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Aktuelles +++ Termine +++ Standpunkte

Donnerstag , 11.08.2022: Ab 20.00 Uhr LBV-Monatstreffen im Gasthaus Gstaudach - für alle, die Zeit, Lust und Interesse haben

Samstag, 20.08.2022: Termin bitte schon mal für eine Biotoppflegeaktion am Kalteller Berg vormerken

09.08.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (25.07. bis 31.07.2022)

Kleines Sumpfhuhn am 31.07.2022 am Echinger Stausee (C.Schwab)
Kleines Sumpfhuhn am 31.07.2022 am Echinger Stausee (C.Schwab)

Die Beobachtung einer Zwergscharbe am 29.07. am Echinger Stausee wäre vor einigen Jahren noch ziemlich sensationell gewesen, mittlerweile tritt diese Art jedoch vermehrt und auch in größeren Trupps im Freistaat auf. Aus Nordbayern wurden in diesem Sommer sogar Trupps von über 30 Tieren dieses „Kleinen Kormorans“ gemeldet. Mal sehen, wann die Angelsportler hier Alarm schlagen ... +++  Der Limikolenzug hat mit 2 Sichelstrandläufern (26.07. am Echinger Stausee) die ersten hochnordischen Gäste gebracht, unter den weiteren im Wochenverlauf festgestellten Arten dieser Gruppe befanden sich neben 2 Temminckstrandläufern (30.07., Grießenbacher Moos) auch erste größere Ansammlungen von Bruchwasserläufern (maximal 35 Ind. am 26.07. am Echinger Stausee). +++ An den Mittleren Isarstauseen hält sich weiterhin mindestens ein Seidenreiher auf, zudem wurde am 27.07. erneut ein Purpurreiher beobachtet (Echinger Stausee) und in einem kleinen Schilfbestand am Isarstau Altheim kletterte am 30.07. eine vermutlich diesjährige Zwergdommel herum. +++ Für die Jahreszeit nicht untypisch aber durchaus berichtenswert waren im Wochenverlauf größere Trupps von Misteldrosseln mit bis zu 28 Tieren (Obersüßbach) +++ Und: die ersten beiden Kleinen Sumpfhühner am Echinger Stausee (31.07.)


05.08.2022: Mehr Artenvielfalt durch erfolgreich umgesetzte Ausgleichsflächen

Rainer Haselbeck, Regierungspräsident Niederbayern, Fritz Wittmann, Stellv. Landrat Landshut, Dr. Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender, Josef Bracher 2. Bürgermeister Bruckberg.
Rainer Haselbeck, Regierungspräsident Niederbayern, Fritz Wittmann, Stellv. Landrat Landshut, Dr. Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender, Josef Bracher 2. Bürgermeister Bruckberg.

Heute besuchten der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer und der Regierungspräsident von Niederbayern Rainer Haselbeck gemeinsam eine vorbildlich gepflegte Ausgleichsfläche im Landkreis Landshut. Ausgleichs- und Ersatzflächen schaffen neue Lebensräume, um Eingriffe in die Natur zu kompensieren. Eine erfolgreich umgesetzte Ausgleichsfläche findet sich in der Gemeinde Bruckberg.

 

"Positiv-Beispiele wie im Landkreis Landshut zeigen, welchen Mehrwert Ausgleichsflächen für den Erhalt der Artenvielfalt besitzen. Ausgleichsmaßnahmen, die noch nicht richtig umgesetzt sind, entsprechen nicht den gesetzlichen Vorgaben und sollten dringend aufgewertet werden. Nur so können Kommunen der Natur den ihr zustehenden Raum zurückgeben", betont der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer.

 

Der Regierungspräsident von Niederbayern Rainer Haselbeck sagt: "Ausgleichsflächen sind ein zentrales Instrument des Naturschutzes, um Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu kompensieren und Artenvielfalt zu bewahren. Die Kommunen haben hier Vorbildcharakter. Sie können mit ihrem Engagement nicht nur ökologisch wertvolle Lebensräume schaffen, sondern gleichzeitig auch den Bürgerinnen und Bürgern ein Beispiel dafür geben, wie Biodiversität in der Praxis ausschauen kann."


03.08.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (18.07. bis 24.07.2022)

Die erneut äußerst magere Ausbeute in dieser Woche dürfte sicherlich auch auf die hochsommerliche  Witterung zurückzuführen sein, die nicht gerade zum Vogelbeobachten eingeladen hat. Wir müssen uns daher mit mehreren Beobachtungen von Wespenbussarden, Rotmilanen und Turteltauben (letztere ausschließlich im nördlichen Landkreis), sowie einem Seidenreiher (23. und 24.07.), einem ersten Zwergstrandläufer (22.07.)  und einer Uferschnepfe (24.07.) am Echinger Stausee begnügen. Außerdem zog am 24.07. ein Schwarzstorch in östlicher Richtung  über Wurmsham. +++ Wir freuen uns sehr über eine zweite erfolgreiche Brut von Flussregenpfeifern auf einer Isarkiesbank bei Bruckberg. Vier frisch geschlüpfte Jungvögel wurden dort am 22.07. entdeckt.

01.08.2022:  Mauersegler-Massaker in Mallersdorf

Im Nachbarlandkreis Straubing wurden bei Abbrucharbeiten kürzlich mehrere junge Mauersegler getötet. Da an dem Gebäude noch von weiteren Nistplätzen sowie Fledermausvorkommen ausgegangen werden musste, wurde ein behördlicher Baustopp erwirkt, der LBV erstattete Strafanzeige.

Wir empfehlen Hausbesitzern, Hausverwaltungen und Fachfirmen in diesem Zusammenhang erneut,  bei Verdacht auf  Vorkommen von Gebäudebrütern die Arbeiten in einen Zeitraum außerhalb der Brutzeit zu verlegen und ggf. eine ökologische Baubegleitung beizuziehen. Nur so können derartige Tragödien und artenschutzrechtliche Straftatbestände vermieden werden.

20.07.2022: LBV-Pressemitteilung zur Zerstörung der Ochsenau

A-80-22 Die Ochsenau vor der Zerstoerung
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18.07.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (11.07. bis 17.07.2022)

Auch diese Woche hielt sich die ornithologische Ausbeute wieder ziemlich in Grenzen: Berichtenswert sind bestenfalls der nun deutlich einsetzende Wegzug von Flussuferläufern sowie mindestens 60 Brutpaare des Haubentauchers, die auf den Wasserpflanzenbeständen der beiden Staustufen unterhalb Landshuts fleißig an ihren Nestern bauen. Hinzu kommen weitere Brutpaare am Moosburger Stausee. Außerdem wurden im Wochenverlauf natürlich wieder einzelne Nacht- und Seidenreiher vom Echinger Stausee gemeldet. +++ Der Schwimmvogelbestand an den Stauseen und Staustufen im Raum Landshut hat gegenüber dem Vormonat relativ deutlich auf jetzt 8.200 Tiere zugenommen (+4.500). Es dominieren aktuell Blässhuhn (+ 2.200 auf 3.000 Ind.), Höckerschwan (+300 auf 1.500 Ind.) und Stockente (+800 auf 1.300 Ind.). Auffällig schwach blieb dagegen weiterhin an allen Gewässern die Schnatterente mit insgesamt erneut nur knapp 150 Tieren. Normalerweise sind wir aus den Monaten Juni und Juli hier ganz andere Zahlen gewohnt.


