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19.06.2021: Erfolgreiche Rettungsaktion für junge Rauchschwalben in der Landshuter Neustadt

Ob bei der Ausführung schlampig gearbeitet wurde oder das verwendete Baumaterial Qualitätsmängel aufwies bleibt ungeklärt. Jedenfalls krachte kürzlich ein mit fünf Jungvögeln besetztes Schwalbennest in der Landshuter Neustadt auf den Boden. Dank einer äußerst schnellen und engagierten Rettungsaktion von Hauseigentümerin, Hausverwaltung und Hausmeister ging das Ganze aber glimpflich aus. Nach anfänglichen Schimpftriaden der Schwalbeneltern wurde der in ein eilig angebrachtes Ersatznest des LBV gesetzte Nachwuchs unverzüglich weitergefüttert und steht mittlerweile kurz vor dem Ausfliegen. Vielen Dank an alle an dieser Aktion Beteiligten! Sie zeigt, dass Ersatzmaßnahmen bei Gebäudebrütern durchaus gut funktionieren, vorausgesetzt es wird schnell reagiert und die Ersatznester werden in unmittelbarerer Nähe zum ursprünglichen Brutplatz installiert. Wie andere Beispiele aus der Stadt Landshut zeigen, ist dies ist leider nicht immer der Fall.

 

Übrigens: Die Rauschwalbenpopulation im Landshuter Stadtzentrum mit ihren ca. 50 Brutpaaren ist bayernweit eine große Besonderheit!

17.06.2021: Daten zur Teilflächenbearbeitung bei LBV-Biotoppflegemaßnahmen

Weil mittlerweile unsere Biotoppflegesaison 2021 schon recht intensiv angelaufen ist: Ein weiterhin unterschätzter Faktor beim Rückgang eines großen Teils heimischer Insektenarten stellt nach unserer Auffassung das vielerorts ungeeignete Management von Offenland-Lebensräumen dar. Die Flächen werden bei Pflegeeingriffen in der Regel vollständig bearbeitet und anschließend komplett abgeräumt. Leider auch auf Naturschutz- und Ausgleichsflächen. Bunte Blühwiesen werden damit zu regelrechten ökologischen Fallen: Zunächst werden Schmetterlinge und andere Fluginsekten zum Blütenbesuch, und falls die geeigneten Fraßpflanzen vorhanden sind auch zur Eiablage angelockt, später dann wird der gesamte Bestand an Entwicklungsstadien (Eier, Raupen, Puppen) abgeräumt.

 

Um dies zu vermeiden führen wir auf unseren LBV-Flächen seit mehreren Jahren differenzierte Mähkonzepte durch, mit zumeist mehreren Pflegeeingriffen im Jahr. Es bleiben jedoch bei jedem Arbeitsgang mindestens 30 Prozent der Fläche unbearbeitet. Diese Vorgehensweise ermöglicht nahezu allen Artengruppen eine ausreichende Reproduktion. Die oben abgebildete Tabelle zeigt die zeitliche Verteilung unserer Biotoppflegemaßnahmen in den letzten Jahren. Die Zahlenangaben in den einzelnen Feldern weisen den Prozentsatz der bearbeiteten Gesamtfläche aus. ROT: Entwicklungmahd zur Ausmagerung bzw. zum Zurückdrängen unerwünschter Arten;   BLAU: Pflegemahd zum Statuserhalt; GELB: Spätmahd zur Verbesserung von Keimbedingungen konkurrenzschwacher Arten.

