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07.07.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (28.06. bis 04.07.2021)

Bei den Flussseeschwalben verläuft die Brutsaison bislang ganz ordentlich. Mit aktuell 47 flüggen Jungvögeln ist der zum Bestandeserhalt erforderliche Reproduktionserfolg von 0,5 Flügglingen pro Brutpaar bereits erreicht und zahlreicher weiterer Nachwuchs befindet sich noch in der Pipeline. +++ Nahezu täglich werden vom Ergoldinger Rosenhof jetzt ein bis zwei Zwergdommeln gemeldet, außerdem wurde dort am 03.07. ein diesjähriger Nachtreiher festgestellt. +++ Ein weiterer rufender Wachtelkönig wurde am 04.07. aus dem Raum Grießenbach gemeldet, außerdem wurde bei Mettenbach unter mehreren Großmöwen ein Möwenhybride Mittelmeermöwe/Mantelmöwe entdeckt. Was es nicht alles gibt. +++ An der EON-Allee 1 im Landshuter Stadtgebiet wurden am 04.07. gleich drei durch Scheibenanflug getötete Singvögel aufgefunden. Wie statistisch abgesicherte Abschätzungen ergeben haben, sind die Vogelverluste an Glasscheiben in Deutschland enorm und die Tendenz steigend. Allein für den Raum Landshut gehen wir von im Mittel zwischen 500 und 1000 toten Vögen pro Tag aus.

03.07.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (21.06. bis 27.06.2021)

Der Brutverdacht für die Zwergdommel am Echinger Rosenhof hat sich im Wochenverlauf deutlich erhärtet. Mittlerweile liegen mehrere Beobachtungen vor und am 26.06. konnten erstmalig beide Geschlechter festgestellt werden. +++ Dass der Juni ist ein relativ guter Monat zur Beobachtung von Zwergseeschwalben ist hat sich auch in diesem Jahr wieder gezeigt: 1 Ind. dieser durchaus nicht regelmäßig bei uns durchziehenden Seeschwalbenart wurde am 26.06. am Echinger Stausee beobachtet. +++ Wie bereits im Jahr 2019 scheinen auch in diesem Jahr die Nachtreiher am Echinger Stausee wieder unter Prädationsverlusten zu leiden. Aus zwei Nestern sind quasi über Nacht die Jungvögel verschwunden. Die Liste der Verdächtigen umfasst u.a. Waschbär und Uhu. +++ Während im Nachbarlandkreis Freising zahlreiche Meldungen rufender Wachtelkönige zu verzeichnen sind, gestaltet sich die Situation im Raum LA äußerst übersichtlich. Immerhin wurde jetzt aus dem Gemeindegebiet von Vilsheim ein rufendes Ind. gemeldet. Aufgrund schlechter Erfassung dürfte die Dunkelziffer bei dieser Art jedoch hoch sein. +++ Am 26.06. wurde bei Unterwattenbach ein erster größerer Trupp Hohltauben beobachtet (41 Ind.) und am 27.06. hielten sich am Moosburger Stausee 3 Weißbart-Seeschwalben auf.

25.06.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (14.06. bis 20.06.2021)

Mit der Junizählung endete die Wasservogel-Zählsaison 2020/2021. Insgesamt wurde an den vier Stauseen und Staustufen im Raum Landshut im Rahmen der zwölf monatlichen Zähltermine (Juli 2020 bis Juni 2021) die stattliche Zahl von 140.000 Schwimmvögeln erfasst. Es dominieren Bläßhuhn (48.000), Reiherente (20.000) und Schnatterente (13.000).Im Vergleich zum Monat Mai hat sich der Schwimmvogelbestand im Raum Landshut zwar bereits wieder erhöht (4.100), der Anstieg fiel im Gegensatz zu den Vorjahren jedoch eher schwach aus. Vermutlich ist die Verzögerung des Anstiegs auf eine Brutzeitverschiebung, bedingt durch die lange sehr frische Witterung zurückzuführen. Aktuell dominieren Graugans (1.500) und Höckerschwan (1.000). +++ Am Ergoldinger Rosenhof-Weiher gibt die Beobachtung einer männlichen Zwergdommel (16.06.) Anlass zur Hoffnung auf eine Wiederbesiedelung dieses früheren Brutplatzes. Mehrere Jahre brüteten hier trotz intensiver Freizeitnutzung bis zu zwei Paare, zeitgleich mit dem unmittelbar angrenzenden Bau des Ergoldinger Gymnasiums war es dann aber mit dem Brutvorkommen vorbei. +++ Vom 14.06. bis 17.06. hielt sich am Echinger Stausee weiterhin ein Seidenreiher auf und vom Nachtreiher wurden im Wochenverlauf bis zu 7 Ind. beobachtet. +++ Bei den Flussseeschwalben sind die ersten zehn Jungvögel flügge und vom Schwarzkehlchen wurde am 19.06. ein Brutnachweis aus dem Raum Essenbach gemeldet.

21.06.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (07.06. bis 13.06.2021)

Während für uns der Sommer jetzt erst richtig losgeht, setzt in der Vogelwelt bereits die Wegzugperiode ein: Am 07.06. wurde – nach vierwöchiger Fehlanzeige - der erste Waldwasserläufer beobachtet. Bei den in der ersten Junihälfte festgestellten Waldwasserläufern dürfte es sich überwiegend um weibliche Tiere handeln, da die Jungenaufzucht bei dieser Art in erster Linie von den Männchen geleistet wird. +++ Erneute Feststellungen eines Schwarzstorchs im nördlichen Landkreis sowie einer Wiesenweihe im Isartal sind hinsichtlich potentieller Brutvorkommen durchaus ernst zu nehmen. Wir werden sehen, ob die nächsten Wochen hier neue Erkenntnisse bringen. +++ Die Beobachtung eines Seidenreihers am 10.06. an der Isar bei Niederaichbach stufen wir dagegen nicht als brutrelevant ein. Im Raum Landshut halten sich in den Sommermonaten immer wieder mal Seidenreiher auf, in manchen Jahren sogar in größeren Trupps von bis zu 9 Tieren. Mehr als zaghafte Nestbauversuche wurden bislang jedoch nicht festgestellt.