17.07.2022: Viele fleißige Hände an den Uppenborn-Dämmen

Vielen Dank an dieser Stelle allen Helferinnen und Helfern für das Abräumen des Mähguts an den Uppenborn-Dämmen! Bereits im Laufe der letzten Woche waren die etwa 800 m langen Dammabschnitte mit Balkenmähern abgemäht worden und am Samstag machten sich dann insgesamt 18 Freiwillige mit Rechen und Gabeln an's Werk. Nach drei Stunden war bereits alles erledigt und das Material am Dammfuß zum Pressen zusammengetragen. Stattliche neun Rundballen Heu sind es letztlich geworden, die nun von einem Freiland-Rinderzüchter verfüttert werden. Bei "Redaktionsschluss" (18.07., 20:00 Uhr) waren nach Angaben des Rinderzüchters bereits zwei der neun Rundballen entsprechend "verarbeitet".

 

Zum Hintergrund: Bei unseren Mähbereichen an den Uppenborn-Dämmen der Stadtwerke München handelt es sich um arten- und insektenreiche Standorte, die nur durch extensive Pflege in ihrer naturschutzfachlichen Qualität erhalten werden können. Gemäht wird insektenschonend mit Balkenmähern wobei bei jeder Mähaktion Teilbereiche als Rückzugsgebiete für Kleintiere unbearbeitet bleiben. Im Herbst kommt das Ganze aller Voraussicht nach dann noch einmal "unter's Messer".


16.07.2022: "Die Verschandelung Bayerns muss endlich aufhören"

Wer regelmäßig die Süddeutsche Zeitung liest, dem dürfte der Name Christian Sebald vertraut sein. Er ist bei der SZ seit vielen Jahren für umweltpolitische Themen in Bayern zuständig. In einem Kommentar vom 11.07.2022 fordert er ein neues Volksbegehren: Gegen den ausufernden Flächenverbrauch in Bayern. Bezeichnenderweise greift er diese Thematik am Beispiel des Isartals im Raum Landshut auf: "Es gibt wohl kaum eine Politikerrede über Bayern, in der nicht das Loblied auf die einmalig schönen Kulturlandschaften des Freistaats angestimmt wird. Die Wirklichkeit ist freilich eine andere. Wer sie besichtigen will, muss nur einmal mit dem Auto auf der A 92 von München nach Deggendorf fahren. Spätestens ab Landshut reihen sich in immer kürzerer Abfolge links und rechts der Fahrbahnen graue Betonhallen aneinander, eine größer wie die andere, die meisten mit riesigen Rangierflächen für Lastwagen davor. Jedes Jahr kommen neue dazu, sie fressen sich gleichsam durchs Land. Auch die vormals kompakten Dörfer entlang der A 92 sind meist zu Siedlungsbrei verkommen, dessen eintönige Neubauquartiere und uniformen Gewerbegebiete immer weiter in die Landschaften wuchern. Und die A 92 ist fast überall in Bayern."

16.07.2022. Ornithologischer Wochenrückblick (04.07. bis 10.07.2022)

Hier die überaus magere Ausbeute der vergangenen Woche: Am Echinger Stausee bis zu 4 Nachtreiher und weiterhin ein einzelner Seidenreiher, außerdem wurde am 07.07. im Grießenbacher Moos erneut ein Purpurreiher beobachtet. +++ Am 09.07. rastete am Echinger Stausee ein Trupp Brandgänse, bestehend aus immerhin 24 Tieren. Es dürfte sich dabei um Vögel aus Südeuropa handeln, die zu dieser Jahreszeit zur Mauser an die Elbmündung ziehen. Das war’s dann auch schon.

10.07.2022: LBV LA mit Infostand auf den "3. Niederbayerischen Landschaftspflegetagen"

LBV-Infostand mit den üblichen Verdächtigen ... (Foto: R.Waas)
LBV-Infostand mit den üblichen Verdächtigen ... (Foto: R.Waas)

Pflegemaßnahmen auf Offenland-Standorten orientieren sich aus unserer Sicht oftmals zu stark an botanischen Zielsetzungen, an Blühaspekten sowie an der Bereitstellung von Nektar für Bienen. Die Berücksichtigung ausreichender Räume für die Reproduktion und Überwinterung von Insekten spielt dabei oft eine untergeordnete Rolle. Im Extremfall werden Blumenwiesen und Blühflächen sogar zu ökologischen Fallen: Insekten werden zunächst zur Eiablage angelockt und im Herbst werden Eier, Raupen und Puppen dann mit dem Mähgut vollständig abtransportiert oder untergepflügt. Dazu folgender Hinweis: Etwa 95 Prozent unser heimischen Tagfalter überwintern „unsichtbar“ als Ei, Raupe oder Puppe zumeist direkt an ihrer Fraßpflanze oder deren näheren Umgebung!

 

Mit unserem „Landshuter Leitfaden – Schutz für die Unsichtbaren“ haben wir ein Mähkonzept entwickelt, das sowohl botanischen als auch faunistischen Anforderungen Rechnung trägt und das zumindest für Ausgleichs- und Kompensationsflächen maßgeblich sein sollte. Gemäht wird dabei jeweils nur in Teilbereichen von maximal 70 Prozent. Und weil zu den kürzlich veranstalteten "3. Niederbayerischen Landschaftspflegetagen" Akteure und Entscheider aus dem ganzen Regierungsbezirk nach Landshut-Schönbrunn kamen, haben wir dieses Konzept dort mit insgesamt drei Thementafeln präsentiert.


07.07.2022: Rechtsstreit um die Ochsenau-Bebauung geht in die erste Runde

Mit heutigem Schreiben hat die vom LBV beauftragte Anwaltskanzlei dem für die Errichtung des sogenannten „Grünen Zentrums“ in der Ochsenau (Westteil) zuständigen Bauamt dargelegt, weshalb sie die geplante Bebauung als rechtlich unzulässig einstuft. Das Bauamt wurde zu einer Stellungnahme bis 15.08.2022 aufgefordert.


06.07.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (27.06. bis 03.07.2022)

Lachseeschwalbe am 03.07.2022 am Echinger Stausee (C.Schwab)
Lachseeschwalbe am 03.07.2022 am Echinger Stausee (C.Schwab)

Die Geschichte der Lachseeschwalbe in Bayern ist ein exakt belegtes Musterbeispiel dafür, wie unsere Vogelwelt durch unbedachte Landschaftsveränderungen verarmt. Der Verfasser hat gerade noch die unübersehbaren weißen Kiesflächen am ungebändigten Lech mit den beherrschenden Stimmen der Lachseeschwalben erleben dürfen.“ Soweit Walter Wüst, in seinem 1979 erschienenem Standardwerk „Avifauna Bavarie“. Lachseeschwalben sind in Bayern in den 1930er Jahren ausgestorben, stehen mittlerweile bundesweit vor dem Aussterben und werden in Süddeutschland nur noch unregelmäßig als Gastvögel festgestellt. So am 03.07. am Echinger Stausee, wo sich mehrere Beobachter und Beobachterinnen gleich über 2 Ind. freuen durften +++ Die Knäkente, ein in Bayern sehr seltener Brutvogel der Roten Liste 1, ist im Raum Landshut immer wieder mal brutverdächtig. Belastbare Brutnachweise sind allerdings nur schwer zu erbringen, weil die Weibchen mit ihrem Nachwuchs äußerst heimlich sind. Am 07.06. gelang nun im Grießenbacher Moos eine entsprechende Beobachtung (W mit 8 Jungvögeln). +++ Ansonsten im Wochenverlauf zahlreiche Beobachtungen verschiedener Watvogelarten, darunter 3 Säbelschnäbler (27.06.) am Echinger Stausee, wo sich weiterhin auch noch einzelne Seidenreiher und bis zu 10 Nachtreiher aufhalten.


