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Aktuelles +++ Termine +++ Standpunkte

 

Neu: Das LBV-Naturtelefon (09174/4775-5000) - der heiße Draht zu (fast) jeder Frage rund um die Natur

 

 

  • Scheinbar hilflosen Jungvogel aufgefunden?
  • Wie und wann soll ich die Vögel in meinem Garten füttern?
  • Wie halte ich die Nachbarskatze von Vogelnestern fern?
  • Wann wandern eigentlich unsere Kröten?
  • Wann darf ich meine Hecke schneiden?
  • Was tun wenn Waschbären die Mülltonne plündern?
  • … ?

 

Diese Fragen und vieles mehr beantworten Ihnen unsere sympathischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LBV-Naturtelefon.

 

Montag bis Freitag von 09 bis 13 Uhr unter 09174/4775-5000

 


19.06.2021: Erfolgreiche Rettungsaktion für junge Rauchschwalben in der Landshuter Neustadt

Zunächst noch ziemlich kleinlaut: abgestürzter Rauchschwalbennachwuchs
Zunächst noch ziemlich kleinlaut: abgestürzter Rauchschwalbennachwuchs

Ob bei der Ausführung schlampig gearbeitet wurde oder das verwendete Baumaterial Qualitätsmängel aufwies bleibt ungeklärt. Jedenfalls krachte kürzlich ein mit fünf Jungvögeln besetztes Schwalbennest in der Landshuter Neustadt auf den Boden. Dank einer äußerst schnellen und engagierten Rettungsaktion von Hauseigentümerin, Hausverwaltung und Hausmeister ging das Ganze aber glimpflich aus. Nach anfänglichen Schimpftriaden der Schwalbeneltern wurde der in ein eilig angebrachtes Ersatznest des LBV gesetzte Nachwuchs unverzüglich weitergefüttert und steht mittlerweile kurz vor dem Ausfliegen. Vielen Dank an alle an dieser Aktion Beteiligten! Sie zeigt, dass Ersatzmaßnahmen bei Gebäudebrütern durchaus gut funktionieren, vorausgesetzt es wird schnell reagiert und die Ersatznester werden in unmittelbarerer Nähe zum ursprünglichen Brutplatz installiert. Wie andere Beispiele aus der Stadt Landshut zeigen, ist dies ist leider nicht immer der Fall.

 

Übrigens: Die Rauschwalbenpopulation im Landshuter Stadtzentrum mit ihren ca. 50 Brutpaaren ist bayernweit eine große Besonderheit!

 


17.06.2021: Daten zur Teilflächenbearbeitung bei LBV-Biotoppflegemaßnahmen

 

Weil mittlerweile unsere Biotoppflegesaison 2021 schon recht intensiv angelaufen ist: Ein weiterhin unterschätzter Faktor beim Rückgang eines großen Teils heimischer Insektenarten stellt nach unserer Auffassung das vielerorts ungeeignete Management von Offenland-Lebensräumen dar. Die Flächen werden bei Pflegeeingriffen in der Regel vollständig bearbeitet und anschließend komplett abgeräumt. Leider auch auf Naturschutz- und Ausgleichsflächen. Bunte Blühwiesen werden damit zu regelrechten ökologischen Fallen: Zunächst werden Schmetterlinge und andere Fluginsekten zum Blütenbesuch, und falls die geeigneten Fraßpflanzen vorhanden sind auch zur Eiablage angelockt, später dann wird der gesamte Bestand an Entwicklungsstadien (Eier, Raupen, Puppen) abgeräumt.

 

Um dies zu vermeiden führen wir auf unseren LBV-Flächen seit mehreren Jahren differenzierte Mähkonzepte durch, mit zumeist mehreren Pflegeeingriffen im Jahr. Es bleiben jedoch bei jedem Arbeitsgang mindestens 30 Prozent der Fläche unbearbeitet. Diese Vorgehensweise ermöglicht nahezu allen Artengruppen eine ausreichende Reproduktion.

 


Die oben abgebildete Tabelle zeigt die zeitliche Verteilung unserer Biotoppflegemaßnahmen in den letzten Jahren. Die Zahlenangaben in den einzelnen Feldern weisen den Prozentsatz der bearbeiteten Gesamtfläche aus. ROT: Entwicklungmahd zur Ausmagerung bzw. zum Zurückdrängen unerwünschter Arten;   BLAU: Pflegemahd zum Statuserhalt; GELB: Spätmahd zur Verbesserung von Keimbedingungen konkurrenzschwacher Arten. 

09.06.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (31.05. bis 05.06.2021)

Kiebitzküken (Foto: Ralph Sturm, LBV-Archiv)
Kiebitzküken (Foto: Ralph Sturm, LBV-Archiv)

