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25.05.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (16.05. bis 22.05.2022)

Am Echinger Stausee brüten in diesem Jahr wohl wieder 4 bis 5 Nachtreiher-Paare, jetzt wurden endlich die ersten Jungen entdeckt (19.05.). Außerdem wurden die ganze Woche über Seidenreiher gemeldet (maximal 6 Ind. am 17.06.) und dazu am 19.06. erneut ein Purpurreiher. Sensationsgast der Woche war allerdings ein Graubruststrandläufer (17.05. bis 19.05), ein in Nordamerika und Nordsibirien heimischer Watvogel, der in Bayern nur unregelmäßig auftritt und im Raum Landshut letztmalig am 18.09.2016. festgestellt worden war. +++ Auch diese Woche gingen vom Echinger Stausee wieder mehrere Meldungen eines männlichen Kleinen Sumpfhuhns ein, zusätzlich am 16.05. auch die eines Weibchens. Außerdem wurde erneut eine Bartmeise beobachtet (22.05.) und am 19.05. eine weitere Weißbart-Seeschwalbe (am gleichen Tag auch am Moosburger Stausee) +++ Im Landshuter Stadtgebiet hofft weiterhin eine Zwergohreule darauf, dass ihre Rufe endliche einen Partner anlocken (letztmalig am 21.05.) und aus dem südlichen Landkreis wurde am 21.05. das erste größere Brutvorkommen von Bienenfressern in diesem Jahr gemeldet. +++ In der großen Lachmöwen-Brutkolonie bei Wörth scheint mindestens ein Brutpaar der Schwarzkopfmöwe brutverdächtig zu sein und aus dem Bereich Essenbach gibt es eine erfolgreiche Brut des Schwarzkehlchens zu vermelden. +++ Während bei dem kleinen Restvorkommen von Kiebitzen im Isartal bei Gündlkofen die durchgeführten Gelegeschutzmaßnahmen zu ersten Schlupferfolgen geführt haben, scheint es bei den Flussregenpfeifern auf den Isarkiesbänken bei Bruckberg eher suboptimal zu laufen. Bewährt hat sich dagegen die erneute Einzäunung einer großen Ausgleichsfläche in der Landshuter Flutmulde zugunsten des Flussregenpfeifers, der hier offensichtlich mit zwei Paaren vertreten ist. +++ Sorgen machen wir uns aktuell um ein größeres Brutvorkommen von Mauerseglern in der Nik.-Alex.-Mair-Str. in Landshut, wo in Kürze Sanierungsarbeiten incl. Gerüstaufbauten anstehen. Im Verlauf dieser Woche wurden an dem Gebäude mindestens 10 Brutpaare dokumentiert.

16.05.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (09.05. bis 15.05.2022)

Unter den erneut äußerst zahlreichen ornitho-Meldungen dieser Woche (über 1.700!) befindet sich erneut eine ganz Reihe bemerkenswerter Nachweise: Am Echinger Stausee bis zu 5 Nachtreiher, eine Wiesenweihe (09.05.), weiterhin ein Stelzenläufer (09.05. und 10.05.), bis zu 6 Weißflügel-Seeschwalben (09.05.) , erneut eine Bartmeise (09.05.), eine Weißbart-Seeschwalbe (12.05. und am Tag zuvor am Moosburger Stausee), ein ziemlich später Kranich (12.05.), ein weiterer Fischadler (15.05.) sowie 2 Seidenreiher (15.05.). +++ Im Isarmoos gab es am 13.05. und am 14.05. einen weiteren Purpurreiher zu sehen, dazu am 15.05. eine immature Wiesenweihe und ein besonderes Augenmerk sollten wird dort weiterhin auf möglicherweise brutverdächtige Braunkehlchen haben. Immerhin ging am 09.05. eine Meldung von 2 Ind. ein, davon eines singend! +++ Von der einsam rufenden Zwergohreule im Landshuter Stadtgebiet gibt es entgegen unserer Meldung aus der Vorwoche nun doch wieder ein Lebenszeichen (15.05.) und ebenfalls am 15.05. trafen die ersten Bienenfresser im Raum LA ein. Bereits einen Tag zuvor wurde ein erster Wespenbussard beobachtet. +++ Aufgrund der wie üblich im Mai extrem geringen Schwimmvogelzahlen verzichten wir an dieser Stelle erneut auf die Berichterstattung der monatlichen Zählergebnisse. Im Juni geht's mit den Zahlen dann bereits wieder aufwärts.

 

Aufgrund der seit Jahren überaus guten Reproduktionsquote wird unser Flussseeschwalben-Nistfloß am Kiesabbau Aquapark mittlerweile deutlich zu klein. Aktuell (15.05.) befinden sich auf dem nur etwas über 10 Quadratmeter großen Nistfloß 38 Gelege mit über 100 Eiern, darunter mehrere 4er-Gelege. Mit 3,7 Brutpaaren pro Quadratmeter ist dies ein neuer (vermutlich weltweiter!) Dichterekord für die Flussseeschwalbe. Weitere Seeschwalben-Paare versuchen sich zwar noch anzusiedeln, werden aber offensichtlich nicht mehr zugelassen. Die Brutpaarzahl der „Mutterkolonie“ am Echinger Stausee wird erst in der kommenden Woche ermittelt.

 

14.05.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (02.05. bis 08.05.2022)

In der mittlerweile doch sehr ansehnlichen Lachmöwen-Kolonie im Grießenbacher Moos scheinen auch Schwarzkopfmöwen brüten zu wollen. Bis zu vier Stück wurden im Laufe der Woche dort festgestellt. Außerdem gab es einen weiteren Nachweis einer Zitronenstelze, möglicherweise der gleiche Vogel der am Vortag vom Echinger Stausee gemeldet wurde. +++ Dort (Echinger Stausee) wurden im Wochenverlauf bis zu 3 Stelzenläufer (03.05.) , bis zu 2 Seidenreiher (04.05.), bis zu 5 Nachtreiher (03.05.), ein Fischadler (02.05.), eine Zwergschnepfe (03.05.) sowie am 08.05. eine erste Zwergdommel und erneut eine Bartmeise beobachtet. +++ Eine weitere Meldung eines Seidenreihers stammt vom Isarstau Altheim (04.05.) und am Moosburger Stausee jagten mehrmals größere Ansammlungen von Baumfalken nach Insekten, maximal 15 Ind. am 02.05. +++ Am fast schon traditionellen Aufenthaltsort im Landshut Stadtgebiet war am 03.05. und am 05.05. wieder einmal eine Zwergohreule zu hören, von den Folgetagen gingen bislang jedoch keine weiteren Meldungen mehr ein. +++ Sehr aktiv war diese Woche auch wieder unser Mitglied Thomas G. aus E. beim Versuch, einem kleinen Restvorkommen von Kiebitzen (4 BP) im Bereich Münchnerau-Gündlkofen eine erfolgreiche Reproduktion zu ermöglichen. Wie (fast) immer befinden sich auch hier die Gelege der Kiebitze in Ackerflächen, die ohne genau Lokalisierung, Markierung und Absprache mit dem Bewirtschafter im Zuge der landwirtschaftlichen Nutzung zerstört würden. Die Bestandsentwicklung des Kiebitzes ist landesweit dramatisch schlecht, im Raum Landshut gibt es außerhalb des Isarmooses (Bereich Essenbach bis Grießenbach) nur noch wenige Einzelvorkommen.

 

09.05.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (25.04. bis 01.05.2022)

Mit mehr als 1400 Einzelmeldungen oder Zählergebnissen im ornitho-System erneut eine sehr beobachtungsintensive Woche, mit interessanten Beobachtungen vor allem am Echinger Stausee (in chronologischer Reihenfolge): ein Fischadler (25.04.), ein Purpurreiher und 2 Regenbrachvögel (28.04.), ein männlicher Rotfußfalke (29.04.), ein Stelzenläufer, eine Zwergschnepfe und eine Zitronenstelze (01.05.) sowie eine Bartmeise vom (28.04. bis 30.04.) und bis zu 4 Nachtreiher. +++ Von den Staustufen unterhalb Landshuts wurden am 30.04. 16 Weißflügel-Seeschwalben und ein weiterer Rotfußfalke (K2, Isarstau Niederaichbach) gemeldet. +++ Die ersten Mauersegler wurden am 30.04. am Isarstau Altheim gesichtet, im nördlichen Landkreis wurde am 27.04. ein Schwarzstorch beobachtet und ein später Goldregenpfeifer zog am 01.05. über Neufahrn hinweg.

 

29.04.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (18.04. bis 24.04.2022)

Vom Echinger Stausee wurden im Wochenverlauf bis zu 5 Nachtreiher gemeldet (21.04.), die ganze Woche war weiterhin ein Kleines Sumpfhuhn zu sehen und Stelzenläufer wurden am 18.04. (1 Ind.) sowie am 19.04. (2 Ind.) beobachtet. Außerdem hielt sich in den Schilfbereichen des Sees am 18.04. ein Trupp von etwa 10 Bartmeisen auf, am 20.04. gab es den ersten Fischadler dieses Jahres und schließlich wurde am 24.04. eine Zwergschnepfe entdeckt. +++ Etwas weniger zu bieten hatte der Isarstau Altheim, von dem am 22.04. aber immerhin die erste Raubseeschwalbe gemeldet wurde. +++ Erneut wurden auch wieder Wiedehopfe gesichtet, so am 18.04. (Essenbach) am 19.04. (Hascherkeller) und am 24.04. (Wörth). Und bei Gaden sang am 20.04. die erste Nachtigall.

 

20.04.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (11.04. bis 17.04.2022)

Folgende Arten sind diese Woche in den Raum Landshut zurückgekehrt: Braunkehlchen (11.04.), Wendehals, Waldlaubsänger (13.04.), Dorngrasmücke, Baumfalke, Baumpieper (15.04.), Halsbandschnäpper, Trauerseeschwalbe, Rohrschwirl (16.04.) und Drosselrohrsänger (17.04.). Außerdem gibt es den ersten Nachwuchs bei den Gänsesägern (5 juv. am 13.04.). +++ Vom Wiedehopf - Vogel des Jahres 2022 - gingen erneut mehrere Meldungen ein: 11.04. (Thal), 13.04. (Truppenübungsplatz) und 14.04. (Ergoldsbach).+++ Am Echinger Stausee rastete vom 15.04. bis 17.04. ein Stelzenläufer, zuvor waren dort eine Mantelmöwe (11.04.) sowie eine Steppenweihe (13.04) beobachtet worden, die jedoch noch von den zuständigen Seltenheitskommissionen überprüft werden müssen. Nicht mehr „meldepflichtig“ ist dagegen seit einigen Jahren das Kleine Sumpfhuhn, von dem ein Ind. ebenfalls am Echinger Stausee am 17.04. entdeckt wurde.

Vervollständigt wird die Zahl "attraktiver" Arten durch 2 Moorenten (Moosburger Stausee am17.04.), bis zu 4 Nachtreiher (Echinger Stausee am 13.04.), einen Säbelschnäbler (Isarstau Altheim am 14.04.) sowie zwei Beobachtungen jeweils eines Regenbrachvogels (Echinger Stausee am 11.04. bzw. Essenbach am 15.04.). +++ Im Wochenverlauf wurden dann noch mehrere Trupps durchziehender Eichelhäher gemeldet und auch bem Waldwasserläufer herrscht weiterhin starker Durchzug mit beispielsweise mindestens 35 Ind. am 11.04.. +++ Ausdrücklich nicht erwähnenswert sind die Ergebnisse der monatlichen Schwimmvogelzählung an den Landshuter Stauseen und Staustufen mit deutlich rückläufigen Zahlen und insgesamt nur noch 2000 Tieren. Lediglich bei der Lachmöwe ergaben sich wegen einer Zugstausituation (Nordostströmung) auffällig hohe Zahlen. +++ Beachtung schenken sollten wir dagegen brutverdächtigen Mittelmeermöwen auf einem Hallendach im Ergoldinger Industriegebiet. Dort wo heute gigantische Industriehallen stehen und Verbrennungsmotoren für den Weltmarkt produziert werden, brüteten früher Kiebitze, Feldlerchen, Rebhühner und Grauammern.

 

15.04.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (04.04. bis 10.04.2022)

Der am Echinger Stausee überwinternde Brachvogel-Trupp (13 Ind.) war am 11.04. letztmalig vollständig und befindet sich seither in Auflösung: Dazu zwei Anmerkungen: 1. Nachdem diese Tiere sich erst jetzt so allmählich in Richtung Brutgebiet aufmachen, liegt der Verdacht nahe, dass es dabei nicht um Brachvögel der bayerischen Population handelt. Die bayerischen Brachvögel haben ihre Reviere bereits seit geraumer Zeit besetzt und überwintern bekanntermaßen überwiegend an der Atlantikküste bei Portugal. 2.) Interessant wäre zu wissen, ob es sich bei den insgesamt fünf ornitho-Meldungen (22.02., 06.03., 14.03., 04.04.) von mehr als 13 Brachvögeln (14 bzw. 15 Ind.) tatsächlich um ein bzw. zwei Tiere mehr gehandelt hat, die sich hier kurzfristig dazugesellt haben, oder ob hier Unsicherheiten von Zählungen deutlich werden. Beispielsweise durch Mehrfachzählungen von Tieren, die während der Zählung ihren Standort gewechselt haben. Wie dem auch sei: Die Betrachtung von Unsicherheiten bei Vogelzählungen erscheint uns grundsätzlich ein bisher deutlich zu wenig untersuchtes Phänomen zu sein. +++ Hier die Rückkehrer der Woche: Bruchwasserläufer (07.04.), Nachtreiher (07.04.), Fitis (07.04.), Schwarzmilan (07.04.) und Flussseeschwalbe (09.04.) +++ Vom Echinger Stausee wurde im Wochenverlauf wieder so einiges an Watvögeln gemeldet, darunter erneut große Ansammlungen von Kampfläufern (128 Ind. am 07.04.) sowie mehrmals einzelne Uferschnepfen und Regenbrachvögel. Dazu immer auch größere Trupps von Waldwasserläufern (18 Ind. am 08.04.), von dem auch von verschiedenen anderen Gewässern im Raum Landshut Meldungen erfolgten. +++ Im Isarmoos rasteten am 04.04. noch zwei Trupps mit 20 bzw. 30 Goldregenpfeifern, zudem wurde dort am 10.04. ein später Merlin entdeckt. +++ Bei Ohu wurde ein weiterer Wiedehopf gesichtet (04.04.), am 06.04. ging vom Landshuter Truppenübungsplatz die Meldung einer Sumpfohreule ein und bei Baierbach gab es am 07.04. eine Zwergschnepfe. +++ Und während am 08.04. die ersten Flussregenpfeifer auf die Isarkiesbänke bei Bruckberg zurückgekehrt sind (und dort bereits wieder von Erholungssuchenden herumgescheucht werden), scheint die Pfeifente ihr jetzt schon traditionelles Überwinterungsgebiet in der Landshuter Flutmulde (mit teilweise über 100 Ind.!) am 09.04. endgültig geräumt zu haben. Jedenfalls für diese Saison.

13.04.2022: Ornithologischer Wochenbericht (28.03. bis 03.04.2022)

Vom Wiedehopf – immerhin Vogel des Jahres 2022 – gab es im Laufe der Woche gleich drei Meldungen: Zunächst am 31.03 bei Stallwang, dann am 01.04. bei Weihmichl und schließlich am 03.04. bei Vilsbiburg. Zurückgekehrt sind im Wochenverlauf auch Trauerschnäpper (29.03.), Schafstelze (31.03.) und Mehlschwalbe (02.04.). +++ Am Echinger Stausee rastete vom 28.03. bis 29.03. ein Sichler, zudem hielten sich dort unter einer ganzen Reihe verschiedener Watvogelarten auch 2 Uferschnepfen auf und am 30.03. zog über Auloh ein erster Schwarzstorch in nordöstliche Richtung.