06.06.2021: Erste Zwischenbilanz bei der Solaranlagen-Faktenerhebung

Bringen Freiflächen-Solaranlagen tatsächlich einen Mehrwehrt für die Biodiversität? Zur Beantwortung dieser Frage haben wir für die aktuelle Bewertungsperiode (Mai 2021 bis April 2022) ein komplett überarbeitetes Bewertungsschema entwickelt, bei dem folgende Parameter bewertet werden:

  • Die botanische Vielfalt (als Basis für die Artenvielfalt von Insekten)
  • Das Potential zur Reproduktion von Insekten (Art und Intensität von Mäh- oder Mulcharbeiten bzw. der Beweidung während der Vegetationsperiode)
  • Das Potential als Überwinterungsgebiet für Insekten (Anteil und Qualität der den Winter über belassenen Altgras- und Staudenstrukturen)

Außerdem gehen naturschutzfachlich bedeutsame Artnachweise sowie ggf. vorhandene Sonderstandorte in die Bewertung ein.

 

Die aktuell stattfindende Bewertung der botanischen Vielfalt lieferte bislang leider recht magere Ergebnisse: Von den bereits 40 begutachteten Anlagen im Raum Landshut wurde bei 26 Anlagen eine geringe botanische Vielfalt festgestellt, 12 Anlagen schneiden mit "mäßig" ab und lediglich zwei Anlagen konnten hinsichtlich der botanischen Vielfalt als "hochwertig" eingestuft werden.

26.05.2021: Alle Vögel sind schon da – jetzt auch im Pflegeheim Matthäusstift

Nach längeren Corona-bedingten Verzögerungen hat es nun doch noch geklappt: LBV-Projektleiterin Kathrin Lichtenauer war kürzlich im Landshuter Matthäusstift und stellte dort das Projekt „Alle Vögel sind schon da“ vor. Es handelt sich dabei um eine von den Pflegekassen finanzierte Präventionsmaßnahme, die den Bewohnern von Pflegeheimen mehr Lebensqualität bringen und dem Erhalt der psychosozialen Gesundheit dienen soll. Angestrebt ist zudem eine Stärkung der kognitiven Ressourcen sowie die Steigerung der körperlichen Aktivität und Mobilität. Dass all dies tatsächlich erreicht wird, hat unlängst eine umfassende wissenschaftliche Begleituntersuchung der Universität Eichstätt bestätigt.

 

Bei ihrem Besuch in Landshut baute Kathrin Lichtenauer im Garten des Matthäusstifts u.a. eine Vogelfutterstation auf, um die Bewohner zum Füttern und Beobachten von Vögeln anzuregen. Ein klasse Projekt, für das wir uns bei ihr sehr herzlich bedanken!

14.04.2021: Wir trauern um Gabriele Dick

Viel zu früh und völlig überraschend ist kürzlich unser langjähriges Mitglied Gabriele Dick verstorben. Gabriele Dick war viele Jahre als Schriftführerin in unserem Kreisvorstand tätig und zählte seit der Gründung unserer Kreisgruppe in den 1980er Jahren zum engeren Kreis der Aktiven. Über Jahrzehnte fand kaum eine Veranstaltung - seien es Vorstandssitzungen oder Fachvorträge - ohne sie statt und auch bei unseren Biotoppflegeeinsätzen zählte sie zur Stammbesetzung. Die Liebe zur Natur und ein verantwortungsvoller Umgang mit allen Formen des Lebens war ihr stets eine Herzensangelegenheit. Ihr Tod ist für uns ein großer Verlust.

13.04.2021: Eine echte Perspektive für die Rauchschwalbe

In einem kürzlich veröffentlichten "FALKE"-Artikel beschreibt unsere Gebäudebrüter-Spezialistin Susanne Rieck, wie man Rauchschwalben auch in Offenhaltungsställen ansiedeln kann.

Falke_04-2021_Schwalbenboxen.pdf
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27.03.2021: Wo befinden sich eigentlich die Ausgleichsflächen in Stadt und Landkreis Landshut?

Bei den im Rahmen von Eingriffen in Natur und Landschaft festgesetzten Ausgleichsflächen liegt viel im Argen. Das hat u.a. eine vom LBV Landshut in den Jahren 2017/2018 durchgeführte Untersuchung ergeben. Die Flächen weisen zu einem großen Teil keinen naturschutzfachlichen Mehrwert auf und werden in vielen Fällen sogar mit Schlegelmulchern „gepflegt“.

Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, wo in seiner näheren Umgebung Ausgleichsflächen liegen und in welchem Zustand sie sich befinden, der kann sich diese Gebiete mit dem BAYERNATLAS anzeigen lassen. Diese Möglichkeit besteht offensichtlich bereits länger, war uns aber nicht bekannt. Wir bedanken uns daher bei Ingrid G. aus B. für diesen Tipp!

Im BAYERNATLAS sind alle dem Ökoflächenkataster des LfU gemeldeten Ausgleichs- und Ersatzflächen zu sehen. Allerdings kommen Eingriffsträger bzw. Genehmigungsbehörden ihrer Verpflichtung zur Meldung dieser Gebiete nur unzureichend nach, sodass viele festgesetzte Flächen noch fehlen. In einigen Gemeinden des Landkreises herrscht sogar absolute Fehlanzeige. Trotz allem ist der BAYERNATLAS ein wichtiges Instrument: Er bietet die Möglichkeit, den Zustand dieser Gebiete zu kontrollieren und im Fall festgestellter Missstände bei den zuständigen Behörden und Kommunen Abhilfe einzufordern.

 

27.02.2021: Kopfweidenpflege im LBV-Schutzgebiet "Teichgebiet Weihenstephan"

Kopfweiden sind nicht nur kulturhistorisch bedeutsam und von ästhetischem Wert, sie haben auch naturschutzfachlich ein hohes Potential. Ihre zumeist stark ausgfaulten Stämme sind Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Auch mehre Vogelarten brüten hier gerne, darunter  spektakuläre Arten wie Steinkauz und Wiedehopf. Bis in die 1930er Jahre sollen im Isartal bei Postau sogar Weißstörche ihre Nester auf Kopfweiden gebaut haben. Kopfweiden müssen aber gepflegt, d.h. regelmäßig zugeschnitten werden. Ansonsten werden die Äste zu schwer was letztlich zum Auseinanderbrechen des Stammes führt. 

In unserem LBV-Schutzgebiet "Teichgebiet Weihenstephan", das wir vor einigen Jahren erworben haben, stehen insgesamt drei dieser imposanten Bäume, die offensichtlich seit Jahrzehnten nicht mehr zugeschnitten wurden. Ein erstes Exemplar kam heute im Rahmen eines Arbeitseinsatzes unters Messer.

19.02.2021: Biotoppflegeaktion in der Sempter Heide

Ende Februar macht die Sempter Heide zwar noch einen recht tristen Eindruck, naturschutzfachlich hat es dieser kleine Rest einer ehemals zwischen Landshut und Moosburg weitläufig ausgedehnten Heidelandschaft aber in sich. Gemeinsam mit dem Gebietseigentümer, dem Naturwissenschaftlichen Verein Landshut (NVL), wird hier durch den LBV Landshut seit mehreren Jahren ein ausgetüfteltes Pflegekonzept umgesetzt, das sowohl botanische als auch zoologische Ansprüche berücksichtigt. Da für die Lebensgemeinschaften der Sempter Heide ein offener, besonnter Charakter wesentlich ist, müssen jeden Winter auch die aufwachsenden Gehölze zurückgeschnitten werden. Im Rahmen eines kleinen Arbeitseinsatzes wurde dies heute erledigt.

11.02.2021: Die Ergebnisse der Wintervogelzählung 2021 in Stadt und Landkreis Landshut

Anzahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen: 691

Gesamtzahl der gemeldeten Vögel: 20.801

Durchschnittliche Anzahl an Vögeln pro Garten: 40

Reihenfolge der zehn häufigsten Arten: Feldsperling (4.416) / Haussperling (3.656) / Amsel (1.996) / Kohlmeise (1.963) / Buchfink (1.341) / Blaumeise (1.317) / Grünfink (918) / Saatkrähe (536) / Erlenzeisig (506) / Rotkehlchen (483)

Unplausibel: Meldungen von Langstreckenziehern (Gartenrotschwanz, Turteltaube) und hohe Zahlen beim Kolkraben