Immerhin: Zumindest im Bereich Bruckberg-Münchnerau gibt es jetzt doch noch Bruterfolg beim Kiebitz. Im Wochenverlauf wurde bei vier Paaren Nachwuchs festgestellt. +++ Am Echinger Stausee wurde erstmals in diesem Jahr eine zweistellige Anzahl an Nachtreihern beobachtet (mind. 10 Ind. am 01.06.), außerdem zwei (31.05.) bzw. 4 Seidenreiher (01.06.), ein Purpurreiher (03.06.) sowie am 31.05. eine Weißbart-Seeschwalbe. Eine weitere Nachtreiher-Meldung ging aus dem südlichen Landkreis ein (Geisenhausen, 02.06.). +++ Im nördlichen Landkreis wurde am 04.06. ein Schwarzstorch gesichtet, zudem liegen aktuell mehrere brutrelevante Feststellungen von Turteltauben vor. Der anhaltende Bestandsrückgang dieser mittlerweile sehr seltenen Taubenart ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf Lebensraumverschlechterungen in den Brutgebieten, sondern maßgeblich auf massive Abschüsse auf den Zugwegen im Mittelmeerraum zurückzuführen. +++ Der am 30.05. bei Auloh festgestellt Schlagwirl war leider nur noch am 31.05. zu hören, dafür freuen wir uns über einen ziemlich konkreten Brutverdacht für die Grauammer bei Grießenbach. Diese im Raum Landshut nur noch extrem selten brutverdächtige Art war bis in die 1980er Jahre ein mehrzähliger, regelmäßiger Brutvogel im Bereich Altdorf-Hascherkeller-Ergolding, gemeinsam übrigens mit Kiebitzen. Heute befinden sich dort großflächig Industrie- und Gewerbegebiete.

 


06.06.2021: Erste Zwischenbilanz bei der Solaranlagen-Faktenerhebung

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Freiflächen-Solaranlagen könn(t)en einen wichtigen Beitrag für die Artenvielfalt leisten. Entscheidend ist dabei, wie sie angelegt und gemanagt werden.

Bringen Freiflächen-Solaranlagen tatsächlich einen Mehrwehrt für die Biodiversität? Zur Beantwortung dieser Frage haben wir für die aktuelle Bewertungsperiode (Mai 2021 bis April 2022) ein komplett überarbeitetes Bewertungsschema entwickelt, bei dem folgende Parameter bewertet werden:

  • Die botanische Vielfalt (als Basis für die Artenvielfalt von Insekten)
  • Das Potential zur Reproduktion von Insekten (Art und Intensität von Mäh- oder Mulcharbeiten bzw. der Beweidung während der Vegetationsperiode)
  • Das Potential als Überwinterungsgebiet für Insekten (Anteil und Qualität der den Winter über belassenen Altgras- und Staudenstrukturen)

Außerdem gehen naturschutzfachlich bedeutsame Artnachweise sowie ggf. vorhandene Sonderstandorte in die Bewertung ein.

 

Die aktuell stattfindende Bewertung der botanischen Vielfalt lieferte bislang leider recht magere Ergebnisse: Von den bereits 40 begutachteten Anlagen im Raum Landshut wurde bei 26 Anlagen eine geringe botanische Vielfalt festgestellt, 12 Anlagen schneiden mit "mäßig" ab und lediglich zwei Anlagen konnten hinsichtlich der botanischen Vielfalt als "hochwertig" eingestuft werden.


03.06.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (24.05. bis 30.05.2021)

Zwei Heidelerchen am 24.05.2021 am Truppenübungsplatz Landshut (Wärmebild); Foto: S.Rieck
Zwei Heidelerchen am 24.05.2021 am Truppenübungsplatz Landshut (Wärmebild); Foto: S.Rieck

Am Echinger Stausee wurden am 24.05. 3 Seidenreiher beobachtet und am 30.05. unter insgesamt 7 Nachtreihern ein erster Jungvogel. Weitere Nachtreiher-Nachweise gingen vom Isarstau Altheim (27.05.) und aus dem LBV-Teichgebiet Weihenstephan ein, das sich weitab vom Isartal, im tertiären Hügelland befindet (28.05.). +++ Weißbart-Seeschwalben waren am 30.05. (2 Ind. am Moosburger Stausee) sowie am 29.05. (1 Ind. am Isarstau Altheim) zu sehen, wo sich zudem weiterhin ein adulter Rothalstaucher aufhält (25.05. bis 27.05.). +++ Am ehemaligen Landshuter Truppenübungsplatz wurde am 26.05. ein männlicher ROTKOPFWÜRGER entdeckt, der aber bereits tags darauf nicht mehr wiederzufinden war. Heidelerchen sind hier dagegen weiterhin zu beobachten – neuerdings auch in der Nacht, wie die nebenstehende Aufnahme zeigt. +++ Nachdem aus dem Nachbarlandkreis Freising bereits seit geraumer Zeit Rotfußfalken gemeldet werden, gingen jetzt auch für den Raum Landshut zwei Beobachtungen ein: 1 Ind. am 26.05. auf der Altheimer Lößterasse sowie 2 Ind. am 30.05. am Isarstau Altheim. Zugelegt hat sowohl hinsichtlich der Anzahl von Meldungen als auch der festgestellten Truppgrößen gegenüber der Vorwoche der Bienenfresser, für den wir nun auch im südlichen Landkreis von Brutvorkommen ausgehen. +++ Auf alle Fälle berichtenswert ist die Feststellung eines singenden Schlagschwirls am 30.05. bei Auloh. Schlagschwirle waren bis in die 1980er Jahre durchaus noch regelmäßige Brutvögel in den Landshuter Isarauen, haben sich hier mittlerweile aber praktisch vollständig verabschiedet. Der letzte ernsthafte Brutverdacht stammt aus dem Jahr 2009.