02.04.2022: Ornithologischer Wochenbericht (21.03. bis 27.03.2022)

Am Echinger Stausee rastete auch in dieser Woche noch eine sehr hohe Zahl an Kampfläufen (159 Ind. am 22.03.), außerdem tauchte dort am 22.03. der nahezu jährlich erscheinende Chileflamingo wieder auf. +++ Das erste Tüpfelsumpfhuhn dieses Jahres wurde am 26.03. im Mündungsbereich der Landshuter Flutmulde entdeckt (Erstnachweis für dieses Gebiet), ein weiteres dann am Folgetag am Echinger Stausee. +++ Erneut gab es im Wochenverlauf auch wieder Goldregenpfeifer zu sehen (7 Ind. am 27.03. im Isarmoos) und am 23.03. zog ein Trupp von 18 Kranichen in östlicher Richtung am Nordrand des Isartales entlang. Er wurde dabei gleich von drei unterschiedlichen Stellen gemeldet: Zunächst aus Altdorf, dann vom Glöcklberg bei Altheim und schließlich vom Kalteller Berg bei Mettenbach. Die „Luftraumüberwachung“ scheint also zumindest an diesem Tag ziemlich gut funktioniert zu haben.

26.03.2022: Ornithologischer Wochenbericht (14.03. bis 20.03.2022)

Wir freuen uns in dieser Woche über die erste Rauchschwalbe (20.03., Echinger Stausee), Knäkente (14.03.), Mönchsgrasmücke (14.03.), Flusssregenpfeifer (18.03.) und Blaukehlchen (18.03.) waren zuvor bereits zurückgekehrt. +++ Mehrmals konnten im Wochenverlauf auch wieder durchziehene bzw. rastende Goldregenpfeifer beobachtet werden (max. 20 Ind. am 20.03. bei Eching) und vom Echinger Stausee) wurde eine jahreszeitlich außerordentlich große Ansammlung von ca. 150 Kampfläufern gemeldet. Höchster Wert für den Raum Landshut seit April 1996. Für den Monat März liegt bislang lediglich eine einzige Meldung von mehr als 100 Ind. vor, sie liegt noch länger zurück und stammt vom 30.03.1968 (111 Ind.). Aktuell ziehen vom Kampfläufer überwiegend die zentraleuropäischen Populationen durch, die erheblich größeren nordeuropäischen Populationen haben ihr Durchzugsmaximum üblicherweise erst Ende April/Anfang Mai.

 

18.03.2021: Ornithologischer Wochenbericht (07.03. bis 13.03.2022)

Der Schwimmvogel-Bestand an den Landshuter Stauseen und Staustufen hat sich gegenüber dem Vormonat auf jetzt nur noch 4.600 Ind. nahezu halbiert. Die mit Abstand häufigste Art ist aktuell die Reiherente mit immerhin 1.900 Tieren. Das im März eigentlich übliche Frühjahrsmaximum der Reiherente (Heimzug) zeichnet sich bislang allerdings noch nicht ab. Dagegen hat der Heimzug der Löffelente mit 34 Ind. am 13.03. (Moosburger Stausee) bereits merklich eingesetzt. +++ Im Isarmoos wurden im Wochenverlauf mehrfach Trupps von bis zu 7 Kranichen (12.03.), sowie bis zu 5 Goldregenpfeifern (11.03.) beobachtet. Außerdem wurde mit 27 Rostgänsen (08.03.) ein neues, deutliches Gebietsmaximum für den Raum LA festgestellt.

17.03.2022: Ornithologischer Wochenbericht (28.02. bis 06.03.2022)

Im Isarmoos rastete am 05.03. und am 06.03. eine Gruppe von 4 Kranichen, zudem wurde von dort am 05.03. eine erste Schwarzkopfmöwe gemeldet. +++ Am Landshuter Truppenübungsplatz wurde am 04.03. eine erste Heidelerche beobachtet, mehrere Feststellungen von Ringeltauben-Schwärmen mit bis zu 500 Ind. (z.B. Kröning, 05.03.) zeigen, dass mittlerweile auch bei dieser Art der Heimzug massiv eingesetzt hat, bei Haselfurth wurden am 06.03. 10 Blässgänse gesichtet und am 03.03. wurde vom Isarstau Niederaichbach nach längerer Zeit wieder mal ein Rothalstaucher gemeldet. +++ Zahlenmäßig durchaus bemerkenswert ist eine Ansammlung von 142 Pfeifenten am 05.03. im Vilstal bei Gerzen. Neuer Höchstwert für den südlichen Landkreis.

 

28.02.2022: Ornithologischer Wochenbericht (21.02. bis 27.02.2022)

Im Wochenverlauf wurden am Echinger Stausee die ersten Alpenstrandläufer (2 Ind. am 27.02) beobachtet und unsere 13 Brachvögel sind auch noch da. +++ Am 23.02. war bei Auloh der erste Singdrossel-Gesang zu hören und in der Landshuter Flutmulde wurde mit 126 Pfeifenten ein neuer lokaler Höchstwert festgestellt. +++ Im Isarmoos ziehen weiterhin größere Trupps an Kiebitzen (bis zu 400 Ind. am 27.02.) und Hohltauben durch (25 Ind. am 26.02), am 26.02. und 27.02. wurde ein erster Goldregenpfeifer beobachtet und gleich 31 Nilgänse rasteten am 27.02. in den Kreuzstauden. +++ Mit 19 Bergenten wurde am 25.02. (Moosburger Stausee) die höchste Individuenzahl seit mehr als 30 Jahren beoachtet (12.11.1988), das Gebietsmaximum für den Raum Landshut liegt sogar noch deutlich länger zurück. Es stammt vom 01.12.1959. (24 Ind.). +++ Die am Fuße des Landshuter Martinsturms gefunden Überreste einer Waldschnepfe (26.02.) bestätigen erneut, dass Wanderfalken nicht nur von lästigen Straßentauben leben, sondern immer wieder auch seltene bzw. sehr seltene Arten schlagen. Das Spektrum reicht von Flussseeschwalben über Regenbrachvögel bis hin zu Wachtelkönigen. Auffällig ist dabei der nur an nachts beleuchteten Standorten festzustellende, nicht unbeträchtliche Anteil von nächtlich ziehenden Vogelarten (z.B. Waldschnepfe), die gegen diese Art von Attacken offensichtlich keine evolutionäre Abwehr- bzw. Fluchtstrategien entwickeln konnten. Die Ansiedlung von Wanderfalken an angestrahlten Gebäuden ist aus naturschutzfachlicher Sicht daher durchaus eine zweischneidige Angelegenheit.

21.02.2022: Ornithologischer Wochenbericht (14.02. bis 20.02.2022)

Zu berichten gibt es diesmal lediglich erste Beobachtungen von Rotmilanen (14.02. und 16.02. bei Altdorf bzw. Münchnerau), einen ersten Kampfläufer am Echinger Stausee (20.02.) sowie einen Merlin im Isarmoos bei Weng (18.02.). Außerdem halten Flussuferläufer (Isarstau Altheim) und der Trupp Brachvögel am Echinger Stausee weiterhin die Stellung. Und in Neufahrn standen am 20.02. bereits zwei Weißstörche auf der Nistplattform. +++ Erstmals Fehlanzeige dagegen bei den Singschwänen am Echinger Stausee.

15.02.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (07.02. bis 13.02.2022)

Der Schwimmvogelbestand an den Landshuter Stauseen und Staustufen hat sich gegenüber dem Vormonat fast halbiert und liegt jetzt nur noch bei 8.500 Individuen. Besonders starke Rückgänge waren bei den „Pflanzenfressern“ zu verzeichnen: Von den in diesem Winterhalbjahr maximal festgestellten 15.000 Tieren aus dieser Gruppe (Oktober 2021) sind aktuell nur noch knapp 3.000 anwesend, nach noch 9.000 Ind. im Vormonat. Vermutlich ist die Nahrungsgrundlage dieser Arten mittlerweile ziemlich erschöpft. Aufgrund dieser Abnahmen ist bei den dominierenden Arten die Tafelente jetzt auf Platz 3 vorgerückt (1.300 Ind.). +++ Zu den oben dargestellten Schwimmvogel-Summen tragen weiterhin - wenn auch unmaßgeblich - 2 Zwergscharben (Isarstau Altheim), eine Bergente (Isarstau Altheim) sowie 6 Singschwäne (Echinger Stausee) bei. +++ Im Wochenverlauf hat der Heimzug bei einigen Arten deutlich an Fahrt aufgenommen: Im Isarmoos wurden beispielsweise die ersten größeren Trupps von Feldlerchen, Kiebitzen, Bekassinen und Staren beobachtet, dazu – bemerkenswert - am 13.02. eine Grauammer.

12.02.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (31.01. bis 06.02.2022)

Am Echinger Stausee scheint die Zahl der Singschwäne im Wochenverlauf zurückgegangen zu sein. Lediglich am 02.02. wurden noch 14 Ind. festgestellt, im Folgezeitraum dann nur noch 5 Stück. Die 13 Brachvögel waren aber die ganze Woche über noch anwesend und auch die letztmalig am 11.01. festgestellten Bergenten wurden erneut beobachtet (06.02.) +++ Eine weitere Bergente wurde am 01.02 vom Isarstau Altheim gemeldet, wo sich weiterhin auch noch die beiden Zwergscharben und ein überwinternder Flussuferläufer (04.02.) aufhalten. +++ Im Isarmoos wurde am 05.02 ein erster größerer Schwarm Stare beobachtet (ca. 50 Ind.), am 06.02. wurde ein erster Kiebitz-Trupp (13 Ind.) gesichtet und vom Sperlingskauz gingen aus dem nördlichen Landkreis gleich drei Meldungen ein.

08.02.2022: "Missbräuchliche Nutzung" eines Flussseeschwalben-Nistfloßes

Die am Echinger Stauseee überwinternden Brachvögel (13 Stück) rasten und übernachten offensichtlich regelmäßig auf einem unserer Flussseeschwalben-Nistflöße. Die „Hausherren“ sind aktuell ja auf der Südhalbkugel unterwegs und würden während der Brutzeit diese „missbräuchliche Nutzung“ natürlich nicht dulden. Das lediglich sechs Quadratmeter große Floß wurde Anfang der 1990er Jahre von den Stadtwerken München gebaut und ist damit seit fast 30 Jahren im Einsatz. Da auf ihm im Mittel alljährlich etwa 15 Jungvögel flügge werden, summiert sich die Zahl der hier großgewordenen Seeschwalben auf stattliche 450 Tiere. Nicht schlecht für sechs Quadratmeter Kies! Vor Beginn der nächsten Brutsaison steht allerdings ein Umbau an: Nachdem sich im vergangenen Jahr möglicherweise ein Fischotter die ersten Seeschwalben-Gelege geholt hat, müssen die seitlichen Aufstiegsrampen abgebaut werden.

07.02.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (24.01. bis 30.01.2022)

Erneut nur wenig Neues in der Vogelwelt: Am Echinger Stausee weiterhin bis zu 14 Singschwäne und auch der dort überwinternde Brachvogeltrupp, bestehend aus 13 Tieren, ist erfreulicherweise noch komplett. +++ Am Isarstau Altheim können weiterhin 2 Zwergscharben beobachtet werden und von der Blässgans gingen im Wochenverlauf Meldungen von bis zu 28 Ind. ein (24.01., Moosburger Stausee). +++ Berichtenswert erscheint uns eine (erste) Hohltaube am 26.01. bei Eugenbach sowie mit 97 Ind. (26.01.) ein neues Maximum der Überwinterungspopulation der Pfeifente in der Landshuter Flutmulde. Leider werden die Pfeifententrupps bis weit in die Dunkelheit immer wieder von unangeleinten Hunden herumgescheucht, was Herrchen bzw. Frauchen aber offensichtlich nicht weiter zu stören scheint.

29.01.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (17.01. bis 23.01.2022)

Wenig Neues in der Vogelwelt: Weiterhin bis zu 50 Blässgänse am Moosburger Stausee (18.01.) und bis zu 14 Singschwäne (23.01.) am Echinger Stausee. Am Isartau Altheim zumindest bis zum 20.01. noch 2 Zwergscharben, sowie am 18.01 erneut 2 Samtenten und am 19.01. erneut eine Bergente. Zudem wurde am 19.01. wieder mal ein Zwergsäger beobachtet (Moosburger Stausee) sowie mehrmals der bereits bekannte, überwinternde Flussuferläufer am Isarstau Altheim. Auch der am Echinger Stausee überwinternde Trupp Brachvögel wurde wieder gemeldet – diese Woche allerdings nur mit maximal 12 Ind. (23.01.). +++ Auffällig viele Meldungen gingen im Wochenverlauf von balzrufenden Waldkäuzen ein, die Grünspechte sind ebenfalls schon ziemlich in Stimmung und in Altdorf wurde am 21.01. ein (erster) Star gesichtet.

18.01.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (10.01. bis 16.01.2022)

Die bei ziemlich üblen Bedingungen an den Landshuter Stauseen und Staustufen im Wochenverlauf durchgeführte Schwimmvogelzählung ergab einen Bestandsrückgang gegenüber dem Vormonat um rund 3.000 Ind. auf jetzt  knapp 17.000 Tiere. Eine Zunahme erfolgte lediglich am Isarstau Altheim, dem jetzt mit 6.100 Ind. (+2.000) indviduenstärksten See. Insgesamt dominieren Blässhuhn (5.400), Reiherente (3.800), Schnatterente (1.900) und Tafelente (1.400). Von den festgestellten 1.900 Schnatterenten hielten sich 1.300 Ind. am Isarstau Alheim auf und auch bei anderen Arten ergaben sich deutliche Verschiebungen zwischen den Stauseen. So beispielsweise beim Höckerschwan: Einem Minus von 500 Ind. am Isarstau Niederaichbach steht ein Plus von 500 Ind. am Isarstau Altheim auf nun 911 Ind. gegenüber (neues lokales Maximum für den Raum LA). Berichtenswert ist darüber hinaus ein Januar-Bestand von 556 Krickenten am Echinger Stausee. +++ Mit einem weiteren Neu-Nachweis eines Sperlingskauzes im nördlichen Landkreis (16.01.) hat sich die Zahl der bekannten Reviere auf jetzt sechs erhöht. +++ Ansonsten aber auch wenig Veränderung gegenüber der Vorwoche: Erneut Beobachtungen von überwinternden Flussuferläufern, weiterhin 13 Brachvögel und 13 Singschwäne am Echinger Stausee, am Isarstau Altheim weiterhin 2 Zwergscharben sowie zwei zwischenzeitlich auch im Stadtgebiet festgestellte Samtenten und an den Mittleren Isarstauseen immer wieder mal bis zu zwei Bergenten +++ Die Überwinterungspopulation der Pfeifente im Landshuter Stadtgebiet hat mit jetzt 74 Ind. (15.01.) ziemlich genau ihr Vorwinterniveau erreicht.

13.01.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (03.01. bis 09.01.2022) 

Vom Echinger Stausee wurden im Wochenverlauf weiterhin bis zu 12 Singschwäne, bis zu 2 Bergenten sowie 13 überwinternde Brachvögel und ein überwinternder Flussuferläufer gemeldet. +++ Am Isarstau Altheim hielten sich weiterhin 2 Zwergscharben, am 03.01. vorläufig letztmalig 2 Samtenten und am 09.01. erneut eine Bergente auf. +++ Die bislang höchste Individuenzahl an Blässgänsen dieses Winters wurde mit 52 Ind. am 09.01. am Moosburger Stausee beobachtet, außerdem gab es dort die ganze Woche über weiterhin eine Bergente zu sehen. +++ Die Zahl der in der Landshuter Flutmulde anwesenden Pfeifenten arbeitet sich sukzessive nach oben und hat mit 52 Ind. am 07.01. ein vorläufiges Maximum für die Überwinterungsperiode 2021/2022 erreicht. Die bislang größte Ansammlung wurde hier vor fast genau einem Jahr (24.01.2021) mit bemerkenswerten 76 Ind. registriert. Mitten in der Stadt!

