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Aktuelles +++ Termine +++ Standpunkte

21.05.2022: Ziemlich lockere Übung: Erste Biotoppflegeaktion des Jahres 2022 am Kalteller Berg

Steilhangbereiche im LBV-Schutzgebiet "Kalteller Berg": Lebensraum für wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten
Steilhangbereiche im LBV-Schutzgebiet "Kalteller Berg": Lebensraum für wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten

Am Kalteller Berg bei Mettenbach fand heute unser erster Biotoppflegeeinsatz des Jahres 2022 statt. Teile der Steillagen unseres insgesamt gut drei Hektar großen Schutzgebietes waren zwei Tage zuvor gemäht worden und nun stand das Abräumen des Mähguts auf dem Programm. Dass auf Naturschutzflächen bereits Ende Mai gemäht wird ist relativ ungewöhnlich, hat sich hier aber gut bewährt. Am Kalteller Berg werden im Allgemeinen drei Mähaktionen pro Jahr durchgeführt: eine erste Mahd Ende Mai, eine Sommermahd und schließlich eine Mahd im Herbst. Bei jedem Arbeitsgang werden dabei jeweils nur Teilflächen von maximal 50 Prozent gemäht, sodass stets ausreichende Bereiche zur Reproduktion und Überwinterung von Kleintieren erhalten bleiben. Da jeweils räumlich versetzt gemäht wird, entsteht auf der Gesamtfläche ein vielfältiges Mosaik aus unterschiedlich intensiv bearbeiteten Bereichen. Gemäht wird ausschließlich mit kleintierschonenden Balkenmähern und der Abtransport des Mähguts erfolgt frühestens einen Tag nach der Mahd.

 

Weil zu unserem Arbeitseinsatz kurzfristig mehr Teilnehmer und Teilnehmerinnen als erwartet kamen, war die ganze Aktion vergleichsweise schnell erledigt. So konnte das zusammengetragene Mähgut bereits am frühen Nachmittag von unserem „Vertragslandwirt“ Franz Brückl per Ladewagen abtransportiert und bei perfektem Frühsommerwetter ausgiebig Brotzeit gemacht werden.


21.05.2022: Borkenkäfermanagement in LBV-Wäldern

In unsern LBV-Wäldgebieten gibt es teilweise noch Parzellen mit größeren Fichtenbeständen, bei denen wir die Entwicklung des Borkenkäfers im Auge behalten und ggf. Maßnahmen einleiten müssen. Mittelfristig werden diese Fichtenparzellen zwar zurückgeführt bzw. ausgedünnt, da wir größere Eingriffe vermeiden wollen, dauert dieser Umbau jedoch noch einige Zeit an. Ansonsten finden in unseren Wäldern ja bekanntlich keine Eingriffe statt.

 

Damit es zu keinen größeren Borkenkäfervermehrungen kommt, werden im Rahmen unseres Käfermanagements bereits im Winterhalbjahr punktuell einzelne Fichten gefällt und als sog. Lockbäume im Wald liegengelassen. Da die erste Generation des Borkenkäfes bevorzugt liegendes Fichtenholz befällt, bohren sich die Käfer hier in großer Zahl ein und legen ihre Eier ab.

 

Aktuell werden diese stark befallenen Stämme nun abgefahren oder entrindet, bei bereits fortgeschrittenen Larvenstadien wird auch die Rinde abtransportiert. Wesentliche Teile der ersten Käfergeneration werden dadurch dem Wald entzogen und der Aufbau von Folgegenerationen stark geschwächt.


16.05.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (09.05. bis 15.05.2022)

Unter den erneut äußerst zahlreichen ornitho-Meldungen dieser Woche (über 1.700!) befindet sich erneut eine ganz Reihe bemerkenswerter Nachweise: Am Echinger Stausee bis zu 5 Nachtreiher, eine Wiesenweihe (09.05.), weiterhin ein Stelzenläufer (09.05. und 10.05.), bis zu 6 Weißflügel-Seeschwalben (09.05.) , erneut eine Bartmeise (09.05.), eine Weißbart-Seeschwalbe (12.05. und am Tag zuvor am Moosburger Stausee), ein ziemlich später Kranich (12.05.), ein weiterer Fischadler (15.05.) sowie 2 Seidenreiher (15.05.). +++ Im Isarmoos gab es am 13.05. und am 14.05. einen weiteren Purpurreiher zu sehen, dazu am 15.05. eine immature Wiesenweihe und ein besonderes Augenmerk sollten wird dort weiterhin auf möglicherweise brutverdächtige Braunkehlchen haben. Immerhin ging am 09.05. eine Meldung von 2 Ind. ein, davon eines singend! +++ Von der einsam rufenden Zwergohreule im Landshuter Stadtgebiet gibt es entgegen unserer Meldung aus der Vorwoche nun doch wieder ein Lebenszeichen (15.05.) und ebenfalls am 15.05. trafen die ersten Bienenfresser im Raum LA ein. Bereits einen Tag zuvor wurde ein erster Wespenbussard beobachtet. +++ Aufgrund der wie üblich im Mai extrem geringen Schwimmvogelzahlen verzichten wir an dieser Stelle erneut auf die Berichterstattung der monatlichen Zählergebnisse. Im Juni geht's mit den Zahlen dann bereits wieder aufwärts.

Aufgrund der seit Jahren überaus guten Reproduktionsquote wird unser Flussseeschwalben-Nistfloß am Kiesabbau Aquapark mittlerweile deutlich zu klein. Aktuell (15.05.) befinden sich auf dem nur etwas über 10 Quadratmeter großen Nistfloß 38 Gelege mit über 100 Eiern, darunter mehrere 4er-Gelege. Mit 3,7 Brutpaaren pro Quadratmeter ist dies ein neuer (vermutlich weltweiter!) Dichterekord für die Flussseeschwalbe. Weitere Seeschwalben-Paare versuchen sich zwar noch anzusiedeln, werden aber offensichtlich nicht mehr zugelassen. Die Brutpaarzahl der „Mutterkolonie“ am Echinger Stausee wird erst in der kommenden Woche ermittelt. Foto: A.Szwagierczak

14.05.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (02.05. bis 08.05.2022)

Kiebitz: In weiten Teilen des Landkreises mittlerweile verschwunden, Bestanztendenz weiterhin sehr schlecht
Kiebitz: In weiten Teilen des Landkreises mittlerweile verschwunden, Bestanztendenz weiterhin sehr schlecht