26.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (17.05. bis 23.05.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Stauseen und Staustufen hat im Mai ihr jahreszeitlich übliches Minimum von aktuell 2.200 Ind. erreicht. Es dominieren Graugans (700 Ind.) und Höckerschwan (600 Ind.). Bei beiden Arten handelt es sich nur zu einem sehr geringen Teil um Brutvögel sondern ganz überwiegend um vermutlich halbwüchsige Gastvögel (Mauser). +++ Mit weiterhin nur bis zu 5 Nachtreihern (21.05.) dürfte der Brutbestand dieser in Bayern sehr seltenen Reiherart deutlich hinter dem Vorjahr zurückbleiben. +++ Auch die Zahl der Flussseeschwalben-Brutpaare am Echinger Stausee liegt bislang deutlich unter dem langjährigen Mittelwert von rund 55 Paaren. Zwar sind im Bereich der Mittleren Isar mehr als 200 Ind. anwesend, die Nistflöße sind jedoch nur teilweise belegt. Ursache ist möglicherweise ein witterungsbedingt sehr schlechtes Nahrungsangebot, erkennbar auch an ungewöhnlich hohen Ansammlungen von nach Wasserinsekten jagenden Seeschwalben an der Isar bei Mooburg (max. 42 Ind am 18.05..) bzw. am Isarstau Altheim (max. 25 Ind.). Überlicherweise sind diese beiden Bereiche während der Brutsaison fast "Seeschwalben-frei". +++ An den Mittleren Isarstauseen wurden auch diese Woche wieder Weißbart-Seeschwalben beobachtet (2 Ind. vom 18.05. bis 20.05.), dazu eine Weißflügel-Seeschwalbe (20.05.), ein erster Zwergstrandläufer (17.05. bis 18.05.), ein Steinwälzer (17.05.) und schließlich am 23.05. 3 Purpurreiher. +++ Über die Landshuter Altstadt zogen am 18.05. 4 Kraniche und aus dem nördlichen Landkreis gingen Bienenfresser-Meldungen von bis zu 10 Ind. ein (23.05.).

26.05.2021: Alle Vögel sind schon da – jetzt auch im Pflegeheim Matthäusstift

Nach längeren Corona-bedingten Verzögerungen hat es nun doch noch geklappt: LBV-Projektleiterin Kathrin Lichtenauer war kürzlich im Landshuter Matthäusstift und stellte dort das Projekt „Alle Vögel sind schon da“ vor. Es handelt sich dabei um eine von den Pflegekassen finanzierte Präventionsmaßnahme, die den Bewohnern von Pflegeheimen mehr Lebensqualität bringen und dem Erhalt der psychosozialen Gesundheit dienen soll. Angestrebt ist zudem eine Stärkung der kognitiven Ressourcen sowie die Steigerung der körperlichen Aktivität und Mobilität. Dass all dies tatsächlich erreicht wird, hat unlängst eine umfassende wissenschaftliche Begleituntersuchung der Universität Eichstätt bestätigt.

 

Bei ihrem Besuch in Landshut baute Kathrin Lichtenauer im Garten des Matthäusstifts u.a. eine Vogelfutterstation auf, um die Bewohner zum Füttern und Beobachten von Vögeln anzuregen. Ein klasse Projekt, für das wir uns bei ihr sehr herzlich bedanken! 

Alle_Voegel_Leitfaden.pdf
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18.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (10.05. bis 16.05.2021)

Halsbandschnäpper am 16.05.2021 in der Isarau (Foto: C.Schwab)
Halsbandschnäpper am 16.05.2021 in der Isarau (Foto: C.Schwab)

Das seit einiger Zeit eher ungemütliche Wetter hat auch sein Gutes: Wenig Erholungsdruck auf den Isarkiesbänken und in der Folge Bruterfolg bei den Bruckberger Flussregenpfeifern: Am 14.05. wurden hier die ersten Jungvögel entdeckt. +++ An den Mittleren Isarstauseen hielten sich vom 10.05. bis zum 14.05. 2 Weißflügelseeschwalben auf, außerdem wurden ein erster Sichelstrandläufer (11.05.), ein Fischadler(10.05.), bis zu 6 Nachtreiher (10.05., 14.05.) sowie am 10.05. ein Purpurreiher gemeldet. Letzterer flüchtete jedoch vor zwei Standup-Paddlern (Erstnachweis für den Echinger Stausee!) in östliche Richtung und wurde tags darauf bei Grießenbach beobachtet. +++ Am Isarstau Altheim suchten am 13.05. etwa 4.000 (!) Rauchschwalben nach Nahrung und am 15.05. rastete dort ein adulter Rothalstaucher. +++ Die wie immer sehr spät im Jahr bei uns durchziehenden Grauschnäpper waren in dieser Woche außergewöhnlich stark vertreten, insbesondere im Isartal sind aktuell fast überall die Rufe dieses ziemlich unscheinbaren Vogels zu hören. Auch vom deutlich früher bei uns ankommenden Halsbandschnäpper gingen im Wochenverlauf wieder zahlreiche Nachweise ein – alle aus den Isarauen, wo sich die Brutplätze dieser Art befinden. +++ Die erste Wachtel war am 10.05. bei Leberskirchen zu hören, bei Kröning wurde am 15.05. eine Wiesenweihe gemeldet und bei Auloh zogen 3 Bienenfresser durch.


12.05.2021: Bestandserfassung von Dohlen nicht vergessen!