04.01.2022: Ornithologischer Wochenrückblick (27.12.2021 bis 02.01.2022)

Die Lage bei Singschwänen, Bergenten und Blässgänsen ist aktuell etwas unübersichtlich, da die Tiere vermutlich zwischen den einzelnen Gewässern im Raum Landshut hin und her wechseln. An den Mittleren Isarstauseen scheinen sich insgesamt wohl zwei Bergenten aufzuhalten, eine weitere zumindest bis zum 28.12. am Isarstau Altheim. Die Wochenhöchstwerte beim Singschwan liegen für den Echinger Stausee bei 16 Ind. (02.01.) und für den Isarstau Altheim bei 9 Ind. (30.12.). Das Blässgans-Maximum der Woche stammt vom 29.12. mit 20 Ind. am Isarstau Altheim. Klare Verhältnisse dagegen bei Zwergscharbe und Samtente mit weiterhin jeweils 2 Ind. am Isarstau Altheim. +++ Am Moosburger Stausee wurden bis zu 10 Blässgänse beobachtet, zuletzt am 28.12. noch ein Mittelsäger sowie am 02.01. bemerkenswerte 170 Sturmmöwen und deutliche Bestandzunahmen bei der Kolbenente (73 Ind.). Offensichtlich haben hier schon deutliche Zugbewegungen eingesetzt. +++ Die Zahl der im Raum Landshut überwinternden Flussuferläufer dürfte bei mindestens 3 Ind. liegen, weiterhin verweilen 13 Brachvögel am Echinger Stausee und mehrfach gingen im Wochenverlauf Meldungen von nicht weggezogenen Singdrosseln, Hausrotschwänzen, Bachstelzen und Zilpzalps ein.

30.12.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (20.12. bis 26.12.2021)

Die beiden seit dem 10.12. am Isarstau Altheim anwesenden Zwergscharben wurden diese Woche lediglich am 20.12. festgestellt (…beide sind aber noch da: 29.12.), die Bergente vom Moosburger Stausee letztmalig ebenfalls am 20.12.. Auch die Seetaucher haben sich im Wochenverlauf wieder ziemlich rar gemacht: ein Prachttaucher noch am 20.12. und nur noch ein Sterntaucher (Moosburger Stausee, bis 25.12.). Weiterhin die ganze Woche über war am Moosburger Stausee aber immerhin noch ein Mittelsäger zu sehen und dazu gab es bis zu 25 Blässgänse (22.12.). +++ Am Echinger Stausee hat die Zahl der Singschwäne im Wochenverlauf auf zuletzt 11 Ind. sukzessive zugelegt und weiterhin hält sich dort auch noch ein überwinternder Flussuferläufer auf.

 

21.12.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (13.12. bis 19.12.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Stauseen und Staustufen ist gegenüber dem Vormonat merklich auf jetzt unter 20.000 Tiere zurückgegangen. Eine Zunahme erfolgte lediglich am Isarstau Niederaichbach (+500) auf aktuell 4.600 Ind. (neues Allzeitmaximum). +++ Am Isarstau Altheim halten sich weiterhin 2 Zwergscharben auf, außerdem wurden dort im Wochenverlauf 8 Saatgänse (15.12.), 12 Blässgänse (18.12.), bis zu 2 Zwergsäger (14.12.) sowie weiterhin eine Bergente (seit 11.12.) beobachtet. +++ Eine weitere Bergente schwimmt und taucht seit dem 19.12. im Moosburger Stausee, von dem zudem die ganze Woche über bis zu 2 Prachttaucher und bis zu 2 Sterntaucher gemeldet wurden. Samtenten (5 Ind.) wurden hier vorläufig letztmalig am 14.12. festgestellt, dafür gab es am 18.12. und 19.12. (endlich!) einen Mittelsäger zu sehen. +++ Bis zu 3 Sterntaucher (13.12.) und bis zu 6 Singschwäne (18.12.) wurden am Echinger Stausee beobachtet, außerdem rastete dort am 18.12. und 19.12. ein jahreszeitlich ungewöhnlicher Trupp von 13 Brachvögeln. +++ Als jahreszeitlich ungewöhnlich einzustufen sind auch mehrere Beobachtungen von 2 Flussuferläufern (Echinger Stausee bzw. Isarstau Altheim) sowie eines Zilpzalps am 19.12. (Isarstau Altheim).

 

14.12.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (06.12. bis 12.12.2021)

Das ornithologische „Hochlicht“ (highlight) der Woche - in dieser finsteren Jahreszeit - war zweifellos die Zwergscharbe: Zunächst wurde ein Ind. am 10.12. am Sickergrabenweiher Altheim entdeckt, am 11.12. und 12.12. konnten dann sogar zwei Stück (beide K1) am Isarstau Altheim bestaunt werden. Erstnachweis für den Raum Landshut. Da im Bereich des Isarstaus Altheim im Winterhalbjahr alljährlich jede Menge Kormorane geschossen werden (zur Aufrechterhaltung des sogenannten „ökologischen Gleichgewichts“ – was immer das auch sein soll), wünschen wir den beiden Seltenheiten viel Glück: Sie schauen einem Kormoran nämlich ziemlich ähnlich. +++ Im Wochenverlauf wurde von den Stauseen und Staustufen im Raum Landshut ein breites Spektrum „klassischer“ Wintergäste gemeldet: Bis zu 2 Zwergsäger (08.12. bis 12.12.) und eine Bergente (11.12.) am Isarstau Altheim, 3 Singschwäne, ein Rothalstaucher, 2 Samtenten und 2 Sterntaucher am Echinger Stausee (alle am 12.12.) sowie bis zu 3 Sterntaucher, ein Prachttaucher und 3 Samtenten (alle am 12.12.) am Moosburger Stausee. +++ Beim Flussuferläufer zeichnet sich an den Mittleren Isarstauseen erneut eine Überwinterung ab und am Abend des 11.12. konnte am Isarstau Altheim ein nach Lachmöwen jagender Uhu beobachtet werden. Sieht man auch nicht alle Tage! +++ Der sicherlich sehr weite Zugweg einer weiblichen Pfeifente fand an einer Glasscheibe eines EDEKA-Marktes an der Kleinen Isar in Landshut ein trauriges Ende. +++ Nachfragen zu Merkmalen und Beobachtungsumständen gibt es aktuell noch zu einem jahreszeitlich absolut aus dem Rahmen fallenden Sandregenpfeifer, der am 06.12. vom Echinger Stausee gemeldet wurde.

06.12.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (29.11. bis 05.12.2021)

Am 03.12. wurden die nächsten Singschwäne (3 Ind.) zunächst vom Echinger und später dann vom Moosburger Stausee gemeldet. +++ Außerdem waren an den beiden Stauseen die ganze Woche über bis zu 7 Samtenten zu beobachten (01.12.). Am 05.12. hielten sich am Echinger Stausee ca. 30 Blässgänse sowie ein immaturer Seeadler auf und am Moosburger Stausee wurde der erste Zwergsäger dieses Winters festgestellt. +++ Bayerns späteste Rauchschwalbe wurde letztmalig am 03.12. im Bereich von Volkmannsdorferau gesichtet, wirkte jedoch bereits recht erschöpft. Es dürfte äußerst unwahrscheinlich sein, dass der Vogel angesichts der folgenden reichlich ungemütlichen Tage noch lebt. +++ Bemerkenswerte Ansammlungen von Großmöwen lassen sich derzeit allabendlich am Moosburger Stausee beobachten (671 Ind. am 04.12.). Die Vögel fressen sich tagsüber an den Kompostieranlagen des Umweltbetriebs Wurzer bei Eitting voll und fliegen zum Übernachten dann an den Moosburger See. Neben Mittelmeer- Steppen, Silber- und mindestens einer Heringsmöwe wurden auch 81 Sturmmöwen gezählt.

30.11.2021 Ornithologischer Wochenrückblick (22.11. bis 28.11.2021)

Die mittlerweile ziemlich kurzen Tage und das zumindest teilweise recht ungemütliche Wetter schlagen sich auch in einem deutlichen Rückgang der eingegangenen Beobachtungsmeldungen nieder. Interessante Meldungen gingen lediglich am Wochenende ein: Am Samstag (27.11) konnte im nördlichen Landkreis erneut ein Sperlingskauz nachgewiesen werden und bei Unterwattenbach wurden 5 Kraniche beobachtet. Am Sonntag (28.11.) gab es dann endlich den ersten Rothalstaucher der aktuellen Zugperiode (Isarstau Altheim) und am Moosburger Stausee konnten sich die Beobachter über 3 Samtenten freuen. Etwas in Grenzen hielt sich dagegen die Freude über einen den Moosburger See in östlicher Richtung überfliegenden Trupp von ca. 100 Saat- oder Blässgänsen, da die Tiere nicht sicher bestimmt werden konnten. So richtig tragisch ist das natürlich nicht, ganz im Gegensatz zum Schicksal einer sehr späten Rauchschwalbe, die unweit des Moosburger Stausees bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sowie gelegentlichen Schneeschauern unterwegs war. Aktuell ist dies landesweit der späteste Nachweis einer Rauchschwalbe in diesem Jahr - was für den armen Vogel allerdings kein großer Trost sein dürfte.

 

24.11.2021 Ornithologischer Wochenrückblick (15.11. bis 21.11.2021)

Noch einmal einen kleinen Schub Kraniche gab es am 16.11.: Etwa 100 Tiere zogen in relativ geringer Höhe über Wurmsham in westliche Richtung. +++ Bei Stallwang wurde am 19.11. wieder mal ein Tannenhäher festgestellt. Tannenhäher werden im Raum Landshut nur vereinzelt und eher unregelmäßig beobachtet. Der einzig sichere Brutnachweis stammt aus dem Jahr 2002 (Mettenbach), zudem wurde die Art im Jahr 1993 als „wahrscheinlich brütend“ eingestuft (Oberglaim). In einigen weiteren Jahren bestand darüber hinaus "Brutverdacht". +++ Mindestens zwei Flussuferläufer scheinen auch heuer wieder bei uns überwintern zu wollen, einer davon am Mittleren Isarkanal bei Hofham (19.11.), ein weiterer am Isarstau Altheim (16.11.). +++ Am Echinger Stausee halten sich weiterhin beachtliche 120 Löffelenten auf (21.11.) und am 20.11. wurden dort noch sechs späte Brachvögel festgestellt. +++ Zu mehreren farbmarkierten Vögeln gingen im Wochenverlauf Rückmeldungen ein: Eine Mittelmeermöwe (05.10.2021), beringt am 24.10.2020 in Dänemark, ein Blässhuhn (15.08. bis 02.09.), markiert am 03.05.2021 in Polen, sowie eine Lachmöwe (12.11. und 19.11.), beringt am 03.10.2021 in Polen.

 

15.11.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (08.11. bis 14.11.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Stauseen und Staustufen ist gegenüber dem Vormonat noch einmal geringfügig auf jetzt 23.000 Tiere angewachsen (neues Allzeit-Maximum). Neue deutliche Allzeit-Maxima ergaben sich dabei bei Reiherente und Schnatterente mit 5.000 bzw. 3.000 Individuen. Weiterhin sehr hohe Zahlen wurden beim Höckerschwan ermittelt (2.100), sehr stark zugelegt hat gegenüber dem Monat Oktober die Tafelente (1.500). +++ Am Nachmittag des 10.11. zogen erneut mehrere Trupps Kraniche mit bis zu 350 Tieren in westlicher Richtung über Landshut. +++ Am 14.11. wurde bei Essenbach ein männlicher Merlin beobachtet, ein Goldregenpfeifer wurde aus dem Raum Mettenbach gemeldet und am Echinger Stausee hält sich immer noch ein vergleichsweise später Dunkler Wasserläufer auf.

12.11.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (01.11. bis 07.11.2021)

Ornithologisch eine ziemlich magere Woche: Zu melden gibt es lediglich einen späten Zilpzalp in der Liebenau (01.11.), drei späte Rauchschwalben am Isarstau Altheim (02.11.) sowie eine erste Rotdrossel am 03.11. bei Dirnau. Fehlanzeige auch beim Kranich. +++ Deutlich eingesetzt hat mittlerweile der Einflug sog. Trompetergimpel, darunter ein Trupp von 10 Ind. am 06.11. bei Unterwattenbach. Gimpel dieser Unterart lassen sich optisch nicht von mitteleuropäischen Gimpeln unterscheiden, sie rufen jedoch völlig anders.

04.11.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (25.10. bis 31.10.2021)

Die ganze Woche über gingen Meldung von zum Teil beträchtlichen Trupps durchziehender Kraniche ein. Der Schwerpunkt des Durchzugs fand am 25.10. mit Schwärmen von weit über 1000 Tieren statt, wobei nahezu der gesamte Raum Landshut überflogen wurde. Wie bereits in den Vorjahren konnten mehrere vermutlich sehr große Schwärme aufgrund der bereits einsetzenden Dunkelheit zahlenmäßig nicht abgeschätzt werden. Dieses noch vor 20 Jahren bei uns völlig undenkbare Naturschauspiel ist auf einen neu entstandenen Zugweg des Kranichs zurückzuführen, der vom ungarischen Massenrastplatz bei Hortobagy Richtung Schweiz/Frankreich führt (siehe nebenstehendes Zugschema). Und zwar nördlich der Alpen und damit über das südliche Bayern hinweg. Diese innerhalb nur weniger Jahre vorgenommene Zugwegverlagerung des Kranichs zeigt einmal mehr, mit welch hoher Dynamik Prozesse in der Vogelwelt ablaufen! +++ Ansonsten gab es im Wochenverlauf noch 2 Goldregenpfeifer bei Kröning zu sehen (30.10.), im nördlichen Landkreis erneut einen Sperlingskauz sowie einen bemerkenswerten Schwarm von etwa 1500 durchziehenden Saatkrähen über der Münchnerau (30.10.). Saatkrähenschwärme in dieser Größeordnung gehören leider fast schon der Vergangenheit an.

 

03.11.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (18.10. bis 24.10.2021)

Jahreszeitlich planmäßig sind am Isarstau Altheim am 23.10. die ersten 4 Singschwäne eingetroffen. Ziemlich aus dem Rahmen fällt dagegen eine Schätzung von etwa 450 Pfeifenten, ebenfalls vom 23.10. am Isarstau Altheim. Individuenzahlen in dieser Größenordnung kennen wir für die Pfeifente im Raum Landshut bislang nicht. Der Wert liegt fast um den Faktor drei über der im Rahmen der Schwimmvogelzählung eine Woche zuvor (16.10.) ermittelten Anzahl. +++ Am Echinger Stausee wurden am 24.10. mit Brachvogel, Bekassine, Dunklem Wasserläufer, Grünschenkel, Waldwasserläufer und Kampfläufer immerhin sechs Watvogelarten gemeldet. Ganz ordentlich für Ende Oktober! Außerdem hält sich dort immer noch eine Rohrdommel auf (ebenfalls 24.10.). 