02.07.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (20.06. bis 26.06.2022)

Von den 8 Nachtreiher-Bruten am Echinger Stausee hat wohl nur eine den Hagelsturm überstanden, der am Spätnachmittag des 20.06. die Mittleren Isarstauseen heimgesucht hat. Mehr Glück hatten dagegen die Bruckberger Flussregenpfeifer, an denen die Unwetterfront nur knapp entfernt vorbeigezogen ist. Mindestens zwei Jungvögel waren am 24.06. zu sehen. +++ Über die herben Verluste bei den Echinger Flussseeschwalben haben wir ja bereits berichtet. Dazu aber noch folgende, durchaus überraschende Beobachtung: Mehrere Seeschwalben fütterten in den Tagen nach dem Unwetter nicht nur ihre Jungvögel, sondern versorgten auch ihre verletzten Partner mit Nahrung, bis diese wieder flugfähig waren! +++ Am Moosburger Stausee wurde am 20.06. eine männliche Moorente entdeckt und am Echinger Stausee hielten sich im Wochenverlauf weiterhin bis zu 2 Seidenreiher auf. Außerdem wurden dort am 24.06. 2 Purpurreiher und am 25.06. ein Fischadler gesichtet. +++ Und damit das Positive nicht zu kurz kommt: Wir freuen uns über einen „Himmel voller Mauersegler“ im Bereich Konradweg/Glockengießerweg im Landshuter Stadtgebiet am 26.06. mit mindestens 148 (!) Tieren.

28.06.2022: Auch LBV-Biotopflächen vom Hagel plattgemacht

Der schwere Hagel vom Spätnachmittag des 20.06. hat im Bereich der Mittleren Isar nicht nur in der Vogelwelt zu großen Verlusten geführt. Regelrecht gehäckselt wurden auch unsere in diesem Raum vorhandenen Biotopflächen, die wir hier seit mehreren Jahren betreuen. Es handelt sich dabei um insgesamt fünf Dammabschnitte und Flurstücke zwischen Eching und Volkmannsdorf. Wie unser diesjähriges Mähprogramm hier aussehen wird muss noch entschieden werden.

25.06.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (13.06. bis 19.06.2022)

 

 

 

 

 

 

An den Landshuter Stauseeen und Staustufen hat die Zahl der Schwimmvögel im Vergleich zum Vormonat mit 4.500 Ind. jetzt wieder deutlich zugenommen. Es dominieren (erstmals) Graugans (1.300) und Höckerschwan (1.200). Während auch bei Blässhuhn, Schnatterente und Stockente die Trends deutlich nach oben zeigen, tut sich bei Reiher-, Tafel- und Kolbenenten noch nichts. +++ Am Echinger Stausee gibt es beim Nachtreiher mit acht besetzten Nester ein neues Maximum und bei den Bruckberger Flussregenpfeifern wurden am 16.06. endlich die ersten (drei) Jungen entdeckt. In wieweit beide Arten von dem am 21.06. durchgezogenen Hagel in Mitleidenschaft gezogen wurden, ist derzeit noch nicht klar.


Apropos Hagel: Im nächsten Jahr wird sich zeigen, ob die „Reserven“ der Flussseeschwalben-Kolonien im Bereich der Mittleren Isar tatsächlich so stark sind, wie wir bislang angenommen haben. Die Bruterfolge der Jahre 2019 bis 2021 (aus diesen Jahrgängen werden im Jahr 2023 die Erstbrüter rekrutiert) lagen im Mittel bei jährlich 85 flüggen Jungvögeln. Ausgehend von einer jährlichen Überlebensrate von 0,9 ergibt sich damit eine Zahl von mindestens 60 Erstbrütern, die im kommenden Jahr zu erwarten sind. Möglicherweise wird also die Brutpaarzahl am Echinger Stausee im Jahr 2023 nicht ganz so stark einbrechen, wie aufgrund der hohen Verluste vom 21.06. mit ca. 70 getöteten Altvögeln zunächst zu erwarten wäre. Bislang dürfte es aufgrund der extrem dichten Belegung der Brutflöße stets so gewesen sein, dass sich die meisten der Echinger Flügglinge andernorts einen Brutplatz suchen mussten.

 

Flussseeschwalben werden übrigens relativ alt und gerade die erfahrenen Altvögel tragen wesentlich zu einem guten Bruterfolg bei. Wenn also die Echinger Kolonie im Jahr 2023 tatsächlich zu einem hohen Anteil aus Erstbrütern bestehen sollte, so ist hier nicht unbedingt mit einer hohen Reproduktionsquote zu rechnen. Wir werden sehen.

21.06.2022: Orkan verwüstet Flussseeschwalben-Kolonie

Am Echinger Stausee sind gestern schätzungsweise 70 adulte Flussseeschwalben durch Hagelschlag getötet worden. Von den mind. 110 am Echinger Stausee zuletzt anwesenden Brutvögeln (55 Brutpaare) sind aktuell noch höchstens 35 Tiere am Leben, alleine 36 tote Altvögel wurden heute von den Flößen geborgen. Drei weitere schwer verletzte Altvögel mussten getötet werden. Ein Teil der überlebenden Jungvögel ist vermutlich ohne Eltern. 

 

Halbwegs glimpflich davongekommen ist dagegen die Seeschwalbenkolonie am Aquapark (mit aktuell bereits 32 flüggen Jungvögeln) an der die Vernichtungsfront nur etwa 100 m entfernt vorbeigezogen ist. Hier sind die Maisfelder bis zur Bodenoberfläche regelrecht abgefräst, die Bäume entlaubt und überall finden sich erschlagene Vögel.

17.06.2022: Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes zum Windkraftausbau – LBV-Partnerverband NABU sieht Verstoß gegen EU-Recht

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) – mit über 700.000 Mitgliedern immerhin Deutschlands größter Naturschutzverband - ist mit dem Entwurf des Bundesumweltministeriums zur Änderung des Naturschutzgesetzes vom 10.06.2022 nicht einverstanden. Er stellt u.a. fest:

 

"Der Entwurf lässt einen gesamtheitlichen Ansatz vermissen. Er bietet entgegen seiner Ankündigung keine Lösung des Zielkonfliktes zwischen Artenschutz und Windenergie. Vielmehr stellt er den Artenschutz schlechter und überschreitet dabei europarechtliche Grenzen."