Dohle (Foto: Dieter Hopf, LBV-Bildarchiv)
Dohle (Foto: Dieter Hopf, LBV-Bildarchiv)

Im Zuge der in diesem Jahr staffindenden Kartierung von Wiesenbrütern und Kiebitzen ist uns leider ein weiteres Bestandeserfassungsprojekt fast "durchgerutscht": 2021 werden landesweit auch die Brutplätze von Dohlen erfasst! Aber noch ist es nicht zu spät. Bitte meldet uns alle brutrelevanten Beobachtungen bzw. die Brutplätze von Dohlen über die Internetplattform ornitho.de oder über die auf der Unterseite "Menschen" angegebene eMail-Adresse.  

 

Dohlen brüten bei uns vor allem in Gebäuden, aber auch in alten Baumbeständen. Mit Baumbrütern ist insbesondere in Schwarzspechthöhlen der Isarhangleiten zu rechnen.


10.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (03.05. bis 09.05.2021)

Gänsesägerfamilie am 08.05.2021 bei Bruckberg (Foto: C.Schwab)
Gänsesägerfamilie am 08.05.2021 bei Bruckberg (Foto: C.Schwab)

 

Jetzt sind auch Sumpfrohrsänger (03.05.) und Grauschnäpper (06.05.) zurückgekehrt. Außerdem wurde ein erster Seidenreiher gemeldet (Grießenbach, 04.05.), eine erste Turteltaube (07.05., Essenbach), ein erster Wespenbussard (Eching, 06.05.) und schließlich am 09.05. ein erster Bienenfresser. +++ Weißbart-Seeschwalben rasteten am 04.05. (4 Ind.) bzw. am 09.05. (1 Ind.) am Echinger Stausee sowie am 05.05. (1 Ind. ) am Isarstau Altheim. Und am Moosburger Stausee konnten sich die Beobachter am 09.05. gleich über 10 Weißflügel-Seeschwalben freuen. +++ Von der Wiesenweihe gingen drei Durchzugsbeobachtungen ein: Jeweils ein adultes Männchen bei Mettenbach (07.05.) und bei Velden (08.05.) sowie ein Weibchen am 09.05. bei Mirskofen. +++ Am Echinger Stausee wurden im Wochenverlauf bis zu 5 Nachtreiher beobachtet (03.05., 09.05.), dazu am 09.05. ein Schwarzstorch und ein erster Purpurreiher. +++ Am Isarstau Altheim und an der Isar bei Bruckberg wurden im Wocenverlauf die ersten Gänsesägerfamilien festgestellt. Angler sehen diesen Charaktervogel voralpiner Flusssysteme übrigens weniger gern: Sie befürchten wieder einmal eine „Übervermehrung“ und fordern vielerorts bereits die Freigabe zum Abschuss.


05.05.2021: Flussregenpfeifer unter Druck

 

Auf den Kiesbänken der Isar brüten auch in diesem Jahr wieder Flussregenpfeifer. Zumindest versuchen sie es. Aufgrund der vergleichsweise kühlen Witterung verliefen die Bruten bislang weitestgehend ungestört, mit dem nun deutlich wärmeren Wetter muss aber wieder mit einem stark erhöhten Freizeitdruck gerechnet werden. Auch im Bereich des Naturschutzgebietes „Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen“, also beispielsweise an den sog. „Sieben Rippen“: Zwar ist dort gemäß Schutzgebietsverordnung das Betreten der Kiesbänke untersagt, das zuständige Landratsamt Landshut setzt die Verordnung jedoch nicht um. Die Kiesbänke im Schutzgebiet sind daher an Wochenenden und teilweise auch unter der Woche von Erholungssuchenden regelrecht belagert.

 

Bei Bruckberg soll jetzt durch eine Beschilderung zumindest ein kleiner Bereich für die seltenen Vögel freigehalten werden. Bleibt zu hoffen dass es klappt.


04.05.2021: Klimaschutz durch Wiedervernässung von Niedermooren

Die trockengelegten Niedermoore im Landshuter Isartal stellen gigantische Emittenten des Klimagases Kohlenstoffdioxid dar. Zu stoppen sind diese Emissionen nur durch eine großflächige Wiedervernässung. Im Donaumoos bei Ingolstadt wird dies jetzt auf einer Fläche von 2000 Hektar umgesetzt.

Pressemitteilung 21-50.pdf
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03.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (26.04. bis 03.05.)

Weißstörche am 28.04. über der Landshuter Innenstadt (Foto: S.Rieck)
Weißstörche am 28.04. über der Landshuter Innenstadt (Foto: S.Rieck)

 

Nachdem im Wochenverlauf Mauersegler (27.04.) Gartengrasmücke (30.04.), Gelbspötter (30.04.) und Pirol (01.05.) in den Raum Landshut zurückgekehrt sind, fehlen aus dem Spektrum der häufigen bzw. mäßig häufigen Vogelarten jetzt nur noch Sumpfrohrsänger und Grauschnäpper.