09.06.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (31.05. bis 06.06.2021)

Immerhin: Zumindest im Bereich Bruckberg-Münchnerau gibt es jetzt doch noch Bruterfolg beim Kiebitz. Im Wochenverlauf wurde bei vier Paaren Nachwuchs festgestellt. +++ Am Echinger Stausee wurde erstmals in diesem Jahr eine zweistellige Anzahl an Nachtreihern beobachtet (mind. 10 Ind. am 01.06.), außerdem zwei (31.05.) bzw. 4 Seidenreiher (01.06.), ein Purpurreiher (03.06.) sowie am 31.05. eine Weißbart-Seeschwalbe. Eine weitere Nachtreiher-Meldung ging aus dem südlichen Landkreis ein (Geisenhausen, 02.06.). +++ Im nördlichen Landkreis wurde am 04.06. ein Schwarzstorch gesichtet, zudem liegen aktuell mehrere brutrelevante Feststellungen von Turteltauben vor. Der anhaltende Bestandsrückgang dieser mittlerweile sehr seltenen Taubenart ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf Lebensraumverschlechterungen in den Brutgebieten, sondern maßgeblich auf massive Abschüsse auf den Zugwegen im Mittelmeerraum zurückzuführen. +++ Der am 30.05. bei Auloh festgestellt Schlagwirl war leider nur noch am 31.05. zu hören, dafür freuen wir uns über einen ziemlich konkreten Brutverdacht für die Grauammer bei Grießenbach. Diese im Raum Landshut nur noch extrem selten brutverdächtige Art war bis in die 1980er Jahre ein mehrzähliger, regelmäßiger Brutvogel im Bereich Altdorf-Hascherkeller-Ergolding, gemeinsam übrigens mit Kiebitzen. Heute befinden sich dort großflächig Industrie- und Gewerbegebiete.

30.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (24.05. bis 30.05.2021)

Am Echinger Stausee wurden am 24.05. 3 Seidenreiher beobachtet und am 30.05. unter insgesamt 7 Nachtreihern ein erster Jungvogel. Weitere Nachtreiher-Nachweise gingen vom Isarstau Altheim (27.05.) und aus dem LBV-Teichgebiet Weihenstephan ein, das sich weitab vom Isartal, im tertiären Hügelland befindet (28.05.). +++ Weißbart-Seeschwalben waren am 30.05. (2 Ind. am Moosburger Stausee) sowie am 29.05. (1 Ind. am Isarstau Altheim) zu sehen, wo sich zudem weiterhin ein adulter Rothalstaucher aufhält (25.05. bis 27.05.). +++ Am ehemaligen Landshuter Truppenübungsplatz wurde am 26.05. ein männlicher ROTKOPFWÜRGER entdeckt, der aber bereits tags darauf nicht mehr wiederzufinden war. Heidelerchen sind hier dagegen weiterhin zu beobachten – neuerdings auch in der Nacht, wie die nebenstehende Aufnahme zeigt. +++ Nachdem aus dem Nachbarlandkreis Freising bereits seit geraumer Zeit Rotfußfalken gemeldet werden, gingen jetzt auch für den Raum Landshut zwei Beobachtungen ein: 1 Ind. am 26.05. auf der Altheimer Lößterasse sowie 2 Ind. am 30.05. am Isarstau Altheim. Zugelegt hat sowohl hinsichtlich der Anzahl von Meldungen als auch der festgestellten Truppgrößen gegenüber der Vorwoche der Bienenfresser, für den wir nun auch im südlichen Landkreis von Brutvorkommen ausgehen. +++ Auf alle Fälle berichtenswert ist die Feststellung eines singenden Schlagschwirls am 30.05. bei Auloh. Schlagschwirle waren bis in die 1980er Jahre durchaus noch regelmäßige Brutvögel in den Landshuter Isarauen, haben sich hier mittlerweile aber praktisch vollständig verabschiedet. Der letzte ernsthafte Brutverdacht stammt aus dem Jahr 2009.

26.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (17.05. bis 23.05.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Stauseen und Staustufen hat im Mai ihr jahreszeitlich übliches Minimum von aktuell 2.200 Ind. erreicht. Es dominieren Graugans (700 Ind.) und Höckerschwan (600 Ind.). Bei beiden Arten handelt es sich nur zu einem sehr geringen Teil um Brutvögel sondern ganz überwiegend um vermutlich halbwüchsige Gastvögel (Mauser). +++ Mit weiterhin nur bis zu 5 Nachtreihern (21.05.) dürfte der Brutbestand dieser in Bayern sehr seltenen Reiherart deutlich hinter dem Vorjahr zurückbleiben. +++ Auch die Zahl der Flussseeschwalben-Brutpaare am Echinger Stausee liegt bislang deutlich unter dem langjährigen Mittelwert von rund 55 Paaren. Zwar sind im Bereich der Mittleren Isar mehr als 200 Ind. anwesend, die Nistflöße sind jedoch nur teilweise belegt. Ursache ist möglicherweise ein witterungsbedingt sehr schlechtes Nahrungsangebot, erkennbar auch an ungewöhnlich hohen Ansammlungen von nach Wasserinsekten jagenden Seeschwalben an der Isar bei Mooburg (max. 42 Ind am 18.05..) bzw. am Isarstau Altheim (max. 25 Ind.). Überlicherweise sind diese beiden Bereiche während der Brutsaison fast "Seeschwalben-frei". +++ An den Mittleren Isarstauseen wurden auch diese Woche wieder Weißbart-Seeschwalben beobachtet (2 Ind. vom 18.05. bis 20.05.), dazu eine Weißflügel-Seeschwalbe (20.05.), ein erster Zwergstrandläufer (17.05. bis 18.05.), ein Steinwälzer (17.05.) und schließlich am 23.05. 3 Purpurreiher. +++ Über die Landshuter Altstadt zogen am 18.05. 4 Kraniche und aus dem nördlichen Landkreis gingen Bienenfresser-Meldungen von bis zu 10 Ind. ein (23.05.).

18.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (10.05. bis 16.05.2021)

Das seit einiger Zeit eher ungemütliche Wetter hat auch sein Gutes: Wenig Erholungsdruck auf den Isarkiesbänken und in der Folge Bruterfolg bei den Bruckberger Flussregenpfeifern: Am 14.05. wurden hier die ersten Jungvögel entdeckt. +++ An den Mittleren Isarstauseen hielten sich vom 10.05. bis zum 14.05. 2 Weißflügelseeschwalben auf, außerdem wurden ein erster Sichelstrandläufer (11.05.), ein Fischadler(10.05.), bis zu 6 Nachtreiher (10.05., 14.05.) sowie am 10.05. ein Purpurreiher gemeldet. Letzterer flüchtete jedoch vor zwei Standup-Paddlern (Erstnachweis für den Echinger Stausee!) in östliche Richtung und wurde tags darauf bei Grießenbach beobachtet. +++ Am Isarstau Altheim suchten am 13.05. etwa 4.000 (!) Rauchschwalben nach Nahrung und am 15.05. rastete dort ein adulter Rothalstaucher. +++ Die wie immer sehr spät im Jahr bei uns durchziehenden Grauschnäpper waren in dieser Woche außergewöhnlich stark vertreten, insbesondere im Isartal sind aktuell fast überall die Rufe dieses ziemlich unscheinbaren Vogels zu hören. Auch vom deutlich früher bei uns ankommenden Halsbandschnäpper gingen im Wochenverlauf wieder zahlreiche Nachweise ein – alle aus den Isarauen, wo sich die Brutplätze dieser Art befinden. +++ Die erste Wachtel war am 10.05. bei Leberskirchen zu hören, bei Kröning wurde am 15.05. eine Wiesenweihe gemeldet und bei Auloh zogen 3 Bienenfresser durch.