In der mittlerweile doch sehr ansehnlichen Lachmöwen-Kolonie im Grießenbacher Moos scheinen auch Schwarzkopfmöwen brüten zu wollen. Bis zu vier Stück wurden im Laufe der Woche dort festgestellt. Außerdem gab es einen weiteren Nachweis einer Zitronenstelze, möglicherweise der gleiche Vogel der am Vortag vom Echinger Stausee gemeldet wurde. +++ Dort (Echinger Stausee) wurden im Wochenverlauf bis zu 3 Stelzenläufer (03.05.) , bis zu 2 Seidenreiher (04.05.), bis zu 5 Nachtreiher (03.05.), ein Fischadler (02.05.), eine Zwergschnepfe (03.05.) sowie am 08.05. eine erste Zwergdommel und erneut eine Bartmeise beobachtet. +++ Eine weitere Meldung eines Seidenreihers stammt vom Isarstau Altheim (04.05.) und am Moosburger Stausee jagten mehrmals größere Ansammlungen von Baumfalken nach Insekten, maximal 15 Ind. am 02.05. +++ Am fast schon traditionellen Aufenthaltsort im Landshut Stadtgebiet war am 03.05. und am 05.05. wieder einmal eine Zwergohreule zu hören, von den Folgetagen gingen bislang jedoch keine weiteren Meldungen mehr ein. +++ Sehr aktiv war diese Woche auch wieder unser Mitglied Thomas G. aus E. beim Versuch, einem kleinen Restvorkommen von Kiebitzen (4 BP) im Bereich Münchnerau-Gündlkofen eine erfolgreiche Reproduktion zu ermöglichen. Wie (fast) immer befinden sich auch hier die Gelege der Kiebitze in Ackerflächen, die ohne genau Lokalisierung, Markierung und Absprache mit dem Bewirtschafter im Zuge der landwirtschaftlichen Nutzung zerstört würden. Die Bestandsentwicklung des Kiebitzes ist landesweit dramatisch schlecht, im Raum Landshut gibt es außerhalb des Isarmooses (Bereich Essenbach bis Grießenbach) nur noch wenige Einzelvorkommen.


09.05.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (25.04. bis 01.05.2022)

Mit mehr als 1400 Einzelmeldungen oder Zählergebnissen im ornitho-System erneut eine sehr beobachtungsintensive Woche, mit interessanten Beobachtungen vor allem am Echinger Stausee (in chronologischer Reihenfolge): ein Fischadler (25.04.), ein Purpurreiher und 2 Regenbrachvögel (28.04.), ein männlicher Rotfußfalke (29.04.), ein Stelzenläufer, eine Zwergschnepfe und eine Zitronenstelze (01.05.) sowie eine Bartmeise vom (28.04. bis 30.04.) und bis zu 4 Nachtreiher. +++ Von den Staustufen unterhalb Landshuts wurden am 30.04. 16 Weißflügel-Seeschwalben und ein weiterer Rotfußfalke (K2, Isarstau Niederaichbach) gemeldet. +++ Die ersten Mauersegler wurden am 30.04. am Isarstau Altheim gesichtet, im nördlichen Landkreis wurde am 27.04. ein Schwarzstorch beobachtet und ein später Goldregenpfeifer zog am 01.05. über Neufahrn hinweg.

29.04.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (18.04. bis 24.04.2022)

Vom Echinger Stausee wurden im Wochenverlauf bis zu 5 Nachtreiher gemeldet (21.04.), die ganze Woche war weiterhin ein Kleines Sumpfhuhn zu sehen und Stelzenläufer wurden am 18.04. (1 Ind.) sowie am 19.04. (2 Ind.) beobachtet. Außerdem hielt sich in den Schilfbereichen des Sees am 18.04. ein Trupp von etwa 10 Bartmeisen auf, am 20.04. gab es den ersten Fischadler dieses Jahres und schließlich wurde am 24.04. eine Zwergschnepfe entdeckt. +++ Etwas weniger zu bieten hatte der Isarstau Altheim, von dem am 22.04. aber immerhin die erste Raubseeschwalbe gemeldet wurde. +++ Erneut wurden auch wieder Wiedehopfe gesichtet, so am 18.04. (Essenbach) am 19.04. (Hascherkeller) und am 24.04. (Wörth). Und bei Gaden sang am 20.04. die erste Nachtigall.

23.04.2022: Ein ganz dickes Dankeschön …

… allen Beteiligten am heutigen, reichlich abenteuerlich verlaufenden Arbeitseinsatz auf einer unserer LBV-Flächen. Einzelheiten dazu ersparen wir uns an dieser Stelle - die wackeren Teilnehmerinnen und Teilnehmer wissen was gemeint ist. Wir hoffen, dass alle Beteiligten über leistungsfähige Waschmaschinen verfügen und wünschen eine zügige körperliche bzw. mentale Regeneration …

 

21.04.2022: Andauernde hohe Bodenfeuchte im Grünland?

Angesichts der anhaltenden Trockenheit, extrem niedriger Grundwasserstände und geringen Schneehöhen im Winter hat uns eine von der Regierung von Niederbayern am 24.02.2022 erlassene Allgemeinverfügung doch etwas überrascht: Sie verlängert die Zulässigkeit des Walzens von Grünland - entgegen der Festlegung des Bayerischen Naturschutzgesetzes - um 14 Tage bis zum 01. April. Die Regierung von Niederbayern begründet ihre Entscheidung mit einer „andauernden hohen Bodenfeuchte“ und stützt sich dabei auf eine fachliche Stellungnahme der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Wir haben daher mit Schreiben vom 29.03.2022 bei der LfL um entsprechende Erläuterung gebeten. Die Landesanstalt hat dazu heute Stellung genommen und ihre Entscheidung sowie ihre Bewertungskriterien dargelegt. Wesentlich sind demzufolge mehrere meterologische Größen (Befahrbarkeit, Schneelage, Zeitpunkt des Ergrünens), die der LfL vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in aggregierter Form und in hoher regionalen Differenzierung zur Verfügung gestellt werden. Gemäß dieser Daten war für keinen Landkreis in Bayern eine Walzbarkeit von Günland vor dem 15.03. gegeben.

Wir bedanken uns bei der LfL für die zeitnahe und umfassende Erläuterung, werden zu den relevanten meterologischen Größen und den zugehörigen Auswertealgorithmen aber nochmal beim DWD nachhaken.

20.04.2022: Flussseeschwalben kommen immer früher

Nistfloß in der "April-Ausstattung": Versteckmöglichkeiten für Jungvögel, randliche Gitter und Rettungsflößchen für abgestürzte "Fluganfänger" werden erst im Laufe des Mai angebracht
Nistfloß in der "April-Ausstattung": Versteckmöglichkeiten für Jungvögel, randliche Gitter und Rettungsflößchen für abgestürzte "Fluganfänger" werden erst im Laufe des Mai angebracht

Bis zum heutigen Tag sind bereits über 100 Flussseeschwalben zu ihren Brutplätzen am Echinger Stausee bzw. am Kiesabbau Aquapark zurückgekehrt. Die Rückkehr der Seeschwalben verfrüht sich von Jahr zu Jahr. Offen ist dabei die Frage, ob dies auf klimatische Veränderungen zurückzuführen ist, oder auf den sehr hohen Populationsdruck auf unseren Nistflößen, der die Tiere zu einer möglichst frühen Revierbesetzung zwingt.

Aktuell sind zwei unserer drei Nistflöße bereits in Position, das dritte wurde kürzlich (hoffentlich) prädatorensicher umgebaut und wartet derzeit noch am Ufer des Echinger Stausees auf seinen Einsatz. Das auf dem Foto abgebildete ca. 10 Quadratmeter große Nistfloß am Kiesabbau Aquapark, das außerhalb der Brutzeit am Kiesförderband der Firma Rohrdorfer geparkt ist, wurde vor zwei Tagen an seiner Brutzeitposition verankert, bereits fünf Minuten später landeten die ersten Seeschwalben. Die hier seit sieben Jahren bestehende Kolonie zählt mit im Mittel rund 30 Brutpaaren und ihrer überdurchnittlichen Reproduktionsquote zu den bedeutendsten Standorten in Bayern.