Auf die auch in dieser Woche zumindest teilweise anhaltende Luftströmung aus nördlichen Richtungen sind wieder eine ganze Reihe von Zugstau-Ansammlungen zurückzuführen, darunter mind. 120 Kampfläufern am Echinger Stausee (27.04.) und etwa 1000 Uferschwalben (02.05.), ebenfalls am Echinger Stausee. +++ Im Wochenverlauf wurde erneut eine ganze Reihe attraktiver Arten gemeldet: Ein Wiedehopf (Binabiburg, 26.04. und 27.04.), weiterhin ein weibliches Kleines Sumpfhuhn (Echinger Stausee, 26.04. und 27.04.), ein Purpurreiher (Grießenbach, 27.04.), ein Schwarzstorch (Gerzen, 28.04.), ein Regenbrachvogel (Isarmoos, 30.04. und 01.05.), 2 Stelzenläufer (Gerzen, 01.05.) und zuletzt am 02.05. eine leider nicht sicher zu bestimmende Wiesen- oder Steppenweihe (Bayerbach). +++ Am Echinger Stausee wurden bis zu 7 Nachreiher beobachtet (26.04.), außerdem sind im Bereich der Mittleren Isarstauseen mittlerweile mindestens 160 Flussseeschwalben eingetroffen. Am Abend des 27.04. wurde das letzte unserer drei Nistflöße eingebracht und war bereits am nächsten Morgen dicht besetzt (Kiesabbau Aquapark).+++ Ein singendes Schwarzkehlchen bei Winkelsaß (30.04.) sollte weiter im Auge behalten werden. +++ Eine ganz schlechte Woche hat der Kiebitz hinter sich, da in vielen Gebieten des Landkreises die (Mais)Äcker bearbeitet wurden. Wir schätzen, dass dabei mindestens zwei Drittel aller Gelege zerstört wurden. +++ Besser schaut es beim Weißstorch aus: Nicht nur dass mittlerweile wieder mehrere Brutpaare im Landkreis brüten, vielerorts lassen sich derzeit ganze Trupps vermutlich halbwüchsiger Störche beobachten, die sich offensichtlich nach potentiellen Brutplätzen für die kommenden Jahre umschauen. Darunter auch zwei Ind. in der Landshuter Altstadt (28.04.).


29.04.2021: Der Weg zu echten Ausgleichsflächen für die Artenvielfalt

Der LBV stellt vier konkrete Forderungen an bayerische Gesetzgebung und Verwaltung

Pressemitteilung 21-47.pdf
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28.04.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (19.04. bis 25.04.2021)

Die Zahl der vom Echinger Stausee gemeldeten Nachtreiher steigt langsam aber sicher an und erreichte mit 5 Tieren am 25.04. den bislang höchsten Wert dieses Jahres.

Nachtreiher am 19.04., Echinger Stausee (Foto: A.Maurer)
Nachtreiher am 19.04., Echinger Stausee (Foto: A.Maurer)

Außerdem wurden am Echinger See mehrfach Kleine Sumpfhühner beobachtet: Ein Männchen vom 19.04. bis zum 21.04. und schließlich ein weibliches Tier am 25.04.. +++ Von den zuletzt wärmeren und trockeneren Sommern profitiert eine ganze Reihe von Vogelarten. So häufen sich gegenüber früheren Jahren beispielsweise die Nachweise von Wiedehopfen und Wendehälsen: Vom Wiedehopf gingen erneut drei Beobachtungen ein (Dirnau am 19.04., Münster am 21.04., Kröning am 24.04.) und unter zahlreichen Meldungen von Wendehälsen fallen gleich 4 (!) Rufer am Truppenübungsplatz aus dem Rahmen (21.04.). +++ Die ersten Jungvögel gibt es bereits beim Kiebitz (19.04. bei Essenbach) sowie bei der Heidelerche (23.04. am Truppenübungsplatz). +++ Zu den Rückkehrern der Woche zählen Dorngrasmücke (19.04.), Klappergrasmücke (19.04.), Nachtigall (23.04.) und Neuntöter (25.04.). Und schwer im Anmarsch ist auch die Flussseeschwalbe, von der sich bereits mehr als 100 Ind. im Bereich der Mittleren Isarstauseen aufhalten +++ Von der Zwergschnepfe wurden im Wochenverlauf zwei Feststellungen bekannt (19.04. bei Unterwattenbach, 23.04. am Echinger Stausee), die Trauerente vom Isarstau Niederaichbach wurde letztmalig am 19.04. beobachtet, bei Kröning rasteten am 22.04. zwei Kraniche (spät!) und am 25.04. zog bei Ergolding eine Wiesenweihe durch.


23.04.2021: Das neue LBV-Ausgleichsflächenprojekt

Alles was Sie zum Themenkomplex "Ausgleichs- und Ersatzflächen" wissen müssen, finden Sie rechts im Download

A-E-Flaechen_Handreichung.pdf
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21.04.2021: Flussseeschwalben gesucht!

Flussseeschwalben am Echinger Stausee (Foto: F.Renner)
Flussseeschwalben am Echinger Stausee (Foto: F.Renner)

Nicht nur die Tiefsee hat ihre Geheimnisse: Nach wie vor wissen wir nicht, wo die Landshuter Flussseeschwalben vor Beginn der Brutsaison die Nächte verbringen. Die Vögel kommen im Laufe des April aus ihren Winterquartieren zurück, halten sich tagsüber im Bereich ihrer Brutplätze am Echinger Stausee auf und verschwinden dann am Abend spurlos. In manchen Jahren hält dieses Phänomen mehr als zwei Wochen lang an. Und dabei handelt es sich nicht nur um Einzelvögel, sondern um große Ansammlungen von teilweise über 100 Seeschwalben. Wohin die Tiere verschwinden bleibt ein Rätsel, auch eine gezielte Suche an potentiellen Schlafplätzen in der weiteren Umgebung blieb bislang erfolglos. Können Seeschwalben vielleicht im Flug schlafen, wie Mauersegler oder Fregattvögel? Für Hinweise wären wir dankbar...