10.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (03.05. bis 09.05.2021)

Jetzt sind auch Sumpfrohrsänger (03.05.) und Grauschnäpper (06.05.) zurückgekehrt. Außerdem wurde ein erster Seidenreiher gemeldet (Grießenbach, 04.05.), eine erste Turteltaube (07.05., Essenbach), ein erster Wespenbussard (Eching, 06.05.) und schließlich am 09.05. ein erster Bienenfresser. +++ Weißbart-Seeschwalben rasteten am 04.05. (4 Ind.) bzw. am 09.05. (1 Ind.) am Echinger Stausee sowie am 05.05. (1 Ind. ) am Isarstau Altheim. Und am Moosburger Stausee konnten sich die Beobachter am 09.05. gleich über 10 Weißflügel-Seeschwalben freuen. +++ Von der Wiesenweihe gingen drei Durchzugsbeobachtungen ein: Jeweils ein adultes Männchen bei Mettenbach (07.05.) und bei Velden (08.05.) sowie ein Weibchen am 09.05. bei Mirskofen. +++ Am Echinger Stausee wurden im Wochenverlauf bis zu 5 Nachtreiher beobachtet (03.05., 09.05.), dazu am 09.05. ein Schwarzstorch und ein erster Purpurreiher. +++ Am Isarstau Altheim und an der Isar bei Bruckberg wurden im Wocenverlauf die ersten Gänsesägerfamilien festgestellt. Angler sehen diesen Charaktervogel voralpiner Flusssysteme übrigens weniger gern: Sie befürchten wieder einmal eine „Übervermehrung“ und fordern vielerorts bereits die Freigabe zum Abschuss.

03.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (26.04. bis 03.05.)

Auf die auch in dieser Woche zumindest teilweise anhaltende Luftströmung aus nördlichen Richtungen sind wieder eine ganze Reihe von Zugstau-Ansammlungen zurückzuführen, darunter mind. 120 Kampfläufern am Echinger Stausee (27.04.) und etwa 1000 Uferschwalben (02.05.), ebenfalls am Echinger Stausee. +++ Im Wochenverlauf wurde erneut eine ganze Reihe attraktiver Arten gemeldet: Ein Wiedehopf (Binabiburg, 26.04. und 27.04.), weiterhin ein weibliches Kleines Sumpfhuhn (Echinger Stausee, 26.04. und 27.04.), ein Purpurreiher (Grießenbach, 27.04.), ein Schwarzstorch (Gerzen, 28.04.), ein Regenbrachvogel (Isarmoos, 30.04. und 01.05.), 2 Stelzenläufer (Gerzen, 01.05.) und zuletzt am 02.05. eine leider nicht sicher zu bestimmende Wiesen- oder Steppenweihe (Bayerbach). +++ Am Echinger Stausee wurden bis zu 7 Nachreiher beobachtet (26.04.), außerdem sind im Bereich der Mittleren Isarstauseen mittlerweile mindestens 160 Flussseeschwalben eingetroffen. Am Abend des 27.04. wurde das letzte unserer drei Nistflöße eingebracht und war bereits am nächsten Morgen dicht besetzt (Kiesabbau Aquapark).+++ Ein singendes Schwarzkehlchen bei Winkelsaß (30.04.) sollte weiter im Auge behalten werden. +++ Eine ganz schlechte Woche hat der Kiebitz hinter sich, da in vielen Gebieten des Landkreises die (Mais)Äcker bearbeitet wurden. Wir schätzen, dass dabei mindestens zwei Drittel aller Gelege zerstört wurden. +++ Besser schaut es beim Weißstorch aus: Nicht nur dass mittlerweile wieder mehrere Brutpaare im Landkreis brüten, vielerorts lassen sich derzeit ganze Trupps vermutlich halbwüchsiger Störche beobachten, die sich offensichtlich nach potentiellen Brutplätzen für die kommenden Jahre umschauen. Darunter auch zwei Ind. in der Landshuter Altstadt (28.04.). +++ Nachdem im Wochenverlauf Mauersegler (27.04.) Gartengrasmücke (30.04.), Gelbspötter (30.04.) und Pirol (01.05.) in den Raum Landshut zurückgekehrt sind, fehlen aus dem Spektrum der häufigen bzw. mäßig häufigen Vogelarten jetzt nur noch Sumpfrohrsänger und Grauschnäpper.

28.04.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (19.04. bis 25.04.2021)

Die Zahl der vom Echinger Stausee gemeldeten Nachtreiher steigt langsam aber sicher an und erreichte mit 5 Tieren am 25.04. den bislang höchsten Wert dieses Jahres. Außerdem wurden am Echinger See mehrfach Kleine Sumpfhühner beobachtet: Ein Männchen vom 19.04. bis zum 21.04. und schließlich ein weibliches Tier am 25.04.. +++ Von den zuletzt wärmeren und trockeneren Sommern profitiert eine ganze Reihe von Vogelarten. So häufen sich gegenüber früheren Jahren beispielsweise die Nachweise von Wiedehopfen und Wendehälsen: Vom Wiedehopf gingen erneut drei Beobachtungen ein (Dirnau am 19.04., Münster am 21.04., Kröning am 24.04.) und unter zahlreichen Meldungen von Wendehälsen fallen gleich 4 (!) Rufer am Truppenübungsplatz aus dem Rahmen (21.04.). +++ Die ersten Jungvögel gibt es bereits beim Kiebitz (19.04. bei Essenbach) sowie bei der Heidelerche (23.04. am Truppenübungsplatz). +++ Zu den Rückkehrern der Woche zählen Dorngrasmücke (19.04.), Klappergrasmücke (19.04.), Nachtigall (23.04.) und Neuntöter (25.04.). Und schwer im Anmarsch ist auch die Flussseeschwalbe, von der sich bereits mehr als 100 Ind. im Bereich der Mittleren Isarstauseen aufhalten +++ Von der Zwergschnepfe wurden im Wochenverlauf zwei Feststellungen bekannt (19.04. bei Unterwattenbach, 23.04. am Echinger Stausee), die Trauerente vom Isarstau Niederaichbach wurde letztmalig am 19.04. beobachtet, bei Kröning rasteten am 22.04. zwei Kraniche (spät!) und am 25.04. zog bei Ergolding eine Wiesenweihe durch.

19.04.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (12.04. bis 18.04.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Isarstauseen und Staustufen nähert sich mit aktuell nur noch 2.900 Tieren ihrem jährlichen Minimum, darunter immerhin noch gut 1.200 Reiherenten. Während die Tafelente mittlerweile fast vollständig abgezogen ist, wurden von der Krickente - verglichen mit früheren Jahren - noch vergleichsweise viele Exemplare gezählt. Auch die aktuell stark durchziehenden Löffelenten und Knäkenten waren mit insgesamt 62 bzw. 41 Tieren recht ordentlich vertreten. +++ Im Wochenverlauf erfolgten folgende Erstfeststellungen für 2021: Baumfalke (14.04.), Halsbandschnäpper (17.04.), Rohrschwirl (18.04.) und Zwergmöwe (18.04.). Außerdem wurde am 17.04. bei Wörth der erste Nilgans-Nachwuchs beobachtet. +++ Während alle drei Wiedehopf-Nachweise dieser Woche am 18.04. erfolgten (Hofham, Mettenbach, Velden), verteilten sich die Meldungen von Wendehälsen fast über die gesamte Woche: 12.04. und 15.04. ( Auloh), 16.04. (Landshut) und 17.04. (Unterahrein). +++ Augenfällig waren sehr große Zugstau-Ansammlungen von insgesamt weit über 3000 Lachmöwen allein im Isartal östlich von Landshut, bei denen es sich sicherlich um Vögel nordosteuropäischer Populationen handeln dürfte (18.04.).