 

18.10.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (11.10. bis 17.10.2021)

Mit mehr als 22.000 Schwimmvögeln hat der Wasservogelbestand an den Stauseen und Staustufen im Raum Landshut ein neues Allzeithoch erreicht. Wasservogelzähler und Zähluhren kamen an ihre Grenzen. Es dominieren Blässhuhn (8.800), Schnatterente (2.600), Reiherente (2.200), Höckerschwan (neuer Höchstwert mit 2.100 Ind.) und Kolbenente (1.700). Bemerkenswerte Zahlen ergaben sich zudem bei Pfeifente (354 Ind.) und Löffelente (252 Ind.). Deutliche Zunahmen ergaben sich bei Blässhuhn (+3.000), Schnatterente (+1.200) und Höckerschwan (+600), signifikante Abnahmen wurden dagegen bei Reiherente (-400) und Kolbenente (-1.200) festgestellt. +++ Der diesjährige Durchzug von Kranichen begann am 17.10. um 02.00 Uhr morgens bei Edlkofen, am Abend des gleichen Tages gingen dann weitere Meldungen mit Trupps von bis zu 600 Ind. aus dem Bereich Bodenkirchen/Wurmsham ein. Alle Trupps waren in westliche Richtung unterwegs. +++ Eingetroffen sind am 17.10. jetzt auch die ersten größeren Saatkrähen-Schwärme mit beispielsweise 500 Ind. bei Altdorf. Außergewöhnlich spät dran war dagegen ein diesjähriger Neuntöter, der am 11.10.2021 bei Unterwattenbach beobachtet wurde. +++ Am Echinger Stausee wurde am 11.10. erneut eine Rohrdommel entdeckt und am 17.10. tauchten dort als absolute Überraschungsgäste 3 KUHREIHER aus dem Nebel auf. Es handelt sich hierbei um den 4. Nachweis für den Raum Landshut (26.05.-30.05.2019, 19.04.-20.04.2020, 04.07.2020), der auch jahreszeitlich ziemlich aus dem Rahmen fällt. +++ Im Rahmen von Zugplanbeobachtungen bei Tiefenbach wurden am 15.10. 14 Heidelerchen und ein Goldregenpfeifer festgestellt.

 

17.10.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (04.10. bis 10.10.2021)

Im Rahmen von Zugplanbeobachtung auf einer Anhöhe bei Tiefenbach wurden im Wochenverlauf mehrmals durchziehende Trupps von Heidelerchen (max. 44 Ind. am 09.10.) sowie einzelne Rotkehlpieper festgestellt (max. 4 Ind. am 09.10.). Außerdem zogen am 04.10. bemerkenswerte 12.800 Ringeltauben und 2.900 Buchfinken durch. +++ Eine vergleichsweise späte Beobachtung eines Flussuferläufers am 06.10. bei Gretlmühle lässt uns über einen erneuten Überwinterungsversuch spekulieren. +++ Vom Sperlingskauz gingen in dieser Woche gleich zwei Meldungen ein, eine davon aus dem südlichen Landkreis, wo diese Art bislang nur ein einziges Mal (20.09.2020) nachgewiesen werden konnte. +++ Nach vierwöchigem Aufenthalt hat unsere Pfuhlschnepfe (K1) den Moosburger Stausee nun verlassen (letztmalig am 09.10.), der seit dem 29.09. dort anwesende Kiebitzregenpfeifer (K1) wurde letztmalig am 04.10. gemeldet und vom 04.10. bis 06.10. rasteten dort noch immerhin 10 sehr zutrauliche Sandregenpfeifer, alle ebenfalls im 1. Kalenderjahr.

11.10.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (27.09. bis 03.10.2021)

Ein Kiebitzregenpfeifer rastete zunächst am Echinger Stausee (28.09.), den Rest der Woche dann am Moosburger Stausee. Dort war weiterhin auch eine diesjährige Pfuhlschnepfe zu sehen (seit 08.09.). +++ Im Rahmen von Zugplanbeobachtungen wurden am 30.09. ein Rotkehlpieper sowie eine Grauammer festgestellt (Aign), am 03.10. dann u.a. bemerkenswerte Durchzugszahlen beim Buchfink (2020 Ind., Käufelkofen). +++ Am Echinger Stausee konnte am 03.10. erneut eine Rohrdommel nachgewiesen werden, dazu ein vergleichsweise später Drosselrohrsänger. +++ Die Löffelente erreichte am Moosburger Stausee zuletzt zwar nicht mehr die Individuenzahlen der Vorwoche, dafür wurden jetzt auch am Echinger Stausee mit 31 Ind. (03.10.) bzw. am Isarstau Altheim mit 58 Ind. (27.09.) durchaus beträchtliche Ansammlungen gemeldet. +++ Nicht unerwähnt bleiben soll ein erneuter Sperlingskauz im nördlichen Landkreis.

29.09.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (20.09. bis 26.09.2021)

Am Moosburger Stausee rastete auch diese Woche noch eine diesjährige Pfuhlschnepfe. Außerdem wurde dort erneut eine Moorente entdeckt (24.09.), am 26.09. zogen zwei Raubseeschwalben durch und die Zahl der Löffelenten erreichte mit 151 Ind. (23.09.) ihren diesjährigen Höchstwert. +++ Vom Echinger Stausee wurde am 20.09. ein Fischadler gemeldet, bei Gaden gab es am 25.09. einen Tannenhäher und am 26.09. zog bei Tiefenbach ein Brachpieper durch.

22.09.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (13.09. bis 19.09.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Stauseen und Staustufen hat gegenüber dem Vormonat deutlich auf jetzt knapp 18.000. Ind. zugenommen (+6.000). Zuwächse gab es überwiegend am Moosburger Stausee (+5.000) sowie am Isarstau Niederaichbach (+1.300), am Echinger See war dagegen ein signifikanter Rückgang zu verzeichnen. Es dominieren Blässhuhn (5.800), Kolbenente (2.900) und Reiherente (2.700), bemerkenswert schwache Zahlen ergaben sich dagegen – wie bereits im Vorjahr – bei der Tafelente (580 Ind.). +++ In seinem afrikanischen Winterquartier hätte ein später Kuckuck (15.09.) vermutlich ein sehr geringes Risiko für einen Scheibenanflug gehabt. Leider hat er es bis dahin nicht geschafft und beendete sein Leben an einer Glasfront des Landshuter Jobcenters. +++ Am Echinger Stausee hält sich weiterhin ein diesjähriges Kleines Sumpfhuhn auf (10.09. bis 17.09.), außerdem wurde dort am 19.09. erneut eine Rohrdommel festgestellt. +++ Auf einer kleinen Schlickfläche am Einlauf des Moosburger Stausees lassen sich weiterhin diesjährige Watvögel verschiedener Arten aus nächster Nähe beobachten – alle wie bereits im letzten Wochenbericht geschildert - ohne große Scheu vor Menschen. Darunter immer noch  die bereits seit dem 08.09. anwesende Pfuhlschnepfe und am 19.09. ein Kiebitzregenpfeifer. Die kleine Schlickinsel wird von all diesen Vögeln selbstverständlich nicht direkt angeflogen, auch eine Zugtradition scheidet bei den ausschließlich diesjährigen Vögeln logischerweise aus. Es ist die große, beim Überflug weithin sichtbare Wasserfläche des Moosburger Stausees (beim Blick aus dem Flugzeug erkennt man Wasserflächen über viele Dutzend Kilometer!) die diese nordischen Durchzügler zu einer Rast anlockt. Zum Fressen und Rasten stehen dann allerdings nur die rund 500 Quadratmeter Schlamm und Schlick am Einlauf des Sees zur Verfügung.

14.09.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (06.09. bis 12.09.2021)

Am Beispiel einer seit dem 08.09. am Moosburger Stausee rastenden Pfuhlschnepfe zeigt sich, dass Vögel von Geburt an keine Scheu vor Menschen haben. Dies gilt vermutlich für alle Arten! Erst eigene negative Erfahrungen mit Menschen (Jagd) oder Flucht- bzw. Warnverhalten von Artgenossen/Elterntieren, die wiederum selbst ensprechend konditioniert wurden, ändert dies (siehe hierzu auch die unten stehende Anmerkung). +++ Beeindruckend ist am Moosburger Stausee aktuell aber vor allem die gigantische Zahl von jetzt ziemlich genau 10.000 Schwimmvögeln, darunter knapp 3.000 Kolbenenten. Außerdem wurden dort am 11.09. eine durchziehende Wiesenweihe sowie eine Raubseeschwalbe festgestellt. +++ Vom Echinger Stausee gingen im Wochenverlauf mehrere Beobachtungen von bis zu 2 Rohrdommeln (12.09.) und eines Kleinen Sumpfhuhns ein (10.09. bis 12.09.), außerdem gab es am 07.09. 6 Raubseeschwalben zu sehen. +++ Und hier noch weitere Einzelnachweise aus dieser Woche: 4 Bienenfresser über Tiefenbach (07.09.), ein Kiebitzregenpfeifer bei Mirskofen (08.09.), ein Seidenreiher (09.09.) sowie ein Rotfußfalke (11.09.) am Isarstau Altheim und erneut ein rufender Sperlingskauz im nördlichen Landkreis (10.09.).

 

Anmerkung: Eine viele Jahre zurückliegende Beobachtung bei einer am Echinger Stausee aufgewachsenen Flussseeschwalbe zeigt, dass nicht nur (Jung)Vögel aus menschenleeren, hochnordischen Brutgebieten keinerlei Scheu vor Menschen haben. Im Allgemeinen lernen junge Seeeschwalben durch das aufgeregte Verhalten der Altvögel bereits von klein an, dass Gefahr drohen kann, wenn sich Menschen nähern. Das entsprechende Fluchtverhalten prägt sich auf diese Weise unmittelbar ein. Ganz anders stellt sich dagegen die Situation dar, wenn ein Zusammentreffen von Mensch und (Jung)Vogel ohne die Anwesenheit warnender Altvögel erfolgt: Mitte September 1980 wurden im Anschluss an die Brutsaison Reparaturarbeiten auf der damaligen Flussseeschwalben-Brutinsel durchgeführt. Zu diesem späten Zeitpunkt hielt sich nur noch ein einzelner, bereits gut flugfähiger Nachzügler im Gebiet auf, es waren - was ungewöhnlich ist - keine Altvögel mehr anwesend.  Diese junge Seeschwalbe zeigte zur Überraschung aller Beteiligten keinerlei Scheu vor den auf der Insel arbeitenden Menschen, landete immer wieder im Abbstand von nur wenigen Metern und machte darüber hinaus durch ausführliches Komfortverhalten einen überaus entspannten Eindruck.

08.09.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (30.08. bis 05.09.2021)

Am Moosburger Stausee arbeitet sich die Zahl der Löffelenten mit zuletzt 132 Ind. (05.09.) kontinuierlich nach oben. Auch die Zahl der Kolbenenten kann sich allmählich sehen lassen: 2732 Ind. am 05.09., darunter 2 farbmarkierte Ind. und dazu endlich auch eine erste Moorente. +++ Am Echinger Stausee hält sich weiterhin eine Rohrdommel auf (30.08., 05.09.), außerdem wurde dort am 05.09. eine leuzistische Lachmöwe beobachtet. +++ Am Isarstau Altheim durften sich die Freunde seltener Arten über zwei diesjährige Odinshühnchen freuen (30.08. bis 01.09.) und als Zugabe gab es am 31.08. einen Fischadler. Ein Odinshühnchen konnte im Raum LA letztmalig am 27.05.2014 nachgewiesen werden. +++ Auch bei der Steppenweihe – 1 Ind. (K1) am 30.08. nördlich von Ergolding – liegt der letzte Nachweis sieben Jahre zurück. +++ Fast während der gesamten Woche herrschte starker Zugstau beim Trauerschnäpper, am 04.09. wurde bei Mettenbach ein Rotfußfalke (MK2) beobachtet und ebenfalls am 04.09. zog über Wurmsham ein Trupp von 11 Bienenfressern durch. +++ Am 31.08. wurden am Truppenübungsplatz 12 Heidelerchen beobachtet und vom Isarstau Niederaichbach wurde ebenfalls am 31.08. ein Seidenreiher gemeldet.

01.09.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (23.08. bis 29.08.2021)Mit den letzten flüggen Jungvögeln ist am 29.08. die Brutsaison der Flussseeschwalben zu Ende gegangen. 78 Brutpaare brachten insgesamt mindestens 93 junge Seeschwalben zum Ausfliegen – ein überraschend gutes Ergebnis vor dem Hintergrund der teilweise extremen Witterung mit sintflutartigen Regenfällen. Am Echinger Stausee kam es darüber hinaus zu Beginn der Brutsaison zu Gelegeverlusten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen (durchziehenden?) Fischotter zurückzuführen sind. +++ Endlich gibt es am Ergoldinger Rosenhof-Weiher einen sicheren Brutnachweis für die Zwergdommel: Am 24.08. wurde ein erster Jungvogel beobachtet. +++ Am 29.08. wurden bei Postau zwei durchziehende Mornellregenpfeifer festgestellt. Mornellregenpfeifer sind Brutvögel in nordskandinavischen Bergregionen, ziehen offensichtlich regelmäßig bei uns durch, wurden bis vor wenigen Jahren aber nicht gezielt gesucht. Bislang liegen Einzelnachweise aus den Jahren 2016, 2018, 2019 und 2020 vor. +++ Am Echinger Stausee wurde nach vierjähriger Fehlanzeige wieder einmal ein Teichwasserläufer entdeckt (23.08., 24.08.), außerdem rasteten dort vom 23.08. bis 25.08. 3 Raubseeschwalben. Gemeldet wurde zudem ein Regenbrachvogel (23.08.) sowie ein Seidenreiher (24.08.). +++ An den Mittleren Isarstauseen halten sich aktuell durchaus berichtenswerte Ansammlungen von Knäkenten (>70 Ind.) und Löffelenten (>100 Ind.) auf, bei der Kolbenente sind gegenüber der Vorwoche zwar deutlich Zunahmen festzustellen, die aktuell anwesenden 1500 Ind. sind gegenüber den Vorjahren aber immer noch vergleichsweise schwach. Außerdem sind am 29.08. die ersten Pfeifenten eingetroffen. +++ Im Wochenverlauf in weiten Teilen das Landkreises starker Durchzug von Braunkehlchen und Steinschmätzern, bei Bayerbach wurde ein erster Brachpieper beobachtet (29.08.) und in den Wäldern des nördlichen Landkreises konnte wieder mal ein Sperlingskauz nachgewiesen werden (27.08.).

29.08.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (16.08. bis 22.08.2021)

Erstnachweis für den ALPENSEGLER für den Raum Landshut (und vermutlich auch für ganz Ostbayern!) am 16.08. in bzw. über der Landshuter Altstadt. +++ Interessante, wenn auch nicht ganz so spektakuläre Beobachtungen gab es erneut auch wieder vom Echinger Stausee: Eine erste Weißflügel-Seeschwalbe (16.08.), ein Regenbrachvogel und eine Raubseeschwalbe (18.08.) sowie am 22.08. eine Rohrdommel und weitere 2 Raubseeschwalben. Zudem wurden erneut bis zu 2 Seidenreiher gemeldet, dazu eine in Tschechien farbmarkierte Reiherente, die bereits  im Spätsommer 2020 am Echinger Stausee abgelesen werden konnte (18.08.). +++ Ein erster, jahreszeitlich sehr früher Merlin wurde am 19.08 bei Unterwattenbach beobachtet, außerdem begann am 20.08. der Durchzug der ersten Steinschmätzer (Altheim, Käufelkofen) . +++ Vom Ergoldinger Rosenhof-Weiher werden weiterhin Zwergdommeln gemeldet (wir warten hier allmählich auf Beobachtungen von Jungvögeln) und die um diese Jahreszeit fast schon regelmäßig festgestellten großen Trupps von Hohltauben (69 Ind. bei Unterwattenbach am 21.08.) stehen sicherlich in Zusammenhang mit deren seit geraumer Zeit auch überregional festgestellten Bestandserholung.