 

Übrigens: Die Naturschutzverbände hatten zur Abgabe einer Stellungnahme ganze drei (!) Tage Zeit; Freitag Abend (10.06.2022) bis Montag Morgen, 13.06.2022, 09.30 Uhr.

NABU-Stellungnahme Windkraft.pdf
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15.06.2022: Licht und Schatten beim Gebäudebrüterschutz

Mauersegler an den am Magdalenenheim neu angebotenen Brutplätzen
Mauersegler an den am Magdalenenheim neu angebotenen Brutplätzen

Am Turm des Landshuter Magdalenenheims wurden die in diesem Jahr anstehenden Sanierungsarbeiten mittlerweile abgeschlossen. Die dort lebenden Mauersegler haben das Ganze gut überstanden und die neu angebotenen Brutplätze wurden sofort besetzt. Soweit alles gut.

 

Sorgen machen wir uns dagegen hinsichtlich einer in der Nik.-Alex.-Mair-Str. anstehenden Sanierungsmaßnahme, die in Kürze beginnen soll. Unter dem Dach des betroffenen Gebäudes befindet sich mit aktuell mindestenes 20 kartierten Brutpaaren eine der größten Mauersegler-Kolonien in Stadt und Landkreis.

 

Damit es hier keine Überraschungen bzw. Missverständnisse gibt, haben wir die zuständige Immobilienverwaltung sowie die Naturschutzbehörden der Stadt Landshut und der Regierung von Niederbayern kürzlich schriftlich über die Problematik informiert. Wir halten hier eine Verschiebung der Arbeiten auf einen Zeitraum nach der Brutzeit bzw. die Beiziehung einer ökologischen Baubegleitung für erforderlich, sollte eine Terminverschiebung nicht mehr möglich sein.


14.06.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (06.06. bis 12.06.2022)

Ganz klar eine Woche von Reihern und Reiherartigen: Am Echinger Stausee mit 12 adulten Nachtreihern (06.06.) ein neuer Altvogel-Höchstwert, dazu die ganze Woche über bis zu 6 Seidenreiher (12.06.), vom 06.06. bis 08.06. ein Löffler und dazu dann noch bis zu 4 Kuhreiher (10.06.). Der vermutlich gleiche Löffler wurde übrigens am 06.06. auch noch im Grießenbacher Moos beobachtet und vom sicherlich gleichen Kuhreiher-Trupp ging (ebenfalls am 10.06.) eine weitere Meldung aus dem Raum Gündlkofen ein. Dazu kommen dann noch ein Purpurreiher sowie ein Schwarzstorch am 06.06. im Grießenbacher Moos. +++ In mehrere Abbaugruben im Landkreis sind mittlerweile Bienenfresser zurückgekehrt, am Echinger Stausee hielten sich die ganze Woche über immer noch ein bis zwei Weißbart-Seeschwalben auf und aufgrund einer Beobachtung mehrerer Jungvögel (12.06.) können wir die Bartmeise hier wohl endgültig als sicheren Brutvogel einstufen. +++ Außerdem ein neues Extremdatum für Flussseeschwalben-Flügglinge: 11.06. (Kiesabbau Aquapark)

13.06.2022: Einen Versuch ist es wert: Hüttenkofener Heide soll neophytenfrei werden

Was hier auf dem nebenstehenden Foto relativ unkoordiniert aussieht, lief eigentlich doch sehr diszipliniert und strukturiert ab - zumindest für LBV-Verhältnisse. 14 Unverdrossene trafen sich am vergangenen Samstag auf der Hüttenkofener Heide, um auf einer ca. 2.5 Hektar großen, neu angelegten Biotopfläche mit Neophyten aufzuräumen. Dazu wurde das Gebiet wie bei einer Vermisstensuche in Reihenanordnung systematisch durchkämmt, in vergleichsweise engen Abständen von nur ca. zwei Metern. Zur besseren Orientierung wurden die jeweils abzusuchenden Teilbereiche mit Trassierungspflöcken markiert, also alles ziemlich professionell.

 

Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Goldrute, die auf Standorten wie in Hüttenkofen schnell zu einer dominierenden Art werden kann, und bei der zum jetzigen Zeitpunkt noch gute Chancen bestehen, sie komplett aus der Fläche zu entfernen.

 

 

 


Zum Hintergrund: Die Hüttenkofener Heide wurde im vergangenen Herbst mit großen Mengen Mähgut und Saatgut von verschiedenen artenreichen Trockenstandorten des Isartals zwischen Moosburg und Dingolfing beaufschlagt und soll sich in den nächsten Jahren zu einem herausragenden Hotspot der biologischen Vielfalt entwickeln. Bereits jetzt zeichnet sich das Gebiet durch große Individuenzahlen verschiedener Heuschreckenarten aus, die offensichtlich mit dem Mähgut hierher verfrachtet wurden. Auch erste Orchideen sowie einige Zauneidechsen wurden bereits entdeckt. Eigentümer des Gebietes sind der LBV und die Gemeinde Niederaichbach, die Entwicklungsarbeiten wurden vom Landschaftspflegeverband Landshut umgesetzt.

 

Dazu etwas ganz Grundsätzliches: Mit einer ganzen Reihe nichtheimischer, invasiver Pflanzenarten werden wir aufgrund ihrer mittlerweile weitflächigen Verbreitung leben müssen. Hier ist es zu spät, um das Rad zurückzudrehen. Es sollte aber möglich sein, zumindest ausgewählte Sonderstandorte mit hoher Bedeutung für die biologische Vielfalt vor einer Überprägung durch diese Arten zu schützen.

 

10.06.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (30.05. bis 05.06.2022)

Neben den erneut regelmäßig gemeldeten Nacht- und Seidenreihern waren diese Woche am Echinger Stausee mehrmals Trupps von Weißbart-Seeeschwalben zu sehen, maximal 10 Stück am 05.06.. Wir haben ein Auftreten dieser Art Anfang Juni bereits mehrfach bei uns festgestellt, können das Phänomen aber nicht recht einordnen. Möglicherweise handelt es sich um nichtbrütende Halbwüchsige, oder um Vögel, die ihr Brutgeschäft bereits (erfolglos) abgeschlossen haben. +++ Ganz unbemerkt hat mit zwei Waldwasserläufern am 05.06. im Landshuter Stadtgebiet der Wegzug aus den Brutgebieten bereits wieder eingesetzt. Zu einem Zeitpunkt also, zu dem hocharktische Brutvogelarten noch Richtung Norden ziehen. +++ Ein am 31.05. bei Rottenburg zunächst als Schelladler gemeldeter Greifvogel wurde von den Beobachtern mittlerweile als Kaiseradler eingestuft. Wie immer auch die Deutsche Seltenheitskommission diese Meldung abschließend bewerten wird, für beide Arten wäre dies ein Erstnachweis für den Raum Landshut. Zum Hintergrund: Sowohl Schelladler als auch Kaiseradler sind aufgrund ihres seltenen Auftretens in Deutschland „meldepflichtig“. Das bedeutet, dass alle Beobachtungen bei der Seltenheitskommission des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA) dokumentiert und von dieser anerkannt werden müssen.