Akustisch fiel an diesem Tag die ausgesprochen hohe Präsenz an singenden Fitissen auf, insbesondere in den Auwäldern des Isartales. +++ Auch einige Besonderheiten gab es zu sehen: Seit dem 14.04. hält sich eine Trauerente am Isarstau Niederaichbach auf, ein erstes Kleines Sumpfhuhn wurde am 18.04. am Echinger Stausee entdeckt und vier vom Zug offensichtlich ziemlich erschöpfte Mittelsäger schliefen am 17.04. im Isarstau Altheim. Die vier Säger wurden später von Sportruderbooten Richtung Isarstau Niederaichbach verscheucht, wo sie hoffentlich mehr Ruhe fanden. +++ Nachzutragen bleiben dann noch zwei Fischadler-Sichtungen am 18.04. (möglicherweise der gleiche Vogel, zunächst am Echinger Stausee und später am Isarstau Niederaichbach) sowie eine Zwergschnepfe - ebenfalls am 18.04. und ebenfalls am Echinger Stausee.

11.04.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (05.04. bis 11.04.2021)

Hier die Rückkehrer der Woche: Fischadler (05.04.,Echinger Stausee), Uferschnepfe (05.04., Echinger Stausee), Baumpieper (10.04., Ergoldsbach) und Braunkehlchen (11.04., Bruckbergerau). Auch diese Woche wurden wieder mehrere Wiedehopfe gemeldet, so am 07.04. (Adlkofen), am 09.04. (Grießenach) und am 11.04. (Ergolding). Außerdem waren am 09.04 (Neufahrn) sowie am 11.04. (Oberwattenbach, Wolfseck) Wendehälse zu hören. +++ In Schwung gekommen ist im Wochenverlauf der Durchzug von Trauerschnäppern und Steinschmätzern, dagegen dürften mehrere Meldungen von Rotmilanen nicht auf Zugbewegungen, sondern auf stationäre Vögel zurückzuführen sein. +++  Wir freuen uns über eine Baumbrut (!) eines Weißstorchs im südlichen Landkreis und über den Nachweis einer balzenden Bekassine im Vilstal (10.04.), festgestellt im Zuge der diesjährigen Wiesenbrüterkartierung. Sehr erfreulich sind zudem die Brut eines Kiebitzes und der Brutverdacht für den Flussregenpfeifer in der erstmalig eingezäunten Ausgleichsfläche in der Landshuter Flutmulde (siehe untenstehende Meldung vom 08.03.). +++ Berichtenswert sind außerdem eine Zwergschnepfe bei Unterwattenbach (05.04.) sowie weiterhin ein Chileflamingo am Echinger Stausee. +++ Beobachtet und gemeldet wurde übrigens ziemlich fleißig: Alleine am 11.04. gingen rund 500 Einzelnachweise und Zählergebnisse ein!

06.04.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (29.03. bis 04.03.2021)

Die bayernweit ersten beiden Flussseeschwalben wurden am 30.04. am Echinger Stausee beobachtet (30.03.), außerdem kehrten Schafstelze (29.03.), Fitis (29.04.), Gartenrotschwanz (02.04.), Nachtreiher (03.04.), Waldlaubsänger (04.04.) und Uferschwalbe (04.04.) in den Raum Landshut zurück. Gesichtet wurden auch die ersten durchziehenden Vertreter von Schwarzmilan (02.04.), Trauerschnäpper (03.04.) und Sandregenpfeifer (03.04.).Gleich an mehreren Orten waren im Wochenverlauf rufende Wendehälse zu hören, der erste davon am 29.03. am ehemaligen Truppenübungsplatz. Und der erste Wiedehopf rastete am 02.04. bei Eching. +++ Die ganze Woche über wurde ein breites Spektrum rastender Watvögel gemeldet (Isarmoos, Labertal, Echinger Stausee), darunter mehrere Tage lang eine bemerkenswerte Ansammlung von bis zu 110 Kampfläufern bei Grießenbach. Vom Kampfläufer liegen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch Rastplatzansammlungen von mehr 400 Ind. vor, eine Zahl die heute schier unglaublich erscheint. Dagegen konnte im 21. Jahrhundert bislang lediglich am 20.04.2003 ein Trupp von mehr als 100 Kampfläufern beobachtet werden (110 Ind. am Echinger Stausee). +++ Während die dramatischen Bestandsrückgänge bei vielen Watvogelarten weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit erfolgen, wird ein seit dem 01.04. am Echinger Stausee anwesender Chileflamingo vermutlich wieder große mediale Resonanz erfahren. +++ Zwei Schwarzstörche kreisten am 04.04. über Käufelkofen und zogen dann in nördliche Richtung ab. Und auf den Isarkiesbänken bei Bruckberg balzten am 31.03. die ersten beiden Flussregenpfeifer. Es bleibt abzuwarten, ob es angesichts des Andrangs an Erholungssuchenden hier zu einer erfolgreichen Brut kommen kann.

31.03.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (22.03. bis 28.03.2021)

Im Wochenverlauf sind erneut mehrere Zugvogelarten zurückgekehrt: Am 26.03. die erste Rauchschwalbe bei Haselfurth und am 28.03. ein erster (durchziehender) Steinschmätzer bei Bayerbach. Außerdem gab es eine erste Beutelmeise am Moosburger Stausee sowie gleich an mehreren Orten die ersten Flussregenpfeifer. Ebenfalls am 28.03. wurden am Isarstau Altheim die ersten jungen Graugänse entdeckt. +++ Im Isarmoos hielt sich zunächst weiterhin ein Trupp von 14 Kranichen auf (22.03.), zwei Tage später waren dann nur noch 4 Ind. anwesend. Auch Goldregenpfeifer wurden erneut gemeldet (9 Ind. am 24.03.). +++ Mit dem Wärmeeinbruch am Wochenende ging bei mehreren Arten die Zahl der Meldungen schlagartig nach oben: Beispielsweise bei einer ganzen Reihe von Watvogelarten, an vielen Gewässern rasten jetzt Knäk- und Löffelenten und in den Siedlungsbereichen machen singende Girlitze und Mönchsgrasmücken auf sich aufmerksam. +++ Bewegung ist aber nicht nur in die Vogelwelt gekommen, auch unsere Kiebitzkartierer und –kartierinnen waren im Wochenverlauf aktiv: In fast allen Kartiergebieten fanden bereits die ersten Begehungen statt.