Tendenz: Durchschnittliche Individuenzahl pro Garten erneut fallend - kaum überraschend vor dem Hintergrund anhaltender Nachverdichtung in den Siedlungsbereichen und dem Trend zum pflegeleichten (Stein)Garten

23.01.2021: Verkehrssicherungsmaßnahmen am "Kellerberg"

Das "Eschentriebsterben", verursacht durch einen Pilzbefall, hat mittlerweile Eschenbestände in weiten Teilen Mitteleuropas zum Absterben gebracht. Auch an einem überwiegend mit Eschen bestandenen Nordhang unseres Schutzgebietes "Kellerberg"  sind mittlerweile zahlreiche Bäume betroffen. Weil abgestorbene Eschen innerhalb kurzer Zeit nicht mehr standstabil sind und sich direkt an der Grundstücksgrenze ein Fahrweg befindet, mussten heute zur Verkehrssicherung über 20 abgestorbene Exemplare gefällt und teilweise aufgearbeitet werden. Kein geringer, aber leider ein nicht zu vermeidender Eingriff. Ein paar tapfere LBV-Ehrenamtler, die sich zu der Aktion bereits um 07.30 Uhr eingefunden hatten, konnten dabei nur unterstützend tätig werden - die eigentlichen Arbeiten wurden von einem Profi mit Schlepper und Seilwinde durchgeführt. Und das in ziemlich souveräner Manier.

15.01.2021 Baggerarbeiten in den "Ehemaligen Torfstichen"

Viele ehemalige Torfabbauflächen im Isarmoos wurden über Jahrzehnte hinweg als Abfallgruben genutzt und mit allen Arten von Müll aufgefüllt. Auch in einigen Bereichen unseres Schutzgebiets "Ehemalige Torftstiche" bei Unterwattenbach gibt ist da so einiges zu finden.

 

Mit einem Minibagger wurden heute eine ganze Ladung großer Betonteile sowie verschiedene Metall- und Kunststoffabfälle aus unserer Fläche entfernt. Dauerfrost und zumindest oberflächlich gefrorener Boden waren dabei günstige Rahmenbedingungen. In den freigelegten Bereichen sind jetzt Dauer- und Flachwasserzonen entstanden.

09.01.2021: Schwierige Fichtenfällung im "Haagholz"

Anfang Februar 2020 hatte der Sturm "Sabine" unser Schutzgebiet "Haagholz" ziemlich stark erwischt. Zwar bleiben hier eigentlich alle abgestorbenen oder umgestürzten Bäume als Totholz der Natur überlassen, Fichten müssen aufgrund der Borkenkäfer-Problematik aber aus dem Bestand entfernt oder durch Entrinden als Vermehrungshabitat für den Borkenkäfer "unschädlich" gemacht werden.

 

Mit Unterstützung eines Harvesters und sehr viel Handarbeit war bis Mai 2020 die gesamte Aufarbeitung der ca. 60 vom Sturm umgeworfenen Fichten erledigt, in einem schwer zugänglichen Vernässungsbereich waren jedoch noch einige teilentwurzelte und ineinander hängende Exemplare verblieben. Sie wurden heute im Rahmen eines kleinen Arbeitseinsatzes gefällt. Erfreulicherweise hat alles geklappt, schließlich ist die Fällung hängender Bäume eine knifflige und auch nicht  ganz ungefährliche Arbeit.

27.12.2020: Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften im LBV

Zum Jahreswechsel wurden vom LBV-Landesvorsitzenden Dr. Norbert Schäffer zehn Mitglieder unserer Kreisgruppe für langjährige Mitgliedschaften geehrt, davon sechs für 30jährige und drei für 40jährige Mitgliedschaft. 50 Jahre sind Rudi Konopitzky und Paul Riederer Mitglied im LBV, 60 Jahre Margarete Sauermann. Wir gratulieren sehr herzlich und bedanken uns für große Treue zu unserem Verband!