19.08.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (08.08. bis 15.08.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Stauseen und Staustufen hat gegenüber dem Vormonat deutlich auf jetzt 12.000 Ind. zugenommen (+5.000), davon 9.000 Ind. an den Mittleren Isarstauseen. Dass dort die im August eigentlich üblichen mindestens 10.000 Ind. nicht erreicht wurden, liegt unter anderem an vergleichsweise schwachen Zahlen der Kolbenente, die mit rund 800 Tieren (noch) erheblich unter den Vorjahreswerten liegt (siehe unten). Insgesamt dominieren aktuell Blässhuhn (3.500), Reiherente (1.700) und Stockente (1.600). +++ Die im Naturschutzgebiet „Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen“ liegenden Abschnitte des Mittleren Isarkanals scheinen als Rastplatz für Schwimmvögel in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung verloren zu haben. Der etwa 90-prozentige Rückgang der Schwimmvogelzahlen gegenüber Anfang der 2010er Jahre dürfte im Wesentlichen auf die deutlich gestiegene Beunruhigung bzw. Frequentierung durch Erholungssuchende zurückzuführen sein, wobei insbesondere von Reitern hohe Störeffekte ausgehen. Das Reiten ist im NSG eigentlich verboten, hat in den letzten Jahren jedoch stark zugenommen. +++ Bei den seit mehreren Wochen an unterschiedlichen Orten im Raum Landshut festgestellten Seidenreihern (jeweils immer nur ein Ind.) handelt es sich offensichtlich doch um mehrere Vögel. Am 11.08. wurden zeitgleich 4 Ind. beobachtet, davon 3 Ind. am Isarstau Niederaichbach. +++ Eine farbberingte, diesjährige Raubseeschwalbe, die am 11.08. zusammen mit einem Elternvogel am Moosburger Stausee rastete, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit in Schweden das Licht der Welt erblickt, eine Bestätigung der schwedischen Beringungszentrale steht allerdings noch aus. Auch ein vermutlich in Polen farbmarkiertes Blässhuhn (15.08.) sowie eine tschechische Kolbenente (15.08.) wurden bislang noch nicht bestätigt. +++ Eine weitere Raubseeschwalbe wurde am 10.08. gemeldet (Echinger Stausee), vom Kiebitzregenpfeifer wurden ein Ind. (10.08., Echinger Stausee) bzw. zwei Ind. (12.08., Moosburger Stausee) beobachtet, im Isarmoos konnte erneut ein Kleines Sumpfhuhn festgestellt werden (09.08.) und am Echinger Stausee zog am 09.08. ein weiterer Fischadler durch. Nicht gerade alltäglich sind zudem ein Trupp von 49 Misteldrosseln bei Kröning (12.08.) sowie am 14.08. eine Weißflügel-Seeschwalbe am Echinger Stausee.

16.08.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (02.08. bis 08.08.2021)

Die Brutsaison der Flussseeschwalben verläuft weiterhin ziemlich problemlos: 81 Jungvögel wurden bislang flügge. Zudem freuen wir uns über ein Brutvorkommen der Schleiereule bei Vilsbiburg mit aktuell 5 Jungvögeln (04.08.) und auch von den Ergoldinger Zwergdommeln gingen im Wochenverlauf wieder Meldungen ein. Die Brutplätze von Bienenfressern sind sowohl im südlichen als auch im nördlichen Landkreis noch besetzt (02.08., 08.08.).  +++ An Durchzüglern wurden im Wochenverlauf erneut Steinwälzer (1 Ind. am 02.08., 2 Ind. am 03.08., Echinger Stausee), eine Raubseeschwalbe (07.08., Echinger Stausee) sowie ein Kiebitzregenpfeifer (08.08., Isarstau Altheim) gemeldet. +++ Im Isarmoos wurde am 06.08. ein Kleines Sumpfhuhn entdeckt  und an den Stauseen zwischen Eching und  Niederaichbach treibt sich weiterhin mindestens ein Seidenreiher herum.

07.08.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (26.07. bis 01.08.2021)

Am 31.07 wurde bei Auloh ein erster Fischadler beobachtet, ein erster Steinwälzer rastete am 01.08. am Echinger Stausee und in der Landshuter Innenstadt saß am 28.07. die erste (vermutlich aus östlichen Brutgebieten stammende) Lachmöwe auf dem Geländer einer Isarbrücke. +++ Bei den Ergoldinger Zwergdommeln schaut es weiterhin gut aus. Fast täglich gingen Meldungen ein und am 28.07. wurden sogar zwei/beide Altvögel beobachtet. +++ Auch die Serie der sommerlichen Feststellungen eines Seidenreihers setzte sich fort: Am 26.07. an der Isar bei Niederaichbach und am 31.07. sowie am 01.08. am Echinger Stausee. +++ Auffällig war in dieser Woche die Häufung von Meldungen des Wespenbussards bei denen es sich aber zumeist nicht um brutplatzbezogene Nachweise handeln dürfte. Offensichtlich ist auch bei dieser Art der Wegzug bereits im Gange.

31.07.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (19.07. bis 25.07.2021)

Bei unseren Flussseeschwalben  sind mittlerweile mindestens 64 Jungvögel flügge (25.07.), zahlreiche Halbwüchsige sitzen noch auf den Flößen und eine ganze Reihe von Paaren bebrütet noch ihre Gelege. +++ Auch diese Woche gingen wieder mehrere Beobachtungen seltener Reiherarten ein: Eine Zwergdommel am Ergoldinger Rosenhofweiher (23.07.), ein  Seidenreiher am Echinger Stausee sowie ein diesjähriger Nachtreiher am Isarstau Altheim (25.07.). +++ Ein im Jahr 2017 in Tschechien markierter Höckerschwan, der im Spätsommer regelmäßig  im Raum Landshut auftaucht, mausert auch in diesem Jahr wieder bei uns (22.07.). Der Vogel ist mit einer großen roten Halsmanschette markiert und dürfte darüber nicht sonderlich glücklich sein. Man kann durchaus geteilter Meinung sein, ob man derartige Beringungsmethoden durch eine Rückmeldung von Sichtungen an die Beringer unterstützen sollte. Wichtige Erkenntnisgewinne hinsichtlich naturschutzfachlicher Fragesstellungen können bei der Höckerschwan-Beringung sicherlich nicht als Begründung ins Feld geführt werden.

24.07.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (11.07. bis 18.07.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Stauseen und Staustufen ist im Vergleich zum Vormonat zwar von 4.100 auf jetzt 7.000 Ind. angestiegen, die ermittelten Zahlen liegen jedoch signifikant unter den Juli-Daten der Vorjahre. Lediglich im Jahr 2013 wurde zuletzt ein niedrigerer Juli-Wert festgestellt. Schwache Zahlen liefert aktuell insbesondere der Moosburger Stausee, der offensichtlich einen vergleichsweise schwach ausgeprägten Wasserpflanzenbestand aufweist. +++ An den Baggerseen bei Wörth wurde am 14.07. ein adulter Nachtreiher beobachtet. Die dortige Vogelinsel mit aktuell mehreren Hundert Brutpaaren der Lachmöwe ist mittlerweile stark verbuscht bzw. bewaldet und dürfte ein heißer Tipp für eine Brutansiedlung dieser seltenen Reiherart sein. +++ Vom Echinger Stausee wurde im Wochenverlauf erneut ein Seidenreiher gemeldet (12.07. und 13.07.), aus einer überschwemmten  Wiese im Isarmoos waren am 13.07. Balzrufe eines Tüpfelsumpfhuhns zu hören und vom Ergoldinger Rosenhof gingen erneut Nachweise einer Zwergdommel ein. +++ Schlechte Nachrichten dagegen von der Flussregenpfeifer-Ersatzbrut an der Isar bei Bruckberg: Die mindestens zwei Jungvögel sind mit hoher Wahrscheinlichkeit den stark angestiegenen Wassermassen zum Opfer gefallen sein. Eine kurzfristig am 18.07. eingeleitete Rettungsaktion verlief leider erfolglos.

18.07.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (05.07. bis 11.07.2021)

Bei mehreren Arten ist derzeit erkennbar, dass der Wegzug aus den Brutgebieten mittlerweile deutlich eingesetzt hat. Beispielsweise an einer Meldung von 24 Bruchwasserläufern (05.07.), insbesondere aber auch an der Zunahme verschiedener Schwimmvogelarten an den Isarstauseen. +++ Am Ergoldinger Rosenhof wurde sowohl am 06.07. als auch am 11.07. ein Nachtreiher gemeldet, von den Zwergdommeln ging im Wochenverlauf jedoch keine Beobachtung ein. Ob hier die kürzlich sehr heftigen Unwetter die Brutsaison frühzeitig beendet haben, bleibt abzuwarten. +++ Auf den in diesem Jahr wieder sehr stark ausgeprägten Wasserpflanzenbeständen in den Isarstauseen Altheim und Niederaichbach brüten bereits mindestens zwei Dutzend Paare des Haubentauchers, Tendenz steigend. Am 10.07. wurden dort zudem ein Seidenreiher und ein Nachtreiher beobachtet (Isarstau Altheim). Ein weiterer Nachweis eines Seidenreihers erfolgte tags darauf am Echinger Stausee. +++ Die Brutsaison des Flussregenpfeifers auf den Isarkiesbänken bei Bruckberg ist noch nicht beendet, mindestens ein Nachgelege wurde dort im Wochenverlauf entdeckt.

07.07.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (28.06. bis 04.07.2021)

Bei den Flussseeschwalben verläuft die Brutsaison bislang ganz ordentlich. Mit aktuell 47 flüggen Jungvögeln ist der zum Bestandeserhalt erforderliche Reproduktionserfolg von 0,5 Flügglingen pro Brutpaar bereits erreicht und zahlreicher weiterer Nachwuchs befindet sich noch in der Pipeline. +++ Nahezu täglich werden vom Ergoldinger Rosenhof jetzt ein bis zwei Zwergdommeln gemeldet, außerdem wurde dort am 03.07. ein diesjähriger Nachtreiher festgestellt. +++ Ein weiterer rufender Wachtelkönig wurde am 04.07. aus dem Raum Grießenbach gemeldet, außerdem wurde bei Mettenbach unter mehreren Großmöwen ein Möwenhybride Mittelmeermöwe/Mantelmöwe entdeckt. Was es nicht alles gibt. +++ An der EON-Allee 1 im Landshuter Stadtgebiet wurden am 04.07. gleich drei durch Scheibenanflug getötete Singvögel aufgefunden. Wie statistisch abgesicherte Abschätzungen ergeben haben, sind die Vogelverluste an Glasscheiben in Deutschland enorm und die Tendenz steigend. Allein für den Raum Landshut gehen wir von im Mittel zwischen 500 und 1000 toten Vögen pro Tag aus.

03.07.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (21.06. bis 27.06.2021)

Der Brutverdacht für die Zwergdommel am Echinger Rosenhof hat sich im Wochenverlauf deutlich erhärtet. Mittlerweile liegen mehrere Beobachtungen vor und am 26.06. konnten erstmalig beide Geschlechter festgestellt werden. +++ Dass der Juni ist ein relativ guter Monat zur Beobachtung von Zwergseeschwalben ist hat sich auch in diesem Jahr wieder gezeigt: 1 Ind. dieser durchaus nicht regelmäßig bei uns durchziehenden Seeschwalbenart wurde am 26.06. am Echinger Stausee beobachtet. +++ Wie bereits im Jahr 2019 scheinen auch in diesem Jahr die Nachtreiher am Echinger Stausee wieder unter Prädationsverlusten zu leiden. Aus zwei Nestern sind quasi über Nacht die Jungvögel verschwunden. Die Liste der Verdächtigen umfasst u.a. Waschbär und Uhu. +++ Während im Nachbarlandkreis Freising zahlreiche Meldungen rufender Wachtelkönige zu verzeichnen sind, gestaltet sich die Situation im Raum LA äußerst übersichtlich. Immerhin wurde jetzt aus dem Gemeindegebiet von Vilsheim ein rufendes Ind. gemeldet. Aufgrund schlechter Erfassung dürfte die Dunkelziffer bei dieser Art jedoch hoch sein. +++ Am 26.06. wurde bei Unterwattenbach ein erster größerer Trupp Hohltauben beobachtet (41 Ind.) und am 27.06. hielten sich am Moosburger Stausee 3 Weißbart-Seeschwalben auf.

25.06.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (14.06. bis 20.06.2021)

Mit der Junizählung endete die Wasservogel-Zählsaison 2020/2021. Insgesamt wurde an den vier Stauseen und Staustufen im Raum Landshut im Rahmen der zwölf monatlichen Zähltermine (Juli 2020 bis Juni 2021) die stattliche Zahl von 140.000 Schwimmvögeln erfasst. Es dominieren Bläßhuhn (48.000), Reiherente (20.000) und Schnatterente (13.000).Im Vergleich zum Monat Mai hat sich der Schwimmvogelbestand im Raum Landshut zwar bereits wieder erhöht (4.100), der Anstieg fiel im Gegensatz zu den Vorjahren jedoch eher schwach aus. Vermutlich ist die Verzögerung des Anstiegs auf eine Brutzeitverschiebung, bedingt durch die lange sehr frische Witterung zurückzuführen. Aktuell dominieren Graugans (1.500) und Höckerschwan (1.000). +++ Am Ergoldinger Rosenhof-Weiher gibt die Beobachtung einer männlichen Zwergdommel (16.06.) Anlass zur Hoffnung auf eine Wiederbesiedelung dieses früheren Brutplatzes. Mehrere Jahre brüteten hier trotz intensiver Freizeitnutzung bis zu zwei Paare, zeitgleich mit dem unmittelbar angrenzenden Bau des Ergoldinger Gymnasiums war es dann aber mit dem Brutvorkommen vorbei. +++ Vom 14.06. bis 17.06. hielt sich am Echinger Stausee weiterhin ein Seidenreiher auf und vom Nachtreiher wurden im Wochenverlauf bis zu 7 Ind. beobachtet. +++ Bei den Flussseeschwalben sind die ersten zehn Jungvögel flügge und vom Schwarzkehlchen wurde am 19.06. ein Brutnachweis aus dem Raum Essenbach gemeldet.

21.06.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (07.06. bis 13.06.2021)

Während für uns der Sommer jetzt erst richtig losgeht, setzt in der Vogelwelt bereits die Wegzugperiode ein: Am 07.06. wurde – nach vierwöchiger Fehlanzeige - der erste Waldwasserläufer beobachtet. Bei den in der ersten Junihälfte festgestellten Waldwasserläufern dürfte es sich überwiegend um weibliche Tiere handeln, da die Jungenaufzucht bei dieser Art in erster Linie von den Männchen geleistet wird. +++ Erneute Feststellungen eines Schwarzstorchs im nördlichen Landkreis sowie einer Wiesenweihe im Isartal sind hinsichtlich potentieller Brutvorkommen durchaus ernst zu nehmen. Wir werden sehen, ob die nächsten Wochen hier neue Erkenntnisse bringen. +++ Die Beobachtung eines Seidenreihers am 10.06. an der Isar bei Niederaichbach stufen wir dagegen nicht als brutrelevant ein. Im Raum Landshut halten sich in den Sommermonaten immer wieder mal Seidenreiher auf, in manchen Jahren sogar in größeren Trupps von bis zu 9 Tieren. Mehr als zaghafte Nestbauversuche wurden bislang jedoch nicht festgestellt.

09.06.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (31.05. bis 06.06.2021)

Immerhin: Zumindest im Bereich Bruckberg-Münchnerau gibt es jetzt doch noch Bruterfolg beim Kiebitz. Im Wochenverlauf wurde bei vier Paaren Nachwuchs festgestellt. +++ Am Echinger Stausee wurde erstmals in diesem Jahr eine zweistellige Anzahl an Nachtreihern beobachtet (mind. 10 Ind. am 01.06.), außerdem zwei (31.05.) bzw. 4 Seidenreiher (01.06.), ein Purpurreiher (03.06.) sowie am 31.05. eine Weißbart-Seeschwalbe. Eine weitere Nachtreiher-Meldung ging aus dem südlichen Landkreis ein (Geisenhausen, 02.06.). +++ Im nördlichen Landkreis wurde am 04.06. ein Schwarzstorch gesichtet, zudem liegen aktuell mehrere brutrelevante Feststellungen von Turteltauben vor. Der anhaltende Bestandsrückgang dieser mittlerweile sehr seltenen Taubenart ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf Lebensraumverschlechterungen in den Brutgebieten, sondern maßgeblich auf massive Abschüsse auf den Zugwegen im Mittelmeerraum zurückzuführen. +++ Der am 30.05. bei Auloh festgestellt Schlagwirl war leider nur noch am 31.05. zu hören, dafür freuen wir uns über einen ziemlich konkreten Brutverdacht für die Grauammer bei Grießenbach. Diese im Raum Landshut nur noch extrem selten brutverdächtige Art war bis in die 1980er Jahre ein mehrzähliger, regelmäßiger Brutvogel im Bereich Altdorf-Hascherkeller-Ergolding, gemeinsam übrigens mit Kiebitzen. Heute befinden sich dort großflächig Industrie- und Gewerbegebiete.