20.04.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (11.04. bis 17.04.2022)

Stelzenläufer am 17.04. am Echinger Stausee (R.Suck)
Stelzenläufer am 17.04. am Echinger Stausee (R.Suck)

Folgende Arten sind diese Woche in den Raum Landshut zurückgekehrt: Braunkehlchen (11.04.), Wendehals, Waldlaubsänger (13.04.), Dorngrasmücke, Baumfalke, Baumpieper (15.04.), Halsbandschnäpper, Trauerseeschwalbe, Rohrschwirl (16.04.) und Drosselrohrsänger (17.04.). Außerdem gibt es den ersten Nachwuchs bei den Gänsesägern (5 juv. am 13.04.). +++ Vom Wiedehopf - Vogel des Jahres 2022 - gingen erneut mehrere Meldungen ein: 11.04. (Thal), 13.04. (Truppenübungsplatz) und 14.04. (Ergoldsbach).+++ Am Echinger Stausee rastete vom 15.04. bis 17.04. ein Stelzenläufer, zuvor waren dort eine Mantelmöwe (11.04.) sowie eine Steppenweihe (13.04) beobachtet worden, die jedoch noch von den zuständigen Seltenheitskommissionen überprüft werden müssen. Nicht mehr „meldepflichtig“ ist dagegen seit einigen Jahren das Kleine Sumpfhuhn, von dem ein Ind. ebenfalls am Echinger Stausee am 17.04. entdeckt wurde.


Vervollständigt wird die Zahl "attraktiver" Arten durch 2 Moorenten (Moosburger Stausee am17.04.), bis zu 4 Nachtreiher (Echinger Stausee am 13.04.), einen Säbelschnäbler (Isarstau Altheim am 14.04.) sowie zwei Beobachtungen jeweils eines Regenbrachvogels (Echinger Stausee am 11.04. bzw. Essenbach am 15.04.). +++ Im Wochenverlauf wurden dann noch mehrere Trupps durchziehender Eichelhäher gemeldet und auch bem Waldwasserläufer herrscht weiterhin starker Durchzug mit beispielsweise mindestens 35 Ind. am 11.04.. +++ Ausdrücklich nicht erwähnenswert sind die Ergebnisse der monatlichen Schwimmvogelzählung an den Landshuter Stauseen und Staustufen mit deutlich rückläufigen Zahlen und insgesamt nur noch 2000 Tieren. Lediglich bei der Lachmöwe ergaben sich wegen einer Zugstausituation (Nordostströmung) auffällig hohe Zahlen. +++ Beachtung schenken sollten wir dagegen brutverdächtigen Mittelmeermöwen auf einem Hallendach im Ergoldinger Industriegebiet. Dort wo heute gigantische Industriehallen stehen und Verbrennungsmotoren für den Weltmarkt produziert werden, brüteten früher Kiebitze, Feldlerchen, Rebhühner und Grauammern.

15.04.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (04.04. bis 10.04.2022)

Der am Echinger Stausee überwinternde Brachvogel-Trupp (13 Ind.) war am 11.04. letztmalig vollständig und befindet sich seither in Auflösung: Dazu zwei Anmerkungen: 1. Nachdem diese Tiere sich erst jetzt so allmählich in Richtung Brutgebiet aufmachen, liegt der Verdacht nahe, dass es dabei nicht um Brachvögel der bayerischen Population handelt. Die bayerischen Brachvögel haben ihre Reviere bereits seit geraumer Zeit besetzt und überwintern bekanntermaßen überwiegend an der Atlantikküste bei Portugal. 2.) Interessant wäre zu wissen, ob es sich bei den insgesamt fünf ornitho-Meldungen (22.02., 06.03., 14.03., 04.04.) von mehr als 13 Brachvögeln (14 bzw. 15 Ind.) tatsächlich um ein bzw. zwei Tiere mehr gehandelt hat, die sich hier kurzfristig dazugesellt haben, oder ob hier Unsicherheiten von Zählungen deutlich werden. Beispielsweise durch Mehrfachzählungen von Tieren, die während der Zählung ihren Standort gewechselt haben. Wie dem auch sei: Die Betrachtung von Unsicherheiten bei Vogelzählungen erscheint uns grundsätzlich ein bisher deutlich zu wenig untersuchtes Phänomen zu sein. +++ Hier die Rückkehrer der Woche: Bruchwasserläufer (07.04.), Nachtreiher (07.04.), Fitis (07.04.), Schwarzmilan (07.04.) und Flussseeschwalbe (09.04.) +++ Vom Echinger Stausee wurde im Wochenverlauf wieder so einiges an Watvögeln gemeldet, darunter erneut große Ansammlungen von Kampfläufern (128 Ind. am 07.04.) sowie mehrmals einzelne Uferschnepfen und Regenbrachvögel. Dazu immer auch größere Trupps von Waldwasserläufern (18 Ind. am 08.04.), von dem auch von verschiedenen anderen Gewässern im Raum Landshut Meldungen erfolgten. +++ Im Isarmoos rasteten am 04.04. noch zwei Trupps mit 20 bzw. 30 Goldregenpfeifern, zudem wurde dort am 10.04. ein später Merlin entdeckt. +++ Bei Ohu wurde ein weiterer Wiedehopf gesichtet (04.04.), am 06.04. ging vom Landshuter Truppenübungsplatz die Meldung einer Sumpfohreule ein und bei Baierbach gab es am 07.04. eine Zwergschnepfe. +++ Und während am 08.04. die ersten Flussregenpfeifer auf die Isarkiesbänke bei Bruckberg zurückgekehrt sind (und dort bereits wieder von Erholungssuchenden herumgescheucht werden), scheint die Pfeifente ihr jetzt schon traditionelles Überwinterungsgebiet in der Landshuter Flutmulde (mit teilweise über 100 Ind.!) am 09.04. endgültig geräumt zu haben. Jedenfalls für diese Saison.

16.04.2022: Schwächung des Naturschutzes von historischer Tragweite?

Die Bundesregierung hat kürzlich ihr Eckpunktepapier „Beschleunigung des naturverträglichen Ausbaus der Windenergie an Land“ vorgestellt. Vom LBV liegt hierzu noch keine offizielle Stellungnahme vor, allerdings hat der Landesvorstand des LBV bereits vor einigen Wochen erklärt, dass er die Bereitstellung von bundesweit zwei Prozent der Landesfläche für Windkraftnutzung hinsichtlich des Erhalts der Biodiversität grundsätzlich als unproblematisch einstuft. Wie nebenstehende Pressemitteilung zeigt, sehen dies nicht alle Naturschutzverbände so.

Pressemitteilung NI 220407.pdf
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13.04.2022: Ornithologischer Wochenbericht (28.03. bis 03.04.2022)

Vom Wiedehopf – immerhin Vogel des Jahres 2022 – gab es im Laufe der Woche gleich drei Meldungen: Zunächst am 31.03 bei Stallwang, dann am 01.04. bei Weihmichl und schließlich am 03.04. bei Vilsbiburg. Zurückgekehrt sind im Wochenverlauf auch Trauerschnäpper (29.03.), Schafstelze (31.03.) und Mehlschwalbe (02.04.). +++ Am Echinger Stausee rastete vom 28.03. bis 29.03. ein Sichler, zudem hielten sich dort unter einer ganzen Reihe verschiedener Watvogelarten auch 2 Uferschnepfen auf und am 30.03. zog über Auloh ein erster Schwarzstorch in nordöstliche Richtung.