05.06.2022: Überlebensstreifen für die "Unsichtbaren"

Frisch nach dem ersten Mähdurchgang 2022: Unsere Referenzfläche bei Weixerau
Frisch nach dem ersten Mähdurchgang 2022: Unsere Referenzfläche bei Weixerau

Mähkonzepte auf Naturschutzflächen orientieren sich oft stark an botanischen Zielsetzungen und Wünschen nach hohen Ausmagerungseffekten. Die Überlebensraten von Kleintieren und insbesondere deren teilweise immobilen Entwicklungsstadien geraten dabei meist in den Hintergrund: All diese "Unsichtbaren" (Eier, Raupen, Puppen) werden mit dem Mähgut oft auf gesamter Fläche quantitativ abgeräumt und abtransportiert. Beispielsweise handelt es sich bei vielen der angesäten und im Sommer recht hübsch anmutenden Blühflächen um regelrechte „ökologische Fallen“, wenn sie im Herbst mit all ihrem Leben gemulcht und anschießend vielleicht auch noch umgeackert werden. 

Auf einer Referenzfläche bei Weixerau testen wir seit mehreren Jahren ein Mähkonzept das sowohl botanische als auch zoologische Anforderungen berücksichtigt. Hier werden jährlich drei Mähaktionen (Frühsommer, Spätsommer, Spätherbst) durchgeführt, wobei bei jeder Mahd 30 bis 40 Prozent der Fläche unbearbeitet bleiben. Gemäht wird jeweils in einem eng angelegten Streifensystem, das auch den Winter über so ordentlich aussieht, dass es auch von wildwuchs-intoleranten Zeitgenossen akzeptiert werden kann. Und das Ganze funktioniert: Die Fläche entwickelt sich botanisch gut und weist für Kleintiere zu allen Jahreszeiten ausreichende Reproduktions- und Rückzugsbereiche auf.


05.06.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (23.05. bis 29.05.2022)

Ornithologisch eine eher ruhige Woche: Vom Echinger Stausee wurden am 23.05. zwei Bartmeisen (M/W) gemeldet, sodass wir diese Art hier endgültig als zumindest „brutverdächtig" einstufen. Mehrfach wurden hier auch in dieser Woche wieder bis zu 4 Seidenreiher beobachtet, wobei am 26.05. und 28.05. sogar Nestbau-Aktivitäten festgestellt werden konnten. Beobachtungen nestbauender Seidenreiher liegen bereits aus früheren Jahren vor, haben bislang jedoch noch nicht zu einem ernsthaften Brutversuch geführt. Erfolgreiches Brutgeschehen ist dagegen weiterhin von den Nachtreihern zu vermelden, die bei ihren Nahrungsflügen auch weit Abseits der Echinger Kolonie beobachtet werden können. Vermutlich dürfte es sich auch bei einem am 29.05. bei Furth beobachteten Nachtreiher um ein Tier aus Eching gehandelt haben. +++ Vom Isarstau Altheim wurde am 28.05. ein weiterer Fischadler gemeldet und am Echinger Stausee rasteten am 23.05. eine für den Heimzug nicht alltägliche Ansammlung von 8 Sandregenpfeifern. Die nördlichen Populationen dieser Art ziehen jetzt noch - also sehr spät -  in ihre arktischen Brutgebiete. +++ Auf den Bruckberger Isarkiesbänken werden jetzt zwei Gelege des Flussregenpfeifers bebrütet. Beide befinden sich in einem mit Schildern als „Brutgebiet“ kenntlich gemachten Bereich und auf einer relativ hoch aufgeschobenen und damit hoffentlich hochwassersicheren Kiesbank. +++ Die Flussseeschwalben haben mit insgesamt 93 Brutpaaren ein neues Allzeithoch, und damit hinsichtlich des Platzangebotes auf unseren Brutflößen das absolute Ende der Fahnenstange erreicht. Das bisherige Maximum für den Raum Landshut stammt mit 90 Brutpaaren aus dem Jahr 2007 wobei damals noch gut 20 Paare an einem Badesee bei Wörth ihre Jungen aufzogen. Ab dem Jahr 2013 stand dieser Standort aufgrund der Ansiedlung von mehreren Hundert Brutpaaren der Lachmöwe für Seeschwalben nicht mehr zur Verfügung.

03.06.2022: Neue Auszeichnung jetzt auch im Raum Landshut: "Vogelfreundlicher Garten"

Wer für Vögel gärtnert, erhält die Gartenplakette “Vogelfreundlicher Garten".
Wer für Vögel gärtnert, erhält die Gartenplakette “Vogelfreundlicher Garten".

Naturschutz beginnt vor der eigenen Haustür. Das erkennen inzwischen viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer. Sie leisten ihren eigenen Beitrag zum Artenschutz mit der naturnahen Gestaltung von ganzjährig abwechslungsreichen Gärten mit vielen Strukturen, wie zum Beispiel beerentragenden Gehölzen, heimischen Blühpflanzen und Totholz.

 

Dieses Engagement belohnt der LBV nun in einer gemeinsamen Aktion mit dem Bayerischen Artenschutzzentrum des Landesamtes für Umwelt, mit der Plakette „Vogelfreundlicher Garten“. Die Bewertung der Gärten erfolgt im Rahmen eines Ortstermins durch eine LBV-Gartenjury. Diese ist aktuell auch im Raum Landshut im Einsatz und konnte kürzlich die ersten Plaketten übergeben.

 

Die Auszeichnung ist eine Wertschätzung an alle Garteneigentümer, die der Natur in ihren Gärten mehr Raum geben, und einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten wertvollen Lebensraum bieten wollen. Sie soll ein Umdenken in Gang setzen und die Akzeptanz für etwas mehr Wildnis vor der eigenen Haustür erhöhen. Und natürlich soll damit auch die Nachbarschaft angeregt werden, ihre Gärten ebenfalls in artenreiche Naturparadiese zu verwandeln.


01.06.2022: "Entwicklungsmahd" in der Sempter Heide

Klein, aber voller seltener Arten: Die Sempter Heide
Klein, aber voller seltener Arten: Die Sempter Heide

Auch in der Sempter Heide fanden nun die ersten Biotoppflegearbeiten 2022 statt. Hier wurde eine sog. "Entwicklungsmahd" durchgeführt. Im Gegensatz zur Pflegemahd, die einen Erhalt des "status quo" sicherstellen soll, wird bei der Entwicklungsmahd durch eine frühe bzw. mehrfache Bearbeitung ein erhöhter Nährstoffentzug und eine Änderung der Pflanzenzusammensetzung angestrebt. In der Sempter Heide sind davon nur (noch) einige kleinere Bereiche betroffen, die vor einigen Jahren von Gehölzen freigestellt wurden und noch immer sehr wüchsig und artenarm sind. Der Großteil der Fläche wird erst im Sommer bzw. Herbst gemäht. Die Sempter Heide befindet sich im Eigentum des Naturwissenschaftlichen Vereins Landshut und ist ein botanisches Kleinod in der Region.