22.03.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (15.03. bis 21.03.2021)

Am 15.03. wurde am Echinger Stausee das erste Blaukehlchen beobachtet, die erste Knäkente schwamm am 19.03. im Moosburger Stausee und bereits zwei Tage später wurde eine erste Rohrweihe gemeldet (Echinger Stausee). +++ Die zweite Märzhälfte ist üblicherweise durch starke Zugbewegungen charakterisiert. Die anhaltende Nordost-Strömung hat den Heimzug im Wochenverlauf jedoch weitestgehend zum Erliegen gebracht und zu einer ausgeprägten Zugstau-Situation geführt. Gut zu erkennen war dies u.a. durch beträchtliche Ansammlungen von Lachmöwen auf Wasserflächen, Wiesen und Äckern. Auch den mehrtägigen Aufenthalt eines Trupps von 14 Kranichen im Isarmoos (17.03. bis 20.03.) führen wir auf dieses Witterungsphänomen zurück. +++ Bis zu 9 Heidelerchen wurden im Wochenverlauf am Landshuter Truppenübungsplatz beobachtet (21.03.), außerdem waren im Isarmoos am 17.03. erneut Rufe eines Goldregenpfeifers zu hören. +++ Rückmeldung zu zwei farbmarkierten Reiherenten, die im Zeitraum vom 16.08.2020 bis 21.09.2020 an den Mittleren Isarstauseen abgelesen worden waren: Beide Vögel wurden Anfang Juli 2020 an ihrem Brutplatz in Tschechien beringt.

16.03.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (08.03. bis 14.03.2021)

Der Bestand an Schwimmvögeln an den Landshuter Stauseen und Staustufen hat innerhalb der letzten vier Wochen sehr deutlich auf jetzt nur noch 5.000 Tiere abgenommen (-7.000). Betroffen von diesem Rückgang sind alle Stauseen und alle Arten. Die im Herbst und Winter zunächst deutlichen Unterschiede der Bestandszahlen an den vier Stauseen haben sich zwischenzeitlich egalisiert (siehe Abbildung). Es dominiert aktuell die Reiherente mit 40 Prozent aller Individuen. +++ Während unsere Weisskopf-Ruderente sich vermutlich in südwestliche Richtung davongemacht hat, verweilt die Schwarzkopf-Ruderente weiterhin im Lande. Sie wurde im Wochenverlauf mehrfach am Isarstau Altheim festgestellt (08.03. bis 10.03.). +++ Im Isarmoos hielt sich die ganze Woche über eine Gruppe von 4 Kranichen auf, außerdem ziehen weiterhin Trupps von Kiebitzen durch (max. 400 Ind. am 10.03.) und am 08.03. wurde ein weiterer Goldregepfeifer gesichtet. Für alle, die in diesem Gebiet Vögel beobachten wollen: Bitte haltet Euch an das Wegegebot und bleibt auf den wirklich befestigten Abschnitten.

09.03.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (01.03 bis 07.03.2021)

Der ehemalige Landshuter Truppenübungsplatz scheint für die Heidelerche eine hohe Attraktivität aufzuweisen: Mehrere Paare befinden sich aktuell in der Ansiedlungsphase und verteidigen ihre Reviere auch gegen durchziehende Trupps von Artgenossen (max. 24 Ind. am 07.03.). +++ Im Wochenverlauf weiterhin merklicher Durchzug von Kiebitzen mit bis zu 350 Ind. am 07.03. sowie weiteren Watvogelarten: Ein erster größerer Trupp Brachvögel (15 Ind. bei Mettenbach am 01.03.), 6 Goldregenpfeifer (Unterwattenbach am 07.03.) und ein erster Alpenstrandläufer (Isarstau Altheim am 03.03.) +++ Die ersten 3 Kraniche rasteten am 07.03. bei Wattenbacherau und am Echinger Stausee wurden die ersten heimgekehrten Knäkenten beobachtet (2 Ind. am 04.03.). +++ Vollständig aus dem Staub gemacht haben sich dagegen mittlerweile die den ganzen Winter über bei uns anwesenden Saatkrähen aus Osteuropa, deren Überwinterungsbestand im Raum Landshut von Jahr zu Jahr zurückzugehen scheint. Leider haben wir dazu keine systematischen (Schlafplatz)Zählungen durchgeführt, mit denen wir diese Einschätzung verifizieren könnten.

01.03.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (22.05. bis 28.05.2021)

Die Beobachtung der Woche ging gleich am 22.02. ein: Mitten in der weiten Wasserfläche des Moosburger Stausees rastete auf einem angeschwemmten Ast eine Sumpfohreule. Eigentlich kaum zu glauben, aber durch Fotos zweifelsfrei belegt. +++ Vom Acker gemacht haben sich anscheinend unsere beiden Ruderenten: Während die Schwarzkopf-Ruderente noch bis zum 27.02. gemeldet wurde, konnte die WEISSKOPF-RUDERENTE lediglich am 22.02. und 23.02. beobachtet werden. Sie hält sich jetzt offensichtlich an einer Donaustaustufe bei Ingolstadt auf (27.02.). +++ Endlich ziehen entlang des Isartal auch größere Trupps von Kiebitzen durch: 400 Ind. am 22.02., 500 Ind. am 27.02. und 700 Ind. am 28.02. Wie üblich um diese Jahreszeit sind die Schwärme zum Teil mit Goldregenpfeifern und Kampfläufern „verunreinigt“ (jeweils 2 Ind. am 28.02.). Ein genaues Hinschauen lohnt sich hier also! +++ Weitere durchziehende Goldregenpfeifer (ca. 5 Ind.) waren am 27.02. über Kirchberg zu hören und bei Auloh sang am 22.02. der erste Zilpzalp. +++ Mit insgesamt 103 Ind. hat die Pfeifente in der Landshuter Flutmulde erstmals die 100er-Marke überschritten (26.02.), bemerkenswert sind zudem 65 Ind. im Vilstal bei Gerzen am 27.02.. Dagegen haben die Dämme der Mittleren Isarstauseen aufgrund der hohen Frequentierung durch Erholungssuchende ihre frühere Bedeutung als Äsungsgebiet für diese Art praktisch völlig verloren. +++ Wir freuen uns, dass auch der am Altheimer Stausee überwinternde Flussuferläufer die kalte Jahreszeit gut überstanden hat (22.02.) sowie über die Ablesung einer bereits vor sechs Jahren in Polen beringten Lachmöwe (23.02.).

21.02.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (15.02. bis 21.02.2021)

Die deutliche Erwärmung zum Wochenanfang hat erneut ziemliche Bewegung in die Vogelwelt gebracht: Überall singen jetzt die ersten Stare und Trupps von Kiebitzen und Feldlerchen ziehen eilig in Richtung ihrer Brutgebiete. Im Landshuter Stadtgebiet sang am 20.02. der erste Hausrotschwanz und über dem ehemaligen Landshuter Standortübungsplatz zogen große Trupps von Ringeltauben hinweg (1.500 Ind.). Ebenfalls am 20.02. wurden mehrere Heidelerchen (Mettenbach, Stallwang) sowie ein erster Goldregenpfeifer (Mettenbach) beobachtet und auch der erste Brachvogel ist bereits zurückgekehrt (Echinger Stausee bzw. Grießenbach, 21.02.). Gemeldet wurden im Wochenverlauf aber auch weiterhin mehrere klassische Wintergäste: 6 Zwergsäger am Echinger Stausee (15.02.), 4 Singschwäne (15.02.), 3 Saatgänse (18.02.) sowie bemerkenswerte 110 Schellenten (19.02.) am Isarstau Altheim, ein aufgrund des Besucheransturms aus dem NSG "Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen" flüchtender Seeadler (21.02.) und weiterhin eine SCHNEEAMMER bei Altheim (17.02. bis 21.02.). Außerdem hat zumindest einer der im Raum Landshut überwinternden Flussuferläufer die bis zum Wochenanfang anhaltende Vereisungsperiode gut überstanden (Echinger Stausee, 21.02.). +++ Spätestens seit Mitte der Woche lohnt es sich, bei Feststellungen von Ruderenten etwas genauer hinzusehen. Denn neben der seit dem 16.12.2020 durchgehend anwesenden WEISSKOPF-RUDERENTE (zuletzt am Echinger Stausee) wurde nun am 18.02. am Isarstau Altheim auch noch eine Schwarzkopf-Ruderente entdeckt. Dort war sie auch tags darauf noch zu sehen, am 21.02. hielten sich beide Vögel dann gemeinsam am Moosburger Stausee auf. Ein Zusammentreffen dieser beiden Arten verursacht bei Artenschützern im Allgemeinen erhebliche Bauchschmerzen, denn der Bestand der seltenen Weißkopf-Ruderente ist durch Hybridisierung mit der in Europa ursprünglich nicht heimischen Schwarzkopf-Ruderente stark bedroht. Die Schwarzkopf-Ruderente ist daher europaweit als invasive Tierart eingestuft, was die Mitgliedstaaten der Europäischen Union zum Fang oder zur Tötung aller in der freien Natur festgestellten Individuen verpflichtet. In Großbritannien, wo die Schwarzkopf-Ruderente vergleichsweise weit verbreitet ist, führte die dortige „Ausrottungskampagne“ zu erheblichen Spannungen zwischen Tierschützern und Artenschützern.

 

 

14.02.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (08.02. bis 14.02.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Staustufen und Stauseen im Raum Landshut ist trotz zum Teil großflächiger Vereisung gegenüber dem Vormonat mit etwa 13.000 Tieren konstant geblieben. Offensichtlich fand bei einigen Arten auch eine erhebliche Zuwanderung aus nordöstlichen Gebieten statt (Winterflucht). Die aktuelle Entwicklung unterscheidet sich damit gegenüber den Vergleichszeiträumen der Vorjahre deutlich: Üblicherweise nimmt die Zahl der Schwimmvögel bei uns zwischen Januar und Februar um fast 50 Prozent ab (siehe nebenstehende Abbildung)! Innerhalb des Artenspektrums ergaben sich gegenüber dem Vormonat mehrere signifikante Veränderungen: Zunahmen bei Reiherente (+1.200) und Tafelente (+500) stehen Abnahmen bei Schnatterente (-1.000) und Höckerschwan (-500) gegenüber. +++ Auf zwei kleinen, noch offenen Wasserflächen des Moosburger Stausees drängen sich aktuell (14.02.) etwa 4.500 Schwimmvögel. Die vereisungsresistenten Wasserflächen im NSG „Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen“ (Isar, Kanäle) fallen aufgrund der anhaltend hohen Frequentierung durch Erholungssuchende und Freizeitsportler als Rückzugsgebiete für Wasservögel leider völlig aus. +++ Unsere WEISSKOPF-RUDERENTE hielt sich bis zum 14.02. noch im Bereich des Moosburger Stausees auf, wechselte aufgrund der zunehmenden Vereisung dann aber wieder einmal zum Echinger Stausee (14.02.). +++ Singschwäne wurden im Wochenverlauf am Echinger Stausee (4 Ind. am 09.02.) und am Isarstau Niederaichbach (3 Ind. am 11.02., 11 Ind. am 14.02.) beobachtet. +++ Gleich mehrere interessante Meldungen gingen am 14.02. ein: Ein Merlin bei Weng, 2 Seeadler und 3 Zwergsäger am Echinger Stausee sowie eine Rohrdommel am Isarstau Niederaichbach. Auch die Altheimer SCHNEEAMMER wurde im Wochenverlauf erneut beobachtet (08.02. und 13.02.). +++ Schwere Zeiten herrschen aufgrund von Schneelage und strengem Frost derzeit nicht nur für Wasservögel, sondern sicherlich auch für die in der Vorwoche bereits zugezogenen Kiebitze und Feldlerchen. Ein weiterer Zuzug dieser Arten fand diese Woche sicherlich nicht statt, es gingen jedoch mehrere Nachweise einzelner Singdrosseln ein. +++ Anscheinend unbeeindruckt von der strengen Witterung befinden sich aktuell mehrere Specht- und Eulenarten in Balzstimmung, darunter auch ein Sperlingskauz (13.02.) und mehrere Uhus.

08.02.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (01.02. bis 07.02.2021)

Unsere WEISSKOPF-RUDERENTE hat erneut ihren Standort gewechselt: Bis zum 04.02. hielt sie sich noch am Echinger Stausee auf, am 06.02. wurde sie dann wieder am Moosburger Stausee entdeckt, den sie bereits aus dem Zeitraum vom 31.12.2020 bis 14.01.2021 gut kennt. +++ Singschwäne wurden im Wochenverlauf erneut am Echinger Stausee beobachtet (max. 8 Ind., 02.02.), außerdem 9 Ind. bei Grießenbach (04.02.), 4 Ind. bei Essenbach (06.02.) und schließlich 2 Ind. bei Vilsbiburg (07.02.). Einer dieser beiden Vögel war mit einer blauen Halsmanschette markiert, die aber leider nicht sicher abgelesen werden konnte. +++ Vom Echinger Stausee wurden am 01.02. 3 Blässgänse und am 01.02 sowie am 05.02. der dort überwinternde Flussuferläufer gemeldet. Zudem haben dort die Graureiher bereits damit begonnen, ihre Brutkolonie zu besetzen (07.01.). +++ Im nördlichen Landkreis müssen wir den Verlust eines Uhus zur Kenntnis nehmen (vermutlich Verkehrsopfer) und auch von der zweiten SCHNEEAMMER bei Altheim fehlt weiterhin jede Spur (01.02., 05.02. bis 07.02.). +++ Der Heimzug hat im Wochenverlauf deutlich eingesetzt, mit Trupps von bis zu 30 Kiebitzen (04.02.), bis zu 30 Feldlerchen (06.02.) sowie einer ersten Hohltaube (04.02.).

01.02.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (25.01. bis 31.01.2021)

Am Moosburger Stausee ist der Bestand an Schnatterenten (am 01.01. immerhin noch 604 Ind.) mittlerweile komplett in die Knie gegangen (<10 Ind. am 31.01.). Auch die zwischenzeitlich regelmäßig mit mehreren 10 Ind. anwesende Kolbenente fehlt aktuell fast vollständig (lediglich 1 Ind. am 31.01.). Die Zeit mit größeren Blässgans-Trupps scheinen vorläufig ebenfalls vorbei zu sein: 4 Ind. wurden am 27.01. beobachtet, ansonsten lediglich noch 2 Ind. am 31.01. am Echinger Stausee. +++ Im tertiären Hügelland zwischen Landshut und Tiefenbach halten sich beträchtliche Ansammlungen von Singvögeln auf, darunter alleine 760 Bluthänflinge und 215 Goldammern (30.01.). Die dort ebenfalls am 30.01. anwesenden 6 Feldlerchen stufen wir nicht als überwinternd, sondern als erste „Frühlingsboten“ ein. +++ Am Echinger Stausee überwintert weiterhin ein Flussuferläufer (letztmalig am 31.01.) und neben bis zu 8 Singschwänen (31.01.) kann dort weiterhin eine WEISSKOPF-RUDERENTE bestaunt werden. +++ Vorläufig unklar ist der Verbleib der zweiten SCHNEEAMMER bei Altheim, jedenfalls wurde dort am 30.01 und am 31.01. nur noch ein Ind. gemeldet. Nicht auszuschließen, dass dem Vogel das anhaltende „Fotoshooting“ allmählich zu viel bzw. zu bunt geworden ist.

24.01.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (18.01. bis 24.01.2021)

Zumindest bis zum 22.01. hielt sich weiterhin eine WEISSKOPF-RUDERENTE am Echinger Stausee auf, die Zahl der gemeldeten Singschwäne belief sich maximal auf 13 Ind. (ebenfalls 22.01.). +++ Am Moosburger Stausee wurden erneut nur kleinere Trupps von Blässgänsen beobachtet (max. 4 Ind. am 23.01.) und am Isarstau Altheim harrt weiterhin ein überwinternder Flussuferläufer aus (18.01.). +++ In der Landshuter Flutmulde erreicht die Zahl der dort seit einigen Jahren überwinternden Pfeifenten weiterhin neue Höchstwerte: bis zu 80 Ind. wurden in dieser Woche gemeldet (19.01.). +++ Die ganze Woche über konnten bei Altheim zunächst eine (18.01. und 19.01.) und dann zwei männliche SCHNEEAMMERN beobachtet werden. Schneeammern brüten in der Tundra sowie in hochalpinen Gebieten Nordeuropas und werden bei uns nur sehr unregelmäßig festgestellt, letztmalig im März 2014. Bemerkenswert ist, dass sich sowohl im Winter 2012/2013 als auch im Winter 2013/2014 Schneeammern an fast exakt gleicher Stelle aufhielten.  Die beiden jetzt anwesenden Vögel sind nach unserer Auffassung mittlerweile mehr als ausreichend fotographisch dokumentiert.

17.01.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (11.01. bis 17.01.2021)    

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Stauseen und Staustufen hat gegenüber dem Vormonat deutlich auf jetzt 13.000 Tiere abgenommen (-5.000). Lediglich am Isarstau Niederaichbach gingen die Zahlen leicht nach oben. Erhebliche Rückgange waren bei Reiherente (-1.500 auf jetzt 1.800), Blässhuhn (-1.000 auf jetzt 5.200), Schnatterente (-900 auf jetzt 1.700) und Höckerschwan (-700 auf jetzt 600) zu verzeichnen. Substantiell zugelegt hat ausschließlich die Tafelente auf 1.400 Ind. (+200). +++ Am Echinger Stausee hielten sich auch diese Woche wieder Singschwäne auf, max. 15 Ind.  am 17.01.. Weitere 3 Singschwäne wurden am 15.01. und 17.01. im Bereich des Isarstaus Niederaichbach festgestellt. +++ Lediglich 2 Blässgänse wurden im Wochenverlauf am Moosburger Stausee beobachtet (17.01.), es ist jedoch nicht unwahrscheinlich, dass sich hier bzw. im näheren Umfeld immer noch größere Trupps aufhalten. +++ Unsere WEISSKOPF-RUDERENTE hat erneut ihren Aufenthaltsort gewechselt und schwimmt bzw. taucht jetzt im Echinger Stausee (17.01.). Die seit etwa vier Wochen anhaltende „Dauerüberwachung“ dieses seltenen Vogels schwächelte im Wochenverlauf erstmals: An immerhin drei Tagen erfolgte keine Meldung! +++ Am Echinger Stausee gab es weiterhin einen Zwergsäger sowie einen überwinternden Flussuferläufer zu sehen, ein weiterer Flussuferläufer wurde am Isarstau Niederaichbach beobachtet (17.01.). +++ Durchaus bemerkenswert für Mitte Januar ist ein Trupp von ca. 50 Rohrammern bei Essenbach (17.01.) wo zudem der zweite Merlin dieses Winters entdeckt wurde. +++ Berichtenswert sind zudem ein Trupp von 150 Goldammern bei Högldorf (11.01.) sowie ein weiterer überwinternder Hausrotschwanz bei Wattenbacherau (13.1.).

13.01.2021: Der Jahresbericht zur Brutsaison 2020 der Flusseeeschwalbe in Bayern wurde heute veröffentlicht. Die vom LBV Landshut betreuten Brutkolonien liegen am Echinger Stausee sowie am Kiesabbau "Aquapark" bei Moosburg.

Flussseeschwalben-Monitoring-Bayern-2020
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10.01.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (04.01. bis 10.01.2021)      

Für Anfang Januar eher untypisch sind folgende Beobachtungen: Ein Schwarzkehlchen bei Unterwattenbach (04.01., 10.01.), ein Weißstorch auf der Nistplattform in Pfeffenhausen (10.01.), weiterhin ein Alpenstrandläufer am Echinger Stausee (zuletzt am 10.01.), eine Feldlerche bei Altheim (07.01.), bis zu 13 Stare bei Binsham (09.01.), 2 Girlitze bei Mittergolding (09.01.), weiterhin ein Flussuferläufer am Isarstau Altheim (07.01.) sowie ein Hausrotschwanz in Landshut (09.01.). +++ Am Moosburger Stausee wurde im Zuge der täglichen WEISSKOPF-RUDERENTEN-Beobachtung (04.01. bis 10.01.) am 04.01. der erste Mittelsäger dieses Winterhalbjahres gemeldet sowie am 06.01. eine Moorente. Außerdem hält sich dort weiterhin ein Trupp von etwa 50 Blässgänsen auf (05.01., 08.01.). +++ Am Echinger Stausee wurden auch in dieser Woche wieder bis zu 11 Singschwäne beobachtet, die Zahl der Bekassinen erhöhte sich auf 37 Ind. (08.01.) und ebenfalls am 08.01. war erneut ein Zwergsäger zu sehen. +++ Während an mehreren Gewässern im Raum Landshut die bislang sehr hohe Zahl an Höckerschwänen innerhalb Wochenfrist sehr deutlich abgenommen hat, sorgt am Isarstau Niederaichbach weiterhin ein Seeadler für Unruhe (06.01.). +++ Durchaus ungewöhnlich ist die Beobachtung eines Trupps von ca. 15 Mandarinenten, die in der Abenddämmerung des 06.01. bei heftigem Schneegestöber an einem Waldrand im tertiären Hügelland nach Nahrung suchten.

03.01.2021; Ornithologischer Wochenrückblick (28.12.2020 bis 03.01.2021)

Die beiden Wanderfalken vom Landshuter Martinsturm haben das seit 22.12. installierte Laser-Kunstprojekt, bei dem der Turm mit einem mehrere Watt starken Laser angestrahlt wird, bislang offensichtlich unbeschadet überstanden (28.12.). Obwohl die Wahrscheinlichkeit für eine (Augen)Verletzung der Tiere durch den Laser gering sein dürfte, sollten Brutplätze von Gebäudebrütern für derartige Veranstaltungen eigentlich tabu sein. +++ Die Zahl der Singschwäne am Echinger Stausee ist im Wochenverlauf kontinuierlich auf zuletzt 11 Ind. angestiegen (03.01.). Berichtenswert sind von dort weiterhin ein Zwergsäger (zuletzt am 03.01.) sowie Januar-Nachweise von bis zu 33 Bekassinen (03.01.) und einem bereits seit Anfang Dezember anwesenden Alpenstrandläufer.  Am Moosburger Stausee halten sich noch immer über 600 Schnatterenten (01.01.) und weiterhin ein größerer Trupp Blässgänse auf (max. 52 Ind. am 31.12.), außerdem wurde am 02.01. zwischen aktuell knapp 1000 Reiherenten eine Bergente entdeckt. +++ Und dann natürlich noch die weiterhin von einem überregionalen Auditorium nahezu kontinuierlich "überwachte" WEISSKOPF-RUDERENTE: Der Vogel wurde bis zum 30.12. noch vom Isarstau Altheim gemeldet und wird seither täglich am Moosburger Stausee photographisch dokumentiert. Weißkopf-Ruderenten zählen weltweit zu den gefährdetsten Entenarten, der globale Gesamtbestand liegt bei nur etwa 20.000 Tieren (zum Vergleich: Homo sapiens ca. 8 000 000 000 Ind.). +++ Am Isarstau Altheim wurde auch diese Woche wieder ein überwinternder Flussuferläufer beobachtet (zuletzt am 30.12.) und auch ein Hausrotschwanz hatte offensichtlich keine Lust, in sein traditionelles Überwinterungsgebiet zu ziehen (Essenbach, 30.12.).

27.12.2020: Ornithologischer Wochenrückblick (21.12. bis 27.12.2020)

Die ganze Woche über durften sich Beobachterinnen und Beobachter am Isarstau Altheim über die dort weiterhin anwesende WEISSKOPF-RUDERENTE freuen, entsprechende Nachweise erfolgten täglich. Außerdem gingen erneut Meldungen vom dort überwinternden Flussuferläufer ein (21.12., 26.12.) und am 21.12. wurde eine erste Bergente gemeldet. +++ Die weihnachtliche Nordströmung hat bislang zwar keine großen Raritäten gebracht, aber immerhin am 27.12. 4 Singschwäne und einen ersten Zwergsäger (Echinger Stausee). Auch die merkliche Zunahme der Schellente an den Landshuter Stauseen und Staustufen dürfte auf dieses Wetterphänomen zurückzuführen sein. +++ Am Moosburger Stausee schwankt die Zahl der Blässgänse von Tag zu Tag weiterhin relativ stark (max. 53 Ind. am 23.12) und ebenfalls am 23.12. konnte der seit 11.12. anwesende Rothalstaucher erneut bestätigt werden.

20.12.2020 Ornithologischer Wochenrückblick (14.12. bis 20.12.2020)      

Gegenüber dem Vormonat hat die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Stauseen und Staustufen erneut leicht auf jetzt knapp 18.000 Vögel abgenommen. Signifikant zulegen konnte lediglich die Tafelente mit aktuell 1.200 Ind.. Es dominieren weiterhin Blässhuhn (6.300), Reiherente (3.400) und Schnatterente (2.600). Während die für das Blässhuhn ermittelte Individuenzahl wegen teilweise extrem dicht gedrängten Ansammlungen mit hohen Unsicherheiten behaftet ist, dürfte es sich bei der Schnatterente um den bislang höchsten Wert für den Raum Landshut überhaupt handeln. Außergewöhnlich schwach zeigen sich dagegen weiterhin Haubentaucher und Zwergtaucher mit nur etwa der Hälfte der üblicherweise anzutreffenden Winterbestände. +++ Apropos Wasservogelzählung: Nicht unbedingt hilfreich dabei ist die Anwesenheit von Seeadlern. Einer dieser Störenfriede hält sich weiterhin am Isarstau Niederaichbach auf (16.12., 17.12., 20.12.). +++ Die Zahl der gemeldeten Blässgänse am Moosburger Stausee hat mit maximal 29 Ind. (20.12.) gegenüber den Vorwochen deutlich abgenommen und die dort seit dem 08.12. anwesende Trauerente wurde vorläufig letztmalig am 15.12. gesichtet. Der erstmalig am 11.12. gemeldete Rothalstaucher war dagegen die ganze Woche über noch vor Ort. +++ Beobachtungen von überwinternden Flussuferläufern erfolgten sowohl am Echinger Stausee (14.12.) als auch am Isarstau Niederaichbach (17.12.) und am Isarstau Altheim (19.12.). Gemäß den Erfahrungen aus früheren Jahren ist es eher unwahrscheinlich, dass es sich dabei um ein und denselben Vogel handelt. +++ Im nördlichen Landkreis ist auch in diesem Jahr wieder ein traditioneller Überwinterungsplatz der Zwergschnepfe besetzt (20.12.). Die dortige Überwinterungstradition in einem Mini-Feuchtbiotop, mitten im tertiären Hügelland, reicht mindestens bis in die 1980er Jahre zurück. +++ Möwen kommen weit herum: Eine polnische Lachmöwe, abgelesen am 15.12. im Landshuter Stadtgebiet, war Ende September 2020 noch an der Holländischen Küste unterwegs. +++ Seit dem 19.12. machen sich Beobachter aus dem halben Bundesgebiet auf den Weg zum Isarstau Altheim, wo seit dem 16.12. eine WEISSKOPF-RUDERENTE herumschwimmt. Dieser überaus seltene Vogel wird nur sehr unregelmäßig in Deutschland festgestellt und hat eine ausgesprochen schlechte CO2-Bilanz, da er stets einen regelrechten Ansturm von Ornithologinnen und Ornithologen auslöst. Offen bleibt die Frage, ob es sich bei einer am 06.12. am Moosburger Stausee gemeldeten Schwarzkopf-Ruderente nicht auch schon um diesen Vogel gehandelt hat.