02.04.2022: Ornithologischer Wochenbericht (21.03. bis 27.03.2022)

Ziehender Kranichtrupp am 23.03. über Altdorf (Foto: S.Riedl)
Ziehender Kranichtrupp am 23.03. über Altdorf (Foto: S.Riedl)

Am Echinger Stausee rastete auch in dieser Woche noch eine sehr hohe Zahl an Kampfläufen (159 Ind. am 22.03.), außerdem tauchte dort am 22.03. der nahezu jährlich erscheinende Chileflamingo wieder auf. +++ Das erste Tüpfelsumpfhuhn dieses Jahres wurde am 26.03. im Mündungsbereich der Landshuter Flutmulde entdeckt (Erstnachweis für dieses Gebiet), ein weiteres dann am Folgetag am Echinger Stausee. +++ Erneut gab es im Wochenverlauf auch wieder Goldregenpfeifer zu sehen (7 Ind. am 27.03. im Isarmoos) und am 23.03. zog ein Trupp von 18 Kranichen in östlicher Richtung am Nordrand des Isartales entlang. Er wurde dabei gleich von drei unterschiedlichen Stellen gemeldet: Zunächst aus Altdorf, dann vom Glöcklberg bei Altheim und schließlich vom Kalteller Berg bei Mettenbach. Die „Luftraumüberwachung“ scheint also zumindest an diesem Tag ziemlich gut funktioniert zu haben.


26.03.2022: Pflanzaktion in der Hüttenkofener Isarau

Flächig absterbender Eschenwald im LBV-Schutzgebiet "Hüttenkofener Au"
Flächig absterbender Eschenwald im LBV-Schutzgebiet "Hüttenkofener Au"

In unserem gut 1.4 Hektar großen Schutzgebiet „Hüttenkofener Au“ war langfristig eigentlich eine Naturwaldentwicklung geplant. Da dieser Wald zu über 90 Prozent aus Eschen besteht, kommt es hier durch das Eschentriebsterben aber nun zu einem nahezu vollständigen Absterben des Baumbestandes. Hinzu kommt eine ausgeprägte, flächige Dominanz der Waldrebe, die einen natürlichen Aufwuchs von Jungbäumen mittel- bis langfristig unmöglich macht. Angesichts dieser Tatsache, aber auch vor dem Hintergrund der Ausweisung großflächig ungenutzter Naturwaldzonen im überwiegenden Teil der Landshuter Isarauen, haben wir uns nun für einen Strategiewechsel entschieden: Wir werden in diesem Schutzgebiet in den nächsten Jahren ein Netz naturschutzfachlich wertvoller Weichhölzer aus Schwarzpappeln und Silberweiden einbringen, ergänzt durch andere in den Isarauen eher unterrepräsentierte Arten wie Eiche und Flatterulme. Insbesondere Schwarzpappeln und Silberweiden sind für die Artenvielfalt äußerst wertvoll, haben in den Landshuter Auwäldern aufgrund fehlender Flussdynamik aber ohne gezielte Einbringung und Aufwuchspflege keine Zukunft.


Die ersten zwei Dutzend Bäume wurden nun eingebracht, mit großzügigen Pflanzabständen von ca. 10 Metern, sodass sie sich zu breitkronigen Exemplaren entwickeln können. Sie müssen in den ersten Jahren intensiv betreut und geschützt werden, insbesondere gegen den Aufwuchs der Waldrebe. Weitere Anpflanzungen sollen in gleicher Weise in den nächsten Jahren folgen, sodass sich hier auf der Gesamtfläche ein in den Isarauen verschwindender Weicholz-biotop entwickeln wird.

26.03.2022: Ornithologischer Wochenbericht (14.03. bis 20.03.2022)

Wir freuen uns in dieser Woche über die erste Rauchschwalbe (20.03., Echinger Stausee), Knäkente (14.03.), Mönchsgrasmücke (14.03.), Flusssregenpfeifer (18.03.) und Blaukehlchen (18.03.) waren zuvor bereits zurückgekehrt. +++ Mehrmals konnten im Wochenverlauf auch wieder durchziehene bzw. rastende Goldregenpfeifer beobachtet werden (max. 20 Ind. am 20.03. bei Eching) und vom Echinger Stausee) wurde eine jahreszeitlich außerordentlich große Ansammlung von ca. 150 Kampfläufern gemeldet. Höchster Wert für den Raum Landshut seit April 1996. Für den Monat März liegt bislang lediglich eine einzige Meldung von mehr als 100 Ind. vor, sie liegt noch länger zurück und stammt vom 30.03.1968 (111 Ind.). Aktuell ziehen vom Kampfläufer überwiegend die zentraleuropäischen Populationen durch, die erheblich größeren nordeuropäischen Populationen haben ihr Durchzugsmaximum üblicherweise erst Ende April/Anfang Mai. 

23.03.2022: Giftige Naturschutzgebiete

Die immense Abnahme des Insektenbestandes in den letzten Jahrzehnten ist zweifelsfrei eine der wesentlichen Ursachen für die Bestandsrückgänge zahlreicher Vogelarten, insbesondere von Arten der Agrarlandschaft. Zurückzuführen sind beide Entwicklungen nach derzeitigem Kenntnisstand u.a. auf den Einsatz von Pestiziden.

 

Eine neue, bundesweite Studie hat nun gezeigt, dass selbst in Schutzgebieten die Pestizidbelastung von Insekten enorm ist. Untersucht wurden dazu Pestizide auf und in Insekten, die ausschließlich in Schutzgebieten beprobt bzw. gefangen wurden (Naturschutzgebiete, NATURA-2000-Gebiete). Im Mittel wuden je Schutzgebiet 16 verschiedene Arten von Pestiziden nachgewiesen, insgesamt konnten 47 verschiedene Wirkstoffe identifiziert werden.

22.03.2022: Alle Vögel sind schon da - Umweltbildung für Vollzeit-Pflegeeinrichtungen

Bei diesem landesweiten Projekt des LBV handelt sich um eine von den Pflegekassen finanzierte Präventionsmaßnahme, die den Bewohnern von Pflegeheimen mehr Lebensqualität bringen und dem Erhalt der psychosozialen Gesundheit dienen soll. Angestrebt ist zudem eine Stärkung der kognitiven Ressourcen sowie die Steigerung der körperlichen Aktivität und Mobilität.  Im Raum Landshut nehmen bislang des Seniorenzentrum Buch am Erlbach sowie das Pflege- und Seniorenheim Matthäusstift teil. Auf den neu erstellten Internet-Seiten des LBV-Landesverbandes gibt es neben Hintergründen und Informationen zu dieser Aktion jetzt auch eine landesweite Übersichtskarte aller beteiligten Einrichtungen.

18.03.2021: Ornithologischer Wochenbericht (07.03. bis 13.03.2022)

Der Schwimmvogel-Bestand an den Landshuter Stauseen und Staustufen hat sich gegenüber dem Vormonat auf jetzt nur noch 4.600 Ind. nahezu halbiert. Die mit Abstand häufigste Art ist aktuell die Reiherente mit immerhin 1.900 Tieren. Das im März eigentlich übliche Frühjahrsmaximum der Reiherente (Heimzug) zeichnet sich bislang allerdings noch nicht ab. Dagegen hat der Heimzug der Löffelente mit 34 Ind. am 13.03. (Moosburger Stausee) bereits merklich eingesetzt. +++ Im Isarmoos wurden im Wochenverlauf mehrfach Trupps von bis zu 7 Kranichen (12.03.), sowie bis zu 5 Goldregenpfeifern (11.03.) beobachtet. Außerdem wurde mit 27 Rostgänsen (08.03.) ein neues, deutliches Gebietsmaximum für den Raum LA festgestellt.