20.04.2021: Beim Flächensparen ein „Mangelhaft“

LBV stellt Staatsregierung zur Halbzeit der Legislaturperiode ein Zwischenzeugnis im Bereich Naturschutz aus

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19.04.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (12.04. bis 18.04.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Isarstauseen und Staustufen nähert sich mit aktuell nur noch 2.900 Tieren ihrem jährlichen Minimum, darunter immerhin noch gut 1.200 Reiherenten. Während die Tafelente mittlerweile fast vollständig abgezogen ist, wurden von der Krickente - verglichen mit früheren Jahren - noch vergleichsweise viele Exemplare gezählt. Auch die aktuell stark durchziehenden Löffelenten und Knäkenten waren mit insgesamt 62 bzw. 41 Tieren recht ordentlich vertreten. +++ Im Wochenverlauf erfolgten folgende Erstfeststellungen für 2021: Baumfalke (14.04.), Halsbandschnäpper (17.04.), Rohrschwirl (18.04.) und Zwergmöwe (18.04.). Außerdem wurde am 17.04. bei Wörth der erste Nilgans-Nachwuchs beobachtet. +++ Während alle drei Wiedehopf-Nachweise dieser Woche am 18.04. erfolgten (Hofham, Mettenbach, Velden), verteilten sich die Meldungen von Wendehälsen fast über die gesamte Woche: 12.04. und 15.04. ( Auloh), 16.04. (Landshut) und 17.04. (Unterahrein). +++ Augenfällig waren sehr große Zugstau-Ansammlungen von insgesamt weit über 3000 Lachmöwen allein im Isartal östlich von Landshut, bei denen es sich sicherlich um Vögel nordosteuropäischer Populationen handeln dürfte (18.04.).


Akustisch fiel an diesem Tag die ausgesprochen hohe Präsenz an singenden Fitissen auf, insbesondere in den Auwäldern des Isartales. +++ Auch einige Besonderheiten gab es zu sehen: Seit dem 14.04. hält sich eine Trauerente am Isarstau Niederaichbach auf, ein erstes Kleines Sumpfhuhn wurde am 18.04. am Echinger Stausee entdeckt und vier vom Zug offensichtlich ziemlich erschöpfte Mittelsäger schliefen am 17.04. im Isarstau Altheim. Die vier Säger wurden später von Sportruderbooten Richtung Isarstau Niederaichbach verscheucht, wo sie hoffentlich mehr Ruhe fanden. +++ Nachzutragen bleiben dann noch zwei Fischadler-Sichtungen am 18.04. (möglicherweise der gleiche Vogel, zunächst am Echinger Stausee und später am Isarstau Niederaichbach) sowie eine Zwergschnepfe - ebenfalls am 18.04. und ebenfalls am Echinger Stausee.

14.04.2021: Wir trauern um Gabriele Dick

Viel zu früh und völlig überraschend ist kürzlich unser langjähriges Mitglied Gabriele Dick verstorben. Gabriele Dick war viele Jahre als Schriftführerin in unserem Kreisvorstand tätig und zählte seit der Gründung unserer Kreisgruppe in den 1980er Jahren zum engeren Kreis der Aktiven. Über Jahrzehnte fand kaum eine Veranstaltung - seien es Vorstandssitzungen oder Fachvorträge - ohne sie statt und auch bei unseren Biotoppflegeeinsätzen zählte sie zur Stammbesetzung. Die Liebe zur Natur und ein verantwortungsvoller Umgang mit allen Formen des Lebens war ihr stets eine Herzensangelegenheit. Ihr Tod ist für uns ein großer Verlust.

13.04.2021: Eine echte Perspektive für die Rauchschwalbe

In einem kürzlich veröffentlichten "FALKE"-Artikel beschreibt unsere Gebäudebrüter-Spezialistin Susanne Rieck, wie man Rauchschwalben auch in Offenhaltungsställen ansiedeln kann.

Falke_04-2021_Schwalbenboxen.pdf
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11.04.2021: Großflächige Auffüllungen im EU-Vogelschutzgebiet "Mettenbacher und Grießenbacher Moos"


Was sich in den letzten Tagen im Mettenbacher und Grießenbacher Moos abgespielt hat ist irreversibel, illegal und nicht genehmigungsfähig: In mehreren Bereichen des Wiesenbrüter-Schutzgebietes erfolgten großflächige Auffüllung mit standortfremdem Bodenmaterial aus dem tertiären Hügelland. Zu diskutieren gibt es hier aus unserer Sicht nichts mehr: Wir erwarten von den zuständigen Behörden einen konsequenten Vollzug von Bodenschutz- und Naturschutzgesetzen. Inclusive der Wiederherstellung des früheren Zustands.