29.05.2022 Wissenschaftler kritisieren EEG-Eckpunktepapier

Die Einschätzung des LBV-Landesvorstandes, dass der Bau von Windkraftanlagen auf zwei Prozent der Fläche des Bundesgebietes für den Erhalt der Biodiversität unproblematisch sei, ist auch innerhalb des LBV nicht unumstritten. Beispielsweise liegen bislang noch keine Modellierungen vor, welche Auswirkungen ein derartiger Ausbau für den Breitfrontzug von Vögeln und Fledermäusen haben würde (Summationswirkung). Naturschutzfachlich umstritten sind insbesondere Windkraftstandorte in Wäldern. In der nebenstehenden Veröffentlichung wird diese Problematik eingehend erörtert. Lesenswert, auch wenn man sicherlich nicht alle Einschätzungen der Autoren teilen wird.

EEGEckpunktepapier2022.pdf
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26.05.2022: Aufwändig aber alternativlos: „Barrieremahd“ an unseren Biotopflächen

Am Uppenborn-Damm verhindert ein über 400 Meter langer Barrierebereich die Einwanderung von Goldruten in wertvolle Magerrasen
Am Uppenborn-Damm verhindert ein über 400 Meter langer Barrierebereich die Einwanderung von Goldruten in wertvolle Magerrasen

Extensiv genutzte Offenland-Biotope zeichnen sich im Allgemeinen durch eine hohe Artenvielfalt aus. Sie sind nicht nur durch menschliche Eingriffe, sondern auch durch invasive Pflanzenarten stark gefährdet. Diese können ehemals hochwertige Biotopflächen vollständig dominieren, wie am Beispiel der Goldrute in großen Teilen der Landshuter Isarauen unschwer festzustellen ist. Der Einwanderungsprozess beginnt in der Regel unauffällig, das Ergebnis wird oft erst nach Jahren bzw. Jahrzehnten sichtbar und ist im Allgemeinen irreversibel. Im Landshuter Isartal sind autochthone Trockenstandorte insbesondere durch die Goldrute, im Bereich der Mittleren Isar zudem durch das Orientalische Zackenschötchen bedrängt. Während die Ausbreitung des bis zu 10 Jahre alt werdenden Zackenschötchens ausschließlich über Samenmaterial erfolgt, das mutmaßlich durch Landschaftspflege-Großgeräte (Mulcher) verschleppt wird, tut sich die Goldrute bei der Neubesiedelung (mittels Samenanflug) zunächst eher schwer. Hat sie aber einmal Fuß gefasst, so breitet sie sich über Wurzelausläufer äußerst effektiv aus.


Da an mehrere unserer Biotoppflege-Flächen im Landshuter Isartal größere Goldrutenbestände unmittelbar angrenzen, versuchen wir deren Eindringen in unsere Biotope durch eine sogenannte „Barrieremahd“ zu unterbinden. Zumindest bisher auch mit Erfolg. Dazu wird ein schmaler Korridor zwischen Goldrutenbereich und Biotopfläche sehr intensiv, d.h. mehrmals im Jahr gemäht. Goldruten sind gerade gegenüber Schnitt im Frühsommer sehr empfindlich. Sie sterben dadurch zwar nicht ab, aber sie schaffen es nicht mehr, Wurzelausläufer über den Mähkorridor hinaus auszubilden. Zudem werden die Flächen regelmäßig kontrolliert und ggf. über Samenflug eingetragene Pflanzen konsequent entfernt. Alles ein ziemlicher Aufwand, aber langfristig wohl - wie heißt es so schön - alternativlos.

25.05.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (16.05. bis 22.05.2022)

Flussregenpfeifer & Co. profitieren von der Einzäunung einer Ausgleichsfläche in der Landshuter Flutmulde während der Brutzeit (Foto: S.Rieck)
Flussregenpfeifer & Co. profitieren von der Einzäunung einer Ausgleichsfläche in der Landshuter Flutmulde während der Brutzeit (Foto: S.Rieck)
Kartierergebnis von Brutplätzen des Mauerseglers
Kartierergebnis von Brutplätzen des Mauerseglers

Am Echinger Stausee brüten in diesem Jahr wohl wieder 4 bis 5 Nachtreiher-Paare, jetzt wurden endlich die ersten Jungen entdeckt (19.05.). Außerdem wurden die ganze Woche über Seidenreiher gemeldet (maximal 6 Ind. am 17.06.) und dazu am 19.06. erneut ein Purpurreiher. Sensationsgast der Woche war allerdings ein Graubruststrandläufer (17.05. bis 19.05), ein in Nordamerika und Nordsibirien heimischer Watvogel, der in Bayern nur unregelmäßig auftritt und im Raum Landshut letztmalig am 18.09.2016. festgestellt worden war. +++ Auch diese Woche gingen vom Echinger Stausee wieder mehrere Meldungen eines männlichen Kleinen Sumpfhuhns ein, zusätzlich am 16.05. auch die eines Weibchens. Außerdem wurde erneut eine Bartmeise beobachtet (22.05.) und am 19.05. eine weitere Weißbart-Seeschwalbe (am gleichen Tag auch am Moosburger Stausee) +++ Im Landshuter Stadtgebiet hofft weiterhin eine Zwergohreule darauf, dass ihre Rufe endliche einen Partner anlocken (letztmalig am 21.05.) und aus dem südlichen Landkreis wurde am 21.05. das erste größere Brutvorkommen von Bienenfressern in diesem Jahr gemeldet. +++ In der großen Lachmöwen-Brutkolonie bei Wörth scheint mindestens ein Brutpaar der Schwarzkopfmöwe brutverdächtig zu sein und aus dem Bereich Essenbach gibt es eine erfolgreiche Brut des Schwarzkehlchens zu vermelden. +++ Während bei dem kleinen Restvorkommen von Kiebitzen im Isartal bei Gündlkofen die durchgeführten Gelegeschutzmaßnahmen zu ersten Schlupferfolgen geführt haben, scheint es bei den Flussregenpfeifern auf den Isarkiesbänken bei Bruckberg eher suboptimal zu laufen. Bewährt hat sich dagegen die erneute Einzäunung einer großen Ausgleichsfläche in der Landshuter Flutmulde zugunsten des Flussregenpfeifers, der hier offensichtlich mit zwei Paaren vertreten ist. +++ Sorgen machen wir uns aktuell um ein größeres Brutvorkommen von Mauerseglern in der Nik.-Alex.-Mair-Str. in Landshut, wo in Kürze Sanierungsarbeiten incl. Gerüstaufbauten anstehen. Im Verlauf dieser Woche wurden an dem Gebäude mindestens 10 Brutpaare dokumentiert.