 


17.03.2022: Ornithologischer Wochenbericht (28.02. bis 06.03.2022)

Im Isarmoos rastete am 05.03. und am 06.03. eine Gruppe von 4 Kranichen, zudem wurde von dort am 05.03. eine erste Schwarzkopfmöwe gemeldet. +++ Am Landshuter Truppenübungsplatz wurde am 04.03. eine erste Heidelerche beobachtet, mehrere Feststellungen von Ringeltauben-Schwärmen mit bis zu 500 Ind. (z.B. Kröning, 05.03.) zeigen, dass mittlerweile auch bei dieser Art der Heimzug massiv eingesetzt hat, bei Haselfurth wurden am 06.03. 10 Blässgänse gesichtet und am 03.03. wurde vom Isarstau Niederaichbach nach längerer Zeit wieder mal ein Rothalstaucher gemeldet. +++ Zahlenmäßig durchaus bemerkenswert ist eine Ansammlung von 142 Pfeifenten am 05.03. im Vilstal bei Gerzen. Neuer Höchstwert für den südlichen Landkreis.

10.03.2022: Das Märchen vom bedrohten Greifvogel? - DOG widerspricht einem Bericht des ZDF-Magazins "Frontal"

Die Fachgruppe Rotmilan der Deutschen Ornithologischen Gesellschaft (DOG) stuft wesentliche Aussagen eines am 22.02.2022 im ZDF ausgestrahlen Berichts zu Gefährdung des Rotmilans durch Windkraftanlagen als "befremdlich" ein und hat dazu eine Stellungnahme veröffentlicht.

FachgruppeRotmilanSTN.pdf
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09.03.2022: Bewertung des naturschutzfachlichen Potentials von Freiflächen-Solaranlagen im Raum Landshut abgeschlossen

Bewertet wurden "Pflanzliche Vielfalt", "Reproduktionspotential für Insekten" und "Überwinterungspotential für Insekten". Nahezu alle Freiflächen-Solaranlagen im Raum Landshut wurden dazu mehrmals begutachtet. Der Bewertungszeitraum für dieses Projekt umfasste den Zeitraum vom 01.04.2021 bis 31.03.2022. Wir bedanken uns für die Unterstützung und arbeiten derzeit an der Auswertung.

28.02.2022: Ornithologischer Wochenbericht (21.02. bis 27.02.2022)

Waldschnepfenkopf unter dem Landshuter Martinsturm (Foto: S.Rieck)
Waldschnepfenkopf unter dem Landshuter Martinsturm (Foto: S.Rieck)

Im Wochenverlauf wurden am Echinger Stausee die ersten Alpenstrandläufer (2 Ind. am 27.02) beobachtet und unsere 13 Brachvögel sind auch noch da. +++ Am 23.02. war bei Auloh der erste Singdrossel-Gesang zu hören und in der Landshuter Flutmulde wurde mit 126 Pfeifenten ein neuer lokaler Höchstwert festgestellt. +++ Im Isarmoos ziehen weiterhin größere Trupps an Kiebitzen (bis zu 400 Ind. am 27.02.) und Hohltauben durch (25 Ind. am 26.02), am 26.02. und 27.02. wurde ein erster Goldregenpfeifer beobachtet und gleich 31 Nilgänse rasteten am 27.02. in den Kreuzstauden. +++ Mit 19 Bergenten wurde am 25.02. (Moosburger Stausee) die höchste Individuenzahl seit mehr als 30 Jahren beoachtet (12.11.1988), das Gebietsmaximum für den Raum Landshut liegt sogar noch deutlich länger zurück. Es stammt vom 01.12.1959. (24 Ind.).


Die am Fuße des Landshuter Martinsturms gefunden Überreste einer Waldschnepfe (26.02.) bestätigen erneut, dass Wanderfalken nicht nur von lästigen Straßentauben leben, sondern immer wieder auch seltene bzw. sehr seltene Arten schlagen. Das Spektrum reicht von Flussseeschwalben über Regenbrachvögel bis hin zu Wachtelkönigen. Auffällig ist dabei der nur an nachts beleuchteten Standorten festzustellende, nicht unbeträchtliche Anteil von nächtlich ziehenden Vogelarten (z.B. Waldschnepfe), die gegen diese Art von Attacken offensichtlich keine evolutionäre Abwehr- bzw. Fluchtstrategien entwickeln konnten. Die Ansiedlung von Wanderfalken an angestrahlten Gebäuden ist aus naturschutzfachlicher Sicht daher durchaus eine zweischneidige Angelegenheit.

21.02.2022: Ornithologischer Wochenbericht (14.02. bis 20.02.2022)

Zu berichten gibt es diesmal lediglich erste Beobachtungen von Rotmilanen (14.02. und 16.02. bei Altdorf bzw. Münchnerau), einen ersten Kampfläufer am Echinger Stausee (20.02.) sowie einen Merlin im Isarmoos bei Weng (18.02.). Außerdem halten Flussuferläufer (Isarstau Altheim) und der Trupp Brachvögel am Echinger Stausee weiterhin die Stellung. Und in Neufahrn standen am 20.02. bereits zwei Weißstörche auf der Nistplattform. +++ Erstmals Fehlanzeige dagegen bei den Singschwänen am Echinger Stausee.

15.02.2022: Ornithologischer Wochenbericht (07.02. bis 13.02.2022)

Der Schwimmvogelbestand an den Landshuter Stauseen und Staustufen hat sich gegenüber dem Vormonat fast halbiert und liegt jetzt nur noch bei 8.500 Individuen. Besonders starke Rückgänge waren bei den „Pflanzenfressern“ zu verzeichnen: Von den in diesem Winterhalbjahr maximal festgestellten 15.000 Tieren aus dieser Gruppe (Oktober 2021) sind aktuell nur noch knapp 3.000 anwesend, nach noch 9.000 Ind. im Vormonat. Vermutlich ist die Nahrungsgrundlage dieser Arten mittlerweile ziemlich erschöpft. Aufgrund dieser Abnahmen ist bei den dominierenden Arten die Tafelente jetzt auf Platz 3 vorgerückt (1.300 Ind.). +++ Zu den oben dargestellten Schwimmvogel-Summen tragen weiterhin - wenn auch unmaßgeblich - 2 Zwergscharben (Isarstau Altheim), eine Bergente (Isarstau Altheim) sowie 6 Singschwäne (Echinger Stausee) bei. +++ Im Wochenverlauf hat der Heimzug bei einigen Arten deutlich an Fahrt aufgenommen: Im Isarmoos wurden beispielsweise die ersten größeren Trupps von Feldlerchen, Kiebitzen, Bekassinen und Staren beobachtet, dazu – bemerkenswert - am 13.02. eine Grauammer.


13.02.2022: Zwei neue Windräder in Pfeffenhausen in Planung

 

Im "Spechtental", einem Waldgebiet östlich von Pfeffenhausen, sollen die beiden Anlagen entstehen. Dazu zwei Anmerkungen.

 

1. Dieses Vorhaben zeigt, dass ein Zubau von Windkraftanlagen trotz geltender 10H-Regelung durchaus möglich ist, wenn es im zuständigen kommunalen Entscheidungsgremium dafür eine Mehrheit gibt. In Pfeffenhausen ist dies offensichtlich der Fall.

 

2. Die beiden in Pfeffenhausen vorgesehenen Standorte stufen wir als problematisch ein:

  •  Sie liegen außerhalb der für die Region 13 (Landshut und Umgebung) fesgelegten Vorrang- und Vorbehaltsflächen für Windenergienutzung. Diese Gebiete wurden vom Regionalen Planungsverband in einem langwierigen Verfahren unter Berücksichtung aller maßgeblichen planerischen Aspekte (Abstände zu Siedlungen, artenschutzrechtliche Aspekte, Anforderungen der Naherholung) festgesetzt und sollen eigentlich einen „Wildwuchs“ der Standorte in der Region 13 verhindern.
  • Der Landkreis Landshut ist der waldärmste Landkreis in Bayern. Der Ausbau der Windkraft im Raum Landshut muss daher ohne Zugriff auf Waldflächen erfolgen.
  • Windkraftanlagen in Wäldern sind hinsichtlich Kollisionswahrscheinlichkeiten mit Vögeln und Fledermäusen im Allgemeinen erheblich problematischer als Standorte außerhalb von Wäldern. Der Ausbau der Windkraft sollte daher grundsätzlich außerhalb von Waldgebieten erfolgen.

12.02.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (31.01. bis 06.02.2022)

Am Echinger Stausee scheint die Zahl der Singschwäne im Wochenverlauf zurückgegangen zu sein. Lediglich am 02.02. wurden noch 14 Ind. festgestellt, im Folgezeitraum dann nur noch 5 Stück. Die 13 Brachvögel waren aber die ganze Woche über noch anwesend und auch die letztmalig am 11.01. festgestellten Bergenten wurden erneut beobachtet (06.02.) +++ Eine weitere Bergente wurde am 01.02 vom Isarstau Altheim gemeldet, wo sich weiterhin auch noch die beiden Zwergscharben und ein überwinternder Flussuferläufer (04.02.) aufhalten. +++ Im Isarmoos wurde am 05.02 ein erster größerer Schwarm Stare beobachtet (ca. 50 Ind.), am 06.02. wurde ein erster Kiebitz-Trupp (13 Ind.) gesichtet und vom Sperlingskauz gingen aus dem nördlichen Landkreis gleich drei Meldungen ein.

11.02.2022: Frontalangriff auf's Isarmoos

Gemäß einer Veröffentlichung in der Landshuter Zeitung vom 11.02.2022 plant der Großunternehmer Klaus Krinner aus Straßkirchen (Landkreis SR) im Isartal zwischen Essenbach und Pilsting auf „mindestens“ 4500 Hektar Solaranlagen zu bauen. Also auf mindestens 45 Quadratkilometern, vollständig nördlich der A92, in einem großräumig noch unzersiedelten Grünzug mit landesweit bedeutsamen Vorkommen von Feldvögeln und Wiesenbrütern. Es fällt schwer dies in angemessener Form zu kommentieren. 

08.02.2022: "Missbräuchliche Nutzung" eines Flussseeschwalben-Nistfloßes

Foto: Gabriele Klassen
Foto: Gabriele Klassen

Die am Echinger Stauseee überwinternden Brachvögel (13 Stück) rasten und übernachten offensichtlich regelmäßig auf einem unserer Flussseeschwalben-Nistflöße. Die „Hausherren“ sind aktuell ja auf der Südhalbkugel unterwegs und würden während der Brutzeit diese „missbräuchliche Nutzung“ natürlich nicht dulden. Das lediglich sechs Quadratmeter große Floß wurde Anfang der 1990er Jahre von den Stadtwerken München gebaut und ist damit seit fast 30 Jahren im Einsatz. Da auf ihm im Mittel alljährlich etwa 15 Jungvögel flügge werden, summiert sich die Zahl der hier großgewordenen Seeschwalben auf stattliche 450 Tiere. Nicht schlecht für sechs Quadratmeter Kies! Vor Beginn der nächsten Brutsaison steht allerdings ein Umbau an: Nachdem sich im vergangenen Jahr möglicherweise ein Fischotter die ersten Seeschwalben-Gelege geholt hat, müssen die seitlichen Aufstiegsrampen abgebaut werden.

07.02.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (24.01. bis 30.01.2022)

Erneut nur wenig Neues in der Vogelwelt: Am Echinger Stausee weiterhin bis zu 14 Singschwäne und auch der dort überwinternde Brachvogeltrupp, bestehend aus 13 Tieren, ist erfreulicherweise noch komplett. +++ Am Isarstau Altheim können weiterhin 2 Zwergscharben beobachtet werden und von der Blässgans gingen im Wochenverlauf Meldungen von bis zu 28 Ind. ein (24.01., Moosburger Stausee). +++ Berichtenswert erscheint uns eine (erste) Hohltaube am 26.01. bei Eugenbach sowie mit 97 Ind. (26.01.) ein neues Maximum der Überwinterungspopulation der Pfeifente in der Landshuter Flutmulde. Leider werden die Pfeifententrupps bis weit in die Dunkelheit immer wieder von unangeleinten Hunden herumgescheucht, was Herrchen bzw. Frauchen aber offensichtlich nicht weiter zu stören scheint.

05.02.2022: Alle (paar) Jahre wieder: Wünsche nach einer neuen Isarbrücke im Bereich der Mittleren Isarstauseen

Wie die Landshuter Zeitung kürzlich berichtete, gibt es offensichtlich erneut Planungen/Absichtserklärungen zum Bau einer Isarbrücke im Bereich des Naturschutzgebietes „Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen“. Dieser Wunsch ist nicht neu, er kommt in fast schon regelmäßigen Abständen von etwa 5 bis 10 Jahren auf den Tisch. Wie bereits bei allen früheren Initiativen weisen wir darauf hin, dass eine Isarquerung in diesem Bereich zu einer erheblichen Verschlechterung der Erhaltungsziele des dortigen EU-Vogelschutzgebietes führen, und damit gegen naturschutzrechtliche Vorgaben der Europäischen Union verstoßen würde. Ob diese rechtlichen Widerstände überwunden werden können, werden letztlich die Gerichte entscheiden.

29.01.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (17.01. bis 23.01.2022)

Wenig Neues in der Vogelwelt: Weiterhin bis zu 50 Blässgänse am Moosburger Stausee (18.01.) und bis zu 14 Singschwäne (23.01.) am Echinger Stausee. Am Isartau Altheim zumindest bis zum 20.01. noch 2 Zwergscharben, sowie am 18.01 erneut 2 Samtenten und am 19.01. erneut eine Bergente. Zudem wurde am 19.01. wieder mal ein Zwergsäger beobachtet (Moosburger Stausee) sowie mehrmals der bereits bekannte, überwinternde Flussuferläufer am Isarstau Altheim. Auch der am Echinger Stausee überwinternde Trupp Brachvögel wurde wieder gemeldet – diese Woche allerdings nur mit maximal 12 Ind. (23.01.). +++ Auffällig viele Meldungen gingen im Wochenverlauf von balzrufenden Waldkäuzen ein, die Grünspechte sind ebenfalls schon ziemlich in Stimmung und in Altdorf wurde am 21.01. ein (erster) Star gesichtet.

28.01.2022: Verkehrsicherungsmaßnahmen am LBV-Biotop "Kellerberg"

Die LBV-Naturwaldparzelle "Kellerberg" umfasst gut 3 Hektar - am Hangfuß ist die Esche die dominierende Baumart
Die LBV-Naturwaldparzelle "Kellerberg" umfasst gut 3 Hektar - am Hangfuß ist die Esche die dominierende Baumart

Das Eschentriebsterben bereitet uns leider weiterhin sehr viel Arbeit und wird uns wohl auch die nächsten Jahre noch stark beschäftigen. Ohne es genau berechnet zu haben: Insgesamt beläuft sich die Summe der Grundstücksgrenzen der Landshuter LBV-Biotope, an denen Eschen stehen, sicherlich auf mehr als einen Kilometer. Hier müssen wir also tätig werden, wenn Bäume auf Nachbargrundstücke fallen. Und entlang von öffentlich gewidmeten Wegen und Straßen muss aus Gründen der Verkehrssicherung ohnehin regelmäßig kontrolliert und ggf. proaktiv gehandelt werden.

 

Ein Teil dieser Arbeiten kann zwar manuell erfolgen, oftmals ist aber auch der Einsatz von Großmaschinen erforderlich. So auch am vergangenen Samstag an unserem Feuersalamander-Wald bei Niederaichbach, wo im Zuge eines Arbeitseinsatzes etwa 20 abgestorbene Eschen gefällt wurden. Wir bedanken uns hier sehr herzlich bei Sepp Hanglberger vom gleichnamigen Biohof in Oberwattenbach für seine professionelle Unterstützung. Das grausige Wetter war zwar für alle Beteiligten ziemlich unangenehm, dafür gab es kaum Arbeitsunterbrechungen wegen Joggern oder Radlern


18.01.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (10.01. bis 16.01.2022)

Die bei ziemlich üblen Bedingungen an den Landshuter Stauseen und Staustufen im Wochenverlauf durchgeführte Schwimmvogelzählung ergab einen Bestandsrückgang gegenüber dem Vormonat um rund 3.000 Ind. auf jetzt  knapp 17.000 Tiere. Eine Zunahme erfolgte lediglich am Isarstau Altheim, dem jetzt mit 6.100 Ind. (+2.000) indviduenstärksten See. Insgesamt dominieren Blässhuhn (5.400), Reiherente (3.800), Schnatterente (1.900) und Tafelente (1.400). Von den festgestellten 1.900 Schnatterenten hielten sich 1.300 Ind. am Isarstau Alheim auf und auch bei anderen Arten ergaben sich deutliche Verschiebungen zwischen den Stauseen. So beispielsweise beim Höckerschwan: Einem Minus von 500 Ind. am Isarstau Niederaichbach steht ein Plus von 500 Ind. am Isarstau Altheim auf nun 911 Ind. gegenüber (neues lokales Maximum für den Raum LA). Berichtenswert ist darüber hinaus ein Januar-Bestand von 556 Krickenten am Echinger Stausee. +++ Mit einem weiteren Neu-Nachweis eines Sperlingskauzes im nördlichen Landkreis (16.01.) hat sich die Zahl der bekannten Reviere auf jetzt sechs erhöht. +++ Ansonsten aber auch wenig Veränderung gegenüber der Vorwoche: Erneut Beobachtungen von überwinternden Flussuferläufern, weiterhin 13 Brachvögel und 13 Singschwäne am Echinger Stausee, am Isarstau Altheim weiterhin 2 Zwergscharben sowie zwei zwischenzeitlich auch im Stadtgebiet festgestellte Samtenten und an den Mittleren Isarstauseen immer wieder mal bis zu zwei Bergenten +++ Die Überwinterungspopulation der Pfeifente im Landshuter Stadtgebiet hat mit jetzt 74 Ind. (15.01.) ziemlich genau ihr Vorwinterniveau erreicht.


15.01.2022: Neue QR-Codes der Internetplattform ornitho.de

Foto: Simon Niederbacher
Foto: Simon Niederbacher

An den drei Beobachtungseinrichtungen der Landshuter Naturschutzgebiete (Beobachtungsturm Eching, Infohäuschen Eching, Beobachtungsturm Stallwang) wurden kürzlich QR-Codes der Internetplattform ornitho.de angebracht. Über diese QR-Codes können sich Besucher und Besucherinnen des Echinger Stausees bzw. des Truppenübungsplatzes schnell einen Überblick über die hier zuletzt beobachteten Vogelarten verschaffen.

 

ornitho.de hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2011 zum bedeutendsten Meldesystem für Vogelbeobachtungen in Deutschland entwickelt und wird mittlerweile von etwa 40.000 Menschen mit Daten „gefüttert“ - von Anfängern bis hin zu absoluten Spezialisten. Bundesweit gehen jährlich etwa 10 Millionen Einzelmeldungen oder Zählergebnisse ein, davon mehr als 30.000 aus dem Raum Landshut.

 

Die neu installierten QR-Codes ermöglichen einen Überblick über Beobachtungen aus einem Umkreis von bis zu zwei Kilometern und einem Zeitraum von 14 Tagen.


13.01.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (03.01. bis 09.01.2022) 

Vom Echinger Stausee wurden im Wochenverlauf weiterhin bis zu 12 Singschwäne, bis zu 2 Bergenten sowie 13 überwinternde Brachvögel und ein überwinternder Flussuferläufer gemeldet. +++ Am Isarstau Altheim hielten sich weiterhin 2 Zwergscharben, am 03.01. vorläufig letztmalig 2 Samtenten und am 09.01. erneut eine Bergente auf. +++ Die bislang höchste Individuenzahl an Blässgänsen dieses Winters wurde mit 52 Ind. am 09.01. am Moosburger Stausee beobachtet, außerdem gab es dort die ganze Woche über weiterhin eine Bergente zu sehen. +++ Die Zahl der in der Landshuter Flutmulde anwesenden Pfeifenten arbeitet sich sukzessive nach oben und hat mit 52 Ind. am 07.01. ein vorläufiges Maximum für die Überwinterungsperiode 2021/2022 erreicht. Die bislang größte Ansammlung wurde hier vor fast genau einem Jahr (24.01.2021) mit bemerkenswerten 76 Ind. registriert. Mitten in der Stadt!

07.01.2022: Oh jeh!  Landshut wird Boomregion Bayerns

Stadt und Landkreis Landshut platzen bereits jetzt aus allen Nähten. Und wenn es nach einer kürzlich vorgestellten Prognose des Bayerischen Landesamtes für Statistik geht, dann wird sich dieser Trend noch verstärken: Die Statistiker stufen die Region Landshut als „Boomregion Bayerns“ ein und erwarten bis 2040 einen weiteren Bevölkerungszuwachs von mindestens 15 Prozent.

 

Worüber sich Immobilienspekulanten vermutlich freuen dürften, ist nicht nur für den Natur- und Umweltschutz sondern sicherlich auch für die allgemeine Lebensqualität hier in LA eine ziemlich schlechte Nachricht: Noch mehr Zersiedelung, noch mehr Flächenverbrauch für Wohnen, Industrie und Gewerbe, noch mehr Druck auf die bereits jetzt überlastete Infrastruktur in all ihren Aspekten, weitere Verluste an innerörtlichen Grünflächen durch Nachverdichtung, weitere Verkehrserschließungen und Straßenbau, noch mehr innerörtliches und überregionales Verkehrsaufkommen und schließlich - aus rein naturschutzfachlicher Sicht - noch mehr Freizeitdruck auf Schutzgebiete und Lebensräume störungsempfindlicher Arten. Zudem stellt sich die Frage, wie Landshut bei einer derartigen Wachstumsdynamik auch nur annähernd das angestrebte Ziel der Klimaneutralität erreichen möchte. Aussichtslos.

 

Was die Region Landshut braucht ist etwas ganz anderes: Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung müssen diskutieren, ob sie eine derartige Entwicklung von Stadt und Landkreis tatsächlich für einen Fortschritt halten. Und hinsichtlich des bereits bisher ungezügelten Flächenverbrauchs ist es schon längst Zeit für eine EXIT-Strategie.

04.01.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (27.12.2021 bis 02.01.2022)

Bergente am 31.12.2021 am Moosburger Stausee (C.Schwab)
Bergente am 31.12.2021 am Moosburger Stausee (C.Schwab)

Die Lage bei Singschwänen, Bergenten und Blässgänsen ist aktuell etwas unübersichtlich, da die Tiere vermutlich zwischen den einzelnen Gewässern im Raum Landshut hin und her wechseln. An den Mittleren Isarstauseen scheinen sich insgesamt wohl zwei Bergenten aufzuhalten, eine weitere zumindest bis zum 28.12. am Isarstau Altheim. Die Wochenhöchstwerte beim Singschwan liegen für den Echinger Stausee bei 16 Ind. (02.01.) und für den Isarstau Altheim bei 9 Ind. (30.12.). Das Blässgans-Maximum der Woche stammt vom 29.12. mit 20 Ind. am Isarstau Altheim. Klare Verhältnisse dagegen bei Zwergscharbe und Samtente mit weiterhin jeweils 2 Ind. am Isarstau Altheim. +++ Am Moosburger Stausee wurden bis zu 10 Blässgänse beobachtet, zuletzt am 28.12. noch ein Mittelsäger sowie am 02.01. bemerkenswerte 170 Sturmmöwen und deutliche Bestandzunahmen bei der Kolbenente (73 Ind.). Offensichtlich haben hier schon deutliche Zugbewegungen eingesetzt. +++ Die Zahl der im Raum Landshut überwinternden Flussuferläufer dürfte bei mindestens 3 Ind. liegen, weiterhin verweilen 13 Brachvögel am Echinger Stausee und mehrfach gingen im Wochenverlauf Meldungen von nicht weggezogenen Singdrosseln, Hausrotschwänzen, Bachstelzen und Zilpzalps ein.


30.12.2021: Rückblick auf den LBV-Gebäudebrüterschutz im Jahr 2021

Weil bis auf wenige Insider kaum jemand einen Überblick hat, was im Bereich des Gebäudebrüterschutzes in diesem Jahr alles gelaufen ist: Hier zum Jahresende eine kurze, und wie wir finden ziemlich beeindruckende Zusammenstellung der teilweise auch überregional durchgeführten Aktivitäten. Unser Dank geht an Susanne Rieck und ihre Helferinnen und Helfer.

Mit "Schwalbenboxen" lassen sich Rauchschwalben auch in Offenhaltungsställen ansiedeln (Foto: S.Rieck)
Mit "Schwalbenboxen" lassen sich Rauchschwalben auch in Offenhaltungsställen ansiedeln (Foto: S.Rieck)
  • Mehr als 50 Einzelberatungen/Ortstermine zu allgemeinen und spezifischen Fragen des Gebäudebrüterschutzes, davon mehrere in anderen Landkreisen bzw. anderen Regionen Bayerns; hinzu kommt eine nicht dokumentierte Anzahl telefonischer Beratungen.
  • Bereitstellung bzw. Auslieferung von mehr als 100 Nisthilfen für Gebäudebrüter, darunter 45 Schwalbenwinkel und 23 Schwalbenboxen zur Ansiedlung von Rauchschwalben in Offenhaltungsställen.
  • Mehrere Veröffentlichungen zum Gebäudebrüterschutz in der Regionalpresse sowie eines ausführlichen Berichts zur Ansiedlung von Rauchschwalben in Offenhaltungsställen im Fachjournal „Der Falke“.
  • Mehrere Fachvorträge, u.a. im Rahmen des Gebäudebrüter-Workshops des LBV München.
  • Fortführung der Gebäudebrüterkartierung in Stadt und Landkreis Landshut (mit bislang rund 1.800 registrierten Brutplätzen) sowie mehrere Brutplatzortungen im Rahmen von Faktenerhebungen bei Baumaßnahmen.

30.12.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (20.12. bis 26.12.2021)

Die beiden seit dem 10.12. am Isarstau Altheim anwesenden Zwergscharben wurden diese Woche lediglich am 20.12. festgestellt (…beide sind aber noch da: 29.12.), die Bergente vom Moosburger Stausee letztmalig ebenfalls am 20.12.. Auch die Seetaucher haben sich im Wochenverlauf wieder ziemlich rar gemacht: ein Prachttaucher noch am 20.12. und nur noch ein Sterntaucher (Moosburger Stausee, bis 25.12.). Weiterhin die ganze Woche über war am Moosburger Stausee aber immerhin noch ein Mittelsäger zu sehen und dazu gab es bis zu 25 Blässgänse (22.12.). +++ Am Echinger Stausee hat die Zahl der Singschwäne im Wochenverlauf auf zuletzt 11 Ind. sukzessive zugelegt und weiterhin hält sich dort auch noch ein überwinternder Flussuferläufer auf.

21.12.2021: Abschlussbericht zum Flussseeschwalben-Monitoring in Bayern für 2021 veröffentlicht

Mit aktuell 422 Brutpaaren ist der Brutbestand der Flussseeschwalbe in Bayern seit einigen Jahren relativ konstant. Von den im Jahr 2021 landesweit insgesamt 326 flügge gewordenen Jungvögeln stammen 93 (28 Prozent) aus den beiden Brutkolonien im Raum Landshut.

Flussseeschwalben-Monitoring Bayern_2021
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21.12.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (13.12. bis 19.12.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Stauseen und Staustufen ist gegenüber dem Vormonat merklich auf jetzt unter 20.000 Tiere zurückgegangen. Eine Zunahme erfolgte lediglich am Isarstau Niederaichbach (+500) auf aktuell 4.600 Ind. (neues Allzeitmaximum). +++ Am Isarstau Altheim halten sich weiterhin 2 Zwergscharben auf, außerdem wurden dort im Wochenverlauf 8 Saatgänse (15.12.), 12 Blässgänse (18.12.), bis zu 2 Zwergsäger (14.12.) sowie weiterhin eine Bergente (seit 11.12.) beobachtet. +++ Eine weitere Bergente schwimmt und taucht seit dem 19.12. im Moosburger Stausee, von dem zudem die ganze Woche über bis zu 2 Prachttaucher und bis zu 2 Sterntaucher gemeldet wurden. Samtenten (5 Ind.) wurden hier vorläufig letztmalig am 14.12. festgestellt, dafür gab es am 18.12. und 19.12. (endlich!) einen Mittelsäger zu sehen. +++ Bis zu 3 Sterntaucher (13.12.) und bis zu 6 Singschwäne (18.12.) wurden am Echinger Stausee beobachtet, außerdem rastete dort am 18.12. und 19.12. ein jahreszeitlich ungewöhnlicher Trupp von 13 Brachvögeln. +++ Als jahreszeitlich ungewöhnlich einzustufen sind auch mehrere Beobachtungen von 2 Flussuferläufern (Echinger Stausee bzw. Isarstau Altheim) sowie eines Zilpzalps am 19.12. (Isarstau Altheim).


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