11.04.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (05.04. bis 11.04.2021)

Hier die Rückkehrer der Woche: Fischadler (05.04.,Echinger Stausee), Uferschnepfe (05.04., Echinger Stausee), Baumpieper (10.04., Ergoldsbach) und Braunkehlchen (11.04., Bruckbergerau). Auch diese Woche wurden wieder mehrere Wiedehopfe gemeldet, so am 07.04. (Adlkofen), am 09.04. (Grießenach) und am 11.04. (Ergolding). Außerdem waren am 09.04 (Neufahrn) sowie am 11.04. (Oberwattenbach, Wolfseck) Wendehälse zu hören. +++ In Schwung gekommen ist im Wochenverlauf der Durchzug von Trauerschnäppern und Steinschmätzern, dagegen dürften mehrere Meldungen von Rotmilanen nicht auf Zugbewegungen, sondern auf stationäre Vögel zurückzuführen sein. +++  Wir freuen uns über eine Baumbrut (!) eines Weißstorchs im südlichen Landkreis und über den Nachweis einer balzenden Bekassine im Vilstal (10.04.), festgestellt im Zuge der diesjährigen Wiesenbrüterkartierung. Sehr erfreulich sind zudem die Brut eines Kiebitzes und der Brutverdacht für den Flussregenpfeifer in der erstmalig eingezäunten Ausgleichsfläche in der Landshuter Flutmulde (siehe untenstehende Meldung vom 08.03.). +++ Berichtenswert sind außerdem eine Zwergschnepfe bei Unterwattenbach (05.04.) sowie weiterhin ein Chileflamingo am Echinger Stausee. +++ Beobachtet und gemeldet wurde übrigens ziemlich fleißig: Alleine am 11.04. gingen rund 500 Einzelnachweise und Zählergebnisse ein!

07.04.2021: Ordnungsgemäße Forstwirtschaft gemäß PEFC-Richtlinie


Was hier auf den Fotos zu sehen ist, sind nicht etwa Rodungsarbeiten zur Erschließung einer neuen Kiesgrube: So sieht "ordnungsgemäße Forstwirtschaft" aus. Begutachten lässt sich diese Verwüstung im sog. Schlöttholz bei Tiefenbach. Noch im Herbst befand sich hier ein beidseitig mit Großbäumen eingewachsener Forstweg, angepasst an das örtliche Gelände und bei der letzten Durchforstungsaktion ganz offensichtlich auch geeignet für den Einsatz von Großmaschinen (Harvester, Rückezug). Bemerkenswert: Es handelt sich hier um eine gemäß PEFC-Richtlinie bewirtschaftete Waldfläche bei der „Aspekte der Nachhaltigkeit“, die „Schutzfunktionen bei der Waldbewirtschaftung (vor allem Boden und Wasser)“ sowie „sozioökonomische Funktionen des Waldes“ in besonderer Weise berücksichtigt werden. Zumindest steht dies so auf den entsprechenden Internetseiten und in den vielen schönen Broschüren, die zum Thema Wald und Forst in regelmäßigen Abständen produziert werden.

06.04.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (29.03. bis 04.03.2021)

Wiedehopf am 02.04.2021, Eching  (Foto: M.Lux)
Wiedehopf am 02.04.2021, Eching (Foto: M.Lux)

Die bayernweit ersten beiden Flussseeschwalben wurden am 30.04. am Echinger Stausee beobachtet (30.03.), außerdem kehrten Schafstelze (29.03.), Fitis (29.04.), Gartenrotschwanz (02.04.), Nachtreiher (03.04.), Waldlaubsänger (04.04.) und Uferschwalbe (04.04.) in den Raum Landshut zurück. 

Gesichtet wurden auch die ersten durchziehenden Vertreter von Schwarzmilan (02.04.), Trauerschnäpper (03.04.) und Sandregenpfeifer (03.04.).Gleich an mehreren Orten waren im Wochenverlauf rufende Wendehälse zu hören, der erste davon am 29.03. am ehemaligen Truppenübungsplatz. Und der erste Wiedehopf rastete am 02.04. bei Eching. +++ Die ganze Woche über wurde ein breites Spektrum rastender Watvögel gemeldet (Isarmoos, Labertal, Echinger Stausee), darunter mehrere Tage lang eine bemerkenswerte Ansammlung von bis zu 110 Kampfläufern bei Grießenbach. Vom Kampfläufer liegen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch Rastplatzansammlungen von mehr 400 Ind. vor, eine Zahl die heute schier unglaublich erscheint. Dagegen konnte im 21. Jahrhundert bislang lediglich am 20.04.2003 ein Trupp von mehr als 100 Kampfläufern beobachtet werden (110 Ind. am Echinger Stausee). +++ Während die dramatischen Bestandsrückgänge bei vielen Watvogelarten weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit erfolgen, wird ein seit dem 01.04. am Echinger Stausee anwesender Chileflamingo vermutlich wieder große mediale Resonanz erfahren. +++ Zwei Schwarzstörche kreisten am 04.04. über Käufelkofen und zogen dann in nördliche Richtung ab. Und auf den Isarkiesbänken bei Bruckberg balzten am 31.03. die ersten beiden Flussregenpfeifer. Es bleibt abzuwarten, ob es angesichts des Andrangs an Erholungssuchenden hier zu einer erfolgreichen Brut kommen kann.


31.03.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (22.03. bis 28.03.2021)

Im Wochenverlauf sind erneut mehrere Zugvogelarten zurückgekehrt: Am 26.03. die erste Rauchschwalbe bei Haselfurth und am 28.03. ein erster (durchziehender) Steinschmätzer bei Bayerbach. Außerdem gab es eine erste Beutelmeise am Moosburger Stausee sowie gleich an mehreren Orten die ersten Flussregenpfeifer. Ebenfalls am 28.03. wurden am Isarstau Altheim die ersten jungen Graugänse entdeckt. +++ Im Isarmoos hielt sich zunächst weiterhin ein Trupp von 14 Kranichen auf (22.03.), zwei Tage später waren dann nur noch 4 Ind. anwesend. Auch Goldregenpfeifer wurden erneut gemeldet (9 Ind. am 24.03.). +++ Mit dem Wärmeeinbruch am Wochenende ging bei mehreren Arten die Zahl der Meldungen schlagartig nach oben: Beispielsweise bei einer ganzen Reihe von Watvogelarten, an vielen Gewässern rasten jetzt Knäk- und Löffelenten und in den Siedlungsbereichen machen singende Girlitze und Mönchsgrasmücken auf sich aufmerksam. +++ Bewegung ist aber nicht nur in die Vogelwelt gekommen, auch unsere Kiebitzkartierer und –kartierinnen waren im Wochenverlauf aktiv: In fast allen Kartiergebieten fanden bereits die ersten Begehungen statt.