21.05.2022: Ziemlich lockere Übung: Erste Biotoppflegeaktion des Jahres 2022 am Kalteller Berg

Steilhangbereiche im LBV-Schutzgebiet "Kalteller Berg": Lebensraum für wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten
Steilhangbereiche im LBV-Schutzgebiet "Kalteller Berg": Lebensraum für wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten

Am Kalteller Berg bei Mettenbach fand heute unser erster Biotoppflegeeinsatz des Jahres 2022 statt. Teile der Steillagen unseres insgesamt gut drei Hektar großen Schutzgebietes waren zwei Tage zuvor gemäht worden und nun stand das Abräumen des Mähguts auf dem Programm. Dass auf Naturschutzflächen bereits Ende Mai gemäht wird ist relativ ungewöhnlich, hat sich hier aber gut bewährt. Am Kalteller Berg werden im Allgemeinen drei Mähaktionen pro Jahr durchgeführt: eine erste Mahd Ende Mai, eine Sommermahd und schließlich eine Mahd im Herbst. Bei jedem Arbeitsgang werden dabei jeweils nur Teilflächen von maximal 50 Prozent gemäht, sodass stets ausreichende Bereiche zur Reproduktion und Überwinterung von Kleintieren erhalten bleiben. Da jeweils räumlich versetzt gemäht wird, entsteht auf der Gesamtfläche ein vielfältiges Mosaik aus unterschiedlich intensiv bearbeiteten Bereichen. Gemäht wird ausschließlich mit kleintierschonenden Balkenmähern und der Abtransport des Mähguts erfolgt frühestens einen Tag nach der Mahd.

 

Weil zu unserem Arbeitseinsatz kurzfristig mehr Teilnehmer und Teilnehmerinnen als erwartet kamen, war die ganze Aktion vergleichsweise schnell erledigt. So konnte das zusammengetragene Mähgut bereits am frühen Nachmittag von unserem „Vertragslandwirt“ Franz Brückl per Ladewagen abtransportiert und bei perfektem Frühsommerwetter ausgiebig Brotzeit gemacht werden.


21.05.2022: Borkenkäfermanagement in LBV-Wäldern

In unsern LBV-Wäldgebieten gibt es teilweise noch Parzellen mit größeren Fichtenbeständen, bei denen wir die Entwicklung des Borkenkäfers im Auge behalten und ggf. Maßnahmen einleiten müssen. Mittelfristig werden diese Fichtenparzellen zwar zurückgeführt bzw. ausgedünnt, da wir größere Eingriffe vermeiden wollen, dauert dieser Umbau jedoch noch einige Zeit an. Ansonsten finden in unseren Wäldern ja bekanntlich keine Eingriffe statt.

 

Damit es zu keinen größeren Borkenkäfervermehrungen kommt, werden im Rahmen unseres Käfermanagements bereits im Winterhalbjahr punktuell einzelne Fichten gefällt und als sog. Lockbäume im Wald liegengelassen. Da die erste Generation des Borkenkäfes bevorzugt liegendes Fichtenholz befällt, bohren sich die Käfer hier in großer Zahl ein und legen ihre Eier ab.

 

Aktuell werden diese stark befallenen Stämme nun abgefahren oder entrindet, bei bereits fortgeschrittenen Larvenstadien wird auch die Rinde abtransportiert. Wesentliche Teile der ersten Käfergeneration werden dadurch dem Wald entzogen und der Aufbau von Folgegenerationen stark geschwächt.


16.05.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (09.05. bis 15.05.2022)

Unter den erneut äußerst zahlreichen ornitho-Meldungen dieser Woche (über 1.700!) befindet sich erneut eine ganz Reihe bemerkenswerter Nachweise: Am Echinger Stausee bis zu 5 Nachtreiher, eine Wiesenweihe (09.05.), weiterhin ein Stelzenläufer (09.05. und 10.05.), bis zu 6 Weißflügel-Seeschwalben (09.05.) , erneut eine Bartmeise (09.05.), eine Weißbart-Seeschwalbe (12.05. und am Tag zuvor am Moosburger Stausee), ein ziemlich später Kranich (12.05.), ein weiterer Fischadler (15.05.) sowie 2 Seidenreiher (15.05.). +++ Im Isarmoos gab es am 13.05. und am 14.05. einen weiteren Purpurreiher zu sehen, dazu am 15.05. eine immature Wiesenweihe und ein besonderes Augenmerk sollten wird dort weiterhin auf möglicherweise brutverdächtige Braunkehlchen haben. Immerhin ging am 09.05. eine Meldung von 2 Ind. ein, davon eines singend! +++ Von der einsam rufenden Zwergohreule im Landshuter Stadtgebiet gibt es entgegen unserer Meldung aus der Vorwoche nun doch wieder ein Lebenszeichen (15.05.) und ebenfalls am 15.05. trafen die ersten Bienenfresser im Raum LA ein. Bereits einen Tag zuvor wurde ein erster Wespenbussard beobachtet. +++ Aufgrund der wie üblich im Mai extrem geringen Schwimmvogelzahlen verzichten wir an dieser Stelle erneut auf die Berichterstattung der monatlichen Zählergebnisse. Im Juni geht's mit den Zahlen dann bereits wieder aufwärts.

Aufgrund der seit Jahren überaus guten Reproduktionsquote wird unser Flussseeschwalben-Nistfloß am Kiesabbau Aquapark mittlerweile deutlich zu klein. Aktuell (15.05.) befinden sich auf dem nur etwas über 10 Quadratmeter großen Nistfloß 38 Gelege mit über 100 Eiern, darunter mehrere 4er-Gelege. Mit 3,7 Brutpaaren pro Quadratmeter ist dies ein neuer (vermutlich weltweiter!) Dichterekord für die Flussseeschwalbe. Weitere Seeschwalben-Paare versuchen sich zwar noch anzusiedeln, werden aber offensichtlich nicht mehr zugelassen. Die Brutpaarzahl der „Mutterkolonie“ am Echinger Stausee wird erst in der kommenden Woche ermittelt. Foto: A.Szwagierczak

14.05.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (02.05. bis 08.05.2022)

Kiebitz: In weiten Teilen des Landkreises mittlerweile verschwunden, Bestanztendenz weiterhin sehr schlecht
Kiebitz: In weiten Teilen des Landkreises mittlerweile verschwunden, Bestanztendenz weiterhin sehr schlecht

In der mittlerweile doch sehr ansehnlichen Lachmöwen-Kolonie im Grießenbacher Moos scheinen auch Schwarzkopfmöwen brüten zu wollen. Bis zu vier Stück wurden im Laufe der Woche dort festgestellt. Außerdem gab es einen weiteren Nachweis einer Zitronenstelze, möglicherweise der gleiche Vogel der am Vortag vom Echinger Stausee gemeldet wurde. +++ Dort (Echinger Stausee) wurden im Wochenverlauf bis zu 3 Stelzenläufer (03.05.) , bis zu 2 Seidenreiher (04.05.), bis zu 5 Nachtreiher (03.05.), ein Fischadler (02.05.), eine Zwergschnepfe (03.05.) sowie am 08.05. eine erste Zwergdommel und erneut eine Bartmeise beobachtet. +++ Eine weitere Meldung eines Seidenreihers stammt vom Isarstau Altheim (04.05.) und am Moosburger Stausee jagten mehrmals größere Ansammlungen von Baumfalken nach Insekten, maximal 15 Ind. am 02.05. +++ Am fast schon traditionellen Aufenthaltsort im Landshut Stadtgebiet war am 03.05. und am 05.05. wieder einmal eine Zwergohreule zu hören, von den Folgetagen gingen bislang jedoch keine weiteren Meldungen mehr ein. +++ Sehr aktiv war diese Woche auch wieder unser Mitglied Thomas G. aus E. beim Versuch, einem kleinen Restvorkommen von Kiebitzen (4 BP) im Bereich Münchnerau-Gündlkofen eine erfolgreiche Reproduktion zu ermöglichen. Wie (fast) immer befinden sich auch hier die Gelege der Kiebitze in Ackerflächen, die ohne genau Lokalisierung, Markierung und Absprache mit dem Bewirtschafter im Zuge der landwirtschaftlichen Nutzung zerstört würden. Die Bestandsentwicklung des Kiebitzes ist landesweit dramatisch schlecht, im Raum Landshut gibt es außerhalb des Isarmooses (Bereich Essenbach bis Grießenbach) nur noch wenige Einzelvorkommen.