30.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (24.05. bis 30.05.2021)

Am Echinger Stausee wurden am 24.05. 3 Seidenreiher beobachtet und am 30.05. unter insgesamt 7 Nachtreihern ein erster Jungvogel. Weitere Nachtreiher-Nachweise gingen vom Isarstau Altheim (27.05.) und aus dem LBV-Teichgebiet Weihenstephan ein, das sich weitab vom Isartal, im tertiären Hügelland befindet (28.05.). +++ Weißbart-Seeschwalben waren am 30.05. (2 Ind. am Moosburger Stausee) sowie am 29.05. (1 Ind. am Isarstau Altheim) zu sehen, wo sich zudem weiterhin ein adulter Rothalstaucher aufhält (25.05. bis 27.05.). +++ Am ehemaligen Landshuter Truppenübungsplatz wurde am 26.05. ein männlicher ROTKOPFWÜRGER entdeckt, der aber bereits tags darauf nicht mehr wiederzufinden war. Heidelerchen sind hier dagegen weiterhin zu beobachten – neuerdings auch in der Nacht, wie die nebenstehende Aufnahme zeigt. +++ Nachdem aus dem Nachbarlandkreis Freising bereits seit geraumer Zeit Rotfußfalken gemeldet werden, gingen jetzt auch für den Raum Landshut zwei Beobachtungen ein: 1 Ind. am 26.05. auf der Altheimer Lößterasse sowie 2 Ind. am 30.05. am Isarstau Altheim. Zugelegt hat sowohl hinsichtlich der Anzahl von Meldungen als auch der festgestellten Truppgrößen gegenüber der Vorwoche der Bienenfresser, für den wir nun auch im südlichen Landkreis von Brutvorkommen ausgehen. +++ Auf alle Fälle berichtenswert ist die Feststellung eines singenden Schlagschwirls am 30.05. bei Auloh. Schlagschwirle waren bis in die 1980er Jahre durchaus noch regelmäßige Brutvögel in den Landshuter Isarauen, haben sich hier mittlerweile aber praktisch vollständig verabschiedet. Der letzte ernsthafte Brutverdacht stammt aus dem Jahr 2009.

26.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (17.05. bis 23.05.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Stauseen und Staustufen hat im Mai ihr jahreszeitlich übliches Minimum von aktuell 2.200 Ind. erreicht. Es dominieren Graugans (700 Ind.) und Höckerschwan (600 Ind.). Bei beiden Arten handelt es sich nur zu einem sehr geringen Teil um Brutvögel sondern ganz überwiegend um vermutlich halbwüchsige Gastvögel (Mauser). +++ Mit weiterhin nur bis zu 5 Nachtreihern (21.05.) dürfte der Brutbestand dieser in Bayern sehr seltenen Reiherart deutlich hinter dem Vorjahr zurückbleiben. +++ Auch die Zahl der Flussseeschwalben-Brutpaare am Echinger Stausee liegt bislang deutlich unter dem langjährigen Mittelwert von rund 55 Paaren. Zwar sind im Bereich der Mittleren Isar mehr als 200 Ind. anwesend, die Nistflöße sind jedoch nur teilweise belegt. Ursache ist möglicherweise ein witterungsbedingt sehr schlechtes Nahrungsangebot, erkennbar auch an ungewöhnlich hohen Ansammlungen von nach Wasserinsekten jagenden Seeschwalben an der Isar bei Mooburg (max. 42 Ind am 18.05..) bzw. am Isarstau Altheim (max. 25 Ind.). Überlicherweise sind diese beiden Bereiche während der Brutsaison fast "Seeschwalben-frei". +++ An den Mittleren Isarstauseen wurden auch diese Woche wieder Weißbart-Seeschwalben beobachtet (2 Ind. vom 18.05. bis 20.05.), dazu eine Weißflügel-Seeschwalbe (20.05.), ein erster Zwergstrandläufer (17.05. bis 18.05.), ein Steinwälzer (17.05.) und schließlich am 23.05. 3 Purpurreiher. +++ Über die Landshuter Altstadt zogen am 18.05. 4 Kraniche und aus dem nördlichen Landkreis gingen Bienenfresser-Meldungen von bis zu 10 Ind. ein (23.05.).

18.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (10.05. bis 16.05.2021)

Das seit einiger Zeit eher ungemütliche Wetter hat auch sein Gutes: Wenig Erholungsdruck auf den Isarkiesbänken und in der Folge Bruterfolg bei den Bruckberger Flussregenpfeifern: Am 14.05. wurden hier die ersten Jungvögel entdeckt. +++ An den Mittleren Isarstauseen hielten sich vom 10.05. bis zum 14.05. 2 Weißflügelseeschwalben auf, außerdem wurden ein erster Sichelstrandläufer (11.05.), ein Fischadler(10.05.), bis zu 6 Nachtreiher (10.05., 14.05.) sowie am 10.05. ein Purpurreiher gemeldet. Letzterer flüchtete jedoch vor zwei Standup-Paddlern (Erstnachweis für den Echinger Stausee!) in östliche Richtung und wurde tags darauf bei Grießenbach beobachtet. +++ Am Isarstau Altheim suchten am 13.05. etwa 4.000 (!) Rauchschwalben nach Nahrung und am 15.05. rastete dort ein adulter Rothalstaucher. +++ Die wie immer sehr spät im Jahr bei uns durchziehenden Grauschnäpper waren in dieser Woche außergewöhnlich stark vertreten, insbesondere im Isartal sind aktuell fast überall die Rufe dieses ziemlich unscheinbaren Vogels zu hören. Auch vom deutlich früher bei uns ankommenden Halsbandschnäpper gingen im Wochenverlauf wieder zahlreiche Nachweise ein – alle aus den Isarauen, wo sich die Brutplätze dieser Art befinden. +++ Die erste Wachtel war am 10.05. bei Leberskirchen zu hören, bei Kröning wurde am 15.05. eine Wiesenweihe gemeldet und bei Auloh zogen 3 Bienenfresser durch.

10.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (03.05. bis 09.05.2021)

Jetzt sind auch Sumpfrohrsänger (03.05.) und Grauschnäpper (06.05.) zurückgekehrt. Außerdem wurde ein erster Seidenreiher gemeldet (Grießenbach, 04.05.), eine erste Turteltaube (07.05., Essenbach), ein erster Wespenbussard (Eching, 06.05.) und schließlich am 09.05. ein erster Bienenfresser. +++ Weißbart-Seeschwalben rasteten am 04.05. (4 Ind.) bzw. am 09.05. (1 Ind.) am Echinger Stausee sowie am 05.05. (1 Ind. ) am Isarstau Altheim. Und am Moosburger Stausee konnten sich die Beobachter am 09.05. gleich über 10 Weißflügel-Seeschwalben freuen. +++ Von der Wiesenweihe gingen drei Durchzugsbeobachtungen ein: Jeweils ein adultes Männchen bei Mettenbach (07.05.) und bei Velden (08.05.) sowie ein Weibchen am 09.05. bei Mirskofen. +++ Am Echinger Stausee wurden im Wochenverlauf bis zu 5 Nachtreiher beobachtet (03.05., 09.05.), dazu am 09.05. ein Schwarzstorch und ein erster Purpurreiher. +++ Am Isarstau Altheim und an der Isar bei Bruckberg wurden im Wocenverlauf die ersten Gänsesägerfamilien festgestellt. Angler sehen diesen Charaktervogel voralpiner Flusssysteme übrigens weniger gern: Sie befürchten wieder einmal eine „Übervermehrung“ und fordern vielerorts bereits die Freigabe zum Abschuss.

03.05.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (26.04. bis 03.05.)

Auf die auch in dieser Woche zumindest teilweise anhaltende Luftströmung aus nördlichen Richtungen sind wieder eine ganze Reihe von Zugstau-Ansammlungen zurückzuführen, darunter mind. 120 Kampfläufern am Echinger Stausee (27.04.) und etwa 1000 Uferschwalben (02.05.), ebenfalls am Echinger Stausee. +++ Im Wochenverlauf wurde erneut eine ganze Reihe attraktiver Arten gemeldet: Ein Wiedehopf (Binabiburg, 26.04. und 27.04.), weiterhin ein weibliches Kleines Sumpfhuhn (Echinger Stausee, 26.04. und 27.04.), ein Purpurreiher (Grießenbach, 27.04.), ein Schwarzstorch (Gerzen, 28.04.), ein Regenbrachvogel (Isarmoos, 30.04. und 01.05.), 2 Stelzenläufer (Gerzen, 01.05.) und zuletzt am 02.05. eine leider nicht sicher zu bestimmende Wiesen- oder Steppenweihe (Bayerbach). +++ Am Echinger Stausee wurden bis zu 7 Nachreiher beobachtet (26.04.), außerdem sind im Bereich der Mittleren Isarstauseen mittlerweile mindestens 160 Flussseeschwalben eingetroffen. Am Abend des 27.04. wurde das letzte unserer drei Nistflöße eingebracht und war bereits am nächsten Morgen dicht besetzt (Kiesabbau Aquapark).+++ Ein singendes Schwarzkehlchen bei Winkelsaß (30.04.) sollte weiter im Auge behalten werden. +++ Eine ganz schlechte Woche hat der Kiebitz hinter sich, da in vielen Gebieten des Landkreises die (Mais)Äcker bearbeitet wurden. Wir schätzen, dass dabei mindestens zwei Drittel aller Gelege zerstört wurden. +++ Besser schaut es beim Weißstorch aus: Nicht nur dass mittlerweile wieder mehrere Brutpaare im Landkreis brüten, vielerorts lassen sich derzeit ganze Trupps vermutlich halbwüchsiger Störche beobachten, die sich offensichtlich nach potentiellen Brutplätzen für die kommenden Jahre umschauen. Darunter auch zwei Ind. in der Landshuter Altstadt (28.04.). +++ Nachdem im Wochenverlauf Mauersegler (27.04.) Gartengrasmücke (30.04.), Gelbspötter (30.04.) und Pirol (01.05.) in den Raum Landshut zurückgekehrt sind, fehlen aus dem Spektrum der häufigen bzw. mäßig häufigen Vogelarten jetzt nur noch Sumpfrohrsänger und Grauschnäpper.

28.04.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (19.04. bis 25.04.2021)

Die Zahl der vom Echinger Stausee gemeldeten Nachtreiher steigt langsam aber sicher an und erreichte mit 5 Tieren am 25.04. den bislang höchsten Wert dieses Jahres. Außerdem wurden am Echinger See mehrfach Kleine Sumpfhühner beobachtet: Ein Männchen vom 19.04. bis zum 21.04. und schließlich ein weibliches Tier am 25.04.. +++ Von den zuletzt wärmeren und trockeneren Sommern profitiert eine ganze Reihe von Vogelarten. So häufen sich gegenüber früheren Jahren beispielsweise die Nachweise von Wiedehopfen und Wendehälsen: Vom Wiedehopf gingen erneut drei Beobachtungen ein (Dirnau am 19.04., Münster am 21.04., Kröning am 24.04.) und unter zahlreichen Meldungen von Wendehälsen fallen gleich 4 (!) Rufer am Truppenübungsplatz aus dem Rahmen (21.04.). +++ Die ersten Jungvögel gibt es bereits beim Kiebitz (19.04. bei Essenbach) sowie bei der Heidelerche (23.04. am Truppenübungsplatz). +++ Zu den Rückkehrern der Woche zählen Dorngrasmücke (19.04.), Klappergrasmücke (19.04.), Nachtigall (23.04.) und Neuntöter (25.04.). Und schwer im Anmarsch ist auch die Flussseeschwalbe, von der sich bereits mehr als 100 Ind. im Bereich der Mittleren Isarstauseen aufhalten +++ Von der Zwergschnepfe wurden im Wochenverlauf zwei Feststellungen bekannt (19.04. bei Unterwattenbach, 23.04. am Echinger Stausee), die Trauerente vom Isarstau Niederaichbach wurde letztmalig am 19.04. beobachtet, bei Kröning rasteten am 22.04. zwei Kraniche (spät!) und am 25.04. zog bei Ergolding eine Wiesenweihe durch.

19.04.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (12.04. bis 18.04.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Isarstauseen und Staustufen nähert sich mit aktuell nur noch 2.900 Tieren ihrem jährlichen Minimum, darunter immerhin noch gut 1.200 Reiherenten. Während die Tafelente mittlerweile fast vollständig abgezogen ist, wurden von der Krickente - verglichen mit früheren Jahren - noch vergleichsweise viele Exemplare gezählt. Auch die aktuell stark durchziehenden Löffelenten und Knäkenten waren mit insgesamt 62 bzw. 41 Tieren recht ordentlich vertreten. +++ Im Wochenverlauf erfolgten folgende Erstfeststellungen für 2021: Baumfalke (14.04.), Halsbandschnäpper (17.04.), Rohrschwirl (18.04.) und Zwergmöwe (18.04.). Außerdem wurde am 17.04. bei Wörth der erste Nilgans-Nachwuchs beobachtet. +++ Während alle drei Wiedehopf-Nachweise dieser Woche am 18.04. erfolgten (Hofham, Mettenbach, Velden), verteilten sich die Meldungen von Wendehälsen fast über die gesamte Woche: 12.04. und 15.04. ( Auloh), 16.04. (Landshut) und 17.04. (Unterahrein). +++ Augenfällig waren sehr große Zugstau-Ansammlungen von insgesamt weit über 3000 Lachmöwen allein im Isartal östlich von Landshut, bei denen es sich sicherlich um Vögel nordosteuropäischer Populationen handeln dürfte (18.04.).

Akustisch fiel an diesem Tag die ausgesprochen hohe Präsenz an singenden Fitissen auf, insbesondere in den Auwäldern des Isartales. +++ Auch einige Besonderheiten gab es zu sehen: Seit dem 14.04. hält sich eine Trauerente am Isarstau Niederaichbach auf, ein erstes Kleines Sumpfhuhn wurde am 18.04. am Echinger Stausee entdeckt und vier vom Zug offensichtlich ziemlich erschöpfte Mittelsäger schliefen am 17.04. im Isarstau Altheim. Die vier Säger wurden später von Sportruderbooten Richtung Isarstau Niederaichbach verscheucht, wo sie hoffentlich mehr Ruhe fanden. +++ Nachzutragen bleiben dann noch zwei Fischadler-Sichtungen am 18.04. (möglicherweise der gleiche Vogel, zunächst am Echinger Stausee und später am Isarstau Niederaichbach) sowie eine Zwergschnepfe - ebenfalls am 18.04. und ebenfalls am Echinger Stausee.

11.04.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (05.04. bis 11.04.2021)

Hier die Rückkehrer der Woche: Fischadler (05.04.,Echinger Stausee), Uferschnepfe (05.04., Echinger Stausee), Baumpieper (10.04., Ergoldsbach) und Braunkehlchen (11.04., Bruckbergerau). Auch diese Woche wurden wieder mehrere Wiedehopfe gemeldet, so am 07.04. (Adlkofen), am 09.04. (Grießenach) und am 11.04. (Ergolding). Außerdem waren am 09.04 (Neufahrn) sowie am 11.04. (Oberwattenbach, Wolfseck) Wendehälse zu hören. +++ In Schwung gekommen ist im Wochenverlauf der Durchzug von Trauerschnäppern und Steinschmätzern, dagegen dürften mehrere Meldungen von Rotmilanen nicht auf Zugbewegungen, sondern auf stationäre Vögel zurückzuführen sein. +++  Wir freuen uns über eine Baumbrut (!) eines Weißstorchs im südlichen Landkreis und über den Nachweis einer balzenden Bekassine im Vilstal (10.04.), festgestellt im Zuge der diesjährigen Wiesenbrüterkartierung. Sehr erfreulich sind zudem die Brut eines Kiebitzes und der Brutverdacht für den Flussregenpfeifer in der erstmalig eingezäunten Ausgleichsfläche in der Landshuter Flutmulde (siehe untenstehende Meldung vom 08.03.). +++ Berichtenswert sind außerdem eine Zwergschnepfe bei Unterwattenbach (05.04.) sowie weiterhin ein Chileflamingo am Echinger Stausee. +++ Beobachtet und gemeldet wurde übrigens ziemlich fleißig: Alleine am 11.04. gingen rund 500 Einzelnachweise und Zählergebnisse ein!

06.04.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (29.03. bis 04.03.2021)

Die bayernweit ersten beiden Flussseeschwalben wurden am 30.04. am Echinger Stausee beobachtet (30.03.), außerdem kehrten Schafstelze (29.03.), Fitis (29.04.), Gartenrotschwanz (02.04.), Nachtreiher (03.04.), Waldlaubsänger (04.04.) und Uferschwalbe (04.04.) in den Raum Landshut zurück. Gesichtet wurden auch die ersten durchziehenden Vertreter von Schwarzmilan (02.04.), Trauerschnäpper (03.04.) und Sandregenpfeifer (03.04.).Gleich an mehreren Orten waren im Wochenverlauf rufende Wendehälse zu hören, der erste davon am 29.03. am ehemaligen Truppenübungsplatz. Und der erste Wiedehopf rastete am 02.04. bei Eching. +++ Die ganze Woche über wurde ein breites Spektrum rastender Watvögel gemeldet (Isarmoos, Labertal, Echinger Stausee), darunter mehrere Tage lang eine bemerkenswerte Ansammlung von bis zu 110 Kampfläufern bei Grießenbach. Vom Kampfläufer liegen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch Rastplatzansammlungen von mehr 400 Ind. vor, eine Zahl die heute schier unglaublich erscheint. Dagegen konnte im 21. Jahrhundert bislang lediglich am 20.04.2003 ein Trupp von mehr als 100 Kampfläufern beobachtet werden (110 Ind. am Echinger Stausee). +++ Während die dramatischen Bestandsrückgänge bei vielen Watvogelarten weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit erfolgen, wird ein seit dem 01.04. am Echinger Stausee anwesender Chileflamingo vermutlich wieder große mediale Resonanz erfahren. +++ Zwei Schwarzstörche kreisten am 04.04. über Käufelkofen und zogen dann in nördliche Richtung ab. Und auf den Isarkiesbänken bei Bruckberg balzten am 31.03. die ersten beiden Flussregenpfeifer. Es bleibt abzuwarten, ob es angesichts des Andrangs an Erholungssuchenden hier zu einer erfolgreichen Brut kommen kann.

31.03.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (22.03. bis 28.03.2021)

Im Wochenverlauf sind erneut mehrere Zugvogelarten zurückgekehrt: Am 26.03. die erste Rauchschwalbe bei Haselfurth und am 28.03. ein erster (durchziehender) Steinschmätzer bei Bayerbach. Außerdem gab es eine erste Beutelmeise am Moosburger Stausee sowie gleich an mehreren Orten die ersten Flussregenpfeifer. Ebenfalls am 28.03. wurden am Isarstau Altheim die ersten jungen Graugänse entdeckt. +++ Im Isarmoos hielt sich zunächst weiterhin ein Trupp von 14 Kranichen auf (22.03.), zwei Tage später waren dann nur noch 4 Ind. anwesend. Auch Goldregenpfeifer wurden erneut gemeldet (9 Ind. am 24.03.). +++ Mit dem Wärmeeinbruch am Wochenende ging bei mehreren Arten die Zahl der Meldungen schlagartig nach oben: Beispielsweise bei einer ganzen Reihe von Watvogelarten, an vielen Gewässern rasten jetzt Knäk- und Löffelenten und in den Siedlungsbereichen machen singende Girlitze und Mönchsgrasmücken auf sich aufmerksam. +++ Bewegung ist aber nicht nur in die Vogelwelt gekommen, auch unsere Kiebitzkartierer und –kartierinnen waren im Wochenverlauf aktiv: In fast allen Kartiergebieten fanden bereits die ersten Begehungen statt.

22.03.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (15.03. bis 21.03.2021)

Am 15.03. wurde am Echinger Stausee das erste Blaukehlchen beobachtet, die erste Knäkente schwamm am 19.03. im Moosburger Stausee und bereits zwei Tage später wurde eine erste Rohrweihe gemeldet (Echinger Stausee). +++ Die zweite Märzhälfte ist üblicherweise durch starke Zugbewegungen charakterisiert. Die anhaltende Nordost-Strömung hat den Heimzug im Wochenverlauf jedoch weitestgehend zum Erliegen gebracht und zu einer ausgeprägten Zugstau-Situation geführt. Gut zu erkennen war dies u.a. durch beträchtliche Ansammlungen von Lachmöwen auf Wasserflächen, Wiesen und Äckern. Auch den mehrtägigen Aufenthalt eines Trupps von 14 Kranichen im Isarmoos (17.03. bis 20.03.) führen wir auf dieses Witterungsphänomen zurück. +++ Bis zu 9 Heidelerchen wurden im Wochenverlauf am Landshuter Truppenübungsplatz beobachtet (21.03.), außerdem waren im Isarmoos am 17.03. erneut Rufe eines Goldregenpfeifers zu hören. +++ Rückmeldung zu zwei farbmarkierten Reiherenten, die im Zeitraum vom 16.08.2020 bis 21.09.2020 an den Mittleren Isarstauseen abgelesen worden waren: Beide Vögel wurden Anfang Juli 2020 an ihrem Brutplatz in Tschechien beringt.

16.03.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (08.03. bis 14.03.2021)

Der Bestand an Schwimmvögeln an den Landshuter Stauseen und Staustufen hat innerhalb der letzten vier Wochen sehr deutlich auf jetzt nur noch 5.000 Tiere abgenommen (-7.000). Betroffen von diesem Rückgang sind alle Stauseen und alle Arten. Die im Herbst und Winter zunächst deutlichen Unterschiede der Bestandszahlen an den vier Stauseen haben sich zwischenzeitlich egalisiert (siehe Abbildung). Es dominiert aktuell die Reiherente mit 40 Prozent aller Individuen. +++ Während unsere Weisskopf-Ruderente sich vermutlich in südwestliche Richtung davongemacht hat, verweilt die Schwarzkopf-Ruderente weiterhin im Lande. Sie wurde im Wochenverlauf mehrfach am Isarstau Altheim festgestellt (08.03. bis 10.03.). +++ Im Isarmoos hielt sich die ganze Woche über eine Gruppe von 4 Kranichen auf, außerdem ziehen weiterhin Trupps von Kiebitzen durch (max. 400 Ind. am 10.03.) und am 08.03. wurde ein weiterer Goldregepfeifer gesichtet. Für alle, die in diesem Gebiet Vögel beobachten wollen: Bitte haltet Euch an das Wegegebot und bleibt auf den wirklich befestigten Abschnitten.

09.03.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (01.03 bis 07.03.2021)

Der ehemalige Landshuter Truppenübungsplatz scheint für die Heidelerche eine hohe Attraktivität aufzuweisen: Mehrere Paare befinden sich aktuell in der Ansiedlungsphase und verteidigen ihre Reviere auch gegen durchziehende Trupps von Artgenossen (max. 24 Ind. am 07.03.). +++ Im Wochenverlauf weiterhin merklicher Durchzug von Kiebitzen mit bis zu 350 Ind. am 07.03. sowie weiteren Watvogelarten: Ein erster größerer Trupp Brachvögel (15 Ind. bei Mettenbach am 01.03.), 6 Goldregenpfeifer (Unterwattenbach am 07.03.) und ein erster Alpenstrandläufer (Isarstau Altheim am 03.03.) +++ Die ersten 3 Kraniche rasteten am 07.03. bei Wattenbacherau und am Echinger Stausee wurden die ersten heimgekehrten Knäkenten beobachtet (2 Ind. am 04.03.). +++ Vollständig aus dem Staub gemacht haben sich dagegen mittlerweile die den ganzen Winter über bei uns anwesenden Saatkrähen aus Osteuropa, deren Überwinterungsbestand im Raum Landshut von Jahr zu Jahr zurückzugehen scheint. Leider haben wir dazu keine systematischen (Schlafplatz)Zählungen durchgeführt, mit denen wir diese Einschätzung verifizieren könnten.

01.03.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (22.05. bis 28.05.2021)

Die Beobachtung der Woche ging gleich am 22.02. ein: Mitten in der weiten Wasserfläche des Moosburger Stausees rastete auf einem angeschwemmten Ast eine Sumpfohreule. Eigentlich kaum zu glauben, aber durch Fotos zweifelsfrei belegt. +++ Vom Acker gemacht haben sich anscheinend unsere beiden Ruderenten: Während die Schwarzkopf-Ruderente noch bis zum 27.02. gemeldet wurde, konnte die WEISSKOPF-RUDERENTE lediglich am 22.02. und 23.02. beobachtet werden. Sie hält sich jetzt offensichtlich an einer Donaustaustufe bei Ingolstadt auf (27.02.). +++ Endlich ziehen entlang des Isartal auch größere Trupps von Kiebitzen durch: 400 Ind. am 22.02., 500 Ind. am 27.02. und 700 Ind. am 28.02. Wie üblich um diese Jahreszeit sind die Schwärme zum Teil mit Goldregenpfeifern und Kampfläufern „verunreinigt“ (jeweils 2 Ind. am 28.02.). Ein genaues Hinschauen lohnt sich hier also! +++ Weitere durchziehende Goldregenpfeifer (ca. 5 Ind.) waren am 27.02. über Kirchberg zu hören und bei Auloh sang am 22.02. der erste Zilpzalp. +++ Mit insgesamt 103 Ind. hat die Pfeifente in der Landshuter Flutmulde erstmals die 100er-Marke überschritten (26.02.), bemerkenswert sind zudem 65 Ind. im Vilstal bei Gerzen am 27.02.. Dagegen haben die Dämme der Mittleren Isarstauseen aufgrund der hohen Frequentierung durch Erholungssuchende ihre frühere Bedeutung als Äsungsgebiet für diese Art praktisch völlig verloren. +++ Wir freuen uns, dass auch der am Altheimer Stausee überwinternde Flussuferläufer die kalte Jahreszeit gut überstanden hat (22.02.) sowie über die Ablesung einer bereits vor sechs Jahren in Polen beringten Lachmöwe (23.02.).

21.02.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (15.02. bis 21.02.2021)

Die deutliche Erwärmung zum Wochenanfang hat erneut ziemliche Bewegung in die Vogelwelt gebracht: Überall singen jetzt die ersten Stare und Trupps von Kiebitzen und Feldlerchen ziehen eilig in Richtung ihrer Brutgebiete. Im Landshuter Stadtgebiet sang am 20.02. der erste Hausrotschwanz und über dem ehemaligen Landshuter Standortübungsplatz zogen große Trupps von Ringeltauben hinweg (1.500 Ind.). Ebenfalls am 20.02. wurden mehrere Heidelerchen (Mettenbach, Stallwang) sowie ein erster Goldregenpfeifer (Mettenbach) beobachtet und auch der erste Brachvogel ist bereits zurückgekehrt (Echinger Stausee bzw. Grießenbach, 21.02.). Gemeldet wurden im Wochenverlauf aber auch weiterhin mehrere klassische Wintergäste: 6 Zwergsäger am Echinger Stausee (15.02.), 4 Singschwäne (15.02.), 3 Saatgänse (18.02.) sowie bemerkenswerte 110 Schellenten (19.02.) am Isarstau Altheim, ein aufgrund des Besucheransturms aus dem NSG "Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen" flüchtender Seeadler (21.02.) und weiterhin eine SCHNEEAMMER bei Altheim (17.02. bis 21.02.). Außerdem hat zumindest einer der im Raum Landshut überwinternden Flussuferläufer die bis zum Wochenanfang anhaltende Vereisungsperiode gut überstanden (Echinger Stausee, 21.02.). +++ Spätestens seit Mitte der Woche lohnt es sich, bei Feststellungen von Ruderenten etwas genauer hinzusehen. Denn neben der seit dem 16.12.2020 durchgehend anwesenden WEISSKOPF-RUDERENTE (zuletzt am Echinger Stausee) wurde nun am 18.02. am Isarstau Altheim auch noch eine Schwarzkopf-Ruderente entdeckt. Dort war sie auch tags darauf noch zu sehen, am 21.02. hielten sich beide Vögel dann gemeinsam am Moosburger Stausee auf. Ein Zusammentreffen dieser beiden Arten verursacht bei Artenschützern im Allgemeinen erhebliche Bauchschmerzen, denn der Bestand der seltenen Weißkopf-Ruderente ist durch Hybridisierung mit der in Europa ursprünglich nicht heimischen Schwarzkopf-Ruderente stark bedroht. Die Schwarzkopf-Ruderente ist daher europaweit als invasive Tierart eingestuft, was die Mitgliedstaaten der Europäischen Union zum Fang oder zur Tötung aller in der freien Natur festgestellten Individuen verpflichtet. In Großbritannien, wo die Schwarzkopf-Ruderente vergleichsweise weit verbreitet ist, führte die dortige „Ausrottungskampagne“ zu erheblichen Spannungen zwischen Tierschützern und Artenschützern.

 

 

14.02.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (08.02. bis 14.02.2021)

Die Zahl der Schwimmvögel an den Staustufen und Stauseen im Raum Landshut ist trotz zum Teil großflächiger Vereisung gegenüber dem Vormonat mit etwa 13.000 Tieren konstant geblieben. Offensichtlich fand bei einigen Arten auch eine erhebliche Zuwanderung aus nordöstlichen Gebieten statt (Winterflucht). Die aktuelle Entwicklung unterscheidet sich damit gegenüber den Vergleichszeiträumen der Vorjahre deutlich: Üblicherweise nimmt die Zahl der Schwimmvögel bei uns zwischen Januar und Februar um fast 50 Prozent ab (siehe nebenstehende Abbildung)! Innerhalb des Artenspektrums ergaben sich gegenüber dem Vormonat mehrere signifikante Veränderungen: Zunahmen bei Reiherente (+1.200) und Tafelente (+500) stehen Abnahmen bei Schnatterente (-1.000) und Höckerschwan (-500) gegenüber. +++ Auf zwei kleinen, noch offenen Wasserflächen des Moosburger Stausees drängen sich aktuell (14.02.) etwa 4.500 Schwimmvögel. Die vereisungsresistenten Wasserflächen im NSG „Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen“ (Isar, Kanäle) fallen aufgrund der anhaltend hohen Frequentierung durch Erholungssuchende und Freizeitsportler als Rückzugsgebiete für Wasservögel leider völlig aus. +++ Unsere WEISSKOPF-RUDERENTE hielt sich bis zum 14.02. noch im Bereich des Moosburger Stausees auf, wechselte aufgrund der zunehmenden Vereisung dann aber wieder einmal zum Echinger Stausee (14.02.). +++ Singschwäne wurden im Wochenverlauf am Echinger Stausee (4 Ind. am 09.02.) und am Isarstau Niederaichbach (3 Ind. am 11.02., 11 Ind. am 14.02.) beobachtet. +++ Gleich mehrere interessante Meldungen gingen am 14.02. ein: Ein Merlin bei Weng, 2 Seeadler und 3 Zwergsäger am Echinger Stausee sowie eine Rohrdommel am Isarstau Niederaichbach. Auch die Altheimer SCHNEEAMMER wurde im Wochenverlauf erneut beobachtet (08.02. und 13.02.). +++ Schwere Zeiten herrschen aufgrund von Schneelage und strengem Frost derzeit nicht nur für Wasservögel, sondern sicherlich auch für die in der Vorwoche bereits zugezogenen Kiebitze und Feldlerchen. Ein weiterer Zuzug dieser Arten fand diese Woche sicherlich nicht statt, es gingen jedoch mehrere Nachweise einzelner Singdrosseln ein. +++ Anscheinend unbeeindruckt von der strengen Witterung befinden sich aktuell mehrere Specht- und Eulenarten in Balzstimmung, darunter auch ein Sperlingskauz (13.02.) und mehrere Uhus.

08.02.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (01.02. bis 07.02.2021)

Unsere WEISSKOPF-RUDERENTE hat erneut ihren Standort gewechselt: Bis zum 04.02. hielt sie sich noch am Echinger Stausee auf, am 06.02. wurde sie dann wieder am Moosburger Stausee entdeckt, den sie bereits aus dem Zeitraum vom 31.12.2020 bis 14.01.2021 gut kennt. +++ Singschwäne wurden im Wochenverlauf erneut am Echinger Stausee beobachtet (max. 8 Ind., 02.02.), außerdem 9 Ind. bei Grießenbach (04.02.), 4 Ind. bei Essenbach (06.02.) und schließlich 2 Ind. bei Vilsbiburg (07.02.). Einer dieser beiden Vögel war mit einer blauen Halsmanschette markiert, die aber leider nicht sicher abgelesen werden konnte. +++ Vom Echinger Stausee wurden am 01.02. 3 Blässgänse und am 01.02 sowie am 05.02. der dort überwinternde Flussuferläufer gemeldet. Zudem haben dort die Graureiher bereits damit begonnen, ihre Brutkolonie zu besetzen (07.01.). +++ Im nördlichen Landkreis müssen wir den Verlust eines Uhus zur Kenntnis nehmen (vermutlich Verkehrsopfer) und auch von der zweiten SCHNEEAMMER bei Altheim fehlt weiterhin jede Spur (01.02., 05.02. bis 07.02.). +++ Der Heimzug hat im Wochenverlauf deutlich eingesetzt, mit Trupps von bis zu 30 Kiebitzen (04.02.), bis zu 30 Feldlerchen (06.02.) sowie einer ersten Hohltaube (04.02.).

01.02.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (25.01. bis 31.01.2021)

Am Moosburger Stausee ist der Bestand an Schnatterenten (am 01.01. immerhin noch 604 Ind.) mittlerweile komplett in die Knie gegangen (<10 Ind. am 31.01.). Auch die zwischenzeitlich regelmäßig mit mehreren 10 Ind. anwesende Kolbenente fehlt aktuell fast vollständig (lediglich 1 Ind. am 31.01.). Die Zeit mit größeren Blässgans-Trupps scheinen vorläufig ebenfalls vorbei zu sein: 4 Ind. wurden am 27.01. beobachtet, ansonsten lediglich noch 2 Ind. am 31.01. am Echinger Stausee. +++ Im tertiären Hügelland zwischen Landshut und Tiefenbach halten sich beträchtliche Ansammlungen von Singvögeln auf, darunter alleine 760 Bluthänflinge und 215 Goldammern (30.01.). Die dort ebenfalls am 30.01. anwesenden 6 Feldlerchen stufen wir nicht als überwinternd, sondern als erste „Frühlingsboten“ ein. +++ Am Echinger Stausee überwintert weiterhin ein Flussuferläufer (letztmalig am 31.01.) und neben bis zu 8 Singschwänen (31.01.) kann dort weiterhin eine WEISSKOPF-RUDERENTE bestaunt werden. +++ Vorläufig unklar ist der Verbleib der zweiten SCHNEEAMMER bei Altheim, jedenfalls wurde dort am 30.01 und am 31.01. nur noch ein Ind. gemeldet. Nicht auszuschließen, dass dem Vogel das anhaltende „Fotoshooting“ allmählich zu viel bzw. zu bunt geworden ist.

24.01.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (18.01. bis 24.01.2021)

Zumindest bis zum 22.01. hielt sich weiterhin eine WEISSKOPF-RUDERENTE am Echinger Stausee auf, die Zahl der gemeldeten Singschwäne belief sich maximal auf 13 Ind. (ebenfalls 22.01.). +++ Am Moosburger Stausee wurden erneut nur kleinere Trupps von Blässgänsen beobachtet (max. 4 Ind. am 23.01.) und am Isarstau Altheim harrt weiterhin ein überwinternder Flussuferläufer aus (18.01.). +++ In der Landshuter Flutmulde erreicht die Zahl der dort seit einigen Jahren überwinternden Pfeifenten weiterhin neue Höchstwerte: bis zu 80 Ind. wurden in dieser Woche gemeldet (19.01.). +++ Die ganze Woche über konnten bei Altheim zunächst eine (18.01. und 19.01.) und dann zwei männliche SCHNEEAMMERN beobachtet werden. Schneeammern brüten in der Tundra sowie in hochalpinen Gebieten Nordeuropas und werden bei uns nur sehr unregelmäßig festgestellt, letztmalig im März 2014. Bemerkenswert ist, dass sich sowohl im Winter 2012/2013 als auch im Winter 2013/2014 Schneeammern an fast exakt gleicher Stelle aufhielten.  Die beiden jetzt anwesenden Vögel sind nach unserer Auffassung mittlerweile mehr als ausreichend fotographisch dokumentiert.

17.01.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (11.01. bis 17.01.2021)    

Die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Stauseen und Staustufen hat gegenüber dem Vormonat deutlich auf jetzt 13.000 Tiere abgenommen (-5.000). Lediglich am Isarstau Niederaichbach gingen die Zahlen leicht nach oben. Erhebliche Rückgange waren bei Reiherente (-1.500 auf jetzt 1.800), Blässhuhn (-1.000 auf jetzt 5.200), Schnatterente (-900 auf jetzt 1.700) und Höckerschwan (-700 auf jetzt 600) zu verzeichnen. Substantiell zugelegt hat ausschließlich die Tafelente auf 1.400 Ind. (+200). +++ Am Echinger Stausee hielten sich auch diese Woche wieder Singschwäne auf, max. 15 Ind.  am 17.01.. Weitere 3 Singschwäne wurden am 15.01. und 17.01. im Bereich des Isarstaus Niederaichbach festgestellt. +++ Lediglich 2 Blässgänse wurden im Wochenverlauf am Moosburger Stausee beobachtet (17.01.), es ist jedoch nicht unwahrscheinlich, dass sich hier bzw. im näheren Umfeld immer noch größere Trupps aufhalten. +++ Unsere WEISSKOPF-RUDERENTE hat erneut ihren Aufenthaltsort gewechselt und schwimmt bzw. taucht jetzt im Echinger Stausee (17.01.). Die seit etwa vier Wochen anhaltende „Dauerüberwachung“ dieses seltenen Vogels schwächelte im Wochenverlauf erstmals: An immerhin drei Tagen erfolgte keine Meldung! +++ Am Echinger Stausee gab es weiterhin einen Zwergsäger sowie einen überwinternden Flussuferläufer zu sehen, ein weiterer Flussuferläufer wurde am Isarstau Niederaichbach beobachtet (17.01.). +++ Durchaus bemerkenswert für Mitte Januar ist ein Trupp von ca. 50 Rohrammern bei Essenbach (17.01.) wo zudem der zweite Merlin dieses Winters entdeckt wurde. +++ Berichtenswert sind zudem ein Trupp von 150 Goldammern bei Högldorf (11.01.) sowie ein weiterer überwinternder Hausrotschwanz bei Wattenbacherau (13.1.).

13.01.2021: Der Jahresbericht zur Brutsaison 2020 der Flusseeeschwalbe in Bayern wurde heute veröffentlicht. Die vom LBV Landshut betreuten Brutkolonien liegen am Echinger Stausee sowie am Kiesabbau "Aquapark" bei Moosburg.

Flussseeschwalben-Monitoring-Bayern-2020
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10.01.2021: Ornithologischer Wochenrückblick (04.01. bis 10.01.2021)      

Für Anfang Januar eher untypisch sind folgende Beobachtungen: Ein Schwarzkehlchen bei Unterwattenbach (04.01., 10.01.), ein Weißstorch auf der Nistplattform in Pfeffenhausen (10.01.), weiterhin ein Alpenstrandläufer am Echinger Stausee (zuletzt am 10.01.), eine Feldlerche bei Altheim (07.01.), bis zu 13 Stare bei Binsham (09.01.), 2 Girlitze bei Mittergolding (09.01.), weiterhin ein Flussuferläufer am Isarstau Altheim (07.01.) sowie ein Hausrotschwanz in Landshut (09.01.). +++ Am Moosburger Stausee wurde im Zuge der täglichen WEISSKOPF-RUDERENTEN-Beobachtung (04.01. bis 10.01.) am 04.01. der erste Mittelsäger dieses Winterhalbjahres gemeldet sowie am 06.01. eine Moorente. Außerdem hält sich dort weiterhin ein Trupp von etwa 50 Blässgänsen auf (05.01., 08.01.). +++ Am Echinger Stausee wurden auch in dieser Woche wieder bis zu 11 Singschwäne beobachtet, die Zahl der Bekassinen erhöhte sich auf 37 Ind. (08.01.) und ebenfalls am 08.01. war erneut ein Zwergsäger zu sehen. +++ Während an mehreren Gewässern im Raum Landshut die bislang sehr hohe Zahl an Höckerschwänen innerhalb Wochenfrist sehr deutlich abgenommen hat, sorgt am Isarstau Niederaichbach weiterhin ein Seeadler für Unruhe (06.01.). +++ Durchaus ungewöhnlich ist die Beobachtung eines Trupps von ca. 15 Mandarinenten, die in der Abenddämmerung des 06.01. bei heftigem Schneegestöber an einem Waldrand im tertiären Hügelland nach Nahrung suchten.

03.01.2021; Ornithologischer Wochenrückblick (28.12.2020 bis 03.01.2021)

Die beiden Wanderfalken vom Landshuter Martinsturm haben das seit 22.12. installierte Laser-Kunstprojekt, bei dem der Turm mit einem mehrere Watt starken Laser angestrahlt wird, bislang offensichtlich unbeschadet überstanden (28.12.). Obwohl die Wahrscheinlichkeit für eine (Augen)Verletzung der Tiere durch den Laser gering sein dürfte, sollten Brutplätze von Gebäudebrütern für derartige Veranstaltungen eigentlich tabu sein. +++ Die Zahl der Singschwäne am Echinger Stausee ist im Wochenverlauf kontinuierlich auf zuletzt 11 Ind. angestiegen (03.01.). Berichtenswert sind von dort weiterhin ein Zwergsäger (zuletzt am 03.01.) sowie Januar-Nachweise von bis zu 33 Bekassinen (03.01.) und einem bereits seit Anfang Dezember anwesenden Alpenstrandläufer.  Am Moosburger Stausee halten sich noch immer über 600 Schnatterenten (01.01.) und weiterhin ein größerer Trupp Blässgänse auf (max. 52 Ind. am 31.12.), außerdem wurde am 02.01. zwischen aktuell knapp 1000 Reiherenten eine Bergente entdeckt. +++ Und dann natürlich noch die weiterhin von einem überregionalen Auditorium nahezu kontinuierlich "überwachte" WEISSKOPF-RUDERENTE: Der Vogel wurde bis zum 30.12. noch vom Isarstau Altheim gemeldet und wird seither täglich am Moosburger Stausee photographisch dokumentiert. Weißkopf-Ruderenten zählen weltweit zu den gefährdetsten Entenarten, der globale Gesamtbestand liegt bei nur etwa 20.000 Tieren (zum Vergleich: Homo sapiens ca. 8 000 000 000 Ind.). +++ Am Isarstau Altheim wurde auch diese Woche wieder ein überwinternder Flussuferläufer beobachtet (zuletzt am 30.12.) und auch ein Hausrotschwanz hatte offensichtlich keine Lust, in sein traditionelles Überwinterungsgebiet zu ziehen (Essenbach, 30.12.).

27.12.2020: Ornithologischer Wochenrückblick (21.12. bis 27.12.2020)

Die ganze Woche über durften sich Beobachterinnen und Beobachter am Isarstau Altheim über die dort weiterhin anwesende WEISSKOPF-RUDERENTE freuen, entsprechende Nachweise erfolgten täglich. Außerdem gingen erneut Meldungen vom dort überwinternden Flussuferläufer ein (21.12., 26.12.) und am 21.12. wurde eine erste Bergente gemeldet. +++ Die weihnachtliche Nordströmung hat bislang zwar keine großen Raritäten gebracht, aber immerhin am 27.12. 4 Singschwäne und einen ersten Zwergsäger (Echinger Stausee). Auch die merkliche Zunahme der Schellente an den Landshuter Stauseen und Staustufen dürfte auf dieses Wetterphänomen zurückzuführen sein. +++ Am Moosburger Stausee schwankt die Zahl der Blässgänse von Tag zu Tag weiterhin relativ stark (max. 53 Ind. am 23.12) und ebenfalls am 23.12. konnte der seit 11.12. anwesende Rothalstaucher erneut bestätigt werden.

20.12.2020 Ornithologischer Wochenrückblick (14.12. bis 20.12.2020)      

Gegenüber dem Vormonat hat die Zahl der Schwimmvögel an den Landshuter Stauseen und Staustufen erneut leicht auf jetzt knapp 18.000 Vögel abgenommen. Signifikant zulegen konnte lediglich die Tafelente mit aktuell 1.200 Ind.. Es dominieren weiterhin Blässhuhn (6.300), Reiherente (3.400) und Schnatterente (2.600). Während die für das Blässhuhn ermittelte Individuenzahl wegen teilweise extrem dicht gedrängten Ansammlungen mit hohen Unsicherheiten behaftet ist, dürfte es sich bei der Schnatterente um den bislang höchsten Wert für den Raum Landshut überhaupt handeln. Außergewöhnlich schwach zeigen sich dagegen weiterhin Haubentaucher und Zwergtaucher mit nur etwa der Hälfte der üblicherweise anzutreffenden Winterbestände. +++ Apropos Wasservogelzählung: Nicht unbedingt hilfreich dabei ist die Anwesenheit von Seeadlern. Einer dieser Störenfriede hält sich weiterhin am Isarstau Niederaichbach auf (16.12., 17.12., 20.12.). +++ Die Zahl der gemeldeten Blässgänse am Moosburger Stausee hat mit maximal 29 Ind. (20.12.) gegenüber den Vorwochen deutlich abgenommen und die dort seit dem 08.12. anwesende Trauerente wurde vorläufig letztmalig am 15.12. gesichtet. Der erstmalig am 11.12. gemeldete Rothalstaucher war dagegen die ganze Woche über noch vor Ort. +++ Beobachtungen von überwinternden Flussuferläufern erfolgten sowohl am Echinger Stausee (14.12.) als auch am Isarstau Niederaichbach (17.12.) und am Isarstau Altheim (19.12.). Gemäß den Erfahrungen aus früheren Jahren ist es eher unwahrscheinlich, dass es sich dabei um ein und denselben Vogel handelt. +++ Im nördlichen Landkreis ist auch in diesem Jahr wieder ein traditioneller Überwinterungsplatz der Zwergschnepfe besetzt (20.12.). Die dortige Überwinterungstradition in einem Mini-Feuchtbiotop, mitten im tertiären Hügelland, reicht mindestens bis in die 1980er Jahre zurück. +++ Möwen kommen weit herum: Eine polnische Lachmöwe, abgelesen am 15.12. im Landshuter Stadtgebiet, war Ende September 2020 noch an der Holländischen Küste unterwegs. +++ Seit dem 19.12. machen sich Beobachter aus dem halben Bundesgebiet auf den Weg zum Isarstau Altheim, wo seit dem 16.12. eine WEISSKOPF-RUDERENTE herumschwimmt. Dieser überaus seltene Vogel wird nur sehr unregelmäßig in Deutschland festgestellt und hat eine ausgesprochen schlechte CO2-Bilanz, da er stets einen regelrechten Ansturm von Ornithologinnen und Ornithologen auslöst. Offen bleibt die Frage, ob es sich bei einer am 06.12. am Moosburger Stausee gemeldeten Schwarzkopf-Ruderente nicht auch schon um diesen Vogel gehandelt hat.