30.03.2021: 37 Hektar große "Giga-Factory" gefährdet Artenvielfalt

LBV lehnt Pläne für Holzhausfabrik in einem Moorwald bei Tirschenreuth ab.

Pressemitteilung 33-21.pdf
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27.03.2021: Wo befinden sich eigentlich die Ausgleichsflächen in Stadt und Landkreis Landshut?

Bei den im Rahmen von Eingriffen in Natur und Landschaft festgesetzten Ausgleichsflächen liegt viel im Argen. Das hat u.a. eine vom LBV Landshut in den Jahren 2017/2018 durchgeführte Untersuchung ergeben. Die Flächen weisen zu einem großen Teil keinen naturschutzfachlichen Mehrwert auf und werden in vielen Fällen sogar mit Schlegelmulchern „gepflegt“.

 

Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, wo in seiner näheren Umgebung Ausgleichsflächen liegen und in welchem Zustand sie sich befinden, der kann sich diese Gebiete mit dem BAYERNATLAS anzeigen lassen. Diese Möglichkeit besteht offensichtlich bereits länger, war uns aber nicht bekannt. Wir bedanken uns daher bei Ingrid G. aus B. für diesen Tipp!


Im BAYERNATLAS sind alle dem Ökoflächenkataster des LfU gemeldeten Ausgleichs- und Ersatzflächen zu sehen. Allerdings kommen Eingriffsträger bzw. Genehmigungsbehörden ihrer Verpflichtung zur Meldung dieser Gebiete nur unzureichend nach, sodass viele festgesetzte Flächen noch fehlen. In einigen Gemeinden des Landkreises herrscht sogar absolute Fehlanzeige. Trotz allem ist der BAYERNATLAS ein wichtiges Instrument: Er bietet die Möglichkeit, den Zustand dieser Gebiete zu kontrollieren und im Fall festgestellter Missstände bei den zuständigen Behörden und Kommunen Abhilfe einzufordern.

22.03.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (15.03. bis 21.03.2021)

Blaukehlchen (Foto: Gunther Ziegler, LBV-Archiv)
Blaukehlchen (Foto: Gunther Ziegler, LBV-Archiv)

Am 15.03. wurde am Echinger Stausee das erste Blaukehlchen beobachtet, die erste Knäkente schwamm am 19.03. im Moosburger Stausee und bereits zwei Tage später wurde eine erste Rohrweihe gemeldet (Echinger Stausee). +++ Die zweite Märzhälfte ist üblicherweise durch starke Zugbewegungen charakterisiert. Die anhaltende Nordost-Strömung hat den Heimzug im Wochenverlauf jedoch weitestgehend zum Erliegen gebracht und zu einer ausgeprägten Zugstau-Situation geführt. Gut zu erkennen war dies u.a. durch beträchtliche Ansammlungen von Lachmöwen auf Wasserflächen, Wiesen und Äckern. Auch den mehrtägigen Aufenthalt eines Trupps von 14 Kranichen im Isarmoos (17.03. bis 20.03.) führen wir auf dieses Witterungsphänomen zurück. +++ Bis zu 9 Heidelerchen wurden im Wochenverlauf am Landshuter Truppenübungsplatz beobachtet (21.03.), außerdem waren im Isarmoos am 17.03. erneut Rufe eines Goldregenpfeifers zu hören. +++ Rückmeldung zu zwei farbmarkierten Reiherenten, die im Zeitraum vom 16.08.2020 bis 21.09.2020 an den Mittleren Isarstauseen abgelesen worden waren: Beide Vögel wurden Anfang Juli 2020 an ihrem Brutplatz in Tschechien beringt.


18.03.2021: Ein 20-Hektar-Gewerbegebiet im Staatswald?

In der Oberpfalz wird sich zeigen, wie ernst es der Freistaat mit seinen Bekundungen zum Erhalt von Natur und Landschaft meint.

Pressemitteilung 28-21.pdf
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Aktuelle News aus dem Naturschutz

lbv-news.jimdofree.com Blog Feed

Stunde der Gartenvögel 2021 (Mi, 12 Mai 2021)
Rotkehlchen (Marcus Meyer) Rotkehlchen (Marcus Meyer) Mitmachen ist ganz einfach: Sie zählen eine Stunde lang Ihre Vögel und melden diese Zahlen. Ihre Daten und die tausender anderer Naturfreunde geben Antworten auf brennende Fragen. "Citizen Science" heißt diese Art der Forschung. Die bundesweite Langzeitstudie hilft uns Umweltveränderungen zu erkennen. Zudem können Sie tolle Preise gewinnen. Jetzt schon vormerken: 13. bis 16. Mai 2021. Mit Ihrer Meldung helfen Sie, eine Antwort darauf zu finden. Zur Stunde der Gartenvögel 2021
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