09.05.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (25.04. bis 01.05.2022)

Mit mehr als 1400 Einzelmeldungen oder Zählergebnissen im ornitho-System erneut eine sehr beobachtungsintensive Woche, mit interessanten Beobachtungen vor allem am Echinger Stausee (in chronologischer Reihenfolge): ein Fischadler (25.04.), ein Purpurreiher und 2 Regenbrachvögel (28.04.), ein männlicher Rotfußfalke (29.04.), ein Stelzenläufer, eine Zwergschnepfe und eine Zitronenstelze (01.05.) sowie eine Bartmeise vom (28.04. bis 30.04.) und bis zu 4 Nachtreiher. +++ Von den Staustufen unterhalb Landshuts wurden am 30.04. 16 Weißflügel-Seeschwalben und ein weiterer Rotfußfalke (K2, Isarstau Niederaichbach) gemeldet. +++ Die ersten Mauersegler wurden am 30.04. am Isarstau Altheim gesichtet, im nördlichen Landkreis wurde am 27.04. ein Schwarzstorch beobachtet und ein später Goldregenpfeifer zog am 01.05. über Neufahrn hinweg.

29.04.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (18.04. bis 24.04.2022)

Vom Echinger Stausee wurden im Wochenverlauf bis zu 5 Nachtreiher gemeldet (21.04.), die ganze Woche war weiterhin ein Kleines Sumpfhuhn zu sehen und Stelzenläufer wurden am 18.04. (1 Ind.) sowie am 19.04. (2 Ind.) beobachtet. Außerdem hielt sich in den Schilfbereichen des Sees am 18.04. ein Trupp von etwa 10 Bartmeisen auf, am 20.04. gab es den ersten Fischadler dieses Jahres und schließlich wurde am 24.04. eine Zwergschnepfe entdeckt. +++ Etwas weniger zu bieten hatte der Isarstau Altheim, von dem am 22.04. aber immerhin die erste Raubseeschwalbe gemeldet wurde. +++ Erneut wurden auch wieder Wiedehopfe gesichtet, so am 18.04. (Essenbach) am 19.04. (Hascherkeller) und am 24.04. (Wörth). Und bei Gaden sang am 20.04. die erste Nachtigall.

23.04.2022: Ein ganz dickes Dankeschön …

… allen Beteiligten am heutigen, reichlich abenteuerlich verlaufenden Arbeitseinsatz auf einer unserer LBV-Flächen. Einzelheiten dazu ersparen wir uns an dieser Stelle - die wackeren Teilnehmerinnen und Teilnehmer wissen was gemeint ist. Wir hoffen, dass alle Beteiligten über leistungsfähige Waschmaschinen verfügen und wünschen eine zügige körperliche bzw. mentale Regeneration …

 

21.04.2022: Andauernde hohe Bodenfeuchte im Grünland?

Angesichts der anhaltenden Trockenheit, extrem niedriger Grundwasserstände und geringen Schneehöhen im Winter hat uns eine von der Regierung von Niederbayern am 24.02.2022 erlassene Allgemeinverfügung doch etwas überrascht: Sie verlängert die Zulässigkeit des Walzens von Grünland - entgegen der Festlegung des Bayerischen Naturschutzgesetzes - um 14 Tage bis zum 01. April. Die Regierung von Niederbayern begründet ihre Entscheidung mit einer „andauernden hohen Bodenfeuchte“ und stützt sich dabei auf eine fachliche Stellungnahme der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Wir haben daher mit Schreiben vom 29.03.2022 bei der LfL um entsprechende Erläuterung gebeten. Die Landesanstalt hat dazu heute Stellung genommen und ihre Entscheidung sowie ihre Bewertungskriterien dargelegt. Wesentlich sind demzufolge mehrere meterologische Größen (Befahrbarkeit, Schneelage, Zeitpunkt des Ergrünens), die der LfL vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in aggregierter Form und in hoher regionalen Differenzierung zur Verfügung gestellt werden. Gemäß dieser Daten war für keinen Landkreis in Bayern eine Walzbarkeit von Günland vor dem 15.03. gegeben.

Wir bedanken uns bei der LfL für die zeitnahe und umfassende Erläuterung, werden zu den relevanten meterologischen Größen und den zugehörigen Auswertealgorithmen aber nochmal beim DWD nachhaken.

20.04.2022: Flussseeschwalben kommen immer früher

Nistfloß in der "April-Ausstattung": Versteckmöglichkeiten für Jungvögel, randliche Gitter und Rettungsflößchen für abgestürzte "Fluganfänger" werden erst im Laufe des Mai angebracht
Nistfloß in der "April-Ausstattung": Versteckmöglichkeiten für Jungvögel, randliche Gitter und Rettungsflößchen für abgestürzte "Fluganfänger" werden erst im Laufe des Mai angebracht

Bis zum heutigen Tag sind bereits über 100 Flussseeschwalben zu ihren Brutplätzen am Echinger Stausee bzw. am Kiesabbau Aquapark zurückgekehrt. Die Rückkehr der Seeschwalben verfrüht sich von Jahr zu Jahr. Offen ist dabei die Frage, ob dies auf klimatische Veränderungen zurückzuführen ist, oder auf den sehr hohen Populationsdruck auf unseren Nistflößen, der die Tiere zu einer möglichst frühen Revierbesetzung zwingt.

Aktuell sind zwei unserer drei Nistflöße bereits in Position, das dritte wurde kürzlich (hoffentlich) prädatorensicher umgebaut und wartet derzeit noch am Ufer des Echinger Stausees auf seinen Einsatz. Das auf dem Foto abgebildete ca. 10 Quadratmeter große Nistfloß am Kiesabbau Aquapark, das außerhalb der Brutzeit am Kiesförderband der Firma Rohrdorfer geparkt ist, wurde vor zwei Tagen an seiner Brutzeitposition verankert, bereits fünf Minuten später landeten die ersten Seeschwalben. Die hier seit sieben Jahren bestehende Kolonie zählt mit im Mittel rund 30 Brutpaaren und ihrer überdurchnittlichen Reproduktionsquote zu den bedeutendsten Standorten in Bayern.


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Info-Hotline: Das LBV-Naturtelefon (Mo, 28 Jun 2021)
Blumenwiese (Thomas Staab) Blumenwiese (Thomas Staab) Sie haben Fragen rund um die Natur in und außerhalb Ihres Gartens? Unser LBV-Naturtelefon steht Ihnen Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr zur Verfügung unter 0 91 74 / 47 75 - 5000
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