswirkungen der Gesamtheit der errichteten Anlagen - beispielsweise auf den gesamteuropäischen Vogelzug - bleiben weiterhin unberücksichtigt.

 

Als Kernelement naturschutzfachlicher Belange verblieben im Wesentlichen die sogenannten Dichtezentren windkraftrelevanter Vogelarten der Kategorie 1. Sie gelten als maßgeblich populationsstützende Kernbereiche der bayerischen Brutpopulationen und wurden vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) festgelegt. Ihr Flächenanteil in der Planungsregion Landshut liegt weit unter 10 Prozent (dunkelgrüne Flächen in der nebenstehenden Abbildung). Für die Ausweisung von Windkraft-Vorrangflächen sind diese Flächen tabu.

 

Nicht so für die Marktgemeinde Altdorf. Die von der Regionalplanung vorgesehenen 93 Windkraft-Vorrangflächen in der Region Landshut hält man dort offensichtlich noch nicht für ausreichend und möchte ausgerechnet in einem Dichtezentrum des Wespenbussards zusätzliche Windkraftanlagen installieren. Also in einem dieser landesweiten Populationszentren. Rechtlich möglich machen soll dies der Einsatz KI-gesteuerter Erkennungssysteme, die anfliegende Wespenbussarde erkennen und die Rotoren dann aus dem Wind drehen sollen. Derartige Systeme gibt es bereits für einige deutlich leichter zu identifizierte Arten (Rotmilan, Seeadler), die angeblich mit Wahrscheinlichkeiten von rund 90 Prozent rechtzeitig vor dem Anflug erkannt werden. Bei zehn Anflügen klappt das Ganze also wohl in einem Fall nicht. Der deutlich schwerer zu identifizierende Wespenbussard sollte sich also nicht allzu oft in der Nähe der Rotoren herumtreiben.

 

Unsere Meinung zu den Altdorfer Plänen: Geht überhaupt nicht!

Dichtezentren der Kategorie 1 müssen für Windkraftanlagen tabu bleiben. Wir brauchen hier keine Windräder - weder für die Energiewende, noch für den Klimaschutz. In der Region Landshut sind mehr als ausreichend Windkraft-Vorrangflächen vorgesehen - insgesamt über 7000 Hektar.


07.01.2026: Vollvereisung des Moosburger Stausees gestoppt

Mehr als 5.000 Schwimmvögel drängten sich in den letzten Tagen in einer kleinen Restwasserfläche im Moosburger Stausee, der innerhalb weniger Tage zu rund 99 Prozent vereiste. Der offene Wasserbereich betrug lediglich noch etwa ein Hektar. Wir bedanken uns bei den Stadtwerken München (SWM), die die vollständige Vereisung durch eine Erhöhung des Wasserdurchflusses durch den See unterbunden und eine Ausweitung des eisfreien Bereichs eingeleitet haben. Unverzüglich und unbürokratisch. Den hier ausharrenden Tieren blieb damit eine mit hohem Energieaufwand verbundene und - bei zweistelligen Minusgraden - lebensgefährliche Flucht erspart.

05.01.2026: Windkraft-Vorrangflächen in der Region Landshut: LBV fordert eine substantielle Korrektur der Planung 

In Kürze endet die öffentliche Anhörung des Regionalen Planungsverbandes zur Festlegung von Windkraft-Vorrangflächen in der Region 13 (Landshut). Vorgesehen sind insgesamt 7190 Hektar Windkraft-Vorrangflächen, verteilt auf 96 verschiedene Standorte. Der überwiegende Teil der Flächen liegt in Wäldern. Ziel der Planung ist es, eine Konzentration von Windkraftanlagen zu erreichen einen die Landschaft zersiedelnden Ausbau zu verhindern. Dieses Ziele werden nach Ansicht des LBV nicht erreicht, naturschutzfachliche Aspekte werden nur unzureichend berücksichtigt. Der LBV lehnt die vorgelegte Planung daher ab und fordert substantielle Korrekturen.

Regionalplan Landshut - Windkraft - LBV
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