Willkommen!

Hinweis für Webseiten-Bearbeiter! Bitte gehen Sie nach der ersten Anmeldung im Webbaukasten zunächst auf XXX und machen Sie sich mit den Funktionen Ihrer neuen LBV-Webbaukasten-Seite vertraut.

Aktuelles +++ Termine +++ Standpunkte

Samstag, 24.07.2021: Biotoppflegeaktion am Echinger Stausee (Süddamm); los gehts um 10:00 Uhr; Näheres bei Franz Riedl unter 0157/70441250

24.07.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (11.07. bis 18.07.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Stauseen und Staustufen ist im Vergleich zum Vormonat zwar von 4.100 auf jetzt 7.000 Ind. angestiegen, die ermittelten Zahlen liegen jedoch signifikant unter den Juli-Daten der Vorjahre. Lediglich im Jahr 2013 wurde zuletzt ein niedrigerer Juli-Wert festgestellt. Schwache Zahlen liefert aktuell insbesondere der Moosburger Stausee, der offensichtlich einen vergleichsweise schwach ausgeprägten Wasserpflanzenbestand aufweist. +++ An den Baggerseen bei Wörth wurde am 14.07. ein adulter Nachtreiher beobachtet. Die dortige Vogelinsel mit aktuell mehreren Hundert Brutpaaren der Lachmöwe ist mittlerweile stark verbuscht bzw. bewaldet und dürfte ein heißer Tipp für eine Brutansiedlung dieser seltenen Reiherart sein. +++ Vom Echinger Stausee wurde im Wochenverlauf erneut ein Seidenreiher gemeldet (12.07. und 13.07.), aus einer überschwemmten  Wiese im Isarmoos waren am 13.07. Balzrufe eines Tüpfelsumpfhuhns zu hören und vom Ergoldinger Rosenhof gingen erneut Nachweise einer Zwergdommel ein. +++ Schlechte Nachrichten dagegen von der Flussregenpfeifer-Ersatzbrut an der Isar bei Bruckberg: Die mindestens zwei Jungvögel sind mit hoher Wahrscheinlichkeit den stark angestiegenen Wassermassen zum Opfer gefallen sein. Eine kurzfristig am 18.07. eingeleitete Rettungsaktion verlief leider erfolglos.


21.07.2021: Landshuter Ausgleichsflächen im Bayerischen Fernsehen

Im Rahmen einer Berichterstattung über das aktuelle Ausgleichsflächen-Projekt des LBV–Landesverbandes war heute das bayerische Fernsehen zu einem ganztägigen Drehtermin im Raum Landshut. Hintergrund war die vom LBV Landshut vor einigen Jahren durchgeführte Zustandsbewertung von Ausgleichsflächen in fünf ausgewählten Gemeinden des Landkreises. Gedreht wurde an ausgewählten Positiv- und Negativbeispielen in den Gemeinden Altdorf, Bruckberg und Tiefenbach. Die schauspielerischen Leistungen von Dr. Christian Stierstorfer (LBV-Bezirksgeschäftsstelle Straubing) und Christian Brummer (LBV LA) können in Kürze im Rahmen des Formats „Zwischen Spessart und Karwendel“ bewertet bzw. bewundert werden ...

18.07.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (05.07. bis 11.07.2021)

Bei mehreren Arten ist derzeit erkennbar, dass der Wegzug aus den Brutgebieten mittlerweile deutlich eingesetzt hat. Beispielsweise an einer Meldung von 24 Bruchwasserläufern (05.07.), insbesondere aber auch an der Zunahme verschiedener Schwimmvogelarten an den Isarstauseen. +++ Am Ergoldinger Rosenhof wurde sowohl am 06.07. als auch am 11.07. ein Nachtreiher gemeldet, von den Zwergdommeln ging im Wochenverlauf jedoch keine Beobachtung ein. Ob hier die kürzlich sehr heftigen Unwetter die Brutsaison frühzeitig beendet haben, bleibt abzuwarten. +++ Auf den in diesem Jahr wieder sehr stark ausgeprägten Wasserpflanzenbeständen in den Isarstauseen Altheim und Niederaichbach brüten bereits mindestens zwei Dutzend Paare des Haubentauchers, Tendenz steigend. Am 10.07. wurden dort zudem ein Seidenreiher und ein Nachtreiher beobachtet (Isarstau Altheim). Ein weiterer Nachweis eines Seidenreihers erfolgte tags darauf am Echinger Stausee. +++ Die Brutsaison des Flussregenpfeifers auf den Isarkiesbänken bei Bruckberg ist noch nicht beendet, mindestens ein Nachgelege wurde dort im Wochenverlauf entdeckt.

15.07.2021 Die LBV-Forderungen für die Bundestagswahl 2021

Zur demnächt anstehenden Bundestagswahl hat der LBV heute seinen Forderungskatalog veröffentlicht. Hier die wesentlichen Punkte: Arten- und Biotopschutz, Landwirtschaftspolitik, CO2-Speicherung in Lebensräumen, Flächenverbrauch, Alpenschutz sowie Internationaler Zugvogelschutz.

LBV-Forderungen-Bundestagswahl-21.pdf
Adobe Acrobat Dokument 152.1 KB

11.07.2021: LBV-Ausgleichsflächenprojekt: Landkreis Landshut mit Negativbeispiel

Um den landesweiten Zustand von Ausgleichsflächen zu bewerten wurden kürzlich von Fachgutachtern im Auftrag des LBV 80 Fallbeispiele in ganz Bayern untersucht. In einer Ende Juni erschienenen Dokumentation wurden nun jeweils zehn positive und zehn negative Beispiele exemplarisch dargestellt. Unter den zehn "schlechten" Beispielen befindet sich leider auch eines aus dem Landkreis Landshut. Eine große Überraschung ist das für uns nicht.

RZ_21-06-26_Ausgleichsflaechen-in-Bayern
Adobe Acrobat Dokument 3.0 MB

07.07.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (28.06. bis 04.07.2021)

Scheibenanflug an der E.ON-Allee 1 (04.07.2021)
Scheibenanflug an der E.ON-Allee 1 (04.07.2021)

Bei den Flussseeschwalben verläuft die Brutsaison bislang ganz ordentlich. Mit aktuell 47 flüggen Jungvögeln ist der zum Bestandeserhalt erforderliche Reproduktionserfolg von 0,5 Flügglingen pro Brutpaar bereits erreicht und zahlreicher weiterer Nachwuchs befindet sich noch in der Pipeline. +++ Nahezu täglich werden vom Ergoldinger Rosenhof jetzt ein bis zwei Zwergdommeln gemeldet, außerdem wurde dort am 03.07. ein diesjähriger Nachtreiher festgestellt. +++ Ein weiterer rufender Wachtelkönig wurde am 04.07. aus dem Raum Grießenbach gemeldet, außerdem wurde bei Mettenbach unter mehreren Großmöwen ein Möwenhybride Mittelmeermöwe/Mantelmöwe entdeckt. Was es nicht alles gibt. +++ An der EON-Allee 1 im Landshuter Stadtgebiet wurden am 04.07. gleich drei durch Scheibenanflug getötete Singvögel aufgefunden. Wie statistisch abgesicherte Abschätzungen ergeben haben, sind die Vogelverluste an Glasscheiben in Deutschland enorm und die Tendenz steigend. Allein für den Raum Landshut gehen wir von im Mittel zwischen 500 und 1000 toten Vögen pro Tag aus.


03.07.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (21.06. bis 27.06.2021)

"Historisches" Belegfoto: Zwergdommel am Ergoldinger Rosenhofweiher am 24.07.2011 (Foto:S.Rieck)
"Historisches" Belegfoto: Zwergdommel am Ergoldinger Rosenhofweiher am 24.07.2011 (Foto:S.Rieck)

Der Brutverdacht für die Zwergdommel am Echinger Rosenhof hat sich im Wochenverlauf deutlich erhärtet. Mittlerweile liegen mehrere Beobachtungen vor und am 26.06. konnten erstmalig beide Geschlechter festgestellt werden. +++ Dass der Juni ist ein relativ guter Monat zur Beobachtung von Zwergseeschwalben ist hat sich auch in diesem Jahr wieder gezeigt: 1 Ind. dieser durchaus nicht regelmäßig bei uns durchziehenden Seeschwalbenart wurde am 26.06. am Echinger Stausee beobachtet. +++ Wie bereits im Jahr 2019 scheinen auch in diesem Jahr die Nachtreiher am Echinger Stausee wieder unter Prädationsverlusten zu leiden. Aus zwei Nestern sind quasi über Nacht die Jungvögel verschwunden. Die Liste der Verdächtigen umfasst u.a. Waschbär und Uhu. +++ Während im Nachbarlandkreis Freising zahlreiche Meldungen rufender Wachtelkönige zu verzeichnen sind, gestaltet sich die Situation im Raum LA äußerst übersichtlich. Immerhin wurde jetzt aus dem Gemeindegebiet von Vilsheim ein rufendes Ind. gemeldet. Aufgrund schlechter Erfassung dürfte die Dunkelziffer bei dieser Art jedoch hoch sein. +++ Am 26.06. wurde bei Unterwattenbach ein erster größerer Trupp Hohltauben beobachtet (41 Ind.) und am 27.06. hielten sich am Moosburger Stausee 3 Weißbart-Seeschwalben auf.


25.06.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (14.06. bis 20.06.2021)

Mit der Junizählung endete die Wasservogel-Zählsaison 2020/2021. Insgesamt wurde an den vier Stauseen und Staustufen im Raum Landshut im Rahmen der zwölf monatlichen Zähltermine (Juli 2020 bis Juni 2021) die stattliche Zahl von 140.000 Schwimmvögeln erfasst. Es dominieren Bläßhuhn (48.000), Reiherente (20.000) und Schnatterente (13.000).

Im Vergleich zum Monat Mai hat sich der Schwimmvogelbestand im Raum Landshut zwar bereits wieder erhöht (4.100), der Anstieg fiel im Gegensatz zu den Vorjahren jedoch eher schwach aus. Vermutlich ist die Verzögerung des Anstiegs auf eine Brutzeitverschiebung, bedingt durch die lange sehr frische Witterung zurückzuführen. Aktuell dominieren Graugans (1.500) und Höckerschwan (1.000). +++ Am Ergoldinger Rosenhof-Weiher gibt die Beobachtung einer männlichen Zwergdommel (16.06.) Anlass zur Hoffnung auf eine Wiederbesiedelung dieses früheren Brutplatzes. Mehrere Jahre brüteten hier trotz intensiver Freizeitnutzung bis zu zwei Paare, zeitgleich mit dem unmittelbar angrenzenden Bau des Ergoldinger Gymnasiums war es dann aber mit dem Brutvorkommen vorbei. +++ Vom 14.06. bis 17.06. hielt sich am Echinger Stausee weiterhin ein Seidenreiher auf und vom Nachtreiher wurden im Wochenverlauf bis zu 7 Ind. beobachtet. +++ Bei den Flussseeschwalben sind die ersten zehn Jungvögel flügge und vom Schwarzkehlchen wurde am 19.06. ein Brutnachweis aus dem Raum Essenbach gemeldet.

 


21.06.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (07.06. bis 13.06.2021)

Während für uns der Sommer jetzt erst richtig losgeht, setzt in der Vogelwelt bereits die Wegzugperiode ein: Am 07.06. wurde – nach vierwöchiger Fehlanzeige - der erste Waldwasserläufer beobachtet. Bei den in der ersten Junihälfte festgestellten Waldwasserläufern dürfte es sich überwiegend um weibliche Tiere handeln, da die Jungenaufzucht bei dieser Art in erster Linie von den Männchen geleistet wird. +++ Erneute Feststellungen eines Schwarzstorchs im nördlichen Landkreis sowie einer Wiesenweihe im Isartal sind hinsichtlich potentieller Brutvorkommen durchaus ernst zu nehmen. Wir werden sehen, ob die nächsten Wochen hier neue Erkenntnisse bringen. +++ Die Beobachtung eines Seidenreihers am 10.06. an der Isar bei Niederaichbach stufen wir dagegen nicht als brutrelevant ein. Im Raum Landshut halten sich in den Sommermonaten immer wieder mal Seidenreiher auf, in manchen Jahren sogar in größeren Trupps von bis zu 9 Tieren. Mehr als zaghafte Nestbauversuche wurden bislang jedoch nicht festgestellt.

19.06.2021: Erfolgreiche Rettungsaktion für junge Rauchschwalben in der Landshuter Neustadt

Zunächst noch ziemlich kleinlaut: abgestürzter Rauchschwalbennachwuchs
Zunächst noch ziemlich kleinlaut: abgestürzter Rauchschwalbennachwuchs

Ob bei der Ausführung schlampig gearbeitet wurde oder das verwendete Baumaterial Qualitätsmängel aufwies bleibt ungeklärt. Jedenfalls krachte kürzlich ein mit fünf Jungvögeln besetztes Schwalbennest in der Landshuter Neustadt auf den Boden. Dank einer äußerst schnellen und engagierten Rettungsaktion von Hauseigentümerin, Hausverwaltung und Hausmeister ging das Ganze aber glimpflich aus. Nach anfänglichen Schimpftriaden der Schwalbeneltern wurde der in ein eilig angebrachtes Ersatznest des LBV gesetzte Nachwuchs unverzüglich weitergefüttert und steht mittlerweile kurz vor dem Ausfliegen. Vielen Dank an alle an dieser Aktion Beteiligten! Sie zeigt, dass Ersatzmaßnahmen bei Gebäudebrütern durchaus gut funktionieren, vorausgesetzt es wird schnell reagiert und die Ersatznester werden in unmittelbarerer Nähe zum ursprünglichen Brutplatz installiert. Wie andere Beispiele aus der Stadt Landshut zeigen, ist dies ist leider nicht immer der Fall.

 

Übrigens: Die Rauschwalbenpopulation im Landshuter Stadtzentrum mit ihren ca. 50 Brutpaaren ist bayernweit eine große Besonderheit!

 


17.06.2021: Daten zur Teilflächenbearbeitung bei LBV-Biotoppflegemaßnahmen

 

Weil mittlerweile unsere Biotoppflegesaison 2021 schon recht intensiv angelaufen ist: Ein weiterhin unterschätzter Faktor beim Rückgang eines großen Teils heimischer Insektenarten stellt nach unserer Auffassung das vielerorts ungeeignete Management von Offenland-Lebensräumen dar. Die Flächen werden bei Pflegeeingriffen in der Regel vollständig bearbeitet und anschließend komplett abgeräumt. Leider auch auf Naturschutz- und Ausgleichsflächen. Bunte Blühwiesen werden damit zu regelrechten ökologischen Fallen: Zunächst werden Schmetterlinge und andere Fluginsekten zum Blütenbesuch, und falls die geeigneten Fraßpflanzen vorhanden sind auch zur Eiablage angelockt, später dann wird der gesamte Bestand an Entwicklungsstadien (Eier, Raupen, Puppen) abgeräumt.

 

Um dies zu vermeiden führen wir auf unseren LBV-Flächen seit mehreren Jahren differenzierte Mähkonzepte durch, mit zumeist mehreren Pflegeeingriffen im Jahr. Es bleiben jedoch bei jedem Arbeitsgang mindestens 30 Prozent der Fläche unbearbeitet. Diese Vorgehensweise ermöglicht nahezu allen Artengruppen eine ausreichende Reproduktion.

 


Die oben abgebildete Tabelle zeigt die zeitliche Verteilung unserer Biotoppflegemaßnahmen in den letzten Jahren. Die Zahlenangaben in den einzelnen Feldern weisen den Prozentsatz der bearbeiteten Gesamtfläche aus. ROT: Entwicklungmahd zur Ausmagerung bzw. zum Zurückdrängen unerwünschter Arten;   BLAU: Pflegemahd zum Statuserhalt; GELB: Spätmahd zur Verbesserung von Keimbedingungen konkurrenzschwacher Arten. 

09.06.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (31.05. bis 05.06.2021)

Kiebitzküken (Foto: Ralph Sturm, LBV-Archiv)
Kiebitzküken (Foto: Ralph Sturm, LBV-Archiv)

Immerhin: Zumindest im Bereich Bruckberg-Münchnerau gibt es jetzt doch noch Bruterfolg beim Kiebitz. Im Wochenverlauf wurde bei vier Paaren Nachwuchs festgestellt. +++ Am Echinger Stausee wurde erstmals in diesem Jahr eine zweistellige Anzahl an Nachtreihern beobachtet (mind. 10 Ind. am 01.06.), außerdem zwei (31.05.) bzw. 4 Seidenreiher (01.06.), ein Purpurreiher (03.06.) sowie am 31.05. eine Weißbart-Seeschwalbe. Eine weitere Nachtreiher-Meldung ging aus dem südlichen Landkreis ein (Geisenhausen, 02.06.). +++ Im nördlichen Landkreis wurde am 04.06. ein Schwarzstorch gesichtet, zudem liegen aktuell mehrere brutrelevante Feststellungen von Turteltauben vor. Der anhaltende Bestandsrückgang dieser mittlerweile sehr seltenen Taubenart ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf Lebensraumverschlechterungen in den Brutgebieten, sondern maßgeblich auf massive Abschüsse auf den Zugwegen im Mittelmeerraum zurückzuführen. +++ Der am 30.05. bei Auloh festgestellt Schlagwirl war leider nur noch am 31.05. zu hören, dafür freuen wir uns über einen ziemlich konkreten Brutverdacht für die Grauammer bei Grießenbach. Diese im Raum Landshut nur noch extrem selten brutverdächtige Art war bis in die 1980er Jahre ein mehrzähliger, regelmäßiger Brutvogel im Bereich Altdorf-Hascherkeller-Ergolding, gemeinsam übrigens mit Kiebitzen. Heute befinden sich dort großflächig Industrie- und Gewerbegebiete.

 


06.06.2021: Erste Zwischenbilanz bei der Solaranlagen-Faktenerhebung

.
Freiflächen-Solaranlagen könn(t)en einen wichtigen Beitrag für die Artenvielfalt leisten. Entscheidend ist dabei, wie sie angelegt und gemanagt werden.

Bringen Freiflächen-Solaranlagen tatsächlich einen Mehrwehrt für die Biodiversität? Zur Beantwortung dieser Frage haben wir für die aktuelle Bewertungsperiode (Mai 2021 bis April 2022) ein komplett überarbeitetes Bewertungsschema entwickelt, bei dem folgende Parameter bewertet werden:

  • Die botanische Vielfalt (als Basis für die Artenvielfalt von Insekten)
  • Das Potential zur Reproduktion von Insekten (Art und Intensität von Mäh- oder Mulcharbeiten bzw. der Beweidung während der Vegetationsperiode)
  • Das Potential als Überwinterungsgebiet für Insekten (Anteil und Qualität der den Winter über belassenen Altgras- und Staudenstrukturen)

Außerdem gehen naturschutzfachlich bedeutsame Artnachweise sowie ggf. vorhandene Sonderstandorte in die Bewertung ein.

 

Die aktuell stattfindende Bewertung der botanischen Vielfalt lieferte bislang leider recht magere Ergebnisse: Von den bereits 40 begutachteten Anlagen im Raum Landshut wurde bei 26 Anlagen eine geringe botanische Vielfalt festgestellt, 12 Anlagen schneiden mit "mäßig" ab und lediglich zwei Anlagen konnten hinsichtlich der botanischen Vielfalt als "hochwertig" eingestuft werden.


03.06.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (24.05. bis 30.05.2021)

Zwei Heidelerchen am 24.05.2021 am Truppenübungsplatz Landshut (Wärmebild); Foto: S.Rieck
Zwei Heidelerchen am 24.05.2021 am Truppenübungsplatz Landshut (Wärmebild); Foto: S.Rieck

Am Echinger Stausee wurden am 24.05. 3 Seidenreiher beobachtet und am 30.05. unter insgesamt 7 Nachtreihern ein erster Jungvogel. Weitere Nachtreiher-Nachweise gingen vom Isarstau Altheim (27.05.) und aus dem LBV-Teichgebiet Weihenstephan ein, das sich weitab vom Isartal, im tertiären Hügelland befindet (28.05.). +++ Weißbart-Seeschwalben waren am 30.05. (2 Ind. am Moosburger Stausee) sowie am 29.05. (1 Ind. am Isarstau Altheim) zu sehen, wo sich zudem weiterhin ein adulter Rothalstaucher aufhält (25.05. bis 27.05.). +++ Am ehemaligen Landshuter Truppenübungsplatz wurde am 26.05. ein männlicher ROTKOPFWÜRGER entdeckt, der aber bereits tags darauf nicht mehr wiederzufinden war. Heidelerchen sind hier dagegen weiterhin zu beobachten – neuerdings auch in der Nacht, wie die nebenstehende Aufnahme zeigt. +++ Nachdem aus dem Nachbarlandkreis Freising bereits seit geraumer Zeit Rotfußfalken gemeldet werden, gingen jetzt auch für den Raum Landshut zwei Beobachtungen ein: 1 Ind. am 26.05. auf der Altheimer Lößterasse sowie 2 Ind. am 30.05. am Isarstau Altheim. Zugelegt hat sowohl hinsichtlich der Anzahl von Meldungen als auch der festgestellten Truppgrößen gegenüber der Vorwoche der Bienenfresser, für den wir nun auch im südlichen Landkreis von Brutvorkommen ausgehen. +++ Auf alle Fälle berichtenswert ist die Feststellung eines singenden Schlagschwirls am 30.05. bei Auloh. Schlagschwirle waren bis in die 1980er Jahre durchaus noch regelmäßige Brutvögel in den Landshuter Isarauen, haben sich hier mittlerweile aber praktisch vollständig verabschiedet. Der letzte ernsthafte Brutverdacht stammt aus dem Jahr 2009.


26.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (17.05. bis 23.05.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Stauseen und Staustufen hat im Mai ihr jahreszeitlich übliches Minimum von aktuell 2.200 Ind. erreicht. Es dominieren Graugans (700 Ind.) und Höckerschwan (600 Ind.). Bei beiden Arten handelt es sich nur zu einem sehr geringen Teil um Brutvögel sondern ganz überwiegend um vermutlich halbwüchsige Gastvögel (Mauser). +++ Mit weiterhin nur bis zu 5 Nachtreihern (21.05.) dürfte der Brutbestand dieser in Bayern sehr seltenen Reiherart deutlich hinter dem Vorjahr zurückbleiben. +++ Auch die Zahl der Flussseeschwalben-Brutpaare am Echinger Stausee liegt bislang deutlich unter dem langjährigen Mittelwert von rund 55 Paaren. Zwar sind im Bereich der Mittleren Isar mehr als 200 Ind. anwesend, die Nistflöße sind jedoch nur teilweise belegt. Ursache ist möglicherweise ein witterungsbedingt sehr schlechtes Nahrungsangebot, erkennbar auch an ungewöhnlich hohen Ansammlungen von nach Wasserinsekten jagenden Seeschwalben an der Isar bei Mooburg (max. 42 Ind am 18.05..) bzw. am Isarstau Altheim (max. 25 Ind.). Überlicherweise sind diese beiden Bereiche während der Brutsaison fast "Seeschwalben-frei". +++ An den Mittleren Isarstauseen wurden auch diese Woche wieder Weißbart-Seeschwalben beobachtet (2 Ind. vom 18.05. bis 20.05.), dazu eine Weißflügel-Seeschwalbe (20.05.), ein erster Zwergstrandläufer (17.05. bis 18.05.), ein Steinwälzer (17.05.) und schließlich am 23.05. 3 Purpurreiher. +++ Über die Landshuter Altstadt zogen am 18.05. 4 Kraniche und aus dem nördlichen Landkreis gingen Bienenfresser-Meldungen von bis zu 10 Ind. ein (23.05.).

26.05.2021: Alle Vögel sind schon da – jetzt auch im Pflegeheim Matthäusstift

Nach längeren Corona-bedingten Verzögerungen hat es nun doch noch geklappt: LBV-Projektleiterin Kathrin Lichtenauer war kürzlich im Landshuter Matthäusstift und stellte dort das Projekt „Alle Vögel sind schon da“ vor. Es handelt sich dabei um eine von den Pflegekassen finanzierte Präventionsmaßnahme, die den Bewohnern von Pflegeheimen mehr Lebensqualität bringen und dem Erhalt der psychosozialen Gesundheit dienen soll. Angestrebt ist zudem eine Stärkung der kognitiven Ressourcen sowie die Steigerung der körperlichen Aktivität und Mobilität. Dass all dies tatsächlich erreicht wird, hat unlängst eine umfassende wissenschaftliche Begleituntersuchung der Universität Eichstätt bestätigt.

 

Bei ihrem Besuch in Landshut baute Kathrin Lichtenauer im Garten des Matthäusstifts u.a. eine Vogelfutterstation auf, um die Bewohner zum Füttern und Beobachten von Vögeln anzuregen. Ein klasse Projekt, für das wir uns bei ihr sehr herzlich bedanken! 

Alle_Voegel_Leitfaden.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.7 MB

18.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (10.05. bis 16.05.2021)

Halsbandschnäpper am 16.05.2021 in der Isarau (Foto: C.Schwab)
Halsbandschnäpper am 16.05.2021 in der Isarau (Foto: C.Schwab)

Das seit einiger Zeit eher ungemütliche Wetter hat auch sein Gutes: Wenig Erholungsdruck auf den Isarkiesbänken und in der Folge Bruterfolg bei den Bruckberger Flussregenpfeifern: Am 14.05. wurden hier die ersten Jungvögel entdeckt. +++ An den Mittleren Isarstauseen hielten sich vom 10.05. bis zum 14.05. 2 Weißflügelseeschwalben auf, außerdem wurden ein erster Sichelstrandläufer (11.05.), ein Fischadler(10.05.), bis zu 6 Nachtreiher (10.05., 14.05.) sowie am 10.05. ein Purpurreiher gemeldet. Letzterer flüchtete jedoch vor zwei Standup-Paddlern (Erstnachweis für den Echinger Stausee!) in östliche Richtung und wurde tags darauf bei Grießenbach beobachtet. +++ Am Isarstau Altheim suchten am 13.05. etwa 4.000 (!) Rauchschwalben nach Nahrung und am 15.05. rastete dort ein adulter Rothalstaucher. +++ Die wie immer sehr spät im Jahr bei uns durchziehenden Grauschnäpper waren in dieser Woche außergewöhnlich stark vertreten, insbesondere im Isartal sind aktuell fast überall die Rufe dieses ziemlich unscheinbaren Vogels zu hören. Auch vom deutlich früher bei uns ankommenden Halsbandschnäpper gingen im Wochenverlauf wieder zahlreiche Nachweise ein – alle aus den Isarauen, wo sich die Brutplätze dieser Art befinden. +++ Die erste Wachtel war am 10.05. bei Leberskirchen zu hören, bei Kröning wurde am 15.05. eine Wiesenweihe gemeldet und bei Auloh zogen 3 Bienenfresser durch.


12.05.2021: Bestandserfassung von Dohlen nicht vergessen!

Dohle (Foto: Dieter Hopf, LBV-Bildarchiv)
Dohle (Foto: Dieter Hopf, LBV-Bildarchiv)

Im Zuge der in diesem Jahr staffindenden Kartierung von Wiesenbrütern und Kiebitzen ist uns leider ein weiteres Bestandeserfassungsprojekt fast "durchgerutscht": 2021 werden landesweit auch die Brutplätze von Dohlen erfasst! Aber noch ist es nicht zu spät. Bitte meldet uns alle brutrelevanten Beobachtungen bzw. die Brutplätze von Dohlen über die Internetplattform ornitho.de oder über die auf der Unterseite "Menschen" angegebene eMail-Adresse.  

 

Dohlen brüten bei uns vor allem in Gebäuden, aber auch in alten Baumbeständen. Mit Baumbrütern ist insbesondere in Schwarzspechthöhlen der Isarhangleiten zu rechnen.


10.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (03.05. bis 09.05.2021)

Gänsesägerfamilie am 08.05.2021 bei Bruckberg (Foto: C.Schwab)
Gänsesägerfamilie am 08.05.2021 bei Bruckberg (Foto: C.Schwab)

 

Jetzt sind auch Sumpfrohrsänger (03.05.) und Grauschnäpper (06.05.) zurückgekehrt. Außerdem wurde ein erster Seidenreiher gemeldet (Grießenbach, 04.05.), eine erste Turteltaube (07.05., Essenbach), ein erster Wespenbussard (Eching, 06.05.) und schließlich am 09.05. ein erster Bienenfresser. +++ Weißbart-Seeschwalben rasteten am 04.05. (4 Ind.) bzw. am 09.05. (1 Ind.) am Echinger Stausee sowie am 05.05. (1 Ind. ) am Isarstau Altheim. Und am Moosburger Stausee konnten sich die Beobachter am 09.05. gleich über 10 Weißflügel-Seeschwalben freuen. +++ Von der Wiesenweihe gingen drei Durchzugsbeobachtungen ein: Jeweils ein adultes Männchen bei Mettenbach (07.05.) und bei Velden (08.05.) sowie ein Weibchen am 09.05. bei Mirskofen. +++ Am Echinger Stausee wurden im Wochenverlauf bis zu 5 Nachtreiher beobachtet (03.05., 09.05.), dazu am 09.05. ein Schwarzstorch und ein erster Purpurreiher. +++ Am Isarstau Altheim und an der Isar bei Bruckberg wurden im Wocenverlauf die ersten Gänsesägerfamilien festgestellt. Angler sehen diesen Charaktervogel voralpiner Flusssysteme übrigens weniger gern: Sie befürchten wieder einmal eine „Übervermehrung“ und fordern vielerorts bereits die Freigabe zum Abschuss.


05.05.2021: Flussregenpfeifer unter Druck

 

Auf den Kiesbänken der Isar brüten auch in diesem Jahr wieder Flussregenpfeifer. Zumindest versuchen sie es. Aufgrund der vergleichsweise kühlen Witterung verliefen die Bruten bislang weitestgehend ungestört, mit dem nun deutlich wärmeren Wetter muss aber wieder mit einem stark erhöhten Freizeitdruck gerechnet werden. Auch im Bereich des Naturschutzgebietes „Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen“, also beispielsweise an den sog. „Sieben Rippen“: Zwar ist dort gemäß Schutzgebietsverordnung das Betreten der Kiesbänke untersagt, das zuständige Landratsamt Landshut setzt die Verordnung jedoch nicht um. Die Kiesbänke im Schutzgebiet sind daher an Wochenenden und teilweise auch unter der Woche von Erholungssuchenden regelrecht belagert.

 

Bei Bruckberg soll jetzt durch eine Beschilderung zumindest ein kleiner Bereich für die seltenen Vögel freigehalten werden. Bleibt zu hoffen dass es klappt.


04.05.2021: Klimaschutz durch Wiedervernässung von Niedermooren

Die trockengelegten Niedermoore im Landshuter Isartal stellen gigantische Emittenten des Klimagases Kohlenstoffdioxid dar. Zu stoppen sind diese Emissionen nur durch eine großflächige Wiedervernässung. Im Donaumoos bei Ingolstadt wird dies jetzt auf einer Fläche von 2000 Hektar umgesetzt.

Pressemitteilung 21-50.pdf
Adobe Acrobat Dokument 78.6 KB

03.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (26.04. bis 03.05.)

Weißstörche am 28.04. über der Landshuter Innenstadt (Foto: S.Rieck)
Weißstörche am 28.04. über der Landshuter Innenstadt (Foto: S.Rieck)

 

Nachdem im Wochenverlauf Mauersegler (27.04.) Gartengrasmücke (30.04.), Gelbspötter (30.04.) und Pirol (01.05.) in den Raum Landshut zurückgekehrt sind, fehlen aus dem Spektrum der häufigen bzw. mäßig häufigen Vogelarten jetzt nur noch Sumpfrohrsänger und Grauschnäpper.

Auf die auch in dieser Woche zumindest teilweise anhaltende Luftströmung aus nördlichen Richtungen sind wieder eine ganze Reihe von Zugstau-Ansammlungen zurückzuführen, darunter mind. 120 Kampfläufern am Echinger Stausee (27.04.) und etwa 1000 Uferschwalben (02.05.), ebenfalls am Echinger Stausee. +++ Im Wochenverlauf wurde erneut eine ganze Reihe attraktiver Arten gemeldet: Ein Wiedehopf (Binabiburg, 26.04. und 27.04.), weiterhin ein weibliches Kleines Sumpfhuhn (Echinger Stausee, 26.04. und 27.04.), ein Purpurreiher (Grießenbach, 27.04.), ein Schwarzstorch (Gerzen, 28.04.), ein Regenbrachvogel (Isarmoos, 30.04. und 01.05.), 2 Stelzenläufer (Gerzen, 01.05.) und zuletzt am 02.05. eine leider nicht sicher zu bestimmende Wiesen- oder Steppenweihe (Bayerbach). +++ Am Echinger Stausee wurden bis zu 7 Nachreiher beobachtet (26.04.), außerdem sind im Bereich der Mittleren Isarstauseen mittlerweile mindestens 160 Flussseeschwalben eingetroffen. Am Abend des 27.04. wurde das letzte unserer drei Nistflöße eingebracht und war bereits am nächsten Morgen dicht besetzt (Kiesabbau Aquapark).+++ Ein singendes Schwarzkehlchen bei Winkelsaß (30.04.) sollte weiter im Auge behalten werden. +++ Eine ganz schlechte Woche hat der Kiebitz hinter sich, da in vielen Gebieten des Landkreises die (Mais)Äcker bearbeitet wurden. Wir schätzen, dass dabei mindestens zwei Drittel aller Gelege zerstört wurden. +++ Besser schaut es beim Weißstorch aus: Nicht nur dass mittlerweile wieder mehrere Brutpaare im Landkreis brüten, vielerorts lassen sich derzeit ganze Trupps vermutlich halbwüchsiger Störche beobachten, die sich offensichtlich nach potentiellen Brutplätzen für die kommenden Jahre umschauen. Darunter auch zwei Ind. in der Landshuter Altstadt (28.04.).


29.04.2021: Der Weg zu echten Ausgleichsflächen für die Artenvielfalt

Der LBV stellt vier konkrete Forderungen an bayerische Gesetzgebung und Verwaltung

Pressemitteilung 21-47.pdf
Adobe Acrobat Dokument 91.1 KB

28.04.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (19.04. bis 25.04.2021)

Die Zahl der vom Echinger Stausee gemeldeten Nachtreiher steigt langsam aber sicher an und erreichte mit 5 Tieren am 25.04. den bislang höchsten Wert dieses Jahres.

Nachtreiher am 19.04., Echinger Stausee (Foto: A.Maurer)
Nachtreiher am 19.04., Echinger Stausee (Foto: A.Maurer)

Außerdem wurden am Echinger See mehrfach Kleine Sumpfhühner beobachtet: Ein Männchen vom 19.04. bis zum 21.04. und schließlich ein weibliches Tier am 25.04.. +++ Von den zuletzt wärmeren und trockeneren Sommern profitiert eine ganze Reihe von Vogelarten. So häufen sich gegenüber früheren Jahren beispielsweise die Nachweise von Wiedehopfen und Wendehälsen: Vom Wiedehopf gingen erneut drei Beobachtungen ein (Dirnau am 19.04., Münster am 21.04., Kröning am 24.04.) und unter zahlreichen Meldungen von Wendehälsen fallen gleich 4 (!) Rufer am Truppenübungsplatz aus dem Rahmen (21.04.). +++ Die ersten Jungvögel gibt es bereits beim Kiebitz (19.04. bei Essenbach) sowie bei der Heidelerche (23.04. am Truppenübungsplatz). +++ Zu den Rückkehrern der Woche zählen Dorngrasmücke (19.04.), Klappergrasmücke (19.04.), Nachtigall (23.04.) und Neuntöter (25.04.). Und schwer im Anmarsch ist auch die Flussseeschwalbe, von der sich bereits mehr als 100 Ind. im Bereich der Mittleren Isarstauseen aufhalten +++ Von der Zwergschnepfe wurden im Wochenverlauf zwei Feststellungen bekannt (19.04. bei Unterwattenbach, 23.04. am Echinger Stausee), die Trauerente vom Isarstau Niederaichbach wurde letztmalig am 19.04. beobachtet, bei Kröning rasteten am 22.04. zwei Kraniche (spät!) und am 25.04. zog bei Ergolding eine Wiesenweihe durch.


23.04.2021: Das neue LBV-Ausgleichsflächenprojekt

Alles was Sie zum Themenkomplex "Ausgleichs- und Ersatzflächen" wissen müssen, finden Sie rechts im Download

A-E-Flaechen_Handreichung.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.2 MB

21.04.2021: Flussseeschwalben gesucht!

Flussseeschwalben am Echinger Stausee (Foto: F.Renner)
Flussseeschwalben am Echinger Stausee (Foto: F.Renner)

Nicht nur die Tiefsee hat ihre Geheimnisse: Nach wie vor wissen wir nicht, wo die Landshuter Flussseeschwalben vor Beginn der Brutsaison die Nächte verbringen. Die Vögel kommen im Laufe des April aus ihren Winterquartieren zurück, halten sich tagsüber im Bereich ihrer Brutplätze am Echinger Stausee auf und verschwinden dann am Abend spurlos. In manchen Jahren hält dieses Phänomen mehr als zwei Wochen lang an. Und dabei handelt es sich nicht nur um Einzelvögel, sondern um große Ansammlungen von teilweise über 100 Seeschwalben. Wohin die Tiere verschwinden bleibt ein Rätsel, auch eine gezielte Suche an potentiellen Schlafplätzen in der weiteren Umgebung blieb bislang erfolglos. Können Seeschwalben vielleicht im Flug schlafen, wie Mauersegler oder Fregattvögel? Für Hinweise wären wir dankbar...


20.04.2021: Beim Flächensparen ein „Mangelhaft“

LBV stellt Staatsregierung zur Halbzeit der Legislaturperiode ein Zwischenzeugnis im Bereich Naturschutz aus

Pressemitteilung 21-40.pdf
Adobe Acrobat Dokument 79.7 KB

19.04.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (12.04. bis 18.04.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Isarstauseen und Staustufen nähert sich mit aktuell nur noch 2.900 Tieren ihrem jährlichen Minimum, darunter immerhin noch gut 1.200 Reiherenten. Während die Tafelente mittlerweile fast vollständig abgezogen ist, wurden von der Krickente - verglichen mit früheren Jahren - noch vergleichsweise viele Exemplare gezählt. Auch die aktuell stark durchziehenden Löffelenten und Knäkenten waren mit insgesamt 62 bzw. 41 Tieren recht ordentlich vertreten. +++ Im Wochenverlauf erfolgten folgende Erstfeststellungen für 2021: Baumfalke (14.04.), Halsbandschnäpper (17.04.), Rohrschwirl (18.04.) und Zwergmöwe (18.04.). Außerdem wurde am 17.04. bei Wörth der erste Nilgans-Nachwuchs beobachtet. +++ Während alle drei Wiedehopf-Nachweise dieser Woche am 18.04. erfolgten (Hofham, Mettenbach, Velden), verteilten sich die Meldungen von Wendehälsen fast über die gesamte Woche: 12.04. und 15.04. ( Auloh), 16.04. (Landshut) und 17.04. (Unterahrein). +++ Augenfällig waren sehr große Zugstau-Ansammlungen von insgesamt weit über 3000 Lachmöwen allein im Isartal östlich von Landshut, bei denen es sich sicherlich um Vögel nordosteuropäischer Populationen handeln dürfte (18.04.).


Akustisch fiel an diesem Tag die ausgesprochen hohe Präsenz an singenden Fitissen auf, insbesondere in den Auwäldern des Isartales. +++ Auch einige Besonderheiten gab es zu sehen: Seit dem 14.04. hält sich eine Trauerente am Isarstau Niederaichbach auf, ein erstes Kleines Sumpfhuhn wurde am 18.04. am Echinger Stausee entdeckt und vier vom Zug offensichtlich ziemlich erschöpfte Mittelsäger schliefen am 17.04. im Isarstau Altheim. Die vier Säger wurden später von Sportruderbooten Richtung Isarstau Niederaichbach verscheucht, wo sie hoffentlich mehr Ruhe fanden. +++ Nachzutragen bleiben dann noch zwei Fischadler-Sichtungen am 18.04. (möglicherweise der gleiche Vogel, zunächst am Echinger Stausee und später am Isarstau Niederaichbach) sowie eine Zwergschnepfe - ebenfalls am 18.04. und ebenfalls am Echinger Stausee.

14.04.2021: Wir trauern um Gabriele Dick

Viel zu früh und völlig überraschend ist kürzlich unser langjähriges Mitglied Gabriele Dick verstorben. Gabriele Dick war viele Jahre als Schriftführerin in unserem Kreisvorstand tätig und zählte seit der Gründung unserer Kreisgruppe in den 1980er Jahren zum engeren Kreis der Aktiven. Über Jahrzehnte fand kaum eine Veranstaltung - seien es Vorstandssitzungen oder Fachvorträge - ohne sie statt und auch bei unseren Biotoppflegeeinsätzen zählte sie zur Stammbesetzung. Die Liebe zur Natur und ein verantwortungsvoller Umgang mit allen Formen des Lebens war ihr stets eine Herzensangelegenheit. Ihr Tod ist für uns ein großer Verlust.

13.04.2021: Eine echte Perspektive für die Rauchschwalbe

In einem kürzlich veröffentlichten "FALKE"-Artikel beschreibt unsere Gebäudebrüter-Spezialistin Susanne Rieck, wie man Rauchschwalben auch in Offenhaltungsställen ansiedeln kann.

Falke_04-2021_Schwalbenboxen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.6 MB

11.04.2021: Großflächige Auffüllungen im EU-Vogelschutzgebiet "Mettenbacher und Grießenbacher Moos"


Was sich in den letzten Tagen im Mettenbacher und Grießenbacher Moos abgespielt hat ist irreversibel, illegal und nicht genehmigungsfähig: In mehreren Bereichen des Wiesenbrüter-Schutzgebietes erfolgten großflächige Auffüllung mit standortfremdem Bodenmaterial aus dem tertiären Hügelland. Zu diskutieren gibt es hier aus unserer Sicht nichts mehr: Wir erwarten von den zuständigen Behörden einen konsequenten Vollzug von Bodenschutz- und Naturschutzgesetzen. Inclusive der Wiederherstellung des früheren Zustands.

11.04.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (05.04. bis 11.04.2021)

Hier die Rückkehrer der Woche: Fischadler (05.04.,Echinger Stausee), Uferschnepfe (05.04., Echinger Stausee), Baumpieper (10.04., Ergoldsbach) und Braunkehlchen (11.04., Bruckbergerau). Auch diese Woche wurden wieder mehrere Wiedehopfe gemeldet, so am 07.04. (Adlkofen), am 09.04. (Grießenach) und am 11.04. (Ergolding). Außerdem waren am 09.04 (Neufahrn) sowie am 11.04. (Oberwattenbach, Wolfseck) Wendehälse zu hören. +++ In Schwung gekommen ist im Wochenverlauf der Durchzug von Trauerschnäppern und Steinschmätzern, dagegen dürften mehrere Meldungen von Rotmilanen nicht auf Zugbewegungen, sondern auf stationäre Vögel zurückzuführen sein. +++  Wir freuen uns über eine Baumbrut (!) eines Weißstorchs im südlichen Landkreis und über den Nachweis einer balzenden Bekassine im Vilstal (10.04.), festgestellt im Zuge der diesjährigen Wiesenbrüterkartierung. Sehr erfreulich sind zudem die Brut eines Kiebitzes und der Brutverdacht für den Flussregenpfeifer in der erstmalig eingezäunten Ausgleichsfläche in der Landshuter Flutmulde (siehe untenstehende Meldung vom 08.03.). +++ Berichtenswert sind außerdem eine Zwergschnepfe bei Unterwattenbach (05.04.) sowie weiterhin ein Chileflamingo am Echinger Stausee. +++ Beobachtet und gemeldet wurde übrigens ziemlich fleißig: Alleine am 11.04. gingen rund 500 Einzelnachweise und Zählergebnisse ein!

Aktuelle News aus dem Naturschutz

lbv-news.jimdofree.com Blog Feed

Info-Hotline: Das LBV-Naturtelefon (Mo, 28 Jun 2021)
Blumenwiese (Thomas Staab) Blumenwiese (Thomas Staab) Sie haben Fragen rund um die Natur in und außerhalb Ihres Gartens? Unser LBV-Naturtelefon steht Ihnen Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr zur Verfügung unter 0 91 74 / 47 75 - 5000
>> mehr lesen


Aktuell interessant und wichtig

Leicht verwechselbar

Was unterscheidet eine Sumpfmeise von einer Weidenmeise oder einen Fitis von einen Zilpzalp? 

 

Wandel in Landwirtschaft ist unausweichlich

Noch ist es schwer, den dringend notwendigen Wandel in der EU-Landwirtschaftspolitik gegen die Agrarlobby voranzutreiben. Auch wenn nicht nur Studien den Artenschwund und die Folgen der Intensivlandwirtschaft belegen, sondern jedermann mittlerweile die Veränderungen spürt, leugnet sie weiterhin die Zusammenhänge. Ein neues Fördermodell könnte den Durchbruch bringen.

 

Bewusst konsumieren

Vielen Verbrauchern scheint der Zusammenhang kaum bewusst zu sein, dass sich unsere heutigen Ernährungsgewohnheiten massiv auf die Vielfalt von Arten und Lebensräumen, insbesondere in unserer Kulturlandschaft auswirken. 

 


Welcher Vogel ist das?

Die wichtigsten Merkmale, um Vögel zu bestimmen. Meist braucht man mehrere Merkmale, um eine Art eindeutig festzulegen.

 

Die 25 häufigsten Wintervögel

Vögel am Futterhaus und im Garten sicher erkennen und richtig bestimmen. Bei uns finden Sie alle Informationen, die Sie dafür brauchen. Wir haben Ihnen die Steckbriefe und Stimmen der 25 häufigsten Wintervögel zusammengestellt.

 

Gutes Vogelfutter erkennen

Vielen Verbrauchern scheint der Zusammenhang kaum bewusst zu sein, dass sich unsere heutigen Ernährungsgewohnheiten massiv auf die Vielfalt von Arten und Lebensräumen, insbesondere in unserer Kulturlandschaft